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Archiv: September 2010

Jena: Workshop "Green New Deal lokal"

3. September 2010, Comments (0)

Workshop

Termin: 18.10.2010, 17:00 – 21:00 Uhr
Ort: FH Jena, Senatssaal

Die Wirtschafts- und Finanzkrise, die globale Erwärmung und das Scheitern der Verhandlung in Kopenhagen zeigen: Ein konsequentes Umsteuern in Richtung Nachhaltigkeit beginnt vor Ort. Und: Laufende Projekte und Reformen vor Ort müssen beschleunigt werden, um angemessen auf die aktuellen Herausforderungen zu reagieren.

Die Idee des Green New Deal steht in diesem Sinne für eine optimistische und visionäre Verbindung von Problemlösungsansätzen und neuen Modellen für eine gerechte, ökologische und lebenswerte Gesellschaft. Die Herausforderung besteht darin, einerseits CO2-Emissionen zu reduzieren und andererseits wirtschaftliche und gesellschaftliche Dynamik für einen Wandel zu erzeugen.

Doch welche Erfahrungen für ein Umsteuern vor Ort – von der Kommunalpolitik über die Verwaltung bis zur lokalen Agenda 21 – liegen bereits vor? Welche Konzepte gibt es – welche Strategien werden damit verfolgt? Und wie lässt sich ein Green New Deal vor Ort in Thüringer Kommunen realisieren?

Anknüpfend an die Ausstellung „Klima wandelt Thüringen“ lädt die Heinrich-Böll-
Stiftung Thüringen dazu ein, darüber nachzudenken, wie der Wandel vor Ort beschleunigt werden kann. Der Workshop ist gleichzeitig Auftakt eines Masterprojektes von Prof. Dr. Thomas Sauer / Silko Pfeil an der FH Jena zum Thema “Sustainable Cities – Erfolgsfaktoren eines Übergangs zur nachhaltigen Entwicklung auf lokaler Ebene: Beiträge zum Klimaschutz, zur Beschäftigung und zum Innovationspotenzial”.

17:00 Begrüßung & Einführung
Prof. Dr. Bruno Spessert (Prorektor für Forschung und Entwicklung FH Jena)
Prof. Dr. Thomas Sauer / Dr. Marco Schrul
17:15 – 18:45 Round Table 1:
Strategien für den lokalen Klimaschutz: Wie lässt sich der Umstieg auf erneuerbare Energien und die Steigerung der Energieeffizienz beschleunigen?
Sowohl die Stromerzeugung mit regenerativen Energiequellen als auch die effizienter Nutzung der Energie wird derzeit kontinuierlich ausgebaut. Allerdings muss dieser Prozess angesichts der Klimaszenarien (IPCC et al.) und den daraus abgeleiteten Handlungserfordernissen wesentlich beschleunigt werden. Mit welchen Strategien lässt sich der Ausbau von Erneuerbaren und Energieeffizienz vor Ort beschleunigen? Was lässt sich aus den bisherigen Erfahrungen lernen? Und wie kann ein Green New Deal diese Entwicklung befördern?
Impulsgeber/innen:
- Dr. Werner Neumann, Leiter Energiereferat der Stadt Frankfurt/Main
- Fachhochschulen als Bündnispartner? Forschungen zu regenerativen Energien in Jena und Nordhausen: Prof. Dr. Bruno Spessert / Prof. Dr. Ing. Viktor Wesselak (FH Nordhausen, Mitglied Nachhaltigkeitsbeirat Thüringen, angefragt)
- Zur strategischen Bedeutung der Akzeptanz von Erneuerbaren Energien: Denis Peisker, Leiter Bioenergieberatung Thüringen (BIOBETH)
- Zu den Erfahrungen aus Klimaschutzprojekten in Thüringen: Michael Welz, Böll-Stiftung Thüringen, Ausstellung „Klima wandelt Thüringen“
Moderation: Prof. Dr. Thomas Sauer bzw. Dr. Marco Schrul
Pause / Imbiss
19:15 – 20:45 Round Table 2:
Nachhaltige Wirtschaft: Strategien und Erfolgsfaktoren
Kommunen sind heute Standorte eines hochgradig vernetzten, internationalen Wirtschaftssystems, in dessen Arbeitsteilung sie ihren Platz jeweils definieren, entwickeln und gestalten müssen. Der Übergang zu einem CO2-armen, auf erneuerbaren Energien beruhendem Wirtschaften wird gravierend in die tradierten Muster der internationalen und regionalen Arbeitsteilung eingreifen. Wie können Kommunen im Verbund mit den regionalen Akteuren ihren Platz in dieser Arbeitsteilung neu definieren? Was können Kommunen, was können Hochschulen und zivilgesellschaftliche Akteure zur Förderung einer nachhaltigen Wirtschaft tun? Welche Gelingensbedingungen und Erfolgsfaktoren sind aus Sicht der Praxis
entscheidend?
Impulsgeber/innen:
- Dr. Peter Moser, DeEnet, Kassel (angefragt)
- Hubert Rottner, Bio-Innung Nürnberg (angefragt)
- Dieter Ortmann, Geschäftsführer, maxx | solar & energie GmbH Waltershausen
- Benedikt Bisping, Erster Bürgermeister Lauf an der Pegnitz, Fraktionssprecher Bündnis 90 / Die Grünen im Kreistag Nürnberger Land (angefragt)
- Heiko Rittweger, Geschäftsführender Gesellschafter Rittweger und Team, Suhl
Moderation: Prof. Dr. Thomas Sauer
Schlussrunde + Ausblick

Weitere Informationen und Anmeldungen bitte bis spätestens 10. Oktober über info(at)boell-thueringen.de bzw. unter Telefon 0361-5553257.

