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Archiv: November 2011

Frankfurt/ Oder: Nachhaltigkeit, Recht und Wirtschaft

25. November 2011, Comments (0)

Di., 06.12.2011, 18 bis 20 Uhr
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), Gräfin-Dönhoff-Gebäude (Europaplatz 1), Hörsaal 1

Vortrag von Prof. Dr. Felix Ekardt im Rahmen der Interdisziplinären Ringvorlesung zum Thema Nachhaltigkeit

Ist Nachhaltigkeit, also Gerechtigkeit gegenüber Menschen anderer Länder und künftiger Generationen, als „Wert“ etwas, das ich je nach Präferenzen beliebig begrüßen oder ablehnen kann? Oder ist die ökonomische Denkweise, die für objektiv nur die Welt der Fakten und Zahlen hält, erkenntnistheoretisch falsch? Ferner: Welches sind die Ursachen, warum Nachhaltigkeit politisch und im Alltag bisher gescheitert ist – und wie könnte eine wirksame Abhilfe aussehen, jenseits von Wachstums- und Marktgläubigkeit?

Der Referent Prof. Dr. Felix Ekardt studierte Jura und Europarecht sowie Soziologie und Religionswissenschaft. 2000 Promotion zu den ökonomischen, kulturellen und religionsgeschichtlichen Ursachen der Nicht-Nachhaltigkeit. Habilitation 2003 zur Theorie der Nachhaltigkeit. 2003 bis 2008 Professor für Öffentliches Recht an der Universität Bremen, seit 2009 Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Universität Rostock. Zudem regelmäßige Veröffentlichungen in überregionalen Tageszeitungen sowie Politikberatung auf transnationaler und nationaler Ebene. 2007 wurde Ekardt als einer von fünf „Nachwuchswissenschaftlern des Jahres“ vom Deutschen Hochschulverband und der ZEIT geehrt.

Frankfurt/ Oder: Grüne Lebensstile gegen den Klimawandel – private und politische Voraussetzungen

25. November 2011, Comments (0)

Di., 29.11.2011, 18 bis 20 Uhr
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), Gräfin-Dönhoff-Gebäude (Europaplatz 1), Hörsaal 1

Vortrag von Dr. Fritz Reusswig im Rahmen der Interdisziplinären Ringvorlesung zum Thema Nachhaltigkeit

Anhand von Beispielen aus Deutschland und Indien werden Möglichkeiten für grüne Lebensstile aufgezeigt und die Voraussetzungen dafür kritisch betrachtet. Die unterschiedlichen Aspekte in Industrie- und Entwicklungsländern werden hierbei deutlich gemacht.

Der Soziologe Dr. Fritz Reusswig ist seit 1995 am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) tätig und dort momentan am Forschungsbereich „Transdisziplinäre Konzepte und Methoden“ involviert. Sein Forschungsschwerpunkt liegt dabei auf Lebensstilen und Konsumfragen als Treibkräfte für einen globalen Klimawandel. Seine Habilitationsschrift „Consuming Nature. Modern Lifestyles and their Environment“ wird demnächst veröffentlicht.

Green IT als Klimaretter? Wie man den Stromverbrauch in Rechenzentren und am Heimcomputer nachhaltig senken kann

21. November 2011, Comments (0)

Autor: Norbert Krause

Auf der Tagung „Green IT – Innovationen für die Zukunft“ wurde an der FH Nordhausen diskutiert, wie die IT-Branche ökologischer und nachhaltiger werden kann. Die Tagung fand im Rahmen der bundesweiten Green-New-Deal Debatten der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit dem Nordhäuser Energieforum statt.

Auch wenn es den Wenigsten bewusst ist: Das Internet verbraucht Strom! Riesige Rechenzentren bilden den realen Hintergrund des virtuellen Netzes. 260 Millionen Watt verbraucht allein Google weltweit: Das entspricht in etwa einem Viertel der Leistung eines Atomkraftwerks. Der dafür benötigte Strom kommt dabei meist aus fossilen Quellen: Etwa 1,5 Millionen Tonnen CO2-Emissionen stieß allein Google im Jahr 2010 aus. Doch damit steht Google nicht allein da: Alle Rechenzentren weltweit benötigen geschätzt etwa 1,5 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs und damit so viel wie 25 Atomkraftwerke produzieren. Bis 2020 könnte sich dieser Wert sogar noch verdreifachen.

