Debatte « Green New Deal

Video: Die Kommunen – aktiv für den Green New Deal

9. November 2011, Comments (0)

Im Rahmen der Green New Deal Debatten disktuierten am 27. September in Würzburg Joachim Lorenz, seit 1993 als Umweltreferent federführend für den ökologischen Umbau der Landeshauptstadt München zuständig, Norbert Zösch, Geschäftsführer der Stadtwerke Haßfurt GmbH und Rolf Lauer, Geschäftsführer der Handwerkskammer Unterfranken über die Möglichkeiten, den Green New Deal vor Ort in den Kommunen umzusetzen.

Zum Programm der Veranstaltung

Ludwigshafen: Ein grüner Pfad für die Chemieindustrie? Chancen für einen grünen Entwicklungskorridor am Standort Deutschland

8. November 2011, Comments (3)

Mittwoch, 30.11.2011, 19.00 Uhr
Ludwigshafen, DasHaus, Bahnhofstr. 30

Die chemische Industrie begegnet uns täglich: Im Supermarkt als Plastiktüte, im Shampoo, in elektronischen Geräten und als Bauteil von Autos, sowie als Abfall am Straßenrand. Die deutsche Chemiebranche ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Deutschland. Sie ist einer der wichtigsten Chemieproduzenten der Welt und beschäftigt in Deutschland über 290.000 Arbeitnehmer/innen (ohne Pharmazeutische Chemie).
Für viele steht die chemische Industrie für Umweltverschmutzung, gesundheitliche und ökologische Risiken durch Chemikalien und Treibhausgasemissionen. Düngemittel und Pestizide und gentechnisch veränderte Pflanzen sind höchst umstrittene Produkte der Branche.
Zugleich brauchen wir scheinbar die Innovationskraft der Chemiebranche, um die großen Probleme unserer Zeit wie den Klimawandel und die Ressourcenkrise zu lösen. Chemie kann z.B. helfen, Gebäude zu dämmen, Solarstrom zu erzeugen und saubere Autos zu bauen.
Kann es der Chemiebranche gelingen, Ökologie und Ökonomie unter einen Hut zu bringen?

Die Heinrich-Böll-Stiftung hat eine Studie in Auftrag gegeben, die aufzeigt, welche Veränderungen die Chemiebranche in der Bundesrepublik vollziehen muss, um den Umwelt- und Klimaschutzzielen gerecht zu werden und gleichzeitig ihre Produktion wettbewerbsfähig zu halten.

Wir präsentieren diese Studie und diskutieren sie mit Ihnen und mit den PodiumsteilnehmerInnen

  • Eveline Lemke, Wirtschaftsministerin Rheinland-Pfalz
  • Dr. Ulrich von Deessen, Leiter Kompetenzzentrum Umwelt, Gesundheit und Sicherheit, BASF
  • Prof. Dr. Uwe Lahl, BZL (Autor der Studie)

Moderation: Dorothee Landgrebe, Heinrich-Böll-Stiftung

Zur Anmeldung

Video: Partizipation als Erfolgsfaktor von Regierungshandeln

4. November 2011, Comments (0)

Die Regierung hat sich zur Aufgabe gemacht, Baden-Württemberg zum Musterland demokratischer Beteiligung zu machen. Wie geht sie dieses Vorhaben an? Welche Voraussetzungen braucht erfolgreiche Beteiligung auf Landes- und kommunaler Ebene?

Diese Fragen diskutierten wir auf einer Podiumsdiskussion in Stuttgart (Bericht):

Hannover: Mobilität ohne Zukunft?

2. November 2011, Comments (0)

15. November 2011, 11 Uhr
Wissenschaftssalon Hannover

 

Wie kann zukunftsfähige Mobilität aussehen? Und welche Rolle spielt die Industrie dabei?

Fakt ist: die fossilen Brennstoffe – und damit auch Benzin und Diesel – sind endlich. An der Grenze des Verträglichen ist auch die Belastung unserer Atmosphäre angelangt. Klimawandel ist in aller Munde. Lieb gewonnene Gewohnheiten und Selbstverständlichkeiten müssen hinterfragt und verändert werden. Verbunden damit ist die Frage nach der Zukunft unserer Mobilität. Eine erste Antwort darauf ist das Elektroauto. In den sich verdichtenden Städten gerät der Individualverkehr allerdings schon heute zunehmend mit anderen Interessen in Konflikt. In vielen Städten/Stadtteilen stehen jedem Parkplatz 1,5 gemeldete Autos gegenüber. Vielleicht ist in den Stadtkernen ein Leben ohne Auto vorstellbar, doch was geschieht mit dem Land? Welche Alternativen lässt der Trend zum „Zurück in die Stadt“, der das Land leerer macht, dort zum Individualverkehr? Gibt es technische Lösungen? Oder müssen wir Mobilität ganz neu denken, also auch darüber nachdenken, wie wir leben wollen?

