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Frankfurt/ Oder: Alternative Wachstums- und Wohlstandskonzepte

2. Dezember 2011, Comments (0)

Di., 13.12.2011, 18 bis 20 Uhr
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), Gräfin-Dönhoff-Gebäude (Europaplatz 1), Hörsaal 1

Vortrag von Roland Zieschank im Rahmen der Interdisziplinären Ringvorlesung zum Thema Nachhaltigkeit

Die Erkenntnis setzt sich durch, dass zentrale Ziele einer nachhaltigen Entwicklung durch bisherige Formen des Wirtschaftens untergraben werden. Zugleich tragen wachstumsfixierte Wirtschaftssysteme auch im Zeichen der Finanzkrise immer weniger zur realen gesellschaftlichen Wohlfahrt bei. Vor diesem Hintergrund intensivieren sich auf internationaler wie auch nationaler Ebene die Diskussionen um neue Wachstums- und Wohlstandskonzepte, die zu überraschenden Schlussfolgerungen führen. Deutschland steht erst am Anfang, sich mit eigenen Vorschlägen zu positionieren. Der Vortrag befasst sich mit der Dynamik und den Argumentationslinien neuer Wohlstandskonzepte.

Der Referent Roland Zieschank ist seit 1990 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungszentrum für Umweltpolitik der FU Berlin. Seine Arbeitsschwerpunkte umfassen die Themenfelder Umweltberichterstattung, nationale Nachhaltigkeitsstrategien, Möglichkeiten der Integration von Umweltaspekten in die Entscheidungen gesellschaftlicher Akteursgruppen und politische Konzepte einer Verbesserung der Ressourcenproduktivität in Industriegesellschaften.

Abschied von der Wachstumsgesellschaft – der Weg der Décroissance

1. Dezember 2011, Comments (0)

Autor: Oliver Kossack, Grüne Hochschulgruppe der Universität Viadrina in Frankfurt/Oder

In der zweiten Vorlesung der von der Grünen Hochschulgruppe organisierten Ringvorlesung zum Thema Nachhaltigkeit an der Europa-Universität Viadrina war Julien Deroin vom Lehrstuhl für Politikwissenschaften an der Viadrina zu Gast und stellte seine Sicht auf das Verhältnis von nachhaltigem Wachstum und ökologischer Nachhaltigkeit dar. Eindrucksvoll zeigte er auf, wie die derzeitige Gesellschaft in Deutschland und Europa von dem Mythos eines stetigen, exponentiellen Wirtschaftswachstums geprägt ist und all ihr Handeln darauf ausrichtet.

Allerdings entspricht ein lineares Wirtschaftswachstum viel eher der Realität der letzten 50 Jahre in der Bundesrepublik. Und allein dieses ist momentan und zukünftig nur schwierig aufrecht zu erhalten. Denn mit den endlichen Ressourcen unseres Planeten ein unendliches Wachstum zu produzieren, erscheint allein schon herausfordernd. Zieht man dann den Rückgang der Bevölkerung und damit auch die Arbeitskraft hinzu, wird eine Steigerung der Wirtschaftsleistung noch unwahrscheinlicher. Zuletzt ging Deroin auf die Frage ein, ob stetiges Wachstum, selbst wenn es gelingen sollte, mit dem Ziel der ökologischen Nachhaltigkeit vereinbar ist, wobei er zu dem Schluss kam, dass diese beiden Komponenten, die in der politischen Landschaft über Parteigrenzen hinweg als „nachhaltiges Wachstum“ propagiert werden, nicht miteinander vereinbar sind. (more…)

Frankfurt/ Oder: Nachhaltigkeit, Recht und Wirtschaft

25. November 2011, Comments (0)

Di., 06.12.2011, 18 bis 20 Uhr
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), Gräfin-Dönhoff-Gebäude (Europaplatz 1), Hörsaal 1

Vortrag von Prof. Dr. Felix Ekardt im Rahmen der Interdisziplinären Ringvorlesung zum Thema Nachhaltigkeit

Ist Nachhaltigkeit, also Gerechtigkeit gegenüber Menschen anderer Länder und künftiger Generationen, als „Wert“ etwas, das ich je nach Präferenzen beliebig begrüßen oder ablehnen kann? Oder ist die ökonomische Denkweise, die für objektiv nur die Welt der Fakten und Zahlen hält, erkenntnistheoretisch falsch? Ferner: Welches sind die Ursachen, warum Nachhaltigkeit politisch und im Alltag bisher gescheitert ist – und wie könnte eine wirksame Abhilfe aussehen, jenseits von Wachstums- und Marktgläubigkeit?

