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Jena: Workshop “Green New Deal lokal”

3. September 2010, Kommentare (0)

Workshop

Termin: 18.10.2010, 17:00 – 21:00 Uhr
Ort: FH Jena, Senatssaal

Die Wirtschafts- und Finanzkrise, die globale Erwärmung und das Scheitern der Verhandlung in Kopenhagen zeigen: Ein konsequentes Umsteuern in Richtung Nachhaltigkeit beginnt vor Ort. Und: Laufende Projekte und Reformen vor Ort müssen beschleunigt werden, um angemessen auf die aktuellen Herausforderungen zu reagieren.

Die Idee des Green New Deal steht in diesem Sinne für eine optimistische und visionäre Verbindung von Problemlösungsansätzen und neuen Modellen für eine gerechte, ökologische und lebenswerte Gesellschaft. Die Herausforderung besteht darin, einerseits CO2-Emissionen zu reduzieren und andererseits wirtschaftliche und gesellschaftliche Dynamik für einen Wandel zu erzeugen.

Doch welche Erfahrungen für ein Umsteuern vor Ort – von der Kommunalpolitik über die Verwaltung bis zur lokalen Agenda 21 – liegen bereits vor? Welche Konzepte gibt es – welche Strategien werden damit verfolgt? Und wie lässt sich ein Green New Deal vor Ort in Thüringer Kommunen realisieren?

Anknüpfend an die Ausstellung „Klima wandelt Thüringen“ lädt die Heinrich-Böll-
Stiftung Thüringen dazu ein, darüber nachzudenken, wie der Wandel vor Ort beschleunigt werden kann. Der Workshop ist gleichzeitig Auftakt eines Masterprojektes von Prof. Dr. Thomas Sauer / Silko Pfeil an der FH Jena zum Thema “Sustainable Cities – Erfolgsfaktoren eines Übergangs zur nachhaltigen Entwicklung auf lokaler Ebene: Beiträge zum Klimaschutz, zur Beschäftigung und zum Innovationspotenzial”.

17:00 Begrüßung & Einführung
Prof. Dr. Bruno Spessert (Prorektor für Forschung und Entwicklung FH Jena)
Prof. Dr. Thomas Sauer / Dr. Marco Schrul
17:15 – 18:45 Round Table 1:
Strategien für den lokalen Klimaschutz: Wie lässt sich der Umstieg auf erneuerbare Energien und die Steigerung der Energieeffizienz beschleunigen?
Sowohl die Stromerzeugung mit regenerativen Energiequellen als auch die effizienter Nutzung der Energie wird derzeit kontinuierlich ausgebaut. Allerdings muss dieser Prozess angesichts der Klimaszenarien (IPCC et al.) und den daraus abgeleiteten Handlungserfordernissen wesentlich beschleunigt werden. Mit welchen Strategien lässt sich der Ausbau von Erneuerbaren und Energieeffizienz vor Ort beschleunigen? Was lässt sich aus den bisherigen Erfahrungen lernen? Und wie kann ein Green New Deal diese Entwicklung befördern?
Impulsgeber/innen:
- Dr. Werner Neumann, Leiter Energiereferat der Stadt Frankfurt/Main
- Fachhochschulen als Bündnispartner? Forschungen zu regenerativen Energien in Jena und Nordhausen: Prof. Dr. Bruno Spessert / Prof. Dr. Ing. Viktor Wesselak (FH Nordhausen, Mitglied Nachhaltigkeitsbeirat Thüringen, angefragt)
- Zur strategischen Bedeutung der Akzeptanz von Erneuerbaren Energien: Denis Peisker, Leiter Bioenergieberatung Thüringen (BIOBETH)
- Zu den Erfahrungen aus Klimaschutzprojekten in Thüringen: Michael Welz, Böll-Stiftung Thüringen, Ausstellung „Klima wandelt Thüringen“
Moderation: Prof. Dr. Thomas Sauer bzw. Dr. Marco Schrul
Pause / Imbiss
19:15 – 20:45 Round Table 2:
Nachhaltige Wirtschaft: Strategien und Erfolgsfaktoren
Kommunen sind heute Standorte eines hochgradig vernetzten, internationalen Wirtschaftssystems, in dessen Arbeitsteilung sie ihren Platz jeweils definieren, entwickeln und gestalten müssen. Der Übergang zu einem CO2-armen, auf erneuerbaren Energien beruhendem Wirtschaften wird gravierend in die tradierten Muster der internationalen und regionalen Arbeitsteilung eingreifen. Wie können Kommunen im Verbund mit den regionalen Akteuren ihren Platz in dieser Arbeitsteilung neu definieren? Was können Kommunen, was können Hochschulen und zivilgesellschaftliche Akteure zur Förderung einer nachhaltigen Wirtschaft tun? Welche Gelingensbedingungen und Erfolgsfaktoren sind aus Sicht der Praxis
entscheidend?
Impulsgeber/innen:
- Dr. Peter Moser, DeEnet, Kassel (angefragt)
- Hubert Rottner, Bio-Innung Nürnberg (angefragt)
- Dieter Ortmann, Geschäftsführer, maxx | solar & energie GmbH Waltershausen
- Benedikt Bisping, Erster Bürgermeister Lauf an der Pegnitz, Fraktionssprecher Bündnis 90 / Die Grünen im Kreistag Nürnberger Land (angefragt)
- Heiko Rittweger, Geschäftsführender Gesellschafter Rittweger und Team, Suhl
Moderation: Prof. Dr. Thomas Sauer
Schlussrunde + Ausblick