Mit:

  • Prof. Knoflacher, TU Wien
  • Dr. Prätorius, VW Wolfsburg
  • Dr. Ulsamer, Daimler AG, Stuttgart

Moderation: Ulrike Hermann, taz

Bürgerbeteiligung – ein Thema nimmt Fahrt auf

27. Oktober 2011, Comments (1)

Wenn Baden-Württemberg tatsächlich zum „Musterland“ demokratischer Partizipation würde, wie im grün-roten Koalitionsvertrag angepeilt, könnte das auf weitere Regionen Europas ausstrahlen? Die Frage mit den vielen Konjunktiven geht an Bruno Kaufmann, Leiter eines globalen Demokratie-Think Tanks, auf der Stuttgarter Tagung „Demokratie im Praxistest – Auf dem Weg zu einer neuen politischen Kultur“ am 14. und 15. Oktober. „Ja, durchaus“, so Kaufmanns Antwort. Die Impulse und der Geist des Aufbruchs verbreiten sich oft schnell.

Fünf Monate nach der Inaugurierung der grün-roten Landesregierung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatte die Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg eingeladen, um einen ersten Überblick über die Entwicklung zu gewinnen und Erfolge und Probleme zu taxieren. Das Thema Demokratie und Bürgerpartizipation nimmt in vielen Ecken und Winkeln Deutschlands und Europas Fahrt auf. In Baden-Württemberg ist das Interesse besonders groß. „Das Land vibriert förmlich von Energie und Aufbruchswille“, so Irene Armbruster von der Bürgerstiftung Stuttgart. Sie initiiert Runde Tische zur Moderation öffentlicher Konflikte.

Nach gut 50 Jahren mit der immer gleichen Partei an der Macht haben sich Veränderungs- und Reformwünsche angestaut. (more…)

Bremen: Mobilität ohne Zukunft?

14. Oktober 2011, Comments (0)

Dienstag, 15. November um 19:00
Bremen, Galerie Plantage 13, Eingang 26

Fakt ist: die fossilen Brennstoffe – und damit auch Benzin und Diesel – sind endlich. An der Grenze des Verträglichen ist auch die Belastung unserer Atmosphäre angelangt. Klimawandel ist in aller Munde. Lieb gewonnene Gewohnheiten und Selbstverständlichkeiten müssen hinterfragt und verändert werden. Verbunden damit ist die Frage nach der Zukunft unserer Mobilität. Eine erste Antwort darauf ist das Elektroauto. In den sich verdichtenden Städten gerät der Individualverkehr allerdings schon heute zunehmend mit anderen Interessen in Konflikt. In vielen Städten/Stadtteilen stehen jedem Parkplatz 1,5 gemeldete Autos gegenüber. Vielleicht ist in den Stadtkernen ein Leben ohne Auto vorstellbar, doch was geschieht mit dem Land? Welche Alternativen lässt der Trend zum „Zurück in die Stadt“, der das Land leerer macht, dort zum Individualverkehr? Gibt es technische Lösungen? Oder müssen wir Mobilität ganz neu denken, also auch darüber nachdenken, wie wir leben wollen?

Wie kann zukunftsfähige Mobilität aussehen? Und welche Rolle spielt die Industrie dabei? Darüber wollen wir mit Ihnen und unseren Gästen nachdenken.

mit:

  • Prof. Dr. Hermann Knoflacher, Institut für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik der Technischen Universität Wien
  • Dr. Lothar Ulsamer, Leiter föderale und kommunale Projekte, Stiftungen; External Affairs and Public Policy, Daimler AG
  • Dr. Joachim Lohse, Senator für Umwelt, Bau und Verkehr in Bremen

