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Archiv: Mai 2010

How to change policies and the civil society

31. Mai 2010, von Peggy Marquardt, Comments (0)

by Diêgo Lôbo

Despite having missed the most part of this second Panel, Political Parameters and Regulatory Instruments, due to get lost in Berlin trying to find a plug to make my laptop works, I was only able to be there at the panel’s end. An interesting aspect discussed was the necessity to change policies in order to achieve a sustainable energy scenario. I think they are utterly right, and that is one of the great challenges in Brazil: sharing and building together the environmental discussion. And it might be the difference between Europe and Brazil. Perhaps it was attraction, but I could see that it happens here, in Germany. There were some poticians and their speech were quite different for me. According to Matthias Machnig, Minister of Economics, is extremely required that old parties realize that we are facing a transformation and that they have to change as well. “We need a government that makes it works.” Can you see the connection with our requirements? Is it the only aspect about changing? I do not think so. Of course we need better and clear regulations, but the society also needs to be transformed. My point is: it does not matter how much we discuss, if this discussion do not achieve the civil society and those ones who need to be changed, we will keep those circles conversations. And Jennifer Morgan, Director of the Climate and Energy Program at the World Resources Institute, says “We have the obligation to communicate to ordinary people on how we all can promote this change.” Well, it is right, isn’t it? Still, do not ask me how, because if I had the answer I am sure we would be much better. Nevertheless, we are always open to talk. more

Bremen: Glück und Krise

31. Mai 2010, Comments (0)

Vom Glück

Das durchschnittliche Glücksempfinden bzw. die Zufriedenheit der Menschen in entwickelten Ländern nimmt schon lange nicht mehr zu, obwohl sich die durchschnittlichen Einkommen mit dem Wirtschaftswachstum stets weiter erhöhen. Mathias Binswanger belegte diese These zu Beginn der Tagung mit empirischen Studien für die westliche Welt: die Grenze für den Zusammenhang von Glück und Geld liegt bei einem Jahreseinkommen von etwa 20.000 € (netto). Danach heißt mehr Netto nicht mehr Glücksempfinden.

Im Gegenteil: Viele Menschen streben generell nach einem immer höheren Einkommen, machen freiwillig Überstunden. Sie können sich damit immer mehr Produkte und Dienstleistungen kaufen. Dabei sind es nichtkäufliche Faktoren wie Liebe, Erfolg, Gesundheit oder Schönheit, die das Glücksempfinden und die Zufriedenheit steigern, wie Studien belegen. Die Werbung präsentiert ständig Menschen, die dank neuer Produkte, Seminare, Kurse oder Diäten liebesfähiger, erfolgreicher, schöner und gesünder werden. Die damit geweckten hohen Erwartungen setzten viele unter zusätzlichen Erfolgs- und Leistungsdruck.
Das empfundene Glück ist also nicht allein an wirtschaftlichen Erfolg oder gar ein wachsendes Einkommen geknüpft. Folgt daraus: weniger Geld, weniger Stress, weniger Leistungsdruck führen zu mehr Glück? Weniger ist mehr!

Postwachstumsgesellschaft

Was bedeutet das für unsere auf Wachstum setzende Ökonomie? Brauchen wir ein Wirtschaftswachstum, um der Bevölkerung zu mehr Glück und Zufriedenheit zu verhelfen? Ist mit Wirtschaftswachstum die ökologische Wende und Reduzierung der Treibhausgase möglich?

Jan Priewe, Prof. an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, widerspricht der Schlussfolgerung „weniger ist mehr!“ in Bezug auf das Wachstum. Das Bruttosozialprodukt (BIP) als Indikator für Wachstum, gibt den Gesamtwert aller Güter und Dienstleistungen an, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums innerhalb der Volkswirtschaft hergestellt werden und dem Verbrauch zur Verfügung stehen. Es sagt nichts über die Verteilung von Einkommen oder Arbeitsleistung aus. Damit ist es kein Maß für Wohlstand oder Glück.
Es gilt vielmehr darüber nachzudenken, wie möglichst viele an der wirtschaftlichen Produktion partizipieren können, um ihnen ein geregeltes Einkommen zu geben. Bei einer Stagnation des BIP, also einem „Nullwachstum”, ist die Teilhabe an der wirtschaftlichen Produktion nur durch Umverteilung von Arbeit oder Einkommen möglich. Bei steigender Arbeitsproduktivität wird erwartet, dass ein größerer Anteil der Bevölkerung in Lohn und Brot kommt.