Weitere Informationen und Anmeldungen bitte bis spätestens 10. Oktober über info(at)boell-thueringen.de bzw. unter Telefon 0361-5553257.

Erfurt: Brauchen wir einen “Green New Deal”? Wie sieht die Industriepolitik der Zukunft aus?

3. September 2010, Kommentare (0)

Dienstag, 12.10.2010, 18.00-20.00 Uhr
Erfurt, Café Nerly, Marktstr. 6

Umweltverträgliche und ressourcenschonende Technologien sind in den vergangenen
Jahrzehnten eine Wachstumsbranche der deutschen Wirtschaft geworden – nicht zuletzt durch politisch gewollte öffentliche Förderung. Die Hoffnung dahinter lautet, einerseits mit moderner Technik global wettbewerbsfähig zu bleiben und andererseits einen Beitrag zum Ausgleich zwischen Wirtschafts- und Umweltinteressen zu leisten.

Ob und vor allem wie man in diese Richtung steuern und investieren sollte, ist gegenwärtig in der Debatte. Trotz der allseits akzeptierten Forderung nach einer ökologisch verträglichen Industriepolitik sind deren Inhalte und Instrumente zwischen Parteien und verschiedenen Interessengruppen höchst umstritten sind. In der Forderung nach einem „Green New Deal“ sehen die einen lediglich ein politisches Schlagwort zur Subventionssicherung. Andere verbinden damit ein industriepolitisches Konzept für den komplexen Ausgleich zwischen Arbeitsplatzsicherheit, Wirtschaftlichkeit, Zukunftsfähigkeit und Umweltschutz oder sogar den Kern für eine beschleunigte ökologisch-soziale Transformation der Marktwirtschaft.

Diskussionsforum mit:
Fritz Kuhn, MdB Stellv. Vorsitzender der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen
Matthias Machnig, Thüringer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Technologie

Moderation:
Dietmar Grosser, Leiter der Wirtschaftsredaktion der Thüringer Allgemeine

Zur Diskussion über die Ausgestaltung einer zukünftigen Industriepolitik laden die
Friedrich-Ebert-Stiftung Thüringen und die Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen herzlich ein.

Weitere Informationen und Anmeldung auf:
www.fes-thueringen.de
www.boell-thueringen.de

Potsdam: Forum Regenerative Energien

31. August 2010, Kommentare (0)

Im Rahmen der Grünkauf 2010

Mobilität der Zukunft / Cleantech – wie nachhaltig wirtschaften?