Prof. Dr.-Ing. Viktor Wesselak (FH Nordhausen), Björn Ahrens (Green Computing Portal), Elke Bouillon (Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen), Arndt Schelenhaus (FH Nordhausen), Matthias Jendricke (Stadt Nordhausen) und Prof. Dr. Dieter Sell (Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur)

Um das zu verhindern, soll die Effizienz der Rechner und der Rechenzentren gesteigert werden. Die Informationstechnik soll grüner und nachhaltiger werden. Die Bundesregierung hat sich – im Zuge der Reduktion des CO2-Verbrauches – dazu verpflichtet, bis 2013 den durch den IT-Betrieb verursachten Energieverbrauch in der eigenen Verwaltung um 40 Prozent zu senken. Durch Energieeffizienz-Analysen sollen zudem in den Rechenzentren von mittelständischen Unternehmen und auch öffentlichen Verwaltungen Einsparungen von bis zu 20 Prozent erreicht werden. (more…)

Mobilität ohne Zukunft?

17. November 2011, Comments (0)

Autor: Klaus Wolschner, Journalist u.a. taz Nord

Ein Autokonzern wie VW, das ist die richtige Adresse für die Lösung der Mobilitätsprobleme der Zukunft. Sagt Gerhard Prätorius, Leiter Koordination „CSR und Nachhaltigkeit“ der Volkswagen Aktiengesellschaft. Der Konzern investiert derzeit viel Geld in die Fortentwicklung des alten Verbrennungsmotors, in Konzepte der Integration von Hybrid- und Elektromobilität, in intelligente Verkehrslenkungssysteme und arbeitet so auf verschiedenen Feldern an einer nachhaltigen Verkehrs-Konzepten und CO2-neutraler Mobilität. Denn, so Prätorius, für die Zukunft sind „Teile des heutigen Systems nicht geeignet”.

Das Problem stellt sich weltweit: Nicht nur in europäischen Metropolen geht zur Rush Hour manchmal gar nichts mehr, auch zum Beispiel Peking, so erinnerte Peter Rüdel (Heinrich-Böll-Stiftung Bremen) für die Veranstalter des „Wissenschaftssalons“ in Hannover, kennt den alltäglichen Verkehrskollaps.

In Hannover traf der VW-Mann Prätorius auf den Wiener Verkehrwissenschaftler Hermann Knoflacher, der genau das Gegenteil sagt: Die Lobby der Autokonzerne ist ein Teil des Problems und keinesfalls eine gute Adresse für die Lösung. Denn, so Knoflacher, das Problem liegt in einer Strukturpolitik des städtischen Raumes, die dem Auto den Vorrang einräumt und den Menschen den Eindruck vermittelt, es sei normal, wenn sie verdrängt werden. (more…)

Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz

17. November 2011, Comments (0)

Ein Artikel auf der Website der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) berichtet über die Gründung einer Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea) zusammen mit 30 Partnern aus Wirtschaft und Forschung. Die Allianz soll die Expertise und Positionen führender Anbieter aus der Bau- und Energiewirtschaft, Handwerk und Wissenschaft bündeln, und darauf aufbauend eine einheitliche Strategie entwicklen, um den Sanierungsstau im Gebäudebestand aufzulösen.

Initiative Erdgasmobilität

17. November 2011, Comments (0)

Die Deutsche Energie-Agentur Gmbh (dena) berichtet auf ihrer Website über die von ihr ins Leben gerufene “Initiative Erdgasmobilität”. Die Initiative, die führende Vertreter der Fahrzeughersteller und Energiewirtschaft sowie den ADAC an einen Tisch bringt, soll den Markt für die Erdgastechnologie in Deutschland voranbringen. Die Mitglieder erklärten im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz auf der diesjährigen Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main, dass sie das Angebot an Erdgasfahrzeugen erweitern, das Tankstellennetz ausbauen und den Anteil an Biomethan im Kraftstoff Erdgas erhöhen wollen.