Ein steigendes BIP verspricht zudem steigende Steuereinnahmen, die u.a. den wohlfahrts- und sozialstaatlichen Leistungen zur Verfügung stehen.
Fazit: Es gibt keine ernsthafte Alternative zum Wachstum. Die Frage ist vielmehr, wie ein Wachstum erreicht werden kann, das soziale und ökologische Qualitäten berücksichtigt und die nationale Verteilung der Arbeit und des Einkommens zum Ausdruck bringt.

Die Europäische Union muss bis 2050 ihre CO2-Emissionen um 80 bis 90 Prozent senken. Es sei “unplausibel”, dieses Ziel “auf steigendem Wachstumspfad” zu erreichen, meint Wolfgang Sachs, Wissenschaftler am Wuppertalinstitut für Klima, Umwelt und Energie. Ein Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent pro Jahr führt in 40 Jahren zu einer Verdoppelung der Emissionen, rechnet er vor. Auch Effizienzsteigerungen helfen da wenig: “Natürlich werden wir immer effizienter, aber es entstehen indirekte und direkte Rebound-Effekte.” Das bedeutet, dass die Einsparungen, die durch Effizienz erreicht werden, durch einen höheren Verbrauch kompensiert werden. Sachs verdeutlicht dies am Auto: “Wenn mein Auto weniger Benzin verbraucht, kann ich mir leisten, mehr Kilometer zu fahren.” Was im Kleinen gilt, lässt sich auch auf das Große übertragen: Unternehmen, die durch Effizienzsteigerungen Kapital einsparen, geben es für andere Dinge aus. Daher müsse man “skeptisch gegenüber der Effizienz-Rhetorik” sein

Es gibt verschiedene Aspekte, warum Wirtschaftswachstum problematisch ist. Ganz zentral ist der ökologische Aspekt, meint Matthias Schmelzer vom Attac Koordinierungskreis. Die CO2-Reduktion ist mit wachsendem Bruttosozialprodukt nicht möglich. Die derzeitigen technischen Innovationen reichen bei Weitem nicht aus, um eine derartige Reduktion des CO2-Ausstoßes bei gleichzeitigem Wirtschaftswachstum zu ermöglichen. Wenn wir bis 2050 eine Wirtschaft wollen, die ein gerechtes Leben für alle Menschen auf diesem Planeten ermöglicht, müssen wir jetzt damit anfangen, emanzipatorische Konzepte für eine Ökonomie jenseits des Wachstums zu entwickeln.

Nullwachstum und Innovation

Können Unternehmen unter den Bedingungen eines Nullwachstums überleben? Dazu waren Hannes Koch, Wirtschaftsjournalist, und Rainer Knoll, mittelständischer Unternehmer aus Bremen, in Teilen unterschiedlicher Meinung.

Aktiengeführte Unternehmen streben nach Wachstum und Gewinnsteigerungen. Sie sind den Aktionären gegenüber verpflichtet, deren Kapital zu vermehren. Für die meisten Personenunternehmen stellte ein Nullwachstum kein Problem dar. Nicht das Wachstum ist entscheidend für die Sicherung des Unternehmens sondern die Innovationsfähigkeit, waren sich Koch und Knoll einig.

Dennoch ist die Frage zu klären, wie die Innovation finanziert wird. Forschung, die Weiterentwicklung technischer Anlagen und die Fortbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Kosten, die berücksichtigt werden müssen. Sie gehören in die kaufmännische Kalkulation, benötigen aber keineswegs immer neues Wachstum.
Zur Tagung wurden zahlreiche mittelständische Unternehmen vorgestellt, die nach sozial-ökologischen Maßstäben wirtschaften. Dazu gehörte auch das Wirtschaftsmagazin „Enorm – Wirtschaft für den Menschen“. Es widmet sich “der laufenden Debatte um eine moderne, sozial und ökologisch nachhaltige Ökonomie”. Im Mittelpunkt der Berichterstattung stehen dabei Macher, Projekte und Unternehmen, die sich Social-Business-Modellen und ethischem Wirtschaften verpflichtet fühlen. Ein Beitrag, Glück und Arbeit auch in wirtschaftlichen und ökologischen Krisenzeiten zusammenzubringen.