12. September 2010, 12.00 – 16.30 Uhr
Metropolishalle Potsdam (am Filmpark Babelsberg), Großbeerenstraße, 14482 Potsdam

Am 12. September 2010 findet auf der Messe Grünkauf in Potsdam das Forum Regenerative Energien statt, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Themenschwerpunkte sind in diesem Jahr “Mobilität der Zukunft” und “Cleantech- wie nachhaltig wirtschaften?”. Das ökonomische Modell des 20. Jahrhunderts stößt an die Grenzen seiner Kapazität und konfrontiert uns mit der Frage, wie wir in Zukunft wirtschaften und wie wir uns zukünftig bewegen wollen. Diesen beiden Themenkomplexen möchten wir uns in Vorträgen und Diskusionen annähern.

Was macht ein Mobilitätskonzept nachhaltig? Welche alternativen Modelle der Mobilität sind denkbar? Unter welchen Rahmenbedingungen ist Elektromobilität ein ökologisch tragfähiges und zukunftsfähiges Konzept? Wie kann Solarenergie für Mobilität genutzt werden? Wie weit ist die Forschung, was bieten die Hersteller?

Wie lassen sich Produkte und Prozesse hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit bewerten? Wie kann die Ausgestaltung und Anwendung des Nachhaltigkeitskonzeptes bei der Produktgestaltung aussehen? Welche Label sind wirklich vertrauenswürdig? Und wie kann ich mich als VerbraucherIn schnell zurechtfinden?

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Tagungsprogramm

Mobilität der Zukunft

12.00h Mobilität im Wandel – wie kommen wir zu einer nachhaltigen Mobilitätskultur?
Georg Wilke, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie GmbH
12.30h Innovative Antriebssysteme I: Elektromobilität auf dem Weg zum Nullemissionsfahrzeug?
Oliver Schwedes, Wiss. Mitarbeiter am Fachgebiet Integrierte Verkehrsplanung, TU Berlin
13.00h Innovative Antriebsysteme II: Mit der Sonne um die Welt. Ein Werkstattbericht
Andreas Manthey, Bundesverband Solare Mobilität e.V.
13.30h Innovative Nutzungskonzepte: Die Modellregionen Elektromobilität
Ulrich König, Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (innoZ)
14.00h Diskussion: wie können, wie wollen wir uns bewegen?
Verkehrsclub Deutschland (angefragt), Vectrix (angefragt),
Bundesverband Solare Mobilität

Cleantech – wie ökologisch Wirtschaften?

15.00h Perspektiven ökologischer Produktkreisläufe I: Nachhaltigkeitsbewertung
Prof. Dr. Matthias Finkbeiner, Professur für Systemumwelttechnik und Leiter des Studiengangs “Sustainable Engineering” an der TU Berlin
15.30h Perspektiven ökologischer Produktkreisläufe II: Cradle to Cradle
EPEA (Environmental Protection Encouragement Agency, angefragt)
16.00h Vom Blauen Engel zum Energy Star: Überblick im Labeldschungel
Georg Abel, Bundesgeschäftsführer der Verbraucher Initiative e.V.
16.45h Ende

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Das Forum Regenerative Energien ist in enger Zusammenarbeit zwischen der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg und der Messe Potsdam realisiert worden. Die Grünkauf findet am 11./ 12. September 2010 statt und ist die branchenübergreifende Umweltmesse für ökologisch hergestellte, ressourcenschonende, fair und regional gehandelte Produkte und Dienstleistungen für die Hauptstadtregion.
Eintritt 3,00 Euro, erm. 2,00 Euro.
Mehr Infos: www.messe-gruenkauf.com

Für das Forum wird kein extra Beitrag erhoben.