Moderation: Ralph Saxe, Mitglied der Bremischen Bürgerschaft, B90/Die Grünen

Nordhausen: Green IT. Innovationen für die Zukunft

13. Oktober 2011, Comments (1)

2. November 2011, 13.00h
Audimax, Fachhochschule Nordhausen

Der jährliche CO2-Ausstoß der Informations- und Kommunikationstechnologie entspricht in etwa dem Niveau von 320 Millionen Kleinwagen. Wichtigster Treiber für den rapiden Anstieg des weltweiten Stromverbrauchs von Rechenzentren ist vor allem die global rasant steigende Nutzung internetbasierter Dienste mit jährlichen Wachstumsraten von 34 Prozent, z.B. für den Warenhandel und -verkauf sowie für die Kommunikation und Informationsgewinnung. Hinzu kommen die Zunahme der IT-unterstützten Zusammenarbeit von weltweit verteilten Expertenteams und die Steuerung globaler Unternehmensnetzwerke auf Basis von
Internettechnologien. Ganz konkret bedeutet das einen immer höheren Stromverbrauch für Hardwarebetrieb und -kühlung.

Durch eine konsequente Umsetzung von bereits bekannten Energiesparkonzepten könnte die IT ihren eigenen CO2-Ausstoß halbieren. Die wichtigsten Maßnahmen dazu sind die Reduktion der physischen Server durch die Virtualisierung und Harmonisierung von Anwendungen. Da Server meist nur weniger als ein Drittel ausgelastet sind, würde dies allein in Deutschland eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes um etwa fünf Millionen Tonnen pro Jahr bedeuten. Durch energieeffiziente Kühllösungen für bestehende Systeme und ein optimiertes Gebäudedesign für zukünftige Rechenzentren könnten etwa eine Million Tonnen CO2 gespart werden. Green IT bedeutet zudem den Einsatz energieeffizienter Hardware und unter Umständen auch ein Auslagern von Hardware und Betrieb an energieeffiziente Dienstleister, die Leerkapazitäten besser auslasten können. Durch dies Maßnahmen ließe sich der CO2-Ausstoß um weitere vier Millionen Tonnen pro Jahr
reduzieren.

Für die IT gibt es die Chance, die CO2-Strategie eines Unternehmens aktiv mit zu gestalten und alle Bereiche des Kerngeschäfts mit IT-unterstützten Innovationen zur CO2-Reduktion zu unterstützen.

Die Veranstaltung widmet sich zukunftsweisenden Strategien der IT-Branche, zeigt Beispiele für den Hard- und Softwarebereich sowohl für Unternehmen, Kommunen, Institutionen als auch für den privaten Verbraucher.

Programm

13:00 Uhr Begrüßung und Einführung
Film der Heinrich-Böll-Stiftung: Green New Deal – Wege zu einer nachhaltigen Produktion

Dr. Marco Schrul, Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen

13:20 Uhr Green IT – die Modernisierung der IT in der Stadtverwaltung Nordhausen, Preisträger beim Projekt Klimaschutzkommune

Gerd Kruse, Stadt Nordhausen

13:50 Uhr Green IT – Energieeffizienz als Gebot der Stunde

Florian König, BITKOM e.V.

14:20 Uhr Green Computing Portal

Björn Ahrens, Green Computing Portal, Ahrens+Kontos GbR

14:50 Uhr Beispiele und Potenziale von Green IT

Steffen Holzmann, Deutsche Umwelthilfe

15:20 Uhr Green IT in Rechenzentren und IT-Umgebungen

Ralph Wölpert, Leiter Systemberater Planung, Rittal GmbH&Co. KG

16:20 Uhr Round table Gespräche
17:00 Uhr Pause mit Imbiss
18:00 Uhr Politischer Salon: Green IT als Klimaretter?

Prof. Dr.-Ing. Viktor Wesselak, FH Nordhausen
OB Barbara Rinke, Stadt Nordhausen
Steffen Holzmann, Deutsche Umwelthilfe
Prof. Dr. Dieter Sell, Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur
Elke Bouillon, Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen

Moderation: Arndt Schelenhaus, Pressesprecher der FH Nordhausen

Un Anmeldung wird gebeten unter info(at)boell-thueringen.de

Die Veranstaltung wird klimaneutral und mit fair gehandelten Produkten durchgeführt. Dieser Workshop findet im Rahmen des Nordhäuser Energieforums statt.

Eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e.V. in Kooperation mit der Fachhochschule Nordhausen, der Verbraucherzentrale Thüringen, Stadt Nordhausen und Landkreis Nordhausen.

