Montag, 7. Juni 2010, 19.30 Uhr
Schleswig-Holsteinischer Landtag, Kiel, Konferenzsaal
Global denken. Nachhaltig wirtschaften. Gerechtigkeit ermöglichen.
Wie können die wirtschaftpolitischen Akteure in Schleswig-Holstein
ihrer internationalen Verantwortung gerecht werden?
Das weltweite Bevölkerungswachstum, die globale Armut und insbesondere die internationalen Verhandlungen um die Klimafrage zeigen mehr als deutlich den Nachholbedarf der Schwellen- und Entwicklungsländer bei der Entwicklung ihrer Ökonomien. Aber was hat das mit Schleswig-Holstein zu tun?
Wenn wir dieser Herausforderung auch auf Landesebene ernsthaft begegnen wollen und gleichzeitig einer Ressourcen sparende und Umwelt schonenden Politik den Weg ebnen wollen, stehen wir vor paradigmatischen Veränderungen.
Wir wollen das beispielhaft auf drei zentrale Fragen zuschneiden:
- Wie ist im globalen Maßstab ein gerechtes und ökologisch verträgliches Wachstum herstellbar?
- Welche globalen Auswirkungen haben wirtschaftliche Aktivitäten in Schleswig-Holstein und was bedeutet Konkurrenzfähigkeit Schleswig-Holsteins für Jobs in Entwicklungsländern?
- Wer sind die Akteure für eine neue Wirtschaftspolitik und wie kann ihr Engagement noch wirkungsvoller werden?
Wir haben zur Diskussion eingeladen:
Prof. Dr. Gernot Klepper, Institut für Weltwirtschaft, Kiel
Hinrich Krey, Geschäftsführer der Fa. Voith Turbo Lokomotivtechnik, Kiel
Henrike ThiesInstitut für Politikwissenschaft, Universität Tübingen
Moderation: Ulrike Herrmann, die tageszeitung
Tags: Nachhaltigkeit
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Wie weit liegt uns Menschen das Wohl der Umwelt im Hinblick auf die Umsetzung der Idee einer nachhaltigen Entwicklung wirklich am Herzen? Wollen wir die Umwelt schützen, weil wir sie als eigenständiges Individuum ansehen, dass ein Recht auf Freiheit und eine faire Behandlung hat oder schützen wir die Umwelt nur deshalb, weil wir als heutige sowie auch künftige Generationen von der Umwelt abhängig sind? Ich denke nur ein sehr kleiner Anteil der Weltbevölkerung betriebt z.B. Umweltschutz oder kauft Bioprodukte, weil er die Umwelt respektiert. Der Großteil tut es weil es entweder gerade in ist und weil wir Menschen ohne natürliche Ressourcen absolut nicht lebensfähig wären. Ich denke die Umwelt an sich sollte im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung wieder in den Vordergrund gerückt werden und nicht die Bedürfnisse der Menschen. Wir vergessen in unserer technologisierten Welt schnell, dass immer noch die Umwelt über uns herrscht und nicht wir über die Umwelt. Die Umwelt rächt sich für unseren nicht-nachhaltigen Umgang mit Ressourcen z.B. in Form des drohenden Klimawandels. Diese Rache können wir Menschen trotz all unserer Maschinen und Erfindungen nicht aufhalten, wir können ihn nur verlangsamen. Das verdeutlicht wie hilflos die Menschheit im Gegensatz zur Umwelt ist und zeigt auf, dass wenn wir uns die Bedürfnisse der Umwelt nicht zu Herzen nehmen, dann nimmt sich die Umwelt unsere Ansprüche und Bedürfnisse auch nicht mehr zu Herzen. Doch diese Rache wird dann drastischer sein, als wir es uns heute vorstellen oder ausmalen können!