Relinquishment Can Be Fun! Redefining the Pursuit of Happiness to Create a Greener World

31. Mai 2010, von Peggy Marquardt, Comments (0)

by Jennifer Hattam, Istanbul, Turkey

Before I moved to Istanbul, I always thought of eating seasonally as a great idea in theory, but kind of a chore in practice. How were you supposed to remember if it was OK to eat asparagus in October or oranges in April? What if you really, really wanted to cook Brussels sprouts in the middle of June? But after going through the year watching artichoke vendors, cucumber sellers, or boxes of deep red cherries flood the city’s streets and then disappear again, I started to see how limitations could perhaps provide inspiration rather than irritation.

A few weeks ago, I decided I wanted to make a pasta salad for a picnic. I settled on a recipe for warm pasta salad with spinach, pomegranate, walnuts, and goat cheese because it sounded tasty and I thought all the ingredients would be easily found at my local shops. But I had forgotten; pomegranate season was over. Fortunately, a bright display of just-arrived strawberries caught my eye at the store and I decided to use them instead, to much success.

Appealing to the Idea of Indulgence
German parliamentarian Bärbel Höhn seems to be thinking along the same lines. “We live in a world where everything is available. What kind of indulgence is it if we can go to the fridge year-round and take out strawberries?” the vice chair of the German Green Party’s parliamentary group asked this morning at a panel discussion on eco-friendly lifestyle choices. “Wouldn’t it be more fun to say, we have a strawberry season in Germany in June and we go out and pick them on our own?”

Hearkening back to the bygone days (at least in most Western nations) when eating meat was “an indulgence and a social enjoyment,” rather than a big part of one’s daily diet, Höhn flipped the oft-suggested admonition to eat less meat on its head by adding, “Why shouldn’t we claim and demand our right to a Sunday roast that we look forward to all week long?”

Höhn’s idea that environmentalists have to “convert relinquishment into fun” in order to win more adherents was a theme that kept popping up at “The Great Transformation: Greening the Economy” conference organized by the German environmental foundation Heinrich Böll Stifung. more

The (limited) power of consumers

31. Mai 2010, von Peggy Marquardt, Comments (0)

by Mark Notaras, Blogger ‑ United Nations University

Today’s forum on ‘Green Lifestyles and the Powers of Consumers’ was the most engaging of the 2-day conference: The Great Transformation – Greening the Economy. The panel, including the Executive Director of the Forest Stewardship Council Andre de Freitas and a well-known member of the German parliament, discussed the extent to which people’s buying habits can change unsustainable production.

As soon as you talk about what we eat, wear and use, and where it comes from, people tend to take notice and want to have their say. The audience was keen to know how they could change their buying habits in the name of a better world. more

First Day – The Great Transformation – Greening the Economy

29. Mai 2010, von Peggy Marquardt, Comments (0)

by Diêgo Lôbo

Held in the pleasant and efficient energetically building of the Heirich Böll Foundation, in Berlin, the first day of the International Conference “The Great Transformation – Greening the Economy” was very interesting and constructive. We have discussed different perspectives about that transformation, which has to involve three main aspects: smart policies, smart technologies and new alliances. Another issue considered by some speakers was the failure of the COP 15 in Copenhagen, in the last December. After Ralf Fücks, President of the Heirich Böll Foundation, welcomes everybody, Andre Wilkens, Director Centre for International Affairs, Mercator Foundation, reinforces what will be discussed during the next 2 days – the necessity of economy transformation: “I believe the world not only needs new businesses, but also deserves news businesses.”

As many topics came up in the debate I will do individual posts in order to organize them. The Conference has been broadcasted on the Foundation’s website and you also can send your question through the Twitter just adding the tag #gnd2010. more

Grüner Wandel auf kommunaler Ebene – Beispiele aus Stockholm, München, Mexiko Stadt und den USA

29. Mai 2010, von Peggy Marquardt, Comments (0)

Von Björn Lohmann, Essen
Man muss nicht auf internationalen Konsens warten, um die große Transformation in Angriff zu nehmen. Es geht auch auf kommunaler Ebene, wie verschiedene Städte bewiesen haben – nur nicht ohne Geld. Ein paar Beispiele.

