Hintergrund « Green New Deal

Die ökologische Transformation ist bezahlbar

17. Mai 2010, Comments (0)

Es ist eine Gespensterdebatte. Politiker von Union und FDP, Lobbyisten der Energiekonzerne und auch manche Medien behaupten, die Erneuerbaren Energien würden Milliarden Euro verschlingen, ohne dass dies einen entsprechenden Nutzen habe. Die Förderung der Öko-Energien diene dazu, die Konten von Windkraftbetreibern und Solarproduzenten zu füllen, den Bürgern und Verbrauchern aber würde sie eher schaden. Mit dem Argument der „Überförderung“ begründet die schwarz-gelbe Regierung, dass sie die Einspeisevergütung für Solarstrom kürzen will. (more…)

Dossier "Green New Deal" überarbeitet

11. Mai 2010, Comments (0)

Das Dossier „Green New Deal“ der Heinrich-Böll-Stiftung hat nicht nur neue Artikel, sondern ist auch frisch überarbeitet und gegliedert. Es bietet Hintergrundinformationen zur ökologischen Transformation des Kapitalismus.

Der Green New Deal in NRW

21. April 2010, Comments (0)

Reinhard Bütikofer und Sven Giegold haben ein Positionspapier (PDF / 48 Seiten) zum Green New Deal veröffentlicht.

Die Krisen bewältigen – für einen Grünen New Deal

Die Menschheit steht vor historischen Herausforderungen. Während die Wirtschafts- und Finanzkrise die Grundlagen unseres Wirtschaftssystems massiv in Frage gestellt hat und die Existenzen von Millionen Menschen bedroht – hierzulande wie im Rest der Welt – können wir uns weder beim Kampf gegen die Klimakrise noch bei der globalen Gerechtigkeitskrise weiteren Aufschub leisten. (more…)

Dossier Gemeingüter

21. April 2010, Comments (0)

Nicht erst seit der Verleihung des Nobelpreises für Wirtschaftswissenschaften an Elinor Ostrom erleben die Gemeingüter eine Renaissance. Zahlreiche Akademiker_innen und Protagonisten der sozialen Bewegungen bringen den Begriff der Gemeingüter auf der Suche nach Alternativen zu unserem zerstörerischen Wirtschaftsmodell wieder in die gesellschaftliche Diskussion und die politische Auseinandersetzung ein. Eine „Ökonomie des Teilens“, in der das Gedeihen des gemeinsamen Besitzes im Vordergrund steht, erscheint greifbar.

Dossier
Das Gemeingüter-Dossier gibt einen umfassenden Überblick zum Thema.

Der Gemeingüter-Report
Der Gemeingüter-Report stellt die „Allmende“ in leicht verständlicher Form vor.

Umbau in Hamburg: Operation am offenen Herzen

20. April 2010, Comments (0)

„Wenn man bedenkt, wie lange all diese Gebäude schon stehen, wird klar, dass wir vor einer immensen Herausforderung stehen“. Christian Maaß, Staatsrat der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, zeigt aus dem Fenster des Rathauses auf die umgebenden Häuser. „In Hamburg“, sagt er, „hat man, wie überall, seit 200 Jahren buchstäblich auf Öl, Gas und Kohle gebaut. Entsprechend wurde die Infrastruktur ausgelegt“. (more…)

Energie in Bürgerhand

20. April 2010, Comments (0)

In Südbaden wollen Bürger die E-Werke selbst in die Hand nehmen

Seit Jahren schon hatte Michael Sladek die Thüga im Visier. Denn sie war bislang eine 100-prozentige Tochter des Atomkonzerns E.ON – und damit für den Vordenker der Stromrebellen aus dem Schwarzwaldstädtchen Schönau ein rotes Tuch. Auch auf ihre zahlreichen Beteiligungen warf der Mutterkonzern ein schlechtes Licht, etwa auf den Freiburger Energieversorger Badenova, an dem die Thüga 47 Prozent der Anteile hält: „Von jedem Euro, den die Badenova verdient, gehen 47 Cent in die Kasse des Atomkonzerns“, mahnte Sladek immer wieder. (more…)

Strategiepapier: Nachhaltig aus der Krise

15. April 2010, Comments (0)

Knappe öffentliche Kassen und ein bedrohlicher Klimawandel – es braucht eigentlich keine weiteren Gründe für eine Ökologische Steuerreform. Diese wäre ein wichtiger Schritt beim Umbau unseres Wirtschaftssystems und bei der Sanierung der Haushalte. Doch stattdessen sinkt momentan der Anteil der umweltbezogenen Steuern am gesamten Abgabenaufkommen. Dabei muss die Bundesregierung dringend die Milliardenausgaben für die Konjunkturprogramme gegenfinanzieren und den schädlichen und kostspieligen Ressourcenverbrauch reduzieren. Wer außerdem jetzt den Übergang zu einer „Low-carbon Economy“ verpasst, wird später maßgebliche Wettbewerbsnachteile haben.