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Kontakt und weitere Informationen:

Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg
Dortustr. 52
14467 Potsdam
Tel.: 0331-2005 780
Homepage: www.boell-brandenburg.de

Erfolgreicher Filmtag: Green New Deal meets ECOTOPIA 2010

30. August 2010, Kommentare (0)

Wiesenburg/Mark, 11. August 2010

Zu Besuch auf dem internationalen Ökocamp Ecotopia zeigte die Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg am 11. August Filme, die sich mit der Zukunft unseres Planeten, mit leidenschaftlichen Visionen und spannenden Konzepten zur ökologischen Transformation befassen. Die Vorführungen zogen insgesamt ca. 100 Menschen an, die an diesem Nachmittag und Abend im zentralen Zirkuszelt angeregt und engagiert diskutierten.

Das Filmprogramm begann am Nachmittag mit „Home“ von Yann Artus Bertrand und der schwedischen Dokumentation „The Planet“. Bei beiden an die Filme anschließenden Diskussionen gab eine rege Beteiligung, die sowohl künstlerische als auch inhaltliche Aspekte der Filme zum Gegenstand hatten. Angeregt durch die hochästhetischen Bilder von „Home“ ging es beispielsweise um die Frage, ob sich Menschen besser auf der Gefühlsebene oder durch Fakten für die Umweltzerstörung sensibilisieren lassen. Außerdem konnten die TeilnehmerInnen durch die internationale Zusammensetzung der Gruppe Einblicke in den Umweltschutz in den verschiedenen Heimatländern geben.

Um 21.00 Uhr kam es nach dem von der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg mitproduzierten siebenminütigen Vorfilm „Warm anziehen war immer groß in Mode – auf der Suche nach dem Klimawandel“ zum Höhepunkt des Filmtags: Der Vorführung von „Die vierte Revolution – Energy Autonomy“ unter Anwesenheit des Regisseurs Carl-A. Fechner. Der in diesem Frühjahr angelaufene Film malt mithilfe beispielhafter Technologieprojekte die Vision einer Welt-Gemeinschaft, deren Energieversorgung zu 100 Prozent auf erneuerbaren Energien basiert. Die Vorführung mündete in einer sehr lebhaften Diskussion über die Frage, auf welchem Wege die erstrebten 100 % Erneuerbaren erreichbar sind und inwiefern sich die bestehende Wirtschaftsordnung dazu eignet. Die TeilnehmerInnen diskutierten über die verschiedenen Energieträger, die Frage der Demokratisierung und Dezentralisierung der Energieversorgung, die Möglichkeiten einer echten Energiewende.

Nachdem sich das Vorführungszelt abends um halb zwölf leerte und Beamer und Filmleinwand zusammengepackt waren, ließ sich konstatieren: Ein gelungener Filmtag, der lebhafte Diskussionen anregen, die Vision eines Green New Deals weitertragen konnte und wieder einmal zeigte, dass an vielen Orten Ansätze für die Umorientierung zu einem ökologisch-sozialen Wirtschaften sprießen.

Erneuerbare Stadt: Die Energie-Revolution als Paradigma der Stadtentwicklung

1. August 2010, Kommentare (0)

Podiumsdiskussion

Freitag, 24. September 2010, 14.00 – 15.30h
Frankfurt am Main, Stadtwerke, Kurt-Schumacher-Str. 8

(S-Bahnen und U4/U5 bis “Konstablerwache” oder Straßenbahnlinien 11/12 bis “Börneplatz”)

Derzeit erleben wir den Beginn der „dritten industriellen Revolution“. In ihrem Zentrum steht die Art und Weise, wie wir in Zukunft mit Energie umgehen wollen: effizient, dezentral und erneuerbar muss sie sein. Die großen, zentralen, unflexiblen Energieerzeuger und deren Versorgungsstrukturen werden an Bedeutung verlieren. Energieerzeugung und -verbrauch müssen vor Ort, in den Kommunen und Regionen gebündelt werden. Von dort aus wird die Umgestaltung der fossilen Ökonomie ausgehen.