Nahrungsmittel und Konsumverhalten

6. Oktober 2011, Comments (0)

Bio ist in. Der Umsatz von Biolebensmitteln hat sich in den vergangenen zehn Jahren im Bundesgebiet verdreifacht. Die VerbraucherInnen sind wachsam geworden und haben die zahlreichen Skandale um gesundheitsschädigende Nahrungsmittel satt. Im Rahmen der bundesweiten Green New Deal Debattenreihe diskutierten Biolandwirt Klaus Feick, Rosa Wolff, Autorin und Verlegerin, und Nicole Maisch, Bundestagsabgeordnete Bündnis 90/Die Grünen, in Halle an der Saale über Kosten und Wert von Bio-Lebensmitteln, Ernährungsgewohnheiten und Konsumverhalten.

In den Augen von Biolandwirt Klaus Feick gibt ein Wertigkeitsproblem in Bezug auf Bio-Lebensmittel. Wenn er seine Produkte auf regionalen Wochenmärkten präsentiert, hört er häufig Kommentare über die hohen Preise seiner Waren. „Ich habe aber einen Haufen Geld in meinem Garten stehen“, tuscheln Passanten im Vorbeigehen. Fragt Feick sie dann nach den Arbeitsstunden, Pachtbeträgen und Ernteerträgen, wechseln die Leute schnell auf seine Seite. Die Frage müsse umgedreht werden, argumentiert Feick: „Warum sind viele Nahrungsmittel so billig?“ (more…)

Mit sauberer Landwirtschaft Zukunft schaffen – ein Interview mit Klaus Feick

4. Oktober 2011, Comments (0)

Klaus Feick ist Agraringenieur und betreibt in Sachsen-Anhalt einen landwirtschaftlichen Betrieb, der nach Bioland-Kriterien arbeitet. Vor kurzem gründete sich der Bioland-Landesverband Ost, dessen Vorstandsvorsitzender Feick ist. Am Rande der Veranstaltung „Arm aber Bio“ am 22. September in Halle/Saale sprach Anja Hotopp mit dem Landwirt.

Wieso wurden Sie Biolandwirt?

Ich bin auf einem landwirtschaftlichen Betrieb im Odenwald (Südhessen) aufgewachsen und war von klein auf in die Arbeit auf dem elterlichen Hof eingebunden. Dabei hat mich schon in der Jugendzeit der Umgang mit Pflanzenschutzmitteln gestört und ich habe mich gefragt, warum wir zur Produktion von Dingen, die wir essen wollen und die gesund sein sollen, Mittel benutzen, die uns umbringen können. Das war der Grund, mich mit Alternativen zu beschäftigen, wodurch ich zum biologischen Landbau kam.

Wofür steht Bioland?

Wir als Bioland-Betriebe verstehen uns als Wertegemeinschaft. Die Basis hierfür bilden unsere Produktionsrichtlinien, die deutlich über den gesetzlich definierten Mindeststandard für Bio hinaus gehen. Dazu zählen unter anderem regionale Handelsbeziehungen oder auch ein fairer Umgang mit unseren MitarbeiterInnen und HandelspartnerInnen. Für all dies steht Bioland. Die Bekanntheit des Zeichens und das Vertrauen, das unsere KundInnen ihm entgegen bringen, unterstreichen die Bedeutung des Bioland-Zeichens.

Wie sinnvoll sind Siegel? Was wären die Alternativen, um Produkttransparenz zu erreichen?

In einer immer komplexer werdenden Welt ist der Wunsch nach einfachen, klar erkennbaren Inhalten in Form von Siegeln nur allzu verständlich. Doch wird die Siegelvielfalt selbst zum Problem, weil sie nicht mehr durchschaubar ist. (more…)

Bericht: Die Kommunen – Aktiv für den Green New Deal

4. Oktober 2011, Comments (0)

Im Rahmen der Green New Deal Debatten disktuierten am 27. September in Würzburg Joachim Lorenz, seit 1993 als Umweltreferent federführend für den ökologischen Umbau der Landeshauptstadt München zuständig, Norbert Zösch, Geschäftsführer der Stadtwerke Haßfurt GmbH und Rolf Lauer, Geschäftsführer der Handwerkskammer Unterfranken über die Möglichkeiten, den Green New Deal vor Ort in den Kommunen umzusetzen. Ein Bericht zur Veranstaltung ist auf den Seiten der Petra-Kelly-Stiftung erschienen.

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