Hintergrund « Green New Deal

Böll.Thema Ausgabe 2/2009 – Klimawandel und Gerechtigkeit

9. April 2010, Comments (0)

Kopenhagen muss den Durchbruch bringen. Das sagen Nichtregierungsorganisationen rund um den Globus und sie rüsten sich, um im Vorfeld und später vor Ort Druck auf die Politik und die Delegierten der UN-Klimakonferenz auszuüben. Die einen per Klimadiplomatie in den Konferenzräumen, die anderen mit Aktionen und Demonstrationen. So unterschiedlich die Strategien sein mögen, das Ziel ist es nicht.

Der Klimawandel und seine Folgen werden heute weder von seriösen Wissenschaftlern angezweifelt noch von den Regierungen. Dafür sind die Auswirkungen rund um den Erdball schon zu offensichtlich. Was Dirk Messner, Direktor des Instituts für Entwicklungspolitik in Bonn, im Böll.Thema-Interview sagte, ist heute fast schon common sense: „Wenn wir bis 2015/2020 nicht den globalen Scheitelpunkt der Emissionen von Treibhausgas erreicht haben, müssen die dann nötigen Reduktionsanstrengungen so groß sein, dass wir die 2° C-Grenze kaum noch einhalten können“. (more…)

Böll.Thema Ausgabe 1/2009 – Green New Deal

9. April 2010, Comments (0)

Lesefrüchte auf dem Rückflug von Washington: In der Financial Times beschreibt Paul Kennedy die Umrisse des „Neokapitalismus nach dem Exzess“: „Wir werden ein höheres Maß an staatlicher Intervention in die Märkte erleben und höhere Steuern. Die animalischen Kräfte des Marktes werden künftig von einer Vielzahl nationaler und internationaler Zoowärter überwacht und gezähmt“- Einen Trost immerhin hält das Zentralorgan der Londoner City für seine erschreckten Leser bereit: Der Kapitalismus wird modifiziert, aber er wird nicht verschwinden. Wie die Demokratie hat er ernste Gebrechen, aber alle anderen Systeme sind schlimmer“. Ein weiterer Leitartikel fordert eine „globale Politik zur Rettung des globalen Kapitalismus“: Globalisierung verlange eine kohärentere internationale Regulierung.
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„Wir brauchen neue Regeln zur Regulierung des Wirtschaftslebens“

9. April 2010, Comments (0)


Der Umweltethiker Konrad Ott ist Initiator des Manifestes „Aufbruch und Wandel“: Darin kritisiert er, dass die politischen und ökonomischen Eliten Katastrophenhilfe für das „gescheiterte, neoliberale Wirtschaftsmodell“ organisieren, ohne die Grundlagen dieses Modells in Frage zu stellen.

Er formuliert Antworten auf die Wirtschafts-, Finanz- und Umweltkrise und macht Vorschläge, wie der Green New Deal verwirklicht werden könnte. Dazu gehören Ideen für die Regulierung der Finanzmärkte, für eine grüne und gerechte Steuerreform sowie für eine konkrete ökologische Politik. Professor Dr. Konrad Ott hat den bislang einzigen Lehrstuhl für Umweltethik in Greifswald inne. Seine Forschungsgebiete sind nachhaltige Entwicklung und ethische Aspekte des Klimawandels. (more…)

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