29. Oktober 2010,
Comments (0)
Der Kreistag des Landkreises Barnim hat sich 2008 mit der “Null-Emissions-Strategie” ambitionierte Klimaschutzziele gesetzt. Zwar strebt das Projekt seinem Namen zum Trotz keine Klimaneutralität an, aber auch mit 20% EE-Anteil bei der Energieerzeugung, 30% bei der Stromerzeugung und 20% niedrigere CO2-Emissionen als 1990 als Ziel für 2011 hat sich der Kreis ehrgeizige Ziele gesetzt. Die Umsetzung geschieht durch zahlreiche Projekte und Maßnahmen in den vier zentralen Handlungsfeldern: Energiegewinnung, Energieeffizienz, Innovation und Bildung & Forschung, die von einem eigens eingerichteten Regionalbüro koordiniert werden.
Begründung:
Mit der “Null-Emissions-Strategie” versucht der Landkreis Barnim, einen Green New Deal auf kommunaler Ebene durchzuführen. Mit der Idee im Hintergrund, eine dezentrale und eigenständige Energieversorgung zu entwickeln, wurde das regionale Potenzial untersucht und geschlussfolgert, dass eine CO2-neutrale und regionale Versorgung möglich ist. Die auf der Webseite einsehbaren Projekte in allen relevanten Bereichen zeigen, dass an der Erreichung dieser Vision zielstrebig gearbeitet wird.
Vorgeschlagen von:
Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg
Anschrift des Projektes:
Landkreis Barnim
Regionalbüro Barnim
Schicklerstraße 1
16225 Eberswalde
Tel.: 03334/498532
Email: info@erneuerbar.barnim.de
Website des Projektes:
www.erneuerbar.barnim.de
Posted in Allgemein, Brandenburg, Konkret Tags: Energiewende
26. Oktober 2010,
Comments (0)
Feldheim ist die erste energieautarke Gemeinde Brandenburgs; das Dorf versorgt sich komplett mit Strom und Wärme aus lokalen erneuerbaren Energiequellen. Die Heizungen sind an ein eigenes Wärmenetz angeschlossen, dessen Wärme aus einer mit Gülle und Maissilage betriebenen Biogasanlage im Ort kommt. An besonders kalten Tagen wird sie unterstützt durch ein modernes Holzhackschnitzel-Heizwerk. Windräder und ein Solarpark vor dem Ort erzeugen den Strom, der über ein eigenes Stromnetz verteilt wird.
Begründung:
Die energieautarke Gemeinde Feldheim zeigt, wie auch auf kommunaler Ebene ein Schritt hin zum ökologisch-sozialen Wirtschaften gemacht werden kann. Der Bezug zwischen Energieproduktion und den Menschen vor Ort ist sehr eng. So zeigt das Projekt, wieviel sich bei guter Zusammenarbeit eines engagierten Projektentwicklers mit der öffentlichen Seite und den Anwohnern bewegen lässt. 100 % erneuerbare Energieversorgung sind Wirklichkeit, eine Solaranlagenfabrik ist wichtiger Arbeitgeber im Dorf und die Energiepreise liegen 10 – 20 Prozent unter dem billigsten Anbieter.
Vorgeschlagen von:
Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg
Anschrift des Projekts:
Feldheim Energie GmbH & Co. KG
Zum Windpark 20
14929 Treuenbritzen
oder:
Energiequelle GmbH
Werner Frohwitter, Dipl.-Kfm.
Hauptstraße 44
15806 Zossen OT Kallinchen
Website des Projekts:
http://www.energiequelle-gmbh.de/index.php?option=com_content&view=article&id=92&Itemid=98&lang=de
http://www.brandenburg.de/sixcms/media.php/4055/feldheim.pdf
Posted in Allgemein, Brandenburg, Konkret Tags: Energiewende
22. Oktober 2010,
Comments (0)
Der Solarmodulhersteller First Solar hat das branchenweit erste vorfinanzierte Rücknahme- und Recyclingprogramm für Solarmodule eingeführt. Es müssen lediglich ein Rücknahmeantrag eingereicht und die Module abmontiert werden, dann holt First Solar sie kostenfrei ab und recycelt sie. Die nötigen finanziellen Mittel dafür werden bereits zum Zeitpunkt des Modulverkaufs auf ein Treuhandkonto zurückgelegt. Rund 90 Prozent der Materialien eines zurückgenommenen Moduls können wiederverwendet werden.
Begründung:
Der Solarenergie kommt eine wichtige Rolle beim Umbau der Energieversorgung auf regenerative Energien zu. Viele der zur Produktion von Solarmodulen benötigten Materialien sind jedoch selten und ihr Abbau bzw. ihre Herstellung mit Umweltbelastungen verbunden. Solarmodule zu recyceln ist deshalb ein wichtiger Schritt zu einem nachhaltigeren Wirtschaften der Solarbranche, und First Solar ist mit seinem überzeugenden Recyclingkonzept darum ein Teil des Green New Deals.
Vorgeschlagen von:
Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg
Anschrift des Projektes:
First Solar Recyclingprogramm
First Solar Manufacturing GmbH
Marie – Curie – Str. 3
15236 Frankfurt (Oder)
Website des Projektes:
http://www.firstsolar.com/de/recycle_program.php
Posted in Allgemein, Brandenburg, Konkret Tags: Energiewende
20. Oktober 2010,
Comments (0)
Jetcar Zukunftsfahrzeug ist eine brandenburgische Tüftlerschmiede, die sich auf die Entwicklung und Produktion möglichst sparsamer Autos spezialisiert hat. Schon seit 2003 wird der Zweisitzer Jetcar 2.5 in niedriger Stückzahl gefertigt, der durch besonders aerodynamische und leichte Bauweise nur 2,5 Liter auf 100 km verbraucht. Seit Februar 2010 ist nun auch ein Elektromodell des Jetcars bestellbar. Es hat eine Reichweite von über 200 km und ist innerhalb von 2 Stunden zu 80 % wieder aufgeladen.
Begründung:
Während in anderen Bereichen kleine Fortschritte erkennbar sind, steigen die CO2-Emissionen des Verkehrssektors in Deutschland immer weiter an. Ein Umsteuern im Sinne des Green New Deals ist dringend notwendig. Auch wenn sie nicht für den Massenmarkt produziert werden, zeigen die Jetcars im Kleinen, dass sich niedrige CO2-Emissionen mit guten Fahrleistungen verbinden lassen, und haben so eine wichtige Beispielfunktion. Besonders das Jetcar Elektro überzeugt durch eine hohe Reichweite, die bisher das größte Hindernis bei Elektrofahrzeugen darstellt.
Vorgeschlagen von:
Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg
Anschrift des Projektes:
Jetcar Zukunftsfahrzeug GmbH
Dorfstraße 53
16816 Nietwerder
Website des Projektes:
http://www.jetcar.de/
Posted in Brandenburg, Konkret Tags: Industrie
18. Oktober 2010,
Comments (0)
Bei Prenzlau wird das weltweit erste Wasserstoff-Wind-Biogas-Hybridkraftwerk gebaut. Dieses kombiniert die drei Energieträger, um unabhängig von der Wetterlage zuverlässig Strom liefern zu können. Produzieren die Windkraftanlagen mehr Strom als aktuell benötigt, wandelt ein Elektrolyseur den Überschuss in Wasserstoff um. In windschwachen Zeiten kann jener mit einem ebenfalls in dem Kraftwerk produzierten Biogas gemischt und in zwei Blockkraftwerken wieder in Strom und Wärme umgewandelt werden.
Begründung:
Das Hybridkraftwerk Prenzlau ist ein zukunftsweisendes Projekt, das einen wichtigen Baustein für die grüne Energiewende liefert. Es zeigt, wie sich auch mit Windkraft eine stabile Energieversorgung unabhängig von den Schwankungen des Windes realisieren lässt. Die Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien ist ein wichtiger Teil der ökologischen Transformation.
Vorgeschlagen von:
Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg
Anschrift des Projektes:
ENERTRAG Aktiengesellschaft
Gut Dauerthal
17291 Dauerthal
Website des Projektes:
http://www.enertrag.com/de/kraftwerk-uckermark.html
Posted in Allgemein, Brandenburg, Konkret Tags: Energiewende
2. Juli 2010,
Comments (0)
Anschrift des Projektes:
BIOWERT Industrie GmbH
Ochsenwiesenweg 4
64395 Brensbach
Website des Projektes:
http://www.biowert.de/
Beschreibung:
Die BIOWERT Industrie GmbH errichtete die weltweit erste industrielle Grasveredelungsanlage, die sich an den Prinzipien der grünen Bioraffinerie orientiert; die Anlage wurde 2007 offiziell in Betrieb genommen. Das Unternehmen produziert Zwischen- und Endprodukte für die herstellende und verarbeitende Industrie aus feuchter, faserhaltiger Biomasse aus der Region. Die Produktionsanlage ist direkt an eine große Biogasanlage angebunden, die Strom, Wärme und Prozesswasser erzeugt, welche wiederum im Produktionsprozess verwendet werden. Die Reststoffe aus der Grasveredelung werden in der Biogasanlage verwertet.
Begründung:
Das Unternehmen Biowert steht in besonderer Weise für den Green New Deal, weil es als weltweit erstes Unternehmen mit der Herstellung von Plastik, Dämmstoff und Dünger aus Gras neue Wege beschreitet. Es steht für eine neue Industrie, die nachwachsene Rohstoffe verwendet, keinen Abfall produziert und energieneutral wirtschaftet. Eine Gefahr besteht bei großer Ausbreitung der Technologie allerdings möglicherweise in der Konkurrenz von Anbauflächen für Nahrungsmittel.
Posted in Allgemein, Hessen, Konkret Tags: Energiewende
2. Juli 2010,
Comments (0)
Anschrift des Projektes:
SMA Solar Technology AG
Sonnenallee 1
34266 Niestetal
Website des Projektes:
http://www.sma.de/
Beschreibung:
SMA entwickelt und fertigt Solar-Wechselrichter, die den von Solar-Modulen erzeugten Gleichstrom in einen netzkonformen Wechselstrom umwandeln. Durch die Produkte wird der Ausbau der erneuerbaren Energien vorangetrieben und die Umweltbelastung reduziert. Materialeinsatz, Wirkungsgrad sowie energetische Effizienz der Produkte werden ständig verbessert. Darüber hinaus wird angestrebt, den Energiebedarf für die Herstellung zu reduzieren.
Begründung:
SMA steht für den Green New Deal, weil das Unternehmen nicht nur Produkte herstellt, die zum Klimaschutz beitragen, sondern auch in der Herstellung auf CO2-Bilanz und Materialverbrauch achtet und zudem den Zubau erneuerbarer Energien fördert.
Posted in Allgemein, Hessen, Konkret Tags: Energiewende
20. Juni 2010,
Comments (0)
Anschrift des Projektes:
Frankfurter Str. 40
35781 Weilburg
Website des Projektes:
http://www.ta-weilburg.com/
Kurzbeschreibung:
Die Technikakademie Weilburg ist eine der größten Fachschulen für Technik des Bundesgebietes und die größte eigenständige Fachschule in Hessen; ihr Schwerpunkt ist die berufliche Weiterbildung in den Bereichen Maschinen-, Elektro-, Informationstechnik und Mechatronik. Bekannt im ganzen Bundesgebiet ist das Kompetenzzentrum für Erneuerbare Energien der Fachschule. Seit August 2009 gibt es einen spezifischen, in Deutschland einmaligen Studiengang in der Fachrichtung Mechatronik mit dem Schwerpunkt „Erneuerbare Energien”. Auf dem Gelände soll der Erneuerbare Energien Park entstehen, in dem Formen der erneuerbaren Energien praktisch verdeutlicht werden.
Begründung:
Technikerinnen und Techniker mit einer soliden und flexiblen Ausbildung sind auch in konjunkturell schlechten Zeiten weniger als andere Berufsgruppen von Arbeitslosigkeit bedroht. Die höhere Qualifikation erweist sich als gute Zukunftsinvestition, da sie vielseitige Möglichkeiten des späteren beruflichen Einsatzes eröffnet. Damit steht die Technikakademie Weilburg insbesondere für den sozialen Aspekt des Green New Deal, weil sie gezielt auf den Arbeitsmarkt der Zukunft vorbereitet.
Posted in Allgemein, Hessen, Konkret Tags: Bildung, Energiewende
7. Juni 2010,
Comments (0)
Name des Projektes:
Ecocraft
Anschrift des Projektes:
Ecocraft Automotive GmbH
Adolf-Osterheld-Straße 25-29
31515 Wunstorf
Tel. 05031-97968-0
info@ecocraft-automotive.de
Website:
www.ecocraft-automotive.de
Beschreibung:
Die EcoCraft Automotive GmbH & Co. KG ist ein deutscher Kleinhersteller von Elektroautos. Ecocraft entwickelte den Kleintransporter Eco Carrier in verschiedenen Varianten; dabei handelt es sich um den ersten in Deutschland in Serie gefertigten Elektro-Kleinlaster.
Begründung:
Mit der Herstellung von Elektro-Kleintransportern bietet Ecocraft eine energieeffiziente Alternative im Transportwesen. Das Unternehmen ist damit ein Pionier im Bereich der Elektromobilität; es führt vor, dass die Branche schon heute wirtschaftlich arbeiten kann. Wenn Elektroautos mit Strom aus erneuerbaren Energien betankt werden, können sie einen Beitrag zu deren Ausbau leisten – und wenn sie in ein System vernetzter Mobilität mit öffentlichen Verkehrsmitteln eingebunden werden, auch einen wichtigen Schritt hin zu größerer Nachhaltigkeit im Transportwesen.
Vorgeschlagen von:
Stiftung Leben & Umwelt | Heinrich Böll Stiftung Niedersachsen auf Hinweis von Enno Hagenah, MdL
Posted in Allgemein, Konkret, Niedersachsen Tags: Industrie
6. Juni 2010,
Comments (0)
Name des Projektes:
Tag der Erneuerbaren Energien
Anschrift des Projektes:
Stadtverwaltung Oederan
Ansprechpartner: Eberhard Ohm
Markt 5
09569 Oederan
Website:
http://www.energietag.de/
Beschreibung:
Zehn Jahre nach Tschernobyl rief die Stadt Oederan 1996 erstmals den „Tag der Erneuerbaren Energien” aus. Mittlerweile ist daraus eine bundesweite Initiative von Anlagenbetreibern, Bürgerinitiativen, Agenda21-Gruppen und Unternehmen entstanden, die durch Aktionen, Informationsstände, Diskussionsrunden, einem Schulenergietag sowie dem Prinzip der „offenen Tür“ öffentlichkeitswirksam und bürgernah die Nutzung von energieeffizienten Techniken und alternativen Energiekonzepten vor Ort demonstrieren.
Begründung:
Oederan setzt mit seinem Tag der Erneuerbaren Energien ein wichtiges Zeichen für die Nutzung alternativer Energien und Energieeffizienz, vor allem mittels regionaler und dezentraler Lösungen. Durch die Demonstration von Erfahrungen vor Ort und den Kontakt zwischen lokalen Akteuren, Unternehmen und BürgerInnen wird die Akzeptanz der Erneuerbaren Energien gesteigert und die lokale Wirtschaft gestärkt. Der begleitende Schulenergietag ermöglicht Kindern und Jugendlichen einen altersgerechten Zugang.
Vorgeschlagen von:
Bildungswerk Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen
Posted in Konkret, Sachsen Tags: Energiewende