Malena Karlsson stellte einen der Vorzeigestadtteile der Welt vor, wenn es um Nachhaltigkeit geht: Hammarby in Stockholm. Gegenüber dem Stadtdurchschnitt sollte dieser vor 15 Jahren geplante Stadtteil 50 Prozent weniger Auswirkungen auf die Umwelt haben. 30 bis 40 Prozent wurden erreicht. Endgültig fertig soll der Stadtteil in acht Jahren sein. Was haben die Schweden gemacht? more

Faktor Tod, ungläubige US-Amerikaner und das Primat der Politik

29. Mai 2010, von Peggy Marquardt, Comments (0)

Von Björn Lohmann, Essen
Ein bisschen konkreter wurde es, als es um politische Werkzeuge ging. Deutlich wurde: Es gibt eine Menge erfolgreicher Werkzeuge, doch die funktionieren nur dann, wenn die Menschen sie verstehen – was sie oft erst rückblickend tun. Und noch etwas war auf dem Podium rot-grüner Konsens: Die Bundesregierung gefährdet das Momentum, das die grüne Wandlung im letzten Jahrzehnt ergriffen hat. more

Nachhaltiges Wachstum – Wachstum der Zukunft?

29. Mai 2010, Comments (0)

Podiumsdiskussion im Rahmen der Konferenz “Die Große Transformation – Greening the Economy”
Berlin, 29.05.2010 Heinrich-Böll-Stiftung

Das Abschlusspodium der Konferenz “Die große Transformation – Greening the Economy” ist der Auftakt der Debattenreihe zum Thema “Wohlstand, Wachstum und Gemeingüter“.

Die Welt steht vor einem enormen Bevölkerungswachstum. Bis 2050 wird die Weltbevölkerung auf ca. 9 Milliarden Menschen anwachsen, die ihre materiellen Grundbedürfnisse allerorts befriedigt wissen wollen. Das generiert ein enormes Wachstum. Die Herausforderung ist, dieses Wachstum vom Naturverbrauch abzukoppeln. Bei einer nahezu Verdopplung der Weltwirtschaft ist dabei gleichzeitig der CO2 Verbrauch zu halbieren.

Wie sollen unsere nationalen Herausforderungen ohne Wachstum finanziert werden beispielsweise: Haushaltskonsolidierung und steigende Ausgaben im Gesundheitssystem aufgrund der demografischen Entwicklung? Werden die Mittel knapper, wird der soziale Frieden gefährdet – der Verteilungskampf um die knappen Budgets würde eröffnet.

Aber: Haben die bestehenden Krisen nicht gezeigt, dass unser Model von Wachstum überholt ist? Wie können wir ein neues Kapitel zu nachhaltigem, grünen Wachstum aufschlagen? Welche Akteure und Allianzen sind notwendig, diesen Prozess in Gang zu bringen?

Jiahua Pan, Senior Fellow und Vizedirektor, Research Centre for Sustainable Development
(RCSD) an der Chinese Academy of Social Sciences (CASS)
Michael Ettlinger, Vizepräsident für Wirtschaftspolitik, Center for American Progress
Derek Eaton, Programme Officer, UNEP / DTIE – Economics & Trade Branch
Ralf Fücks, Vorstand, Heinrich-Böll-Stiftung

Moderation: Gerhard Schick, Mitglied des Bundestages BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Keine Zeigefinger, Sektorabkommen und die Klima-Apartheit

29. Mai 2010, von Peggy Marquardt, Comments (0)

Von Björn Lohmann, Essen
Die Great-Transformation-Konferenz hat begonnen (übrigens mit Livestream). Was die Teilnehmer in der ersten Session geboten bekamen, war ein Überblick, wie Vertreter aus Europa, den USA und Afrika die Situation nach Kopenhagen bewerten – global wie in ihrer jeweiligen Region. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die große Transformation zu einer grünen Wirtschaft kein Problem wäre – ginge es überall in der Welt nach den Vorstellungen der Referenten. more

Getting Developing Nations on a Greener Path Without Creating a New Renewable Energy 'Colonialism'

29. Mai 2010, von Peggy Marquardt, Comments (0)

by Jennifer Hattam, Istanbul, Turkey
No matter how much it might help the environment for fewer nations to produce and consume at U.S.-style levels, slowing global development would clearly be an unworkable — and profoundly unfair — way to address the climate crisis. As environmental scientist Ernst Ulrich von Weizsäcker put it this morning at a conference in Berlin: “Poor and clean countries don’t want to miss their chance to get rich and dirty.”

Getting developing nations to leapfrog ahead to “rich and clean,” however, has its own potential pitfalls. more

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