In den Kommunen wird sich zeigen, wie wir in Zukunft wirtschaften wollen und unseren Wohlstand mit neuen Lebensstilen bewahren können – ohne unsere Lebensgrundlagen hier und anderswo zu zerstören. Für einige ist das schon Alltag, für andere noch Neuland. Wir zeigen deshalb, wie die Kommunen eine Vorreiterrolle bei der Umgestaltung für den Klimaschutz einnehmen können.

mit:

  • Tarek Al-Wazir, MdL
  • Prof. Dr. Irene Peters, Hafen City Universität Hamburg – IBA-Fachbeirat Hamburg Klima und Energie
  • Dr. Christof Riess, Handwerkskammer Rhein-Main, Frankfurt a. M.
  • Dr. Harry Lehmann, Leiter des Fb Umweltplanung und
    Nachhaltigkeitsstrategien im Umweltbundesamt, Dessau (angefragt)

Moderation:

  • Heike Wohltmann, plan-werkStadt, Büro für Stadtplanung und Beratung, Bremen

Die Podiumsdiskussion findet im Rahmen der Konferenz “Klimaschutz in Kommunen – Energiewende, Finanzierung und Vernetzung” statt.

Wiesenburg/Mark: Green New Deal meets ECOTOPIA 2010

30. Juli 2010, Kommentare (0)

Green New Deal meets ECOTOPIA 2010
Filmtag

11. August 2010
Campgelände am Bahnhof Wiesenburg/Mark

Im Rahmen des internationalen Ökocamps Ecotopia zeigt die Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg am 11. August Filme, die sich mit der Zukunft unseres Planeten, mit leidenschaftlichen Visionen und spannenden Konzepten befasst. Ecotopia lebt ein interkulturelles Miteinander für nachhaltiges Leben. Die Filme sollen an diesem Camptag die Basis für eine gemeinsame Diskussion zu möglichen und notwendigen Veränderungen hin zu einem nachhaltigen Leben sein.

Ecotopia 2010 findet vom 1. bis zum 21. August in Wiesenburg (80 km südwestlich von Berlin) statt. Mehr Infos: www.ecotopia2010.org.

Programm

16.00 Uhr: Home (2009)
(88 min)
anschließend Diskussion

18.30 Uhr: The Planet – Unser Planet (2006)
(82 min)
anschließend Diskussion

21.00 Uhr: Die vierte Revolution – Energy Autonomy (2010)
(83 min)
anschließend Diskussion mit Regisseur Carl-A. Fechner

Vorfilm: Warm anziehen war immer groß in Mode – Auf der Suche nach dem Klimawandel (2008)

Den Auftakt macht der Film „Home“ von Yann Artus Bertrand, der mit einzigartigen Luftbildern in poetischer Weise darstellt, wie sehr die natürliche Balance mittlerweile durch den menschlichen Einfluss außer Kraft gesetzt ist und welche Ansätze es aber gleichzeitig schon gibt, diese Balance wieder herzustellen. Als Zweites folgt die schwedische Dokumentation „The Planet“, für die die Filmemacher Bilder aus aller Welt gesammelt haben, um ihre These zu verdeutlichen, dass ökonomisches Wachstum und technologischer Fortschritt nicht mehr vereinbar mit dem Erhalt der ökologischen Lebensgrundlage sind. Als Höhepunkt wird „Die vierte Revolution – Energy Autonomy“ gezeigt. Der in diesem Frühjahr angelaufene Film malt leidenschaftlich die Vision einer Welt-Gemeinschaft, deren Energieversorgung zu 100 Prozent auf erneuerbaren Energien basiert. Mit beispielhaften Projekten aus zehn Ländern zeigt er, wie jeder etwas verändern kann – hier und jetzt. Dies ist eine Aufforderung, aktiv zu werden – die in der sich anschließenden Diskussion mit dem Regisseur Carl-A. Fechner weiter vertieft werden wird.
Als Vorfilm zeigen wir den sieben Minuten langen Stop-Motion-Film „Warm anziehen war immer groß in Mode – Auf der Suche nach dem Klimawandel“ von Andreas Herzau und Lukas Thiele. Auf einer Reise über Land spüren die beiden Fotografen gemeinsam den Folgen des Klimawandels in Brandenburg nach.

