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Die Erneuerbare Kommune – auf dem Weg zu 100%

28. März 2011, Comments (0)

Ökologische, ökonomische und soziale Effekte Chancen und Herausforderungen in Sachsen

Do, 14. April 2011, 9.30 bis 15 Uhr
Zschadraß, Begegnungsstätte Zschadraß, Am Park 8a

Energieautarke Kommunen in Sachsen
Die Weltgemeinschaft steht derzeit vor einer Ihrer größten Herausforderungen. Für einen wirksamen Klimaschutz müssen die Treibhausgasemissionen drastisch reduziert werden. Da dies den Ausstieg aus fossiler Energieerzeugung erforderlich macht, muss Deutschland so schnell wie möglich auf dem Pfad der erneuerbaren Energien vorankommen. Eine tragende Rolle spielen dabei die Kommunen und Landkreise, denn Energie wird dort nicht nur verbraucht, sondern kann auch maßgeblich erzeugt werden. Zahlreiche Studien gehen davon aus, dass der Energiebedarf vieler Regionen bereits in naher Zukunft bilanziell durch regenerative Energieerzeugung gedeckt werden kann.
Der Weg zu einer solchen 100-Prozent-Kommune bietet nicht nur ökologische Vorteile: Zusätzlich werden die regionale Wertschöpfung gestärkt, Arbeitsplätze geschaffen und bei Eigenerzeugung sogar Gewinne erwirtschaftet. Die sächsische Gemeinde Zschadraß verfolgt diesen vielschichtigen Ansatz seit 2000 und will bis 2050 seinen Energiebedarf vollständig durch Erneuerbare abdecken. Bereits jetzt erzeugt die Gemeinde 89% des Strombedarfs und 35% des gesamten Energiebedarfs im Gemeindegebiet aus erneuerbaren Energien. Ein wichtiges Instrument für die Finanzierung von Vorhaben ist die 2004 gegründete Ökologisch Soziale Stiftung Zschadraß. Die finanziert neben ökologischen auch soziale Projekte wie z.B. das Schulessen für Kinder aus einkommensschwachen Familien, ein Ferienlager im Sommer oder den Gemeindefahrdienst für Ältere. Ist diese Verbindung von Ökologie, Ökonomie und Sozialem ein übertragbares Modell für andere Regionen?
Wir wollen gemeinsam mit kommunalen Entscheidungsträgern sowie Vertretern von Verbänden und Initiativen über Chancen, Fördermöglichkeiten und Hürden auf dem Weg zur 100-Prozent-Kommune diskutieren. Wie die Gemeinde Zschadraß ihr Energiekonzept in der Praxis umsetzt, wollen wir bei einer gemeinsamen Exkursion erkunden.

Anmeldung
Bitte melden Sie sich zur besseren Planung der Veranstaltung bis zum 04. April unter anmeldung@weiterdenken.de oder per
Fax 0351 – 49 43 411 an. Bitte teilen Sie uns auch mit, ob Sie den Shuttleservice von Dresden, Leipzig oder Chemnitz nutzen wollen. Die genauen Abfahrtsorte der Shuttlebusse werden Ihnen dann rechtzeitig bekannt gegeben. Voraussichtlich stehen von Dresden ca. 50, von Leipzig ca. 15, von Chemnitz 8 Shuttleplätze zur Verfügung, wir berücksichtigen Sie nach Eingang der Anmeldung. Teilnahmegebühr: Der Shuttledienst ist gebührenfrei nutzbar, für Mittagessen, Kaffe, Kuchen und Getränke bitten wir vor Ort um einen pauschalen Beitrag von 5 € pro Person.

Weitere Info’s

Eine veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung Sachsen

Dresden: Der Kapitalismus von morgen – ein Green New Deal

12. November 2010, Comments (0)

Im Rahmen der Reihe „Kapitalismus heute – und morgen?

Podiumsdiskussion

26.01. 2011, 18.00h
Staatsschauspiel Dresden, Kleines Haus, Glacisstraße 28

Eintritt frei

Die ökonomische, ökologische und Gerechtigkeitskrise bietet nicht nur die Chance für einen Systemwechsel – sie fordert ihn geradezu heraus. An vielen Orten keimen Ansätze für die Umorientierung zu einem ökologisch-sozialen Wirtschaften. Vor rund 80 Jahren nach der letzten großen Weltwirtschaftskrise brachte US-Präsident Franklin D. Roosevelt den New Deal, ein massives Investitionsprogramm auch in öffentliche Beschäftigung begleitet von umfassenden Finanz-, Wirtschafts- und sozialen Reformen auf den Weg. Das Finanzwesen wurde wieder stärker an die Realwirtschaft gebunden und Mindestlöhne, die Einführung von Sozialversicherungen und progressiver Einkommenssteuer stellten den gesellschaftlichen Zusammenhalt neu her. Angesichts der Dimension der gegenwärtigen Krisen brauchen wir ein breit angelegtes und entschlossenes politisches Handeln, erweitert um die ökologische Dimension: einen Grünen New Deal.

Es diskutieren:
Barbara Unmüßig, Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung
apl. Prof. Dr. Niko Paech, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Lehrstuhl für Produktion und Umwelt (PUM)
Dr. Hermann E. Ott, MdB Bündnis90/ Die Grünen

Veranstalter:
Weiterdenken Heinrich Böll Stiftung Sachsen in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Internationale Politik der TU Dresden und Staatsschauspiel Dresden

Dresden