Desertec – mit Sonne aus Afrika auf in die Zukunft oder zurück zum Zentralismus?
Wie nachhaltig und gerecht ist das Megaprojekt wirklich?
Workshop im Rahmen des Jugend-Umwelt-Festivals “Aufstand 2010″ der NAJU Baden-Württemberg
Zeltlager Schachen, Münsingen, 05. Juni 2010, 16:00h
Mit dem Schlagwort “Nachhaltige Entwicklung” wird – so scheint es – jedes neue wirtschaftliche Projekt, jedes neue politische Vorhaben versehen. Vielleicht das prominenteste der jüngst als nachhaltig oder auch zukunftsfähig charakterisierten Projekte ist die Desertec-Initiative, die in diesem Sinne unter anderem von greenpeace während ihrer Geburtstunde unterstützt wurde.
Die Grundidee hinter Desertec ist, dass nur 3/1000 der Wüstenfläche ausreichen würden, um den heutigen globalen Strombedarf von 18.000 Terawattstunden pro Jahr zu decken. Doch ist Desertec auch wirklich ein Schritt hin zu einer nachhaltigen und gerechten globalen Entwicklung?
Nach einer kurzen Einführung in das Konzept von Desertec, einer Beschreibung der dahinter stehenden Akteure sowie einer knappen Einführung in die Idee der Nachhaltigkeit werden wir im Workshop gemeinsam kritisch analysieren, welche ökonomischen, ökologischen und sozialen Implikationen mit der Desertec-Initiative verbunden sind. Dabei wird ein ganzheitlicher, globaler Blickpunkt eingenommen, der auch die Gegebenheiten in den Erzeugerländern berücksichtigt. Am Schluss soll eine Diskussion über die Alternative einer dezentralen Stromversorgung stehen.
mit: Ann-Kathrin Neureuther, Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen
Tags: Energiewende
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