Kiel: Green New Deal in Schleswig-Holstein

17. November 2011, Comments (0)

Mittwoch, 23.11.2011, 19.00 Uhr
Haus der Nordelbischen Kirche, Gartenstr. 20, 24103 Kiel (Raum 4)

Klimakrise und Endlichkeit der Rohstoffe, Überschuldung der Banken und der öffentlichen Haushalte und drohende Wirtschaftskrise, Armut und sozial gespaltene Gesellschaften …. – die globalen Krisen sind gravierende Herausforderungen für politisch und wirtschaftlich verantwortungsvolles Handeln, auch in Schleswig-Holstein.

Es ist das Phänomen vieler schwerer Aufgaben, dass sie leicht zu beschreiben sind: Eine zukunftsfähige Landespolitik muss ihren Beitrag dazu leisten, mit effizientem Einsatz von Geld, Rohstoffen und regenerativen Energien in Schleswig-Holstein Wohlstand zu sichern und soziale Gerechtigkeit weiter auszubauen und in globaler Perspektive Armut und Umweltzerstörung zu bekämpfen. Damit sind die zentralen Inhalte des Konzepts „Green New Deal“ benannt.

Wir wollen diskutieren, wie diese Ziele in politisches und wirtschaftliches Handeln in Schleswig-Holstein umgesetzt werden können.

Unsere Gäste:

  • Dr. Tamara Zieschang, Staatssekretärin im Wirtschaftministerium
  • Christoph Andreas Leicht, Präsident der IHK Schleswig-Holstein
  • Marlene Löhr, Vorsitzende der Grünen Schleswig-Holstein
  • Dirk Scheelje, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein

Kiel: Green New Deal – Green New Jobs? Welche Anforderungen stellt eine öko-soziale Wirtschaft an Arbeitsplätze und berufliche Qualifikation?

17. November 2011, Comments (2)

6. Dez. 2011, 10.00 bis 15.00 Uhr
Altes Rathaus Kiel, Fleethörn 18-24, 24103 Kiel (Sitzungssaal 1, Zugang über den Rathausplatz)

Fachdiskurs

Die Notwendigkeit eines grundlegenden Umbaus der Wirtschaft in globaler Perspektive ist mittlerweile zu einer breit getragenen Einsicht und Forderung geworden. Sparsamer und effizienter Einsatz von Rohstoffen, Dekarbonisierung und regenerative Energie, Lebensstiländerungen und globale Solidarität sind die zentralen Stichworte dieser Entwicklung, die den Kern des Konzept „Green New Deal“ ausmachen.

Doch wie wird sich ein Weltwirtschaftssystem, das sich an ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit orientiert, auf die Arbeitswelt, auf die Qualität der Arbeitsplätze, auf die soziale Situation und die Qualifikation von ArbeitnehmerInnen auswirken? Und welcher Entwicklungsbedarf lässt sich daraus für die Bildungslandschaft ableiten? Das wollen wir gemeinsam mit Fachleuten diskutieren.

Das Programm

10:00 Uhr Begrüßung und Einführung
10:15 Uhr Impulsreferat: Die Zukunft der Arbeit in einer öko-sozialen Wirtschaft
Dieter Rulff, freier Journalist, Berlin
10:45 Uhr Resonanz
Joseph Mikschl, Landesfachgruppenvorsitzender Erwachsenenbildung  N.N., GEW Schleswig-Holstein, Handwerkskammer Flensburg
Friederike Meyn, Studentin, Uni Kiel
Michael Stremlau, Geschäftsführer Jobcenter Kiel
11:30 Uhr Pause
11:50 Uhr Blitzintervention: Neue Arbeit – neue Perspektiven?
Dr. Hans Meves, Neue Arbeit – Neue Kultur Kiel e.V.
11:55 Uhr Arbeitsgruppen: Von der öko-sozialen Wirtschaft zur öko-sozialen Arbeit – Ideen und Erfordernisse
13:20 Uhr Kurze Berichte aus den Arbeitsgruppen: Was braucht der neue öko-soziale Arbeitsmarkt?
13:50 Uhr Erste Nachbetrachtung zur Tagung: Wer sorgt für den Schwung?
14:00 Uhr Kleiner Imbiss und Ausklang

Tagungsleitung: Doris Lorenz, Doris Lorenz – Beratung und Management
Konzeption: Heike Hackmann, ÖKOPARTNER Beratung – Bildung – Projekte

Als Nikolausgeschenk für unsere TeilnehmerInnen gibt es die aktuelle Studie „Wege in eine inklusive Arbeitsgesellschaft“.