Erfurt: Brauchen wir einen "Green New Deal"? Wie sieht die Industriepolitik der Zukunft aus?

3. September 2010, Comments (0)

Dienstag, 12.10.2010, 18.00-20.00 Uhr
Erfurt, Café Nerly, Marktstr. 6

Umweltverträgliche und ressourcenschonende Technologien sind in den vergangenen
Jahrzehnten eine Wachstumsbranche der deutschen Wirtschaft geworden – nicht zuletzt durch politisch gewollte öffentliche Förderung. Die Hoffnung dahinter lautet, einerseits mit moderner Technik global wettbewerbsfähig zu bleiben und andererseits einen Beitrag zum Ausgleich zwischen Wirtschafts- und Umweltinteressen zu leisten.

Ob und vor allem wie man in diese Richtung steuern und investieren sollte, ist gegenwärtig in der Debatte. Trotz der allseits akzeptierten Forderung nach einer ökologisch verträglichen Industriepolitik sind deren Inhalte und Instrumente zwischen Parteien und verschiedenen Interessengruppen höchst umstritten sind. In der Forderung nach einem „Green New Deal“ sehen die einen lediglich ein politisches Schlagwort zur Subventionssicherung. Andere verbinden damit ein industriepolitisches Konzept für den komplexen Ausgleich zwischen Arbeitsplatzsicherheit, Wirtschaftlichkeit, Zukunftsfähigkeit und Umweltschutz oder sogar den Kern für eine beschleunigte ökologisch-soziale Transformation der Marktwirtschaft.

Diskussionsforum mit:
Fritz Kuhn, MdB Stellv. Vorsitzender der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen
Matthias Machnig, Thüringer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Technologie

Moderation:
Dietmar Grosser, Leiter der Wirtschaftsredaktion der Thüringer Allgemeine

Zur Diskussion über die Ausgestaltung einer zukünftigen Industriepolitik laden die
Friedrich-Ebert-Stiftung Thüringen und die Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen herzlich ein.

Weitere Informationen und Anmeldung auf:
www.fes-thueringen.de
www.boell-thueringen.de

Potsdam: Forum Regenerative Energien

31. Juli 2010, Comments (0)

Im Rahmen der Grünkauf 2010

Mobilität der Zukunft / Cleantech – wie nachhaltig wirtschaften?

12. September 2010, 12.00 – 16.30 Uhr
Metropolishalle Potsdam (am Filmpark Babelsberg), Großbeerenstraße, 14482 Potsdam

Am 12. September 2010 findet auf der Messe Grünkauf in Potsdam das Forum Regenerative Energien statt, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Themenschwerpunkte sind in diesem Jahr “Mobilität der Zukunft” und “Cleantech- wie nachhaltig wirtschaften?”. Das ökonomische Modell des 20. Jahrhunderts stößt an die Grenzen seiner Kapazität und konfrontiert uns mit der Frage, wie wir in Zukunft wirtschaften und wie wir uns zukünftig bewegen wollen. Diesen beiden Themenkomplexen möchten wir uns in Vorträgen und Diskusionen annähern.

Was macht ein Mobilitätskonzept nachhaltig? Welche alternativen Modelle der Mobilität sind denkbar? Unter welchen Rahmenbedingungen ist Elektromobilität ein ökologisch tragfähiges und zukunftsfähiges Konzept? Wie kann Solarenergie für Mobilität genutzt werden? Wie weit ist die Forschung, was bieten die Hersteller?

Wie lassen sich Produkte und Prozesse hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit bewerten? Wie kann die Ausgestaltung und Anwendung des Nachhaltigkeitskonzeptes bei der Produktgestaltung aussehen? Welche Label sind wirklich vertrauenswürdig? Und wie kann ich mich als VerbraucherIn schnell zurechtfinden?

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Tagungsprogramm

Mobilität der Zukunft

12.00h Mobilität im Wandel – wie kommen wir zu einer nachhaltigen Mobilitätskultur?
Georg Wilke, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie GmbH
12.30h Innovative Antriebssysteme I: Elektromobilität auf dem Weg zum Nullemissionsfahrzeug?
Oliver Schwedes, Wiss. Mitarbeiter am Fachgebiet Integrierte Verkehrsplanung, TU Berlin
13.00h Innovative Antriebsysteme II: Mit der Sonne um die Welt. Ein Werkstattbericht
Andreas Manthey, Bundesverband Solare Mobilität e.V.
13.30h Innovative Nutzungskonzepte: Die Modellregionen Elektromobilität
Ulrich König, Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (innoZ)
14.00h Diskussion: wie können, wie wollen wir uns bewegen?
Verkehrsclub Deutschland (angefragt), Vectrix (angefragt),
Bundesverband Solare Mobilität

Cleantech – wie ökologisch Wirtschaften?

