Debatte « Green New Deal

Stuttgart: Vom Sankt-Florians-Prinzip zur Mitgestaltung. Partizipation als Erfolgsfaktor von Regierungshandeln

30. September 2011, Comments (0)

15. Oktober 2011, 13.00-15.00h
Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart

Gute Politik wächst von unten, echte Führungsstärke entspringt der Bereitschaft zuzuhören. Für uns ist die Einmischung der Bürgerinnen und Bürger eine Bereicherung. Wir wollen mit ihnen im Dialog regieren und eine neue Politik des Gehörtwerdens praktizieren.
Mit neuer Sachlichkeit und einer verlässlichen und handwerklich soliden Politik wollen wir neues Vertrauen in die demokratischen Institutionen in unserem Land schaffen.
Eine neue politische Kultur des Dialogs und der Offenheit für Vorschläge, unabhängig davon wer sie macht, wird mit uns in Baden-Württemberg Einzug halten.
Wir verstehen uns als echte Bürgerregierung.

Aus der Präambel zum Koalitionsvertrag zwischen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der SPD Baden-Württemberg vom 9. Mai 2011

Die Regierung hat sich zur Aufgabe gemacht, Baden-Württemberg zum Musterland demokratischer Beteiligung zu machen. Wie geht sie dieses Vorhaben an? Welche Voraussetzungen braucht erfolgreiche Beteiligung auf Landes- und kommunaler Ebene?

Und was ist dran an der Kritik, die Grünen wollten Zwangsbeglückung durch einen bevormundenden, sanft tyrannischen Tugendstaat wie in der ZEIT 22/2011 zu lesen war?

Input
Zum Spannungsfeld partizipativer und parlamentarischer Demokratie und der Kunst der Vermittlung von Allgemeinwohl gegenüber Partikularinteressen. Wie kann die Regierung zum Aufbau einer direktdemokratischen Infrastruktur beitragen?

Bruno Kaufmann, Leiter des Think-Tanks zu direkter Demokratie Initiative & Referendum Institute Europe, Stadtrat für Bürgerbeteiligung in Falun/Schweden

Was sind die Vorhaben der Landesregierung für mehr Bürgerbeteiligung? Welche Voraussetzungen und Verfahren braucht Beteiligung, und was kann man von kommunaler Praxis lernen? Wie organisiert man kollektive Lernprozesse? Wie erreicht man Bürgerinnen und Bürger?

Panel mit

  • Gisela Erler, Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung
  • Christoph Ewen, Team Ewen, evaluiert den Runden Tisch Atdorf
  • Irene Armbruster, Bürgerstiftung Stuttgart, initiiert Runde Tische

Moderation: Wolfgang Kaiser, Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg

Im Rahmen der Jahrestagung der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg „Demokratie im Praxistest. Auf dem Weg zu einer neuen politischen Kultur

Gebühr (inkl. Buffet/Verpflegung)
Ein Tag: 30 €, erm. 15 €
Zwei Tage: 50 €, erm. 25 €

Zur Anmeldung

„Von Gold wird man nicht satt“

19. September 2011, Comments (0)

Beunruhigend ist das, was derzeit an den Börsen weltweit passiert. Fallende Kurse und DAX-Tiefstände bestimmen seit Wochen die Wirtschaftsnachrichten. Wie bedrohlich ist die momentane Situation? Was haben die Turbulenzen an den Weltbörsen mit uns zu tun? Um über diese Fragen zu diskutieren, trafen sich in Hamburg Stefan Wolff, Wirtschaftsjournalist der ARD, Gerhard Schick, finanzpolitischer Sprecher Bündnis 90/die Grünen, und Thomas Friemel, Chefredakteur des Wirtschaftsmagazins enorm – Wirtschaft für den Menschen.

