Bayern « Green New Deal

Veranstaltungsbericht: Wege zur nachhaltigen Stadt

20. Oktober 2010, Comments (0)

Ein großes Ziel und viele kleine Schritte

Angesichts des drohenden Klimawandels und der schwindenden Ölreserven ist ein Umsteuern der Stadtentwicklung in Richtung „erneuerbare Stadt“ unumgänglich. Aber wie kann dies aussehen in einer historischen Stadt wie Bamberg mit einem beträchtlichen Bestand an denkmalgeschützten Gebäuden? Dieser Frage ging die Petra-Kelly-Stiftung im Rahmen der Debattenreihe „Green New Deal in Städten und Regionen – die urbane Revolution“ mit ihrer Podiumsdiskussion „Wege zur nachhaltigen Stadt“ in Bamberg auf den Grund.

Prof. Peter Droege vom Institut für Architektur und Raumentwicklung der Hochschule Liechtenstein und Mitglied im Weltrat für Erneuerbare Energien erläuterte in seinem einführenden Vortrag sehr nachdrücklich, warum eine Wende in der Stadtentwicklungspolitik notwendig sei. Die heutige Urbanisierung sei eine unmittelbare Folge der fossilen Energieversorgung, die sich in autoorientierter Siedlungsentwicklung und weltweit dominierenden Reihenhaussiedlungen äußere. Hier sei ein tiefgreifender Wandel gefragt: „Städte, die sich zu 100% aus erneuerbaren Energien versorgen, sind notwendig und möglich.“ Droege verwies auf zahlreiche Städte und Regionen aus aller Welt, darunter auch viele deutsche, die sich bereits auf diesen Weg gemacht hätten. Solare Potenziale – so Droege – gibt es jedoch nicht nur im Neubau, sondern auch im Bestand. Gerade Werks- und Genossenschaftssiedlungen seien dafür gut geeignet. Droege nannte hier das Beispiel der Siemensstadt im Berliner Stadtteil Spandau.

Solare Freiraumgestaltung
Solare Freiraumgestaltung hat auch ästhetische Qualitäten

Zusammenfassend empfahl Droege, mehrere Nachhaltigkeitsprinzipien miteinander zu verknüpfen:

* Verdichtung des Stadtraums
* Einführung erneuerbarer Energien
* nachhaltige integrierte Mobilitätssysteme
* Energie- und Ressourceneffizienz
* Konsumreform und Suffizienz

Diese Strategie biete auch historischen Städten wie Bamberg eine Perspektive hin zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung. (more…)

Burghausen: Green New Deal für die Chemieindustrie?

30. August 2010, Comments (0)

Probleme – Chancen – Perspektiven
Vortrag und Podiumsdiskussion

11. November 2010 – 19:00h
Burghausen, Helmbrechtsaal

Der Green New Deal hat das Ziel eines ökologischen Umbaus der Industriegesellschaft. Dieses Ziel stellt für die Chemieindustrie eine besondere Herausforderung dar. Hier geht es nicht nur darum, die eigenen Produktionsabläufe energieeffizient und ressourcenschonend zu gestalten. In diesem Industriezweig muss zusätzlich auch ein Wechsel eingeleitet werden von der erdölbasierten Kunststoffchemie hin zu einer Produktion, die auf nachwachsende Rohstoffe baut.

  • Wie stellt sich die Chemieindustrie diesen Herausforderungen?
  • Welche Folgen wird ein solcher Umbau für die Arbeitsplätze haben?
  • Welche Chancen und Perspektiven bietet der Green New Deal für diese Branche?
  • Kann sich die Chemieindustrie vom einstigen „ökologischen Schmuddelkind“ zu einem verheißungsvollen grünen Leitmarkt entwickeln?

Diese Fragen, die in einer Region wie dem südostbayerischen Chemie-Dreieck besonders brisant sind, wollen wir mit regionalen Akteuren, Wissenschaftlern und Politikern diskutieren.

Referent:
Karl-Otto Gensch, Leiter des Bereichs „Produkte und Stoffströme“ im Öko-Institut, Freiburg

Kommentare und Diskussion:
Dr. Willi Kleine, Betriebsleiter Wacker-Chemie, Burghausen
Harry Klein, Konzernbetriebsratsvorsitzender, Wacker-Chemie AG
Dieter Janecek, Landesvorsitzender Bündnis 90/ Die Grünen Bayern

Moderation:
Markus Koch M.A., KommExpert – PR & Marketingkommunikation

Eintritt frei!

Eine Veranstaltung der Petra-Kelly-Stiftung und der Heinrich-Böll-Stiftung.

Bamberg: Wege zur nachhaltigen Stadt: Erneuerbare Energien und ökologisches Bauen in einer alten Stadt

28. Juli 2010, Comments (0)

14. Oktober 2010, 19.00h
Bamberg, Harmonie, Spiegelsaal, E.T.A.-Hoffmann-Platz 1

Wege zur nachhaltigen Stadt: Erneuerbare Energien und ökologisches Bauen in einer alten Stadt

Im Gebäudebereich wird ein Drittel der Gesamtenergie in Deutschland verbraucht. Das heißt. Wer das Ziel der „nachhaltigen Stadt“ anstrebt, muss auch und gerade dort ansetzen. Und zwar beim Neubau genauso wie im Gebäudebestand, der energetisch zu sanieren und für erneuerbare Energien zu erschließen ist.

Mit der Umstellung auf eine erneuerbare Energiebasis werden sich auch die Strukturen und die Ästhetik der Städte ändern. Dies ist die zentrale These von Peter Droege, Professor für Architektur und Raumentwicklung an der Hochschule Liechtenstein. In seinem Buch „Die Erneuerbare Stadt – Anleitung für eine urbane Revolution“ beschreibt er, wie die Umstellung auf erneuerbare Energien zum beherrschenden Paradigma der Stadtentwicklung wird.

Wir wollen den Leitgedanken einer „Low Carbon Baukultur“ anhand bereits realisierter Projekte veranschaulichen und mit den Akteuren vor Ort diskutieren, ob und wie solche Modellprojekte auf einzelne Regionen und Städte übertragen werden können. Welche Projektansätze eignen sich vor Ort besonders? Welche politischen Anreize können gesetzt werden, damit ökologisches Bauen und Sanieren zum Regelfall wird und erneuerbare Energien eingesetzt werden? Wie erreichen wir ökologische Standards für den Bestand? Wie können wir auf den Denkmalschutz Rücksicht nehmen?

Und nicht zuletzt: Wie wirkt sich ökologisches Bauen und Sanieren im Sinne eines „Green New Deal“ auf die regionale Wirtschaft aus?

Referent:

  • Peter Droege, Professor für „Urban Sustainability, climate and Planning Education“ am Institut für Architektur und Raumentwicklung, Hochschule Liechtenstein, Mitglied im Weltrat für erneuerbare Energien

Diskussion:

  • Gabriele Pfeff-Schmidt, Kreisbaumeisterin Landratsamt Bamber
  • Heinrich Kemmer, Direktor, Stadtbau GmbH Bamberg
  • Dr. Manuel Haus, Gebäudeenergieberater (HWK), Umweltzentrum Tübingen e.V.

Moderation:

  • Heike Wohltmann, Plan-WerkStadt Bremen

Eintritt frei!

Nürnberg: Wem gehört die Welt?

6. Juli 2010, Comments (0)

Wem gehört die Welt?
Zur neuen Aktualität der Gemeingüter

Vortrag und Diskussion

23. September 2010, 19:30h
eckstein, Burgstr. 1-3, Raum E.01
Nürnberg

Natürliche Ressourcen wie Wasser, das genetische Erbgut von Mensch, Tieren und Pflanzen oder die Erdatmosphäre – all diese auf den ersten Blick so unterschiedlichen Bereiche haben etwas gemeinsam: Sie gehören zur unverzichtbaren Basis menschlichen Lebens. Und: Sie gehen der Gemeinschaft immer mehr verloren, weil sie privatisiert und der allgemeinen Verfügung entzogen werden.

Wer sich nicht damit abfinden will, dass die Welt nicht mehr allen gehört, dass sie immer mehr “eingezäunt” und kommerzialisiert wird, muss sich neuen Konzepten umsehen. Die “Gemeingüter”, im Englischen auch “Commons” genannt, sind ein solches Konzept, das auf eine lange Tradition verweisen kann und wieder verstärkt in den Blickpunkt wirtschaftspolitischer Diskussionen rückt. Die Verleihung des Nobelpreises für Wirtschaft an die Gemeingüter-Forscherin Elinor Ostrom ist dafür nur ein Indiz von vielen.

Wir stellen das Konzept der Gemeingüter vor, beleuchten ihre Vielfalt und ihr Potenzial, diskutieren, wie sie “verwaltet” werden können, und fragen nach ihrer bedeutung für die Wirtschaft der Zukunft.

Referentin: Silke Helfrich, Freie Bildungsreferentin und Publizistin, lebt und arbeitet in Jena/Thüringen.

Silke Helfrich studierte romanische Sprachen und Pädagogik an der Karl-Marx-Universität Leipzig. Seit Mitte der 90er Jahre ist sie entwicklungspolitisch tätig. Sie leitete von 1996 bis 1998 das Büro der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen und von 1999 bis 2007 das Regionalbüro der Heinrich-Böll-Stiftung in Mexiko City mit den Schwerpunkten Globalisierung, Gender und Menschenrechte.
Silke Helfrich betreibt ein deutschsprachiges Blog zum Thema Commons/Gemeingüter. Sie ist Mitherausgeberin und -autorin des Buchs “Wem gehört die Welt? – Zur Wiederentdeckung der Gemeingüter”.

Eintritt frei!

Eine Veranstaltung der Petra-Kelly-Stiftung in Kooperation mit der Evangelischen Stadtakademie Nürnberg

Würzburg: Wem gehört die Welt?

28. Juni 2010, Comments (0)

Wem gehört die Welt?
Zur neuen Aktualität der Gemeingüter

Vortrag und Diskussion

22. September 2010, 19:30h
Kolping-Akademie, Kolpingplatz 1, Raum 2
Würzburg

Natürliche Ressourcen wie Wasser, das genetische Erbgut von Mensch, Tieren und Pflanzen oder die Erdatmosphäre – all diese auf den ersten Blick so unterschiedlichen Bereiche haben etwas gemeinsam: Sie gehören zur unverzichtbaren Basis menschlichen Lebens. Und: Sie gehen der Gemeinschaft immer mehr verloren, weil sie privatisiert und der allgemeinen Verfügung entzogen werden.

Wer sich nicht damit abfinden will, dass die Welt nicht mehr allen gehört, dass sie immer mehr „eingezäunt“ und kommerzialisiert wird, muss sich neuen Konzepten umsehen. Die „Gemeingüter“, im Englischen auch „Commons“ genannt, sind ein solches Konzept, das auf eine lange Tradition verweisen kann und wieder verstärkt in den Blickpunkt wirtschaftspolitischer Diskussionen rückt. Die Verleihung des Nobelpreises für Wirtschaft an die Gemeingüter-Forscherin Elinor Ostrom ist dafür nur ein Indiz von vielen.

Wir stellen das Konzept der Gemeingüter vor, beleuchten ihre Vielfalt und ihr Potenzial, diskutieren, wie sie „verwaltet“ werden können, und fragen nach ihrer bedeutung für die Wirtschaft der Zukunft.

Referentin: Silke Helfrich, Freie Bildungsreferentin und Publizistin, lebt und arbeitet in Jena/Thüringen.

Silke Helfrich studierte romanische Sprachen und Pädagogik an der Karl-Marx-Universität Leipzig. Seit Mitte der 90er Jahre ist sie entwicklungspolitisch tätig. Sie leitete von 1996 bis 1998 das Büro der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen und von 1999 bis 2007 das Regionalbüro der Heinrich-Böll-Stiftung in Mexiko City mit den Schwerpunkten Globalisierung, Gender und Menschenrechte.
Silke Helfrich betreibt ein deutschsprachiges Blog zum Thema Commons/Gemeingüter. Sie ist Mitherausgeberin und -autorin des Buchs „Wem gehört die Welt? – Zur Wiederentdeckung der Gemeingüter“.

Eintritt frei!

Eine Veranstaltung der Petra-Kelly-Stiftung.

Green New Deal konkret: Zentrum Innovative Energien im Landkreis Fürstenfeldbruck

22. April 2010, Comments (0)

Name des Projektes:
ZIEL 21 – Zentrum Innovative Energien im Landkreis Fürstenfeldbruck

Anschrift des Projektes:
Münchnerstr. 32
Bürgerservice-Zentrum, Zimmer 210 (zweiter Stock)
82256 Fürstenfeldbruck
Tel.: 08141/519-225
Fax: 08141/519-770

Website des Projektes:
www.ziel21.de

Kurzbeschreibung:
Der Landkreis Fürstenfeldbruck will sich bis zum Jahr 2030 ausschließlich durch erneuerbare Energien selbst versorgen. Realisiert werden soll dieses Ziel durch eine schrittweise Reduzierung des Energieverbrauchs, den Einsatz erneuerbarer Energien und die nachhaltige Nutzung aller heimischer Ressourcen. So werden die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten, die Lebensqualität verbessert und die regionale Wirtschaftskraft gesichert. Der Verein ZIEL 21 soll die praktische Umsetzung der Energiewende durch ein breites Netzwerk von staatlichen und nichtstaatlichen Mitgliedern voranbringen.

Begründung, warum dieses Projekt aus unserer Sicht zum Green New Deal zählt:
ZIEL 21 ist eine der ersten „100% erneuerbar“-Initiativen in Bayern und der Bundesrepublik insgesamt. Vorbildlich ist der Netzwerkcharakter der Arbeit, der alle regionalen Akteure einbindet (u.a. Handwerk, Sparkasse, Landwirtschaft). Auf diese Weise konnten mittlerweile eine Vielzahl von konkreten Projekten angeschoben und umgesetzt werden, die den Green New Deal auch in einer eher ländlich strukturierten Region erlebbar machen.

Stichworte:
ZIEL 21: Umwelt schützen, Klima schonen, regionale Wirtschaft stärken.

Vorgeschlagen von:
Petra-Kelly-Stiftung, Bayern

Green New Deal konkret: Ökologischer Umbau in der Landeshauptstadt München

22. April 2010, Comments (0)

Name des Projektes:
Ökologischer Umbau in der Landeshauptstadt München

Anschrift des Projektes:
Landeshauptstadt München
Rathaus
Marienplatz
80313 München

Website des Projektes:
http://www.muenchen.de/

Kurzbeschreibung:
Die Stadt München verfolgt seit mittlerweile 20 Jahren einen Kurs des ökologischen Umbaus, der sich in vielerlei unterschiedlichen Projekten niederschlägt: in der Abfallwirtschaft, beim Einsatz erneuerbarer Energien, in der Verkehrspolitik, beim Klimaschutz usw. Beispielsweise wurde mit Schlüssel-Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft in der Stadt München das Bündnis „München für Klimaschutz“ ins Leben gerufen. In der Verkehrspolitik allerdings könnten die Klimaschutzziele noch konsequenter umgesetzt werden.

Begründung, warum dieses Projekt aus unserer Sicht zum Green New Deal zählt:
Die rot-grüne Koalition in der Landeshauptstadt München, die vor kurzem ihr 20. Jubiläum feiern konnte, ist ein Musterbeispiel für einen kontinuierlichen Umbau auf kommunaler Ebene im Sinne des Green New Deal. In München konnte exemplarisch gezeigt werden, dass wirtschaftliche Prosperität, hohes Niveau der Lebensqualität und ökologisches Verantwortungsbewusstsein Hand in Hand gehen können.

Stichworte:
Münchens Green New Deal auf kommunaler Ebene

Vorgeschlagen von:
Petra-Kelly-Stiftung, Bayern

Green New Deal konkret: UmweltBank AG

21. April 2010, Comments (0)

Name des Projektes:
UmweltBank AG

Anschrift des Projektes:
Laufertorgraben 6
D-90489 Nürnberg

Website des Projektes:
http://www.umweltbank.de

Kurzbeschreibung:
Die UmweltBank verbindet professionelles Bankmanagement mit ökologischer und sozialer Verantwortung. Die UmweltBank setzt sich für Klimaschutz und den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen ein. Sie finanzieren ausschließlich ökologische Zukunftsprojekte im Bereich Erneuerbare Energien aus Wind, Wasser, Sonne und Biomasse. Im Mittelpunkt des Geschäftsbetriebes stehen ethisch-ökologisch verantwortbare Geldanlagen und die professionelle Finanzierung von Umweltprojekten.

Begründung, warum dieses Projekt aus unserer Sicht zum Green New Deal zählt:
Gerade in Zeiten, in denen der Bankensektor als Mitverursacher der globalen Finanzkrise einer berechtigten Generalkritik unterzogen wird, ist es um so wichtiger, auf alternative Ansätze für das Bankgeschäft zu verweisen. Die Umweltbank erscheint in dieser Perspektive vorbildlich und modellhaft. Wenn schon Banken, dann müssen sie so arbeiten wie die Umweltbank.

Stichworte:
Ökologisch und rentabel Geld anlegen

Vorgeschlagen von:
Petra-Kelly-Stiftung, Bayern

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