15.00h Perspektiven ökologischer Produktkreisläufe I: Nachhaltigkeitsbewertung
Prof. Dr. Matthias Finkbeiner, Professur für Systemumwelttechnik und Leiter des Studiengangs “Sustainable Engineering” an der TU Berlin
15.30h Perspektiven ökologischer Produktkreisläufe II: Cradle to Cradle
EPEA (Environmental Protection Encouragement Agency, angefragt)
16.00h Vom Blauen Engel zum Energy Star: Überblick im Labeldschungel
Georg Abel, Bundesgeschäftsführer der Verbraucher Initiative e.V.
16.45h Ende

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Das Forum Regenerative Energien ist in enger Zusammenarbeit zwischen der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg und der Messe Potsdam realisiert worden. Die Grünkauf findet am 11./ 12. September 2010 statt und ist die branchenübergreifende Umweltmesse für ökologisch hergestellte, ressourcenschonende, fair und regional gehandelte Produkte und Dienstleistungen für die Hauptstadtregion.
Eintritt 3,00 Euro, erm. 2,00 Euro.
Mehr Infos: www.messe-gruenkauf.com

Für das Forum wird kein extra Beitrag erhoben.

——

Kontakt und weitere Informationen:

Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg
Dortustr. 52
14467 Potsdam
Tel.: 0331-2005 780
Homepage: www.boell-brandenburg.de

Berlin: Greening The City – Strategien für einen Green New Deal der Städte

28. Juli 2010, Comments (1)

Internationale Konferenz
17. September 2010, 13.15 – 21:30 Uhr
Flughafen Berlin-Tempelhof, Flughafenrestaurant Airbase 1,
Platz der Luftbrücke 5, 12101 Berlin

Die Zukunft der Städte ist grün!

Denn nur durch ein konsequentes Umsteuern in Richtung nachhaltiger und integrierter Stadtpolitik sind die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen. Zunehmend wird eine „Urbane Revolution“ gefordert. Der Begriff Green New Deal steht in diesem Sinne für eine optimistische und visionäre Verbindung von Problemlösungsansätzen und neuen Modellen für eine gerechte, ökologische und lebenswerte Gesellschaft. Städte sind dabei zugleich Bühne und Labor eines neuen Gesellschaftsvertrages.

Doch welche Rolle spielen grüne Politikansätze aktuell für die Städte?

Mit der internationalen Konferenz wird eine Brücke zwischen aktuellen Strategien und Zukunftsvisionen geschlagen. Mitgliedern von Stadtregierungen, Stadtparlamenten und Experten der Stadtentwicklung sind eingeladen über den Green New Deal der Städte von heute und morgen zu diskutieren.

Angelegt als internationaler Städtevergleich fragt die Konferenz auch nach der Übertragbarkeit von Strategien auf Berlin. Die Konferenz behandelt vertiefend die Themen urbane Mobilität, Energiewende und nachhaltiger Städtebau.

Veranstaltungsort ist das Tempelhofer Flughafengelände, Berlins Raum für die Zukunftsvisionen der grünen Stadt.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der „Clean Tech World“ statt – Berlins neue internationale Technologie-Messe, die erstmals weltweit allen Umwelttechnologien an einem Ort zusammenbringt – auf 50.000qm im ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof. Die TeilnehmerInnen der Konferenz erhalten für den Tag der Veranstaltung eine Freikarte für die Clean Tech World.

Im direkten Anschluss an die internationale Konferenz werden am Samstag, 18. September von 10.30 bis 16.30 die Berliner Grünen am selben Ort ihre Konzepte für ein klimafreundliches Berlin zur Diskussion stellen.

Ablauf

Anmeldung ab 13:15 Uhr

13:45 – 14:00 Uhr Begrüßung und Einführung
14:00 – 15:30 Uhr Von der Vision zur Realität – Stadt nachhaltig planen und bauen
Barcelona, Amsterdam, Berlin
16:00 – 17:30 Uhr Strategien für urbanen Klimaschutz
Hamburg, Potsdam, Berlin
18:00 – 19:30 Uhr Neue Mobilitätskonzepte für die Stadt
London, Bremen, Ulm, Berlin
20:00 – 21:30 Uhr Der Weg zu einem Green New Deal der Städte

Programm

14:00 – 15:30 Uhr Von der Vision zur Realität – Stadt nachhaltig planen und bauen
Barcelona, Amsterdam, Berlin

Die größte Herausforderung der Städte ist, ihre CO2 Emissionen zu minimieren und zugleich Raum für gesellschaftliche und wirtschaftliche Dynamik zu geben. Dabei gilt es bestehende Infrastruktur zu erneuern, beim Neubau komplett umzudenken und gesellschaftlich Integration und Urbanität zu fördern.

Die kompakte Europäische Stadt bietet viele Ansatzpunkte und versteckte Potentiale. Der energetische Umbau der Stadt kann nur in Verbindung mit einer Stadtentwicklungspolitik gelingen, die Bürger_innen als Expert_innen der Stadt aktiviert und lokale Verantwortungsgemeinschaften bildet. Zugleich müssen die nötigen Ressourcen zum Umbau der Stadt konsequent zu Verfügung gestellt und effektiv zum Einsatz gebracht werden.