Anfahrt: Ecotopia findet auf dem Campgelände am Bahnhof Wiesenburg/Mark statt (RE 7).

Eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg

Berlin: Green New Deal – sozialökologischer Ausweg aus der Krise oder grünes Feigenblatt?

16. Juli 2010, Kommentare (0)

Green New Deal: sozialökologischer Ausweg aus der Krise oder grünes Feigenblatt?
Ein Streitgespräch

Fr, 27.8.10 , 19:30 bis 21:30 Uhr
Haus der Demokratie und Menschenrechte
10405 Berlin, Greifswalder Str. 4

Lageplan

Die globale Krise hat viele Gesichter: Klimawandel, Finanz-Crash, Wachstumswahn, Natur als Beute. Mit dem Green New Deal wird ein Projekt formuliert, das Wirtschafts-, Job- und ökologische Krise zu lösen verspricht: Wachstum, ökologische Transformation und soziale Teilhabe sollen miteinander versöhnt werden. Ob dieses Projekt tragfähig zur Lösung der Krisen beiträgt und auch soziale Belange berücksichtigt oder nicht, ist Gegenstand einer breiten Debatte mit konträren Positionen. Wir laden zum Streitgespräch.

mit:
Gerhard Schick (MdB Bündnis90/Grüne) und
Tadzio Müller (Climate Justice Action; Autor von “Grüner Kapitalismus”)

Anmeldung nicht erforderlich.

Veranstalter: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
Weitere Infos im Bildungswerk: Tanya Lazova, 030-61 12 89 66, lazova@bildungswerk-boell.de

Die Veranstaltung wird realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

Frankfurt: Klimaschutz in Kommunen – Energiewende, Finanzierung und Vernetzung

6. Juli 2010, Kommentare (0)

Klimaschutz in Kommunen – Energiewende, Finanzierung und Vernetzung

Freitag, 24. September 2010, 13.30 Uhr bis 19.00 Uhr
Stadtwerke, Kurt-Schumacher-Str. 8, Frankfurt am Main

Derzeit erleben wir den Beginn der „dritten industriellen Revolution“. In ihrem Zentrum steht die Art und Weise, wie wir in Zukunft mit Energie umgehen wollen: effizient, dezentral und erneuerbar muss sie sein. Die großen, zentralen, unflexiblen Energieerzeuger und deren Versorgungsstrukturen werden an Bedeutung verlieren. Energieerzeugung und -verbrauch müssen vor Ort, in den Kommunen und Regionen gebündelt werden. Von dort aus wird die Umgestaltung der fossilen Ökonomie ausgehen.

In den Kommunen wird sich zeigen, wie wir in Zukunft wirtschaften wollen und unseren Wohlstand mit neuen Lebensstilen bewahren können – ohne unsere Lebensgrundlagen hier und anderswo zu zerstören. Für einige ist das schon Alltag, für andere noch Neuland. Wir zeigen deshalb, wie die Kommunen eine Vorreiterrolle bei der Umgestaltung für den Klimaschutz einnehmen können.

Die Umstellung auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien senkt den künftigen Verbrauch fossiler und nuklearer Energien, benötigt aber hohe Investitionen. Dieses Milliardenprogramm für den Klima- und Ressourcenschutz und für neue Arbeitsplätze wird nicht nur „Offshore“ umgesetzt. Es muss vor allem in den Kommunen und Regionen investiert werden. Wenn Energiekonzerne Milliarden in Kohlekraftwerke investieren wollen – wer investiert statt dessen Milliarden in dezentrale Kraftwerke? In Zeiten knapper kommunaler Kassen werden die Kommunen eine wichtige Rolle zur Organisation der Transformation spielen, aber diese nicht allein finanzieren können. Hier sind alte und neue Akteure und Finanzierungsformen gefragt.