Der Referent Prof. Dr. Felix Ekardt studierte Jura und Europarecht sowie Soziologie und Religionswissenschaft. 2000 Promotion zu den ökonomischen, kulturellen und religionsgeschichtlichen Ursachen der Nicht-Nachhaltigkeit. Habilitation 2003 zur Theorie der Nachhaltigkeit. 2003 bis 2008 Professor für Öffentliches Recht an der Universität Bremen, seit 2009 Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Universität Rostock. Zudem regelmäßige Veröffentlichungen in überregionalen Tageszeitungen sowie Politikberatung auf transnationaler und nationaler Ebene. 2007 wurde Ekardt als einer von fünf „Nachwuchswissenschaftlern des Jahres“ vom Deutschen Hochschulverband und der ZEIT geehrt.

Frankfurt/ Oder: Grüne Lebensstile gegen den Klimawandel – private und politische Voraussetzungen

25. November 2011, Comments (0)

Di., 29.11.2011, 18 bis 20 Uhr
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), Gräfin-Dönhoff-Gebäude (Europaplatz 1), Hörsaal 1

Vortrag von Dr. Fritz Reusswig im Rahmen der Interdisziplinären Ringvorlesung zum Thema Nachhaltigkeit

Anhand von Beispielen aus Deutschland und Indien werden Möglichkeiten für grüne Lebensstile aufgezeigt und die Voraussetzungen dafür kritisch betrachtet. Die unterschiedlichen Aspekte in Industrie- und Entwicklungsländern werden hierbei deutlich gemacht.

Der Soziologe Dr. Fritz Reusswig ist seit 1995 am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) tätig und dort momentan am Forschungsbereich „Transdisziplinäre Konzepte und Methoden“ involviert. Sein Forschungsschwerpunkt liegt dabei auf Lebensstilen und Konsumfragen als Treibkräfte für einen globalen Klimawandel. Seine Habilitationsschrift „Consuming Nature. Modern Lifestyles and their Environment“ wird demnächst veröffentlicht.

Frankfurt/Oder: Kritik am Konzept Nachhaltigkeit aus juristischer Perspektive

9. November 2011, Comments (0)

Di., 22.11.2011, 18 bis 20 Uhr
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), Gräfin-Dönhoff-Gebäude (Europaplatz 1), Hörsaal 1

Im Rahmen der Interdisziplinären Ringvorlesung zum Thema Nachhaltigkeit

Kaum ein Begriff wird aktuell so inflationär verwendet wie der Begriff der „Nachhaltigkeit“.  Was darunter aus juristischer Perspektive verstanden werden könnte und die „Begriffslosigkeit“ des Begriffes sollen Gegenstand dieser Vorlesung sein.

Der Referent Dr. Thomas Lübbig ist seit 1996 als Rechtsanwalt tätig und arbeitet in den Bereichen EU-Beihilferecht, europäisches und deutsches Kartellrecht sowie zu anderen Fragen des Unionsrechts. Er ist Gastdozent an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und lehrt u.a. im Masterprogramm Europäisches Wirtschaftsrecht.

Gelungener Auftakt der interdisziplinären Ringvorlesung zum Thema Nachhaltigkeit an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)

7. November 2011, Comments (0)

Autor: Oliver Kossack, Grüne Hochschulgruppe der Universität Viadrina in Frankfurt/Oder

Am 25. Oktober startete die interdisziplinäre Ringvorlesung zum Thema Nachhaltigkeit an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder), die von der Grünen Hochschulgruppe in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg organisiert worden ist. Den Auftakt bildete eine Vorlesung von Prof. Dr. Anna Schwarz, Inhaberin des Lehrstuhls für Vergleichende Politische Soziologie an der Viadrina, die dem größtenteils studentischen Publikum vor allem einen grundlegenden Einblick in die Entstehungsgeschichte des Nachhaltigkeitsbegriffs und dessen Entwicklung gab.

Anschließend ging sie näher darauf ein, wie sich das ursprünglich forstwirtschaftliche Konzept der Nachhaltigkeit zu einem der zentralen Begriffe in Politik und Gesellschaft entwickelt hat, das aus fast keinem Bereich der Gesellschaft mehr wegzudenken ist. Eine ihrer Thesen lautete dabei, dass Nachhaltigkeit gerade in Krisenzeiten und vor großen Umbrüchen immer besondere Beachtung erfährt. (more…)

Frankfurt/Oder: Nachhaltigkeit im medialen Diskurs

19. Oktober 2011, Comments (0)

Di., 15.11.2011, 18 bis 20 Uhr
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), Gräfin-Dönhoff-Gebäude (Europaplatz 1), Hörsaal 1

Im Rahmen der Interdisziplinären Ringvorlesung zum Thema Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit steht als Thema auch bei den Medien hoch im Kurs: Ob „Green Seven Day“ auf ProSieben oder engagierte Umweltkatastrophenfilme wie „Restrisiko“ oder „Bermudadreieck Nordsee“ auf Sat.1 und RTL: Selbst das Privatfernsehen setzt auf Nachhaltigkeit. Oder ist’s doch eher Greenwashing? Und was bedeutet das immer flüchtiger und schneller werdende Nachrichtengeschäft im digitalen Zeitalter für nachhaltige Berichterstattung?