  • Welche planerischen und baulichen Maßnahmen müssen ergriffen werden, um diese Anforderungen zeitnah in der Stadtentwicklung zu implementieren?
  • Welche ökonomischen und gesellschaftlichen Chancen liegen im “Greening”, also dem energetischen Komplettumbau der Städte?
  • Wie werden im Rahmen dieser baulichen Transformation soziale Härten ausgeglichen und soziale Mischung auf Quartiersebene gewährleistet werden?
  • Welche Rolle spielen Bürgeraktivierung und neue Planungsinstrumente?
Input 1: Die versteckten Potentiale der Stadt nutzen: nachhaltige Stadterneuerung durch strategische Interventionen. Beispiele aus Amsterdam, Frankfurt am Main und Barcelona
Kees Kaan, Architekt und Urbanist, Amsterdam
Input 2: Barcelona – Grüne Stadtpolitik im Süden Europas:
Stadtklima, Bürgerbeteiligung und neue Zentralitäten
Sergi Alegre, Stadtrat für Stadtentwicklung El Prat de Llobregat/Barcelona
Podium: Gaby Morr, Stadtplanerin, Geschäftsführerin BSM, Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung mbH, Berlin
Kees Kaan, Architekt und Urbanist, Amsterdam
Sergi Alegre, Stadtrat für Stadtentwicklung El Prat de Llobregat/Barcelona
Moderation: Franziska Eichstädt-Bohlig, MdA, B90/Grüne, Sprecherin für Stadtentwicklung
16:00 – 17:30 Uhr Strategien für urbanen Klimaschutz
Hamburg, Potsdam, Berlin

Städte haben einen großen Energiebedarf. Nicht nur private Haushalte, auch öffentliche Einrichtungen, Gewerbe und Industrie sind große Energieverbraucher. Gleichzeitig schlummern viele ungenutzte Energiequellen in der Stadt: Wärme im Abwasser, der Sonne zugewandte Dachflächen, etc. Gerade der Erhalt und Neubau von technischer Infrastruktur bindet große Budgets.

Klimaschutz bedeutet auch einen Wandel der Lebensstile. Voraussetzung des Wandels ist die Schaffung eines Bewusstseins der Menschen für Klimawandel und Klimaschutz.

  • Sind zentrale Energieversorgungskonzepte somit noch zeitgemäß?
  • Wie können ungenutzte Energiequellen erschlossen und Energiesparpotentiale ausgeschöpft werden?
  • Ist eine völlige Abkehr von fossilen Energieträgern in kurzer Zeit möglich?
  • Welchen Beitrag können der Wandel urbaner Lebensstile und bewusstes Verbraucherverhalten leisten?
Input 1: Grüne Energien für nachhaltige Stadtentwicklung
Anja Hajduk , Senatorin Stadtentwicklung und Umwelt, Hamburg
Input 2: Klimaschutz – Klimadiskurs – Stadtgesellschaft
Dr. Fritz Reusswig, Potsdam Institut für Klimaforschung
Input 3: Urbane Investments in Klimaschutz
Fabian Tacke, Vorstand der KlimaGut Immobilien AG, Berlin
Podium: Anja Hajduk, Senatorin Stadtentwicklung und Umwelt, Hamburg
Dr. Fritz Reusswig, Potsdam Institut für Klimaforschung
Dr. Frank Schulz, Bezirksbürgermeister und Leiter der Abteilung Stadtentwicklung Friedrichshain-Kreuzberg, Berlin
Fabian Tacke, Vorstand der KlimaGut Immobilien AG, Berlin
Moderation: Michael Schäfer, MdA, B90/Grüne, Sprecher für Klimaschutz und Energiepolitik
18:00 – 19:30 Uhr Neue Mobilitätskonzepte für die Stadt
London, Bremen, Ulm, Austin (Texas/USA), Berlin

Die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger sowie der Transport von Waren und Dienstleistungen lassen das Verkehrsaufkommen und damit den Energieverbrauch immer weiter ansteigen. Die größte Herausforderung, um den CO2 Ausstoß zu reduzieren, ist das Ersetzen der auf fossilen Brennstoffen basierenden Energiequellen im Transportwesen. Dennoch muss der Verkehr gleichzeitig effizienter organisiert und auf erneuerbare Energien umgestellt werden.

Teil einer neuen Mobilitätskultur in Städten ist außerdem ein anderer Umgang mit dem öffentlichen Raum, der zunehmend als Lebensraum wiederentdeckt wird.

  • Ist die technische Transformation vom klassischen Verbrennungsmotor zum Elektromotor die Antwort auf unsere Probleme?
  • Kann das stetig wachsende Verkehrsaufkommen effizienter organisiert werden?
  • Welche Hemmnisse gilt es zu überwinden, um die Stärken einzelner Verkehrsmittel auszubauen und ihre Schwächen zu beseitigen?
  • Welche Chance bietet die Neukonzeption des öffentlichen Straßenraums als urbaner Begegnungsraum hinsichtlich wirtschaftlicher und kultureller Entwicklungskonzepte?
Input 1: Nachhaltige Mobilität und (kultur)wirtschaftliche Entwicklung:
Das Exhibition Road-Project – “Shared Apce” im Herzen Londons
Sarah Rubinstein, Dixon Jones Architekten, Exhibition Road-Project, London
Input 2: Verkehrsmittel “to go” statt Automobilbesitz?
Das Daimler-Projekt “Car2Go” in Ulm und Austin/Texas (USA)
Robert Henrich, Projektmanager Daimler-Project Car2Go, Ulm
Input 3: Von der fossilen zur nachhaltigen Mobilität:
Großstädte als Motor des Systemwechsels?
Dr. Reinhard Loske, Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa, Bremen
Podium: Robert Henrich, Projektmanager Daimler-Project Car2Go, Ulm
Prof. Barbara Lenz, Leiterin des Instituts für Verkehrsforschung des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, DLR
Dr. Reinhard Loske, Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa, Bremen
Sarah Rubinstein, Exhibition Road-Projekt, London
Moderation: Claudia Hämmerling, MdA, B90/Grüne, verkehrspolitische Sprecherin
20:00 – 21:30 Abschlussdebatte
Der Weg zu einem Green New Deal der Städte