Das Strategiepapier Nachhaltig aus der Krise zeigt, wie mit Ökosteuern kurzfristig Milliardeneinnahmen nicht nur sozial-, sondern auch wirtschaftsverträglich erzielt werden können. Viele Beispiele belegen, dass es geht: Mit Steuern umsteuern!

>>> Sie können das Strategiepapier auf boell.de als PDF herunterladen

Ein Plädoyer für eine umfassende wirtschaftspolitische Kurskorrektur

12. April 2010, Comments (0)

Jürgen Trittin kommentiert das Manifest „Aufbruch und Wandel“ von Konrad Ott

Das Manifest von Konrad Ott und anderen ist ein Beitrag für eine wichtige Debatte der politischen und gesellschaftlichen Selbstverständigung. Nämlich darüber, wie es gelingen kann, in der größten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten und angesichts des Klimawandels, wachsender Ressourcenkonflikte und sozialen Desintegrationsprozesses ein „window of opportunity“ zu erzeugen und zu nutzen, um eine umfassende wirtschaftspolitische Reformstrategie ins Werk zu setzen: einen grünen New Deal.

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Umbau in Tübingen: Grüner macht blau

9. April 2010, Comments (0)

Bis 2020 soll die Universitätsstadt Tübingen 70 Prozent weniger Kohlendioxid produzieren. Für dieses Ziel dreht der grüne Oberbürgermeister an zahllosen Stellschrauben.

Tübingen macht blau„, heißt eine Kampagne, die in der württembergischen Universitätsstadt jedes Grundschulkind kennt. „Eine Stadt macht blau“, heißt auch der Titel des Buchs, das Oberbürgermeister Boris Palmer über sein Tübinger Modell für Politik im Zeitalter des Klimawandels geschrieben hat.
Palmer will weg von Modellprojekten und hin zum Jedermann-Klimaschutz, „denn nur so wird er wirksam“. Deswegen trommelt er unermüdlich für Energiesparlampen, energetisches Sanieren, Ökostrom, Carsharing und Spritsparkurse. Und startet ein Projekt nach dem anderen: Öffentliche Gebäude und Schulen werden saniert. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft macht ihren Bestand klimafreundlich. Stadtbusse sind derzeit jeden Samstag kostenlos. Der OB selbst hat keinen Dienstwagen mehr, sondern nutzt Fahrrad und E-Bike. Gute Ideen sind willkommen. (more…)

Böll.Thema Ausgabe 1/2010 – Going Green

9. April 2010, Comments (0)

Nimmt man die hochfahrenden Erwartungen an den Kopenhagener Klimagipfel zum Maßstab, müsste der klimapolitisch aufgeklärte Teil der Weltnach dem Fehlschlag der Konferenz in Depression versinken. Das scheint aber, trotz aller Kritik am Versagen der versammelten Regierungseliten, nicht der Fall zu sein: Ausdruck von Zynismus oder Zuversicht, dass die ökologische Transformation der Industriegesellschaft so oder so weitergehen wird?
Keine Frage, Kopenhagen war ein böser Rückschlag. Ob es doch noch zu einem völkerrechtlich verbindlichen Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll kommen wird, ist eine offene Wette. Dafür müssten sich vor allem die alten Industriemächte, vorneweg die USA, und die aufsteigenden Giganten wie China und Indien noch ein großes Stück aufeinander zu bewegen. Denn abgesehen von der überkomplexen Architektur der UN-Klimaverhandlungen, in denen sich 192 Staaten einstimmig auf ein Vertragsdokument einigen müssen, waren es vor allem die Interessenkonflikte zwischen den alten und den neuen Wirtschaftsmächten, die zum Scheitern der Konferenz führten. (more…)

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