Wie können neue Energiefonds oder Bürgerbeteiligungen geschaffen werden, um kommunale Einrichtungen und den Gebäudebestand zu modernisieren? Welche Banken
unterstützen neue Finanzierungsformen? Unter welchen Bedingungen können Public-Private-Partnerships sinnvolle Instrumente für eine gerechte Mittelbeschaffung und -verwendung sein? Wer sind die Träger der Projekte – die Kommunen, deren Stadtwerke, Bürgervereine, Genossenschaften oder Beteiligungsgesellschaften? Wie lassen sich Kooperationen schaffen? Wie können neue Beteiligungsformen auch mehr Energie-Demokratie schaffen? Und schließlich: Wird die neue Energiewelt zum Privileg der reichen Kapitalanleger oder können breite Kreise der Bevölkerung mitmachen?

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen der Austausch und die Vernetzung der unterschiedlichen Akteure, um neue Kooperationen zu fördern.

Programm

13.00h Ankunft und Imbiss
13.30h Begrüßung
Dr. Manuela Rottmann, Dezernentin für Umwelt und Gesundheit der Stadt Frankfurt a. M.
13.45h Green New Deal für die Kommunen – Einführung in die Thematik
Tarek Al-Wazir, Landes- und Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Hessen
14.00h Erneuerbare Stadt: Die Energie-Revolution als Paradigma der Stadtentwicklung

Podiumsdiskussion mit:
Tarek Al-Wazir, MdL
Prof. Dr. Irene Peters, Hafen City Universität Hamburg – IBA-Fachbeirat Hamburg Klima und Energie
Dr. Christof Riess, Handwerkskammer Rhein-Main, Frankfurt a. M.
Dr. Harry Lehmann, Leiter des Fb Umweltplanung und
Nachhaltigkeitsstrategien im Umweltbundesamt, Dessau (angefragt)

15.30h Kaffeepause
15.45h Panel I: Wer soll das alles machen? Weit mehr als CO2-Reduzierung – Klimaschutz in der Kommune

Impulsreferate von:
Jens Lattmann, Deutscher Städtetag, Berlin
Michael Lengersdorf, juwi Holding AG, Wörrstadt (angefragt)

17.15h Kaffeepause
17.30h Panel II: Wer soll das bezahlen? Auf der Suche nach neuen Beteiligungs- und Finanzierungsformen für Klimaschutz in der Kommune

Impulsreferate von:
Martina Kürig, GLS-Bank, Frankfurt a. M.
Diethardt Stamm, Grüne Zukunft Wetterau
Dr. Dieter Becker, Bioenergiedorf Breuberg-Rai-Breitenbach eG

Moderation der Panels: Dr. Werner Neumann, Leiter des Energiereferats der Stadt Frankfurt a. M.
19.00h Ausklang: Vernetzung bei Häppchen und Getränken

Information und Anmeldung (bis 20. September 2010):
Heinrich-Böll-Stiftung Hessen e. V.
Niddastr. 64, 60329 Frankfurt am Main
Tel.: 069/ 23 10 90
Ralf Zwengel
E-Mail: zwengel[at]hbs-hessen.de

Tagungsgebühr:
Euro 10,-, ermäßigt Euro 5,- (Studierende, Auszubildende, Erwerbslose usw.).
In der Tagungsgebühr sind Imbiss und Getränke enthalten.

Bitte Tagungsgebühr auf folgendes Konto überweisen:
Heinrich-Böll-Stiftung Hessen e.V.
Stichwort: GND
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 100 205 00, Konto-Nr.: 3320400

Nürnberg: Wem gehört die Welt?

