Autor: Michael Walther, Stadt- und Verkehrsgeograf und Vorstandsreferent in der Heinrich-Böll-Stiftung
In wenigen Jahren werden 2/3 der bundesdeutschen Bevölkerung in Städten leben. Entsprechend groß ist die Herausforderung, den Energieverbrauch der Städte zu reduzieren. Wesentlicher Baustein zur Minimierung ist die Isolierung von Gebäuden: im Winter zum Schutz vor Außenkälte und möglichst geringem Verlust der Heizungswärme, im Sommer zum Schutz vor Außenwärme und möglichst geringem Energieverbrauch für die Kühlung.
Uta Bauer beim Forum “Green New Deal in der Stadt: Stadtasthetik – Energieeffizienz – Mietpreise
Wie kann eine Energieeffizienzsteigerung im Wohngebäudebestand erreicht werden, die einerseits den kulturspezifischen und stadtprägenden Erscheinungsbildern Rechnung trägt und andererseits die Kosten so verteilt, dass finanzschwache Haushalte nicht übermäßig belastet werden? Dieses Spannungsfeld diskutierten Andreas Rietz – Referatsleiter Nachhaltiges Bauen im Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumordnung (BBSR), Iris Behr – Institut Wohnen und Umwelt GmbH Darmstadt und Frank Pieter Hesse – Leiter des Denkmalschutzamtes der Freien und Hansestadt Hamburg. Die Moderation übernahm Uta Bauer – Büro für integrierte Planung Berlin. (weiterlesen …)
Autor: Michael Walther, Stadt- und Verkehrsgeograf und Vorstandsreferent in der Heinrich-Böll-Stiftung
Die fossilen Energieträger reichen nicht aus, um die Mobilitätsansprüche einer wachsenden Weltbevölkerung zu befriedigen. Darüber hinaus besteht gesellschaftlicher Konsenz, dass eine Kompensation des Treibstoffs Öl erforderlich ist, um eine CO2- neutrale Mobiltät zu gewährleisten. Doch über die Instrumente und Wege zu einer nachhaltigen Mobilität wird gestritten. Ist das Automobil als Verkehrsmittel noch zeitgemäß? Welche Auswirkungen hat ein Transformationsprozess der Automobilindustrie in Deutschland auf Arbeitsplätz und Wohlstand? Welche politischen Weichenstellungen sind notwendig, um den Fehlentwicklungen der vergangenen Dekaden entgegenzuwirken? Über diese Fragen diskutierten Prof. Knoflader, Universität Wien und Dr. Prätorius, Konzernbeauftragter für gesellschaftliche Verantwortung und Nachhaltigkeit bei Volkswagen. Der Wissenschaftssalon „Mobilität ohne Zukunft“, an dem zahlreiche Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Verbänden und Politik in Hannover am 15.11.2011 teilnahmen, wurde von Ulrike Hermann moderiert. Sie ist Wirtschaftskorrespondentin der taz.
Kostenintensive Infrastruktur
Der Infrastrukturausbau einerseits sowie die technischen Entwicklungen andererseits ermöglichen uns heute eine enorme Mobilität. (weiterlesen …)
Der Verkehr ist ein großer Energieverbraucher mit hohem Potenzial für eine Steigerung der Energieeffizienz und des Einsatzes erneuerbarer Energien. Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) informiert auf ihrer Website über Aktivitäten, Projekte und Veröffentlichungen zu diesem Themenfeld.
Autor: Stephan Depping, Politologe und freier Mitarbeiter der Heinrich-Böll-Stiftung
Die Landwirtschaft gilt als Schlüsselsektor der ökologischen Transformation. Fast vierzig Prozent der CO2-Emissionen gehen aufs Konto des Agrarsektors. Die Weltbevölkerung wächst, der Fleischkonsum nimmt zu, vor allem in den Schwellenländern. Auf immer mehr Ackerfläche werden Futtermittel für die Fleischproduktion oder Energiepflanzen angebaut. Gleichzeitig hungern schon heute weltweit über eine Milliarde Menschen.