Podium
Thomas Friemel, Stefan Wolff, Gerhard Schick (von links nach rechts)

Die Experten sind sich einig: Der Markt ist ins Wanken geraten. „Wenn die Börse der Hund und die Wirtschaft das Herrchen ist“, beschreibt Stefan Wolff, „laufen beide an der Leine in dieselbe Richtung. Mal bleibt das Herrchen ein Stück zurück, mal der Hund. Das ist normal. Doch momentan, und das ist das Dilemma, entfernen sich die beiden sehr stark voneinander.“ Die Wirtschaft boomt (noch), aber der Finanzmarkt schwächelt. Überall wo Geld durch Geld verdient wird, herrscht Unruhe. (more…)

Düsseldorf: Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Klimakrise – Ist es Zeit für eine ökologische Finanzreform und Steuerpolitik?

22. August 2011, Comments (0)

10. November 2011, 19.30h (Einlass ab 19.00h)
DGB Haus Düsseldorf, Friedrich-Ebert-Str. 34, Arthur Hauck Saal

Die Welt steckt in der Krise. Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Schuldenkrise, Eurokrise und Klimakrise… Die Diskussion über die Bewältigung dieser Krisen beherrscht die politische Debatte. Und im Rahmen der Diskussion um den Green New Deal stellt sich die Frage, ob es Möglichkeiten gibt, nicht die einzelnen Krisen zu bewältigen, sondern verbindene Elemente zu entwickeln. Ist es also Zeit für eine ökologische Finanzreform und Steuerpolitik? Und was bedeutet das genau? Braucht eine nachhaltige Wirtschafts- und Finanzpolitik eine umfassende ökologische Finanzreform? Und wie könnte diese aussehen? Welche Lenkungswirkungen sind durch eine Ausweitung der ökologischen Besteuerung möglich?

Diese Fragen diskutieren wir mit

  • Wibke Brems, MdL Bündnis 90/Die Grünen, Klima- und Energiepolitische Sprecherin
  • Damian Ludewig, Geschäftsführer FÖS (Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft)
  • Dr. Thilo Schaefer, Institut für Wirtschaft in Köln
  • Dr. Mehrdad Payandeh, DGB Bundesvorstand, Abteilung Wirtschafts-, Finanz- und Steuerpolitik

Moderation: Carsten Steinert, Sprecher LAG Wirtschaft, Grüne NRW

Die Veranstaltung ist kostenfrei, um Anmeldung unter: info(at)boell-nrw.de wird gebeten.
Weitere Informationen unter: andre.moser(at)boell-nrw.de

Veranstalter: Heinrich-Böll-Stiftung NRW

Bär und Bulle oder Schlange und Kaninchen? Was haben die Turbulenzen an den Weltbörsen mit uns zu tun?

17. August 2011, Comments (0)

Di, 06. September 2011, 18:00 Uhr
Rudolf Steiner Haus, Mittelweg 11-12, 20148 Hamburg

Seit Jahrzehnten geht es nicht mehr so turbulent zu an den Börsenmärkten, wie zur Zeit. Kurse fallen (dafür steht symbolisch der Bär an der Börse) und steigen (Bulle) im Minutentakt und die Summen, die dabei verloren und gewonnen werden, sind für uns „NormalbürgerInnen“ unvorstellbar. Staaten werden in ihrer Kreditwürdigkeit herabgestuft, nach den USA trifft es angeblich demnächst auch Frankreich, und niemand kann voraussehen, wohin das alles führen wird und was allein Gerüchte bewirken können. Oder doch? Eine, die sich täglich intensiv damit beschäftigt (seit 10 Jahren bei der ARD), ist die bekannte TV-Redakteurin und Politologin Anja Kohl. Sie wird uns die aktuellen Entwicklungen erläutern können und deren Folgen einzuschätzen versuchen. Müssen wir das ganze Geschehen nur hilflos mit ansehen (und bezahlen), wie ein Kaninchen vor der Schlange, oder gibt es Einflussmöglichkeiten über die Politik oder bei der Anlage von Geldern und Abschlüssen von Versicherungsverträgen? Wird die in Brüssel neu installierte Organisation „Finance Watch“ den Großen aus der Wirtschaft auf die Finger sehen und Licht in´s Dunkel bringen können? Der Bundestagsabgeordnete Gerhard Schick weiß darauf Antworten zu geben.