Der Green New Deal ist eine Antwort auf die parallelen Krisen unserer Zeit. Er ermöglicht es, sowohl auf die Finanz- und Wirtschaftskrise, wie auch auf die globalen klimapolitischen Herausforderungen zu reagieren. Für den Green New Deal müssen alle Kräfte mobilisiert werden: Wir brauchen die besten Köpfe der Wissenschaft, das know-how und das Kapital der Wirtschaft, die Gewerkschaften, die Umwelt- und Sozialverbände und eine starke Öffentlichkeit. Nur so können wir in kurzer Zeit unser Wirtschaften vom Ressourcenverbrauch abkoppeln und unsere Emissionen drastisch reduzieren.

Eine zentrale Bedeutung kommt dabei den Städten zu. Sie sind Brennglas gesellschaftlicher Dynamik und Probleme. Städte können jedoch nur unter Berücksichtigung sozialer, kultureller und wirtschaftlicher Lösungsansätze zum Labor eines Systemwechsels werden.

  • Wie bündeln wir die notwendigen Kräfte, um die Transformation zu beschleunigen?
  • Welche Chancen bietet die Umstellung auf saubere Technologien in allen Bereichen für Unternehmen und Beschäftigung?
  • Wie können Zivilgesellschaft und Netzwerke zum Motor des Systemwechsels werden?
  • Welche kulturellen Lösungsansätze flankieren einen Green New Deal der Städte?
  • Welche sozialen und arbeitsmarktpolitischen Instrumente unterstützen den Transformationsprozess?
  • In welchen Branchen entstehen neue Jobs, welche sind Auslaufmodelle?
Podium: Dr. Eric Schweitzer, Präsident der Industrie und Handelskammer Berlin
Ramona Pop, MdA, Fraktionsvorsitzende BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Arbeitsmarktpolitische Sprecherin
Prof. Claudia Kemfert, DIW, Abteilungsleitung Umwelt, Verkehr, Energie und Professorin für Energieökonomie an der Hertie School of Governance
Ralf Fücks, Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin
Moderation: Heike Wohltmann, Plan-WerkStadt Bremen

Green New Deal: Urbane Revolution – die nachhaltige Zukunft der Städte

Green New Deal Projekt:
www.boell.de/greennewdeal

Die ökonomische, ökologische und soziale Krise bietet die Chance für einen Systemwechsel.

Während die Regierung Zeit und Geld verschwendet, keimen an vielen Orten Ansätze für die Umorientierung zu einem ökologisch-sozialen Wirtschaften.
Der grüne politische Stiftungsverbund der Heinrich-Böll-Stiftungen will diesen Prozess voranbringen. Wir bringen Akteur/innen ins Gespräch, die nicht nur von ökologisch-sozialer Transformation reden, sondern handeln. Denn nur neue politische Allianzen und Initiativen vor Ort können einen neuen Gesellschaftsvertrag, den Grünen New Deal, Wirklichkeit werden lassen.

Veranstalter

Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
www.bildungswerk-boell.de

Heinrich-Böll-Stiftung
www.boell.de

Kooperationspartner

Fundació Nous Horitzons
www.noushoritzons.cat

umdenken – Politisches Bildungswerk, Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V.
www.umdenken-boell.de

Clean Tech World
www.cleantechworld.org

Kontakt

Florian Schmidt
Koordinator AK nachhaltige Stadtentwicklung

Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
Kottbusser Damm 72
10967 Berlin

Tel. 0049 (0)160 964 12 601
Mail: stadtpolitik@bildungswerk-boell.de
Web: www.bildungswerk-boell.de

Frankfurt: Klimaschutz in Kommunen – Energiewende, Finanzierung und Vernetzung

6. Juli 2010, Comments (0)

Klimaschutz in Kommunen – Energiewende, Finanzierung und Vernetzung

Freitag, 24. September 2010, 13.30 Uhr bis 19.00 Uhr
Stadtwerke, Kurt-Schumacher-Str. 8, Frankfurt am Main

Derzeit erleben wir den Beginn der „dritten industriellen Revolution“. In ihrem Zentrum steht die Art und Weise, wie wir in Zukunft mit Energie umgehen wollen: effizient, dezentral und erneuerbar muss sie sein. Die großen, zentralen, unflexiblen Energieerzeuger und deren Versorgungsstrukturen werden an Bedeutung verlieren. Energieerzeugung und -verbrauch müssen vor Ort, in den Kommunen und Regionen gebündelt werden. Von dort aus wird die Umgestaltung der fossilen Ökonomie ausgehen.

In den Kommunen wird sich zeigen, wie wir in Zukunft wirtschaften wollen und unseren Wohlstand mit neuen Lebensstilen bewahren können – ohne unsere Lebensgrundlagen hier und anderswo zu zerstören. Für einige ist das schon Alltag, für andere noch Neuland. Wir zeigen deshalb, wie die Kommunen eine Vorreiterrolle bei der Umgestaltung für den Klimaschutz einnehmen können.