Veranstalterin: Heinrich Böll-Stiftung Schleswig-Holstein in Kooperation mit:
Kieler Forum Weiterbildung, Neue Arbeit – Neue Kultur Kiel e.V., GEW Landesverband Schleswig-Holstein

Die Teilnahme ist kostenlos.

Green New Deal in der Stadt: Stadtästhetik – Energieeffizienz – Mietpreise

17. November 2011, Comments (0)

Autor: Michael Walther, Stadt- und Verkehrsgeograf und Vorstandsreferent in der Heinrich-Böll-Stiftung

In wenigen Jahren werden 2/3 der bundesdeutschen Bevölkerung in Städten leben. Entsprechend groß ist die Herausforderung, den Energieverbrauch der Städte zu reduzieren. Wesentlicher Baustein zur Minimierung ist die Isolierung von Gebäuden: im Winter zum Schutz vor Außenkälte und möglichst geringem Verlust der Heizungswärme, im Sommer zum Schutz vor Außenwärme und möglichst geringem Energieverbrauch für die Kühlung.

Uta Bauer beim Forum “Green New Deal in der Stadt: Stadtasthetik – Energieeffizienz – Mietpreise

Wie kann eine Energieeffizienzsteigerung im Wohngebäudebestand erreicht werden, die einerseits den kulturspezifischen und stadtprägenden Erscheinungsbildern Rechnung trägt und andererseits die Kosten so verteilt, dass finanzschwache Haushalte nicht übermäßig  belastet werden? Dieses Spannungsfeld diskutierten Andreas Rietz – Referatsleiter Nachhaltiges Bauen im Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumordnung (BBSR), Iris Behr – Institut Wohnen und Umwelt GmbH Darmstadt und Frank Pieter Hesse – Leiter des Denkmalschutzamtes der Freien und Hansestadt Hamburg. Die Moderation übernahm Uta Bauer – Büro für integrierte Planung Berlin. (more…)

Mobilität im Umbruch

17. November 2011, Comments (0)

Autor: Michael Walther, Stadt- und Verkehrsgeograf und Vorstandsreferent in der Heinrich-Böll-Stiftung

Die fossilen Energieträger reichen nicht aus, um die Mobilitätsansprüche einer wachsenden Weltbevölkerung zu befriedigen. Darüber hinaus besteht gesellschaftlicher Konsenz, dass eine Kompensation des Treibstoffs Öl erforderlich ist, um eine CO2- neutrale Mobiltät zu gewährleisten. Doch über die Instrumente und Wege zu einer nachhaltigen Mobilität wird gestritten. Ist das Automobil als Verkehrsmittel noch zeitgemäß? Welche Auswirkungen hat ein Transformationsprozess der Automobilindustrie in Deutschland auf Arbeitsplätz und Wohlstand? Welche politischen Weichenstellungen sind notwendig, um den Fehlentwicklungen der vergangenen Dekaden entgegenzuwirken? Über diese Fragen diskutierten Prof. Knoflader, Universität Wien und Dr. Prätorius, Konzernbeauftragter für gesellschaftliche Verantwortung und Nachhaltigkeit bei Volkswagen. Der Wissenschaftssalon „Mobilität ohne Zukunft“, an dem zahlreiche Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Verbänden und Politik in Hannover am 15.11.2011 teilnahmen, wurde von Ulrike Hermann moderiert. Sie ist Wirtschaftskorrespondentin der taz.

Kostenintensive Infrastruktur
Der Infrastrukturausbau einerseits sowie die technischen Entwicklungen andererseits ermöglichen uns heute eine enorme Mobilität. (more…)

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Green New Deal – Investieren in die Zukunft

Die Heinrich-Böll-Stiftungen bieten ein Forum für Vernetzung und Auseinandersetzung mit dem Ziel, Ökologie und Ökonomie zusammen zu denken und das ökonomische Handeln an gesellschaftlicher und globaler Verantwortung auszurichten.

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