Mit:

Anja Kohl, Börsenexpertin, ARD

Gerhard Schick, Bundestagsabgeordneter und Finanzpolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

Moderation:
Thomas Friemel, Chefredakteur enorm Magazin – Wirtschaft für den Menschen

Eine Veranstaltung von umdenken Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V.

Lebensstile im Klimawandel – über den Konsum regionaler und biologisch erzeugter Produkte in ländlichen Regionen

27. Juli 2011, Comments (0)

Der Konsum von biologisch und regional erzeugten Lebensmitteln steigt; dennoch greift noch immer der überwiegende Teil der VerbraucherInnen auf billige Lebensmittel zurück. Ist der Einkauf von regional und biologisch erzeugten Lebensmitteln in strukturschwachen Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern überhaupt möglich? Was bedeutet der Einkauf von Bioprodukten für den Geldbeutel? Wie kann das Vertrauen der VerbraucherInnen in Lebensmittel gestärkt werden und wie kann ein Paradigmenwechsel hin zu bewusstem Konsum erreicht werden? Kernfragen, die im Rahmen der GND-Debattenreihe in Greifswald diskutiert wurden.

Podium

Bei der Veranstaltung, zu der die Heinrich-Böll-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern eingeladen hatte, diskutierten Henning Holst vom Verein landaktiv, Uta Nehls von der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern, die Autorin Rosa Wolff und Hendrik Fulda, Bündnis 90/Grüne, LAG Landwirtschaft mit den zahlreichen BesucherInnen. Dabei ging es unter anderem um die Probleme, mit denen sich ein bewusster Konsum speziell in einer strukturschwachen Region wie Mecklenburg-Vorpommern (MV) konfrontiert sieht. Regionale Produkte – ob in Bioqualität oder nicht – sind hier in den Regalen kaum zu finden, weiß Uta Nehls von der Neuen Verbraucherzentrale MV – obwohl das Land im vergangenen Jahr 4725 landwirtschaftliche Betriebe zählte. Obwohl das norddeutsche Bundesland einen der Spitzenplätze in der Rinderzucht einnimmt und immer mehr Landwirte dabei auf Bioqualität setzen, ist es kaum möglich, vor Ort Rindfleisch aus MV in Bioqualität einzukaufen. Henning Holst, Biologe, hat mit dem Verein landaktiv versucht, diesem Mysterium auf den Grund zu kommen. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch Aufklärung und Bildung die ökologische Landwirtschaft und Verarbeitung sowie die naturnahe Fischerei zu stärken. Holst bedauert, dass nur 72 von 781 Bio-Betrieben ihre Produkte in MV veredeln lassen und damit einen Teil der Wertschöpfung und Weiterverarbeitung aus der Hand geben. Dies spiegelt sich auch im Konsumangebot wider. (more…)

Arm aber Bio – ein Interview mit Rosa Wolff

22. Juli 2011, Comments (1)

Rosa Wolff
Rosa Wolff ist Food-Journalistin und lebt in München. Sie hat das Kochbuch „Arm aber Bio“ geschrieben und im Eigenverlag „Edition Butterbrot“ publiziert. Die Idee zu dem Buch, das neben zahlreichen Rezepten einen Erfahrungsbericht beinhaltet, kam ihr, als sie selbst knapp bei Kasse war, aber nicht auf Naturkost verzichten wollte. Am Rande der Veranstaltung zu Produktqualität und Massenverbreitung von Lebensmitteln am 14.7. in Greifwald sprach Anja Hotopp mit der Autorin.


Für Lebensmittel konnten Hartz IV-EmpfängerInnen 2009 täglich 4,35 Euro ausgeben. Reicht das, um sich gesund und ausgewogen zu ernähren?

RW: 4,35 Euro sind bitter wenig, auch ohne den Ehrgeiz, sich mit Naturkost zu ernähren. Selbst beim Discounter ist dies schwierig.

Wie ist Ihnen der Spagat gelungen, bei ihren finanziellen Möglichkeiten gesunde Lebensmittel zu konsumieren?

