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Green New Deal Debatte Mainz: Qualitatives Wachstum – Zauberformel oder Scheinlösung?

2. Juli 2010, Comments (0)

Nach einem Vortrag von apl. Prof. Dr. Niko Paech diskutierten am 17. Juni 2010 in Mainz zum Thema Qualitatives Wachstum – Zauberformel oder Scheinlösung? Wieviel Wachstum erträgt die Erde?
apl. Prof. Dr. Niko Paech, Universität Oldenburg, Institut für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftspädagogik; Bernhard Braun, Bündnis 90/Die Grünen und Mehrdad Payandeh, DGB, Referatsleiter Wirtschafts- und Steuerpolitik/Wachstumsfragen

Zur Veranstaltungsankündigung

Mainz: Qualitatives Wachstum – Zauberformel oder Scheinlösung?

18. Mai 2010, Comments (0)

Qualitatives Wachstum – Zauberformel oder Scheinlösung?
Wieviel Wachstum erträgt die Erde?

Do., 17. Juni 2010, 19 – 21Uhr

Mainz, Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN
Albert-Schweitzer-Straße 113-115

In den vergangenen Jahrzehnten galt Wirtschaftswachstum meist ganz selbstverständlich als Garant für zunehmenden Wohlstand und Beschäftigung, obwohl die Endlichkeit von Rohstoffen und die Belastungsgrenzen der Natur längst bekannt sind (siehe Bericht des Club of Rome 1972).

Heute sehen nur noch wenige Fachleute ein ungesteuertes Wachstum als reales Ziel der wirtschaftlichen Entwicklung an. Diskutierte Alternativen sind ein Wachstumsstopp oder -rückgang, immaterielles Wachstum im Dienstleistungsbereich oder qualitatives Wachstum. Letzteres fördert gezielt bestimmte Wirtschaftsbereiche oder –aktivitäten, während andere eher reduziert werden. Dabei gibt es unterschiedliche Ansätze. Viele davon zielen auf Umwelt- und Klimaschutz ab.

Der Green New Deal stellt ein Konzept vor, durch das gleichzeitig Klimaschutz, sozialer Ausgleich und neue Arbeitsplätze realisiert werden. Dazu sollen die Finanzmärkte strenger reguliert und überwacht werden, es soll massiv in Klimaschutz und Bildung investiert und die sozialen Dienstleistungen ausgebaut werden. Insbesondere soll durch Effizienztechniken der Energie- und Rohstoffverbrauch vom Wirtschaftswachstum abgekoppelt werden.

Ist die Entwicklung einer energieeffizienten, an Dauerhaftigkeit und Wiederverwertbarkeit orientieren Wirtschaftsweise, die gute Arbeitsplätze schafft, schnell genug möglich? Reicht dies aus, um die ökologische Selbstzerstörung zu verhindern? Oder macht gesteigerter Konsum die Effizienzgewinne in den Industrieländern wieder zunichte? Wie könnte qualitatives Wachstum aussehen? Bislang bot Wachstumsgewinn die Chance zur Änderung gesellschaftlicher Einkommensverteilung, ohne dass eine Gruppe relevant verzichten musste. Wie kann es ohne Wirtschaftswachstum einen sozialen Ausgleich geben?

In unserer Diskussion soll die Problematik aus verschiedenen Blickwinkeln diskutiert werden. Nach einem ersten Austausch der ReferentInnen ist auch die Beteiligung des Publikums willkommen.

Vortrag
apl. Prof. Dr. Niko Paech, Universität Oldenburg, Institut für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftspädagogik

Podiumsdiskussion
apl. Prof. Dr. Niko Paech, Universität Oldenburg, Institut für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftspädagogik
Bernhard Braun, Bündnis 90/Die Grünen
Mehrdad Payandeh, DGB, Referatsleiter Wirtschafts- und Steuerpolitik/Wachstumsfragen

Moderation: Vera Gaserow, freie Journalistin (taz, Frankfurter Rundschau, die ZEIT)

In der ZEIT ist ein interessanter Artikel von Wolfgang Uchatius erschienen, der die Notwendigkeit von Wirtschaftswachstum hinterfragt.

Video der DebatteYouTube Preview Image

Green New Deal konkret: Büro für organisches Bauen

24. April 2010, Comments (0)

Name des Projektes:
Büro für organisches Bauen

Anschrift des Projektes:
Architekt Dipl. Ing. Udo Heimermann
Im Auelsgarten 4
53474 Bad Neuenahr
Fon 02641-7254

Website des Projektes:
http://www.heimermann.de

Kurzbeschreibung:
Das drohende Ende fossiler Brennstoffe, die demographische Entwicklung, der Flächenverbrauch durch den Wohnungsbau, der Gesundheitsaspekt natürlicher Baustoffe und die Ästhetik von Bauten und der Erhalt – all diese Punkte sind für das Büro für organisches Bauen ganzheitlich miteinander verbunden und beim Haus der Zukunft zu berücksichtigen. Parallel engagiert es sich für das „Dorf der Zukunft“ in Indien, um dort den Folgen von Klimawandel und Bevölkerungsexplosion entgegenzutreten.

Begründung, warum dieses Projekt aus unserer Sicht zum Green New Deal zählt
Das Büro für organisches Bauen ragt durch seinen ganzheitlichen Ansatz und die Praxisorientierung hervor. Dabei werden neben energetischer Optimierung auch gesundheitliche, historische und ästhetische Gesichtspunkte berücksichtigt. Darüber hinaus zeigt das Büro durch sein Engagement in Indien auch internationales solidarisches Engagement vor dem Hintergrund der Klimakrise.

Vorgeschlagen von:
Heinrich Böll Stiftung Rheinland-Pfalz

Klimaschutzgemeinde Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen

6. April 2010, Comments (0)

Name des Projektes:
Klimaschutzgemeinde Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen

Website des Projektes:
www.sprendlingen-gensingen.de

Kurzbeschreibung:
Der Rat beschloss 2008 den Energiebedarf vor Ort bis 2018 aus regenerativer Gewinnung zu decken. Neben dem Klimaschutz wurde auch der wirtschaftliche Vorteil angesichts steigender Ausgaben für fossile Energieträger gesehen, sowie die Stärkung der regionalen Wertschöpfung. Mit wissenschaftlicher Begleitung wurde ein Klimaschutz- und Energiemanagementkonzept erstellt, das Einspar-, Suffizienz- und Effizienzmaßnahmen vorsieht. Ein erster Umsetzungsschritt war die Rekommunalisierung des Stromnetzes. Durch Bürgerversammlungen u. Ä. wird die Öffentlichkeit beteiligt.

Begründung:
Der Ratsbeschluss führt direkt zur praktischen Umsetzung von Klimaschutzzielen, erste Schritte wurden konkret eingeleitet (Bau einer Solaranlage, Dachflächen¬kataster, Eruierung von Windkraftanlagenstandorten). Die regionale Wirtschaft profitiert und damit auch der Gemeindeetat. Die Erstellung eines wissenschaftlich gestützten Konzeptes fördert ein effizientes Vorgehen – z.B., Rückkauf des Stromnetzes. Partizipation und Öffentlichkeitsarbeit verankern das Projekt in der Bevölkerung.

Schlagworte:
Null-Emissions-Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen

Vorgeschlagen von:
Heinrich-Böll-Stiftung Rheinland-Pfalz

Energielandschaft Morbach

6. April 2010, Comments (0)

Name des Projektes:
Energielandschaft Morbach

Website des Projektes:
www.energielandschaft.de

Kurzbeschreibung:
Bis 1995 befand sich auf dem Gelände das größte Munitionsdepot der US-Luftstreitkräfte in Europa. Nun ist dort ein Park mit Solar-, Wind-  und Biogasanlagen entstanden, dessen Stromerzeugung weit über den Bedarf der 11.000 Bürger hinausgeht. Synergieeffekte wie Prozesswärmenutzung, Verwertung biogener Reststoffe werden genutzt und gefördert. Konzeptionelle Schwerpunkte sind die Förderung regionaler Land- und Forstwirtschaft sowie des Energie-Tourismus.  Ein Informationszentrum soll die Entwicklung und Vorteile einer breiteren Öffentlichkeit darstellen.

Begründung:
Die Energielandschaft steht für ein erfolgreiches Konversionskonzept. Die Verkettung energiewirtschaftlicher Prozesse (Nutzung von Prozesswärme, Bioabfällen etc.) zeigt und schafft neues Innovationspotenzial. Die Beachtung für lokale und regionale Unternehmen und ein Bürgerwindrad fördern die Akzeptanz und Zustimmung. Förderprogramme und ein Solardachkataster ermuntern zum Mitmachen. Bereits jetzt bietet das Referenzprojekt reale und virtuelle Erlebbarkeit für Interessierte – z.B. aus anderen Kommunen.

Schlagworte:
Faszination und Zukunftsvision – Technologie erlebbar

Vorgeschlagen von:
Heinrich-Böll-Stiftung Rheinland-Pfalz

juwi Holding AG

6. April 2010, Comments (0)

Name des Projektes:
juwi Holding AG

Website des Projektes:
www.juwi.de

Kurzbeschreibung:
juwi deckt als Projektentwickler für Wind-, Solar- und Bioenergieanlagen die gesamte Prozesskette ab – von der Standortsuche über die Planung, Finanzierung und Errichtung bis hin zur Betriebsführung.
juwi realisierte das modellhafte Konversionsprojekt „Lieberose“ bei Cottbus, wo heute die zweitgrößte Solaranlage der Welt (53 MW) steht.
Das neu gebaute Firmengebäude in Wörrstadt (Rheinhessen) erzeugt mehr Strom als es verbraucht und ist aus nachhaltig produziertem Holz gebaut. Einrichtungen wie Betriebskindergarten oder Sporträume sind neben großzügiger Raumgestaltung wichtige soziale Angebote für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Begründung:
juwi zeigt, wie erfolgreich ein Unternehmen mit ökologischer und sozialer Ausrichtung sein kann. Dabei zeigt es sich einer ökologisch vernetzten Wirtschaft offen, erstellt Studien zu Umsetzungsstrategien für Erneuerbare Energien und engagiert sich z.B. für die solare Mobilität. juwi unterstützt ökologische Kampagnen, soziale Projekte und internationale Zusammenarbeit (z.B. durch den Bau von Solaranlagen in Peru, Ruanda, Indien u.a.)

Schlagworte:
100 % erneuerbare Energien sind möglich

Vorgeschlagen von:
Heinrich-Böll-Stiftung Rheinland-Pfalz

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