v.l.n.r.: Matthias Meissner, Tanja Busse, Martin Häusling, Lars Kuhlmann
Wie unter diesen Vorzeichen ökologische Landwirtschaft gelingen kann, darüber diskutierten die Teilnehmer/innen des Forums „Ökolandbau und nachwachsende Rohstoffe – Zielkonflikte nachhaltiger Agrarwirtschaft?“ im Rahmen der Konferenz „Green New Deal – Die Zukunft beginnt jetzt!“ mit Lars Kuhlmann, Kreisvorsitzender des Bauernverbandes Schleswig-Holstein e.V., Matthias Meissner, dem Agrarreferenten des WWF Deutschland und Martin Häusling, MdEP, der für die Europagruppe der Grünen im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung sitzt. Die WDR-Journalistin und freie Autorin Tanja Busse moderierte das Forum. (weiterlesen …)
Autorin: Ute Brümmer, Referentin für Wirtschaft und Finanzen Heinrich-Böll-Stiftung
16% der zukünftigen Wirtschaftsleistung können für die Umweltsektoren prognostiziert werden, besagt eine Untersuchung des Wirtschaftsberaters Roland Berger. Auch die Grünen erwarten vom Green New Deal, der ökologischen Transformation der Wirtschaft, eine Million neue Jobs. Damit wäre der Green New Deal ein großer Job-Motor und Antreiber eines forcierten Strukturwandels in einem Wachstumsbereich der Wirtschaft.
Inwieweit diese Prognose realistisch eingeschätzt ist, eruierte Dr. Nina Scheer, Geschäftsführerin von UnternehmensGrün e.V. und Moderatorin des Workshops Green New Deal – das neue deutsche Jobwunder, im Rahmen der Tagung Green New New Deal – Die Zukunft beginnt jetzt!
v.l.n.r.: Anja Hajduk, Kai Hunemorder, Nina Scheer, Hartmut Meine
Dr. Kai Hünemörder, im Projekt Umweltpartnerschaft der Handwerkskammer Hamburg tätig, gewinnt dieser Zukunftsvision sehr viel ab. Er nennt als Indikator die sich bereits abzeichnenden Schwierigkeiten der Unternehmen, passgenau qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Hünemörder warnte zugleich, dass diesem Jobwunder der Treibstoff ausgehen könnte: die zur Verfügung stehenden Beschäftigten. (weiterlesen …)
Autorin: Henrike Narr, Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg
Der private Konsum ist in Deutschland für etwa 40 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Damit kommt der und dem Einzelnen durch Konsumentscheidungen ein beträchtliches Stück Einfluss bei der Umsetzung einer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Transformation zu. Ob und wie grüne Lebensstile zum Mainstream werden können, das diskutierten Nicole Maisch, Sprecherin für Verbraucherpolitik der Bundestagsfraktion der Grünen, Stefan Kreutzberger, Autor des Buches „Die Ökolüge“, sowie Jacob Bilabel, Geschäftsführer der Thema1 GmbH, die im Auftrag von Unternehmen den CO2-Fußabdruck von Produkten berechnet, in dem Workshop „Leben im Green New Deal“.
v.l.n.r.: Nicole Maisch, Stefan Kreutzberger, Peter Unfried, Jacob Bilabel
„Die Verhaltensänderung einer einzelnen Person kann viel bewegen.“ Mit dieser Botschaft warb der Autor Stefan Kreutzberger für bewussten Konsum. Lebensmittel im Wert von etwa 400€ würden pro Jahr in einem durchschnittlichen Haushalt weggeworfen. Wer gezielt einkauft, kann dagegen Umwelt und den eigenen Geldbeutel schonen. Kreutzberger lädt seine Freunde auch mal abends zum Resteessen ein – da bringt jeder mit, was der Kühlschrank hergibt, um damit gemeinsam zu kochen und zu essen. (weiterlesen …)
Das Forum „Green New Deal in der Stadt“ als Beispiel für die Vernachlässigung des „Sozialen“ bei der Hamburger Konferenz „Green New Deal – Die Zukunft beginnt jetzt“ Anfang November 2011
Autor: David Koch, Student für Deutsch-Französische Sozialwissenschaften an der Universität Freiburg, Stipendiat der Heinrich-Böll-Stiftung
Mit dem Forum „Green New Deal in der Stadt: Stadtästhetik – Energieeffizienz – Mietpreise“ wurde ein auch für Hamburg bedeutendes Themenfeld zur Diskussion gestellt: Die Folgen der energetischen Gebäudesanierung für Denkmalschutz und Mietpreisentwicklung. Wer dachte, dass die Debatte aufgrund des wenige Tage zuvor veröffentlichten Hamburger Mietspiegels besonders auf die Problematik steigender Mieten fokussiert sein würde, täuschte sich. Die Diskussion spitzte sich sehr schnell auf den Konflikt zwischen Klimaschutz und Denkmalpflege zu. Die aktuelle Kontroverse um Mieterhöhungen blieb außen vor.