6. Juli 2010, Kommentare (0)

Wem gehört die Welt?
Zur neuen Aktualität der Gemeingüter

Vortrag und Diskussion

23. September 2010, 19:30h
eckstein, Burgstr. 1-3, Raum E.01
Nürnberg

Natürliche Ressourcen wie Wasser, das genetische Erbgut von Mensch, Tieren und Pflanzen oder die Erdatmosphäre – all diese auf den ersten Blick so unterschiedlichen Bereiche haben etwas gemeinsam: Sie gehören zur unverzichtbaren Basis menschlichen Lebens. Und: Sie gehen der Gemeinschaft immer mehr verloren, weil sie privatisiert und der allgemeinen Verfügung entzogen werden.

Wer sich nicht damit abfinden will, dass die Welt nicht mehr allen gehört, dass sie immer mehr “eingezäunt” und kommerzialisiert wird, muss sich neuen Konzepten umsehen. Die “Gemeingüter”, im Englischen auch “Commons” genannt, sind ein solches Konzept, das auf eine lange Tradition verweisen kann und wieder verstärkt in den Blickpunkt wirtschaftspolitischer Diskussionen rückt. Die Verleihung des Nobelpreises für Wirtschaft an die Gemeingüter-Forscherin Elinor Ostrom ist dafür nur ein Indiz von vielen.

Wir stellen das Konzept der Gemeingüter vor, beleuchten ihre Vielfalt und ihr Potenzial, diskutieren, wie sie “verwaltet” werden können, und fragen nach ihrer bedeutung für die Wirtschaft der Zukunft.

Referentin: Silke Helfrich, Freie Bildungsreferentin und Publizistin, lebt und arbeitet in Jena/Thüringen.

Silke Helfrich studierte romanische Sprachen und Pädagogik an der Karl-Marx-Universität Leipzig. Seit Mitte der 90er Jahre ist sie entwicklungspolitisch tätig. Sie leitete von 1996 bis 1998 das Büro der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen und von 1999 bis 2007 das Regionalbüro der Heinrich-Böll-Stiftung in Mexiko City mit den Schwerpunkten Globalisierung, Gender und Menschenrechte.
Silke Helfrich betreibt ein deutschsprachiges Blog zum Thema Commons/Gemeingüter. Sie ist Mitherausgeberin und -autorin des Buchs “Wem gehört die Welt? – Zur Wiederentdeckung der Gemeingüter”.

Eintritt frei!

Eine Veranstaltung der Petra-Kelly-Stiftung in Kooperation mit der Evangelischen Stadtakademie Nürnberg

BIOWERT Industrie GmbH

2. Juli 2010, Kommentare (0)

Anschrift des Projektes:
BIOWERT Industrie GmbH
Ochsenwiesenweg 4
64395 Brensbach

Website des Projektes:
http://www.biowert.de/

Beschreibung:
Die BIOWERT Industrie GmbH errichtete die weltweit erste industrielle Grasveredelungsanlage, die sich an den Prinzipien der grünen Bioraffinerie orientiert; die Anlage wurde 2007 offiziell in Betrieb genommen. Das Unternehmen produziert Zwischen- und Endprodukte für die herstellende und verarbeitende Industrie aus feuchter, faserhaltiger Biomasse aus der Region. Die Produktionsanlage ist direkt an eine große Biogasanlage angebunden, die Strom, Wärme und Prozesswasser erzeugt, welche wiederum im Produktionsprozess verwendet werden. Die Reststoffe aus der Grasveredelung werden in der Biogasanlage verwertet.

Begründung:
Das Unternehmen Biowert steht in besonderer Weise für den Green New Deal, weil es als weltweit erstes Unternehmen mit der Herstellung von Plastik, Dämmstoff und Dünger aus Gras neue Wege beschreitet. Es steht für eine neue Industrie, die nachwachsene Rohstoffe verwendet, keinen Abfall produziert und energieneutral wirtschaftet. Eine Gefahr besteht bei großer Ausbreitung der Technologie allerdings möglicherweise in der Konkurrenz von Anbauflächen für Nahrungsmittel.

Auftaktdebatte

Dossier

Ein umfangreiches Dossier mit Studien, Hintergrundberichten und Positionen zum Thema finden sie auf deutsch und englisch auf boell.de.

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