RW: Wenn man bereit ist, alles selbst zuzubereiten und keine Fertigwaren, sondern Grundzutaten einkauft, ist auch im Bio-Segment überraschend viel möglich. Basis-Lebensmittel wie Kartoffeln, Zwiebeln, Karotten, Lauch, Kohl, Zucchini, Nudeln, Mehl, Eier, Butter, Joghurt, Äpfel, Bananen sind absolut erschwinglich und ermöglichen eine fast unbegrenzte Vielfalt an Zubereitungen. Wenn man sich erst mal darauf einlässt, macht es auch Freude, zu entdecken, was alles geht. Allerdings ist mehr Planung nötig, denn einfach mal unterwegs an der Imbissbude essen, geht bei 4,35 Euro nicht. Egal ob Bio oder Nicht-Bio.

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Video der Debatte “Gute Spekulation, schlechte Spekulation – Dilemma für die Finanzmärkte?”

11. Juli 2011, Comments (0)

Video zur Debatte „Gute Spekulation, schlechte Spekulation – Dilemma für die Finanzmärkte?“, die am 25. Mai 2011 in Frankfurt am Main stattfand. Es diskutierten:

  • Urs Stäheli, Professor für Soziologie an der Universität Hamburg, Autor des Buches „Spektakuläre Spekulation“, Hamburg
  • Dr. Günter Birnbaum, Abteilungspräsident Wertpapieraufsicht, Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BAFIN, Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. Gerhard Illing, Seminar für Makroökonomie, Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Dirk Müller, freier Börsenmakler, Bestsellerautor, www.cashkurs.de
  • Gerhard Schick, MdB und Finanzmarktexperte von Bündnis 90/Die Grünen, Berlin

Zum Programm der Veranstaltung

Zum Artikel über die Veranstaltung in der Frankfurter Rundschau

Video: Lebensstile im Klimawandel: BIO, ÖKO und FAIR oder lieber BILLIG?

7. Juli 2011, Comments (0)


Video zur Veranstaltung Lebensstile im Klimawandel: BIO, ÖKO und FAIR oder lieber BILLIG?, die am 9. Juni 2011 in Berlin stattfand.

Programm war:

Leben, Arbeiten und Konsumieren in globalen Zusammenhängen bringt Vor- und Nachteile mit sich: Für die einen 24 Stunden Verfügbarkeit von Produkten und Dienstleistungen rund um die Welt – für die anderen Armut, Mangel und prekäre Arbeitsverhältnisse. Neben der zunehmenden Spaltung der Gesellschaft sind wir mit massivem Ressourcenverbrauch, Energieverschwendung und deren Folgen wie Klimawandel und Umweltkatastrophen konfrontiert.

Qualitätssiegel wie BIO, ÖKO und FAIR TRADE gewährleisten einen nachhaltigen Konsum. Die Mehrheit der Bevölkerung greift trotzdem auf billig produzierte Massenprodukte zurück.

Welchen direkten Einfluss können wir Verbraucher/innen über unser Konsumverhalten und unsere Lebensgewohnheiten auf die Entwicklungen nehmen?

Wie schaffen wir in diesem Spannungsverhältnis die Wende zu besseren sozialen und ökologischen Standards? Welchen Beitrag können Politk und Wirtschaft leisten? Welche Ansätze werden – speziell in Berlin – verfolgt?

BIO, ÖKO und FAIR oder lieber BILLIG? Produktqualität und Massenverbreitung von Lebensmitteln

29. Juni 2011, Comments (0)

Do, 14.7.2011, 19.30h
St. Spiritus, Sozio-kulturelles Zentrum der Hansestadt Greifswald
Lange Straße 49/51

Mit ihren Konsumentscheidungen können Verbraucherinnen und Verbraucher die Wende zu mehr Ökologie beeinflussen: Der Kauf von regionalen Öko-Lebensmitteln ist ein Schritt weg von der industriellen Landwirtschaft, die regelmäßig zu Skandalen führt. Im Gegensatz zur konventionellen Landwirtschaft verzichtet der Öko-Landbau auf den Einsatz bestimmter Pflanzenschutzmittel, sowie auf Wachstumsförderer, Mineraldünger und Agrogentechnik. Außerdem werden den Produkten keine Geschmacksverstärker, künstliche Aromen oder Farb- und Konservierungsstoffe zugefügt. Die Bioprodukte haben die Öko-Nische verlassen. Der Markt wächst. Inzwischen gibt es sie sogar im Supermarkt. Doch noch greift die Mehrheit der Bevölkerung auf nicht ökologisch produzierte, billige Massenprodukte zurück, trotz ihrer häufig negativen Nebeneffekte.

Nur wenn es für ökologisch und sozial hergestellte Produkte auch Abnehmer und Abnehmerinnen gibt, ist für Unternehmen der Umstieg auf eine umweltschonende, faire Produktion reizvoll.

Doch wie viel Bio ist eigentlich möglich? Der steigende Wettbewerb zwischen ökologischen Erzeugern führt dazu, dass viele Produkte unter Bedingungen erzeugt werden, die zwar den Vorschriften für die Produktion entsprechen, aber die grundlegenden Werte der ökologischen Bewegung immer weiter aus dem Blick verlieren.

Welche Voraussetzungen bedarf ein Paradigmenwechsel zum verantwortlichen und nachhaltigen Konsum in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik? Wie steht es um die ökologische Landwirtschaft in Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern? Und vor welchen Herausforderungen steht die Branche?

Diese Fragen wollen wir gemeinsam mit Ihnen diskutieren.

Dazu haben wir eingeladen:
Dr. Hans-Ulrich Grimm, Geschäftsführer von Dr. Watson der Food Detektiv
Nicole Knapstein, Verein landaktiv
Uta Nehls, Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern
Hendrik Fulda, Bündnis 90/Grüne, LAG Landwirtschaft

Für einen Bio-Imbiss ist gesorgt. Wir bitten um Ihre Anmeldung unter post(at)boell-mv.de oder Tel. 0381-4922184.

Eine Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung Mecklenburg-Vorpommern in Kooperation mit der Grünen Hochschulgruppe Greifswald.

Lebensstile im Klimawandel – bio, öko und fair oder lieber billig?

20. Juni 2011, Comments (1)

Ist es möglich, mit wenig Geld ökologisch, biologisch und fair einzukaufen? Fühlen sich VerbraucherInnen ausreichend aufgeklärt über Inhaltsstoffe in Lebensmitteln oder über die Produktionsbedingungen von Konsumartikeln? Ebenso wie aktuelle Studien spiegelt auch eine kleine Umfrage unter den Besuchern der Green New Deal-Debattenreihe zum Thema „Lebensstile im Klimawandel; bio, öko und fair oder lieber billig?“ die Unsicherheit wider. Es gibt Produkt-Siegel, die Sicherheit vermitteln. Doch mittlerweile ist die Landschaft der Siegel und Zertifikate unübersichtlich und groß, so dass der Überblick auf der Strecke bleibt und Vertrauen sinkt.

Das Verbraucherinformationsgesetz, das seit Mai 2008 die Interessen der KonsumentInnen vertreten soll, schafft keine Abhilfe. Es sorgt weder für ausreichend Transparenz noch ist es für die EndverbraucherInnen leicht, alle gewünschten Informationen zu erhalten, die zudem noch kostenpflichtig sind. Um Auskünfte zu bekommen, ist die Einwilligung des Herstellers nötig. Der kann diese verweigern, es sei denn, das Produkt überschreitet zulässige Schadstoffmengen. Das bestätigt auch Eva Bell, Referentin für Verbraucherschutz der Grünen in der Bundestagsfraktion. „Das Gesetz ist eine Hülle und dennoch ein Schritt in die richtige Richtung“, so Bell. Denn Veränderungen hin zu größerer Transparenz und mehr Verbraucherschutz sind nur in vielen kleinen Schritten zu meistern. Mehr als 20 Jahre hat es gedauert, europaweite Standards für ein  Biosiegel in der Lebensmittelindustrie zu schaffen. Auch diese gehen vielen Öko-Landwirten und VerbraucherInnen nicht weit genug, aber ein Anfang ist gemacht, wirbt Bell für Geduld. Mit diesem Beispiel wird deutlich, wie viel  Kraft notwendig ist, um Standards für weitere Produktbereiche zu definieren. (more…)

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