v.l.n.r.: Uta Bauer, Andreas Rietz, Frank Pieter Hesse, Iris Behr
Gebäudesanierung ist mehr als Fassadendämmung
Andreas Rietz, Referatsleiter Nachhaltiges Bauen, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, und Iris Behr, Sprecherin der BAG Planen, Bauen, Wohnen Bündnis 90/Die Grünen sowie Vertreterin des Institut Wohnen und Umwelt GmbH, unterstrichen zu Beginn, dass noch viel Potential im Bereich der energetischen Sanierung des Baubestandes bestünde. Die von Herrn Rietz in den Vordergrund gerückte Fassadendämmung wurde von Frank Peter Hesse, Leiter des Denkmalschutzamtes der Freien und Hansestadt Hamburg, kritisch hinterfragt. Nachhaltigkeit verstünde er auch als die Bewahrung des kulturellen Erbes. (weiterlesen …)
Sie können zwischen den einzelnen Videos auswählen, indem sie auf das graue Symbol links neben dem “+”-Zeichen im Player klicken oder hier auf Youtube anschauen.
Green New Deal – Deutschland als Blaupause ökologischer Transformation Hamburg, 03. November 2011
Autor: Stephan Depping, Politologe und freier Mitarbeiter der Heinrich-Böll-Stiftung
Wie können die drei Großkrisen unserer Zeit – die ökologische Krise, die soziale Krise und die Weltwirtschaftskrise – gemeistert werden? Als Antwort auf diese Frage wurde das Konzept eines Green New Deal entwickelt. Es bringt die ökologische Transformation der Industrie zusammen mit der umfassenden Regulierung der Finanzmärkte und einem neuen sozialem Ausgleich.
Das Auftaktpodium des Kongresses Green New Deal – Die Zukunft beginnt jetzt! fragte danach, ob und wie die ökologische Transformation gegenwärtig in Unternehmen, in Gewerkschaften und in der Politik realisiert wird. Es diskutierten Dr. Martin Allespach, Leiter des Funktionsbereichs Grundsatzfragen und Gesellschaftspolitik beim Vorstand der IG Metall, Dr. Gerhard Prätorius, Leiter Koordination CSR und Nachhaltigkeit der Volkswagen AG, sowie Eveline Lemke, die in Rheinland-Pfalz grüne Ministerin für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung ist. Uwe Jean Heuser moderierte die Debatte. Er leitet das Wirtschaftsressort der ZEIT.
Der Klimawandel wartet nicht
Grundsätzlich bewerteten die Diskutant/innen die Idee eines Green New Deal positiv. Die große Stärke des Konzepts liege darin, so Gerhard Prätorius, den Ausgleich zwischen Ökonomie, Ökologie und dem Sozialen zu erzwingen. (weiterlesen …)
Im Rahmen der Green New Deal Debatten disktuierten am 27. September in Würzburg Joachim Lorenz, seit 1993 als Umweltreferent federführend für den ökologischen Umbau der Landeshauptstadt München zuständig, Norbert Zösch, Geschäftsführer der Stadtwerke Haßfurt GmbH und Rolf Lauer, Geschäftsführer der Handwerkskammer Unterfranken über die Möglichkeiten, den Green New Deal vor Ort in den Kommunen umzusetzen.