Die Umstellung auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien senkt den künftigen Verbrauch fossiler und nuklearer Energien, benötigt aber hohe Investitionen. Dieses Milliardenprogramm für den Klima- und Ressourcenschutz und für neue Arbeitsplätze wird nicht nur „Offshore“ umgesetzt. Es muss vor allem in den Kommunen und Regionen investiert werden. Wenn Energiekonzerne Milliarden in Kohlekraftwerke investieren wollen – wer investiert statt dessen Milliarden in dezentrale Kraftwerke? In Zeiten knapper kommunaler Kassen werden die Kommunen eine wichtige Rolle zur Organisation der Transformation spielen, aber diese nicht allein finanzieren können. Hier sind alte und neue Akteure und Finanzierungsformen gefragt.

Wie können neue Energiefonds oder Bürgerbeteiligungen geschaffen werden, um kommunale Einrichtungen und den Gebäudebestand zu modernisieren? Welche Banken
unterstützen neue Finanzierungsformen? Unter welchen Bedingungen können Public-Private-Partnerships sinnvolle Instrumente für eine gerechte Mittelbeschaffung und -verwendung sein? Wer sind die Träger der Projekte – die Kommunen, deren Stadtwerke, Bürgervereine, Genossenschaften oder Beteiligungsgesellschaften? Wie lassen sich Kooperationen schaffen? Wie können neue Beteiligungsformen auch mehr Energie-Demokratie schaffen? Und schließlich: Wird die neue Energiewelt zum Privileg der reichen Kapitalanleger oder können breite Kreise der Bevölkerung mitmachen?

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen der Austausch und die Vernetzung der unterschiedlichen Akteure, um neue Kooperationen zu fördern.

Programm

13.00h Ankunft und Imbiss
13.30h Begrüßung
Dr. Manuela Rottmann, Dezernentin für Umwelt und Gesundheit der Stadt Frankfurt a. M.
13.45h Green New Deal für die Kommunen – Einführung in die Thematik
Tarek Al-Wazir, Landes- und Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Hessen
14.00h Erneuerbare Stadt: Die Energie-Revolution als Paradigma der Stadtentwicklung

Podiumsdiskussion mit:
Tarek Al-Wazir, MdL
Prof. Dr. Irene Peters, Hafen City Universität Hamburg – IBA-Fachbeirat Hamburg Klima und Energie
Dr. Christof Riess, Handwerkskammer Rhein-Main, Frankfurt a. M.
Dr. Harry Lehmann, Leiter des Fb Umweltplanung und
Nachhaltigkeitsstrategien im Umweltbundesamt, Dessau (angefragt)

15.30h Kaffeepause
15.45h Panel I: Wer soll das alles machen? Weit mehr als CO2-Reduzierung – Klimaschutz in der Kommune

Impulsreferate von:
Jens Lattmann, Deutscher Städtetag, Berlin
Michael Lengersdorf, juwi Holding AG, Wörrstadt (angefragt)

17.15h Kaffeepause
17.30h Panel II: Wer soll das bezahlen? Auf der Suche nach neuen Beteiligungs- und Finanzierungsformen für Klimaschutz in der Kommune

Impulsreferate von:
Martina Kürig, GLS-Bank, Frankfurt a. M.
Diethardt Stamm, Grüne Zukunft Wetterau
Dr. Dieter Becker, Bioenergiedorf Breuberg-Rai-Breitenbach eG

Moderation der Panels: Dr. Werner Neumann, Leiter des Energiereferats der Stadt Frankfurt a. M.
19.00h Ausklang: Vernetzung bei Häppchen und Getränken

Information und Anmeldung (bis 20. September 2010):
Heinrich-Böll-Stiftung Hessen e. V.
Niddastr. 64, 60329 Frankfurt am Main
Tel.: 069/ 23 10 90
Ralf Zwengel
E-Mail: zwengel[at]hbs-hessen.de

Tagungsgebühr:
Euro 10,-, ermäßigt Euro 5,- (Studierende, Auszubildende, Erwerbslose usw.).
In der Tagungsgebühr sind Imbiss und Getränke enthalten.

Bitte Tagungsgebühr auf folgendes Konto überweisen:
Heinrich-Böll-Stiftung Hessen e.V.
Stichwort: GND
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 100 205 00, Konto-Nr.: 3320400

Nürnberg: Wem gehört die Welt?

6. Juli 2010, Comments (0)

Wem gehört die Welt?
Zur neuen Aktualität der Gemeingüter

Vortrag und Diskussion

23. September 2010, 19:30h
eckstein, Burgstr. 1-3, Raum E.01
Nürnberg

Natürliche Ressourcen wie Wasser, das genetische Erbgut von Mensch, Tieren und Pflanzen oder die Erdatmosphäre – all diese auf den ersten Blick so unterschiedlichen Bereiche haben etwas gemeinsam: Sie gehören zur unverzichtbaren Basis menschlichen Lebens. Und: Sie gehen der Gemeinschaft immer mehr verloren, weil sie privatisiert und der allgemeinen Verfügung entzogen werden.

Wer sich nicht damit abfinden will, dass die Welt nicht mehr allen gehört, dass sie immer mehr “eingezäunt” und kommerzialisiert wird, muss sich neuen Konzepten umsehen. Die “Gemeingüter”, im Englischen auch “Commons” genannt, sind ein solches Konzept, das auf eine lange Tradition verweisen kann und wieder verstärkt in den Blickpunkt wirtschaftspolitischer Diskussionen rückt. Die Verleihung des Nobelpreises für Wirtschaft an die Gemeingüter-Forscherin Elinor Ostrom ist dafür nur ein Indiz von vielen.

Wir stellen das Konzept der Gemeingüter vor, beleuchten ihre Vielfalt und ihr Potenzial, diskutieren, wie sie “verwaltet” werden können, und fragen nach ihrer bedeutung für die Wirtschaft der Zukunft.

Referentin: Silke Helfrich, Freie Bildungsreferentin und Publizistin, lebt und arbeitet in Jena/Thüringen.

Silke Helfrich studierte romanische Sprachen und Pädagogik an der Karl-Marx-Universität Leipzig. Seit Mitte der 90er Jahre ist sie entwicklungspolitisch tätig. Sie leitete von 1996 bis 1998 das Büro der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen und von 1999 bis 2007 das Regionalbüro der Heinrich-Böll-Stiftung in Mexiko City mit den Schwerpunkten Globalisierung, Gender und Menschenrechte.
Silke Helfrich betreibt ein deutschsprachiges Blog zum Thema Commons/Gemeingüter. Sie ist Mitherausgeberin und -autorin des Buchs “Wem gehört die Welt? – Zur Wiederentdeckung der Gemeingüter”.

Eintritt frei!

Eine Veranstaltung der Petra-Kelly-Stiftung in Kooperation mit der Evangelischen Stadtakademie Nürnberg

Würzburg: Wem gehört die Welt?

28. Juni 2010, Comments (0)

Wem gehört die Welt?
Zur neuen Aktualität der Gemeingüter

Vortrag und Diskussion

22. September 2010, 19:30h
Kolping-Akademie, Kolpingplatz 1, Raum 2
Würzburg

Natürliche Ressourcen wie Wasser, das genetische Erbgut von Mensch, Tieren und Pflanzen oder die Erdatmosphäre – all diese auf den ersten Blick so unterschiedlichen Bereiche haben etwas gemeinsam: Sie gehören zur unverzichtbaren Basis menschlichen Lebens. Und: Sie gehen der Gemeinschaft immer mehr verloren, weil sie privatisiert und der allgemeinen Verfügung entzogen werden.

Wer sich nicht damit abfinden will, dass die Welt nicht mehr allen gehört, dass sie immer mehr “eingezäunt” und kommerzialisiert wird, muss sich neuen Konzepten umsehen. Die “Gemeingüter”, im Englischen auch “Commons” genannt, sind ein solches Konzept, das auf eine lange Tradition verweisen kann und wieder verstärkt in den Blickpunkt wirtschaftspolitischer Diskussionen rückt. Die Verleihung des Nobelpreises für Wirtschaft an die Gemeingüter-Forscherin Elinor Ostrom ist dafür nur ein Indiz von vielen.

Wir stellen das Konzept der Gemeingüter vor, beleuchten ihre Vielfalt und ihr Potenzial, diskutieren, wie sie “verwaltet” werden können, und fragen nach ihrer bedeutung für die Wirtschaft der Zukunft.

Referentin: Silke Helfrich, Freie Bildungsreferentin und Publizistin, lebt und arbeitet in Jena/Thüringen.

Silke Helfrich studierte romanische Sprachen und Pädagogik an der Karl-Marx-Universität Leipzig. Seit Mitte der 90er Jahre ist sie entwicklungspolitisch tätig. Sie leitete von 1996 bis 1998 das Büro der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen und von 1999 bis 2007 das Regionalbüro der Heinrich-Böll-Stiftung in Mexiko City mit den Schwerpunkten Globalisierung, Gender und Menschenrechte.
Silke Helfrich betreibt ein deutschsprachiges Blog zum Thema Commons/Gemeingüter. Sie ist Mitherausgeberin und -autorin des Buchs “Wem gehört die Welt? – Zur Wiederentdeckung der Gemeingüter”.

Eintritt frei!

Eine Veranstaltung der Petra-Kelly-Stiftung.

Rostock: Energieland Mecklenburg-Vorpommern

23. Juni 2010, Comments (0)

Energieland Mecklenburg-Vorpommern – Potenziale Erneuerbarer Energien
Tagung

Rostock, 9. September 2010, 9:30h – 17:30h
Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät der Universität Rostock, Justus-von-Liebig-Weg, Großer Hörsaal

Eine der wichtigsten globalen Zukunftsaufgaben ist die Sicherstellung einer nachhaltigen, d.h. ökonomisch, ökologisch und sozial tragfähigen Energieversorgung. Es ist unstrittig, dass dies nur durch einen schnellen Ausbau der Erneuerbaren Energien und eine möglichst effiziente Nutzung der fossilen Energieträger gelingen kann. In einem ersten Schritt soll nach den Vorgaben der EU der Anteil von Bioenergie, Geothermie, Solarenergie, Wasserkraft und Windkraft am Endenergieverbrauch in Deutschland von heute 9% auf 18% im Jahr 2020 verdoppelt werden.

Die Energieversorgung muss jedoch langfristig vollständig mittels Erneuerbarer Energien sichergestellt werden und im Rahmen der Veranstaltung werden die Möglichkeiten und Grenzen der Erneuerbaren Energien ausgelotet. So werden das aktuelle „SRU-Gutachten Stromversorgung in Deutschland 2050“ und der „Aktionsplan Klimaschutz M-V“ (Fertigstellung Sommer 2010) im Rahmen der Tagung präsentiert. Darüber hinaus sind vier Vorträge zu den technischen Potenzialen sowie Stand und Perspektiven in der Praxis für die Wind-, Bio- und Solarenergie sowie die Geothermie vorgesehen. Außerdem wird das Thema „Wasserstoff – Energieträger der Zukunft“ vom Rostocker Leibniz-Institut für Katalyse vorgestellt. Den Abschluss der Tagung bildet eine Podiumsdiskussion zum Thema „Erneuerbare Energien und Klimaschutz – Wirtschaftsmotor der Zukunft“.

Eine Kooperationsveranstaltung von VDI Mecklenburg-Vorpommern, Wissenschaftsverbund Um-Welt der Universität Rostock, der Heinrich-Böll-Stiftung MV, dem Verein „Rostock denkt 365°“ und der Landesarbeitsgemeinschaft der IHK.

Weitere Informationen zur Tagung und Anmeldeunterlagen bei Christine Decker: christine.decker(at)boell-mv.de

Lüneburg: VON VERKEHR(T) ZU RICHTIG MOBIL!

23. Juni 2010, Comments (0)

VON VERKEHR(T) ZU RICHTIG MOBIL!
Wie gelingen nachhaltige Mobilitätskonzepte?

Lüneburg, 3./4. September 2010
Tagung

Bisher besitzt Deutschland kein überzeugendes Mobilitätskonzept. Alle wissen es. Es gibt seit geraumer Zeit den Trend zurück in die Stadt. In Deutschland leben seit letztem Jahr erstmals mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Um die Städte haben sich Ballungsräume entwickelt, zusätzlich durch Eigenheimzulage und Kilometerpauschalen gefördert. Die Städte dehnen sich räumlich und funktional in ihr Umland aus .

Bei den Menschen dort wächst der Unmut auf Lärm und Schmutz durch zunehmende (Pendel)verkehre. Citymauts, Anwohnerparkzonen u. a. sind erste Antworten darauf. Leidtragende des Unmuts der Städter sind zuerst die Pendler, die mangels Alternativen häufig auf das Auto angewiesen sind.

Auf dem sich ausdünnenden Land droht das Auto noch mehr als heute zum einzigen Fortbewegungsmittel zu werden. Der Verkehr in Stadt und Region emittiert über 20 % der Treibhausgase und ist damit ein bedeutender Klimafaktor und erhöht zusätzlich den Handlungsdruck.

Die Tagung will zweierlei:

Im Rahmen einer Ideenbörse einen Ausschnitt der verschiedenen Richtungen des Nachdenkens über Weiterentwicklungen unseres Mobilitätsverhaltens geben und darüber diskutieren, warum wir immer wieder der Welt des höher, schneller, weiter verfallen, die uns anhält allzeit verfügbar zu sein und überall sofort hinkommen zu müssen und dieses auch noch als Freiheit empfinden. Lässt sich dem eine Kultur der Langsamkeit, der Begegnung, des zu Hause Seins entgegensetzen?

Mit:
Barbara Lenz, Stiftungsprofessorin Verkehrsgeografie in Berlin, zugleich Leiterin der Forschungsabteilung Mobilität und Verkehr
Weert Canzler, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und Initiator der “Projektgruppe Mobilität”
Peter Pez, Dekan des Institut für Stadt- und Kulturraumforschung an der Leuphana Universität Lüneburg
Reinhard Loske, Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, Bremen
Michael Adler, Chefredakteur Fairkehr, dem Magazin des VCD
Katharina Fegebank, GAL, wiss. Mitarbeiterin Uni Lüneburg

… und vielen weiteren ReferentInnen, einem einmaligen Ideenmarkt sowie diversen Debattentischen.

Flyer mit weiteren Informationen zur Veranstaltung

Eine gemeinsame Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung Bremen, Umdenken – Heinrich Böll Stiftung Hamburg, Stiftung Leben & Umwelt Niedersachsen, Bildungswerk Anderes Lernen Schleswig-Holstein, Heinrich Böll Stiftung Mecklenburg-Vorpommern und der Universität Lüneburg.

Information und Anmeldung:
Stiftung Leben und Umwelt, Warmbüchenstr. 17, 30159 Hannover
Tel. 0511/3018570, Fax: 0511/30185714, info(at)slu-boell.de

Kalender

  • Keine Termine.

Green New Deal – Investieren in die Zukunft

Die Heinrich-Böll-Stiftungen bieten ein Forum für Vernetzung und Auseinandersetzung mit dem Ziel, Ökologie und Ökonomie zusammen zu denken und das ökonomische Handeln an gesellschaftlicher und globaler Verantwortung auszurichten.

Hier dokumentieren wir unsere Konferenz "Great Transformation", die Debattenreihen in Kurzvideos, Zusammenfassungen der Vor-Ort-Veranstaltungen und konkrete Beispiele für einen Grünen New Deal.

Außerdem finden Sie hier einen Überblick über das Verbundprojekt sowie Sachtexte zum Hintergrund des Green New Deal.

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Dossier

Ein umfangreiches Dossier mit Studien, Hintergrundberichten und Positionen zum Thema finden sie auf deutsch und englisch auf boell.de.

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