Diesen Fragen geht der Referent Steffen Grimberg auf den Grund. Neben seiner Tätigkeit als Medienredakteur bei der tageszeitung (taz) ist er als Dozent für verschiedene Journalisten- und Medienschulen tätig.

Frankfurt/Oder: Reform der UN-Nachhaltigkeitsinstitutionen

9. Oktober 2011, Comments (0)

Di., 08.11.2011, 18 bis 20 Uhr
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), Gräfin-Dönhoff-Gebäude (Europaplatz 1), Hörsaal 1

Im Rahmen der Interdisziplinären Ringvorlesung zum Thema Nachhaltigkeit

Die Vorlesung zur Reform der UN-Nachhaltigkeitsinstitutionen wird sich vor allem mit den
verschiedenen Optionen zur Aufwertung der UN-Kommission für Nachhaltige Entwicklung (CSD – Committee on Sustainable Development) befassen. Die CSD wurde 1992 im Rahmen der Rio-Konferenz eingesetzt und ist eine der neun Fachkommissionen des Wirtschafts- und Sozialrats der Vereinten Nationen. Ihre wichtigste Aufgabe ist die Überwachung der Umsetzung der Rio-Beschlüsse, insbesondere des umwelt- und entwicklungspolitischen Aktionsprogramms Agenda 21. Außerdem hat die Kommission Indikatoren der Nachhaltigkeit ausgearbeitet, welche nach einer Testphase seit 2007 in Form eines Kataloges mit 96 Indikatoren, davon 50 Schlüsselindikatoren, vorliegen. Zu den 14 Themenfeldern gehören u.a. Demographie, Bildung, Gesundheit, ökonomische Entwicklung und Biodiversität.

Referentin ist Birgit Lode von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin. Dort ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsgruppe Globale Fragen tätig.

Frankfurt/Oder: Nachhaltigkeit oder Decroissance?

7. Oktober 2011, Comments (0)

Europa-Universität Viadrina, Raum AM 105, Frankfurt/Oder
Dienstag, 1. November 2011, 18 – 20 Uhr

Am 1. November wird Julien Deroin, Dozent am Lehrstuhl für Politikwissenschaft an der Europa-Universität Viadrina, die 2. Vorlesung im Rahmen der interdisziplinären Ringvorlesung zur Nachhaltigkeit an der Viadrina bestreiten. Dabei wird er der Frage nachgehen, ob das Streben nach einem ewigen Wachstum überhaupt möglich und sinnvoll ist. In seiner Vorlesung mit dem Titel „Abschied von der Wachstumsgesellschaft“ wird er näher auf den Begriff der „décroissance“ eingehen, der etwa mit Schrumpfung oder Wachstumsrücknahme ins Deutsche übersetzt wird. In Frankreich wird dieses Konzept, anders als in Deutschland, schon seit einiger Zeit in weiten Kreisen als Alternative zu immer währendem Wirtschaftswachstum diskutiert.

Zum Programm der Ringvorlesung

Nachhaltiges Wachstum

7. September 2011, Comments (0)

Mittwoch, 28. 9. 2011, 19:30 bis 21:30 Uhr
T-Werk, 14467 Potsdam, Schiffbauergasse 4e

mit Dr. Hermann Ott, MdB und Mitglied der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“, BÜNDNIS 90/Die Grünen

Wer nicht wächst, verliert, so das Mantra allerorten. In Zeiten kollabierender Tragwerke der Weltwirtschaft soll Deutschland als Wachstumslokomotive das schwächelnde Europa und auch gleich den globalen (Finanz-)Markt aus der Krise zerren. Doch schon seit längerem formiert sich Kritik an der einseitigen Fixierung auf Wirtschaftswachstum und hinterlässt ihre Spuren im internationalen Diskurs. Steigert der stetige Zuwachs an materiellen Gütern wirklich die individuelle Lebensqualität und lässt sich diese Strategie angesichts von Klimawandel, globalen Hungerkrisen und Verteilungskämpfen um Ressourcen rechtfertigen? Ein grundsätzliches Nachdenken hat begonnen: Liegt in der Verbindung von Ökonomie und Ökologie die Lösung? Und wie können wir uns auf nachhaltiges Wirtschaften umstellen – wenn wir wissen, was das ist?

Mit diesen Grundsatzfragen beschäftigt sich seit Anfang 2011 auch die Enquete-Kommission des Bundestages „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“. Sie soll den Stellenwert von Wachstum in Wirtschaft und Gesellschaft ermitteln, einen ganzheitlichen Wohlstands- und Fortschrittsindikator als Alternative zum BIP entwickeln und Perspektiven für ein nachhaltiges Wirtschaften aufzeigen. An diese Diskussionsstränge werden wir im Gespräch mit Dr. Hermann Ott, Mitglied des Bundestages für BÜNDNIS 90/Die Grünen und Mitglied der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“, anknüpfen.

Moderation: Inka Thunecke und Joachim Gessinger

Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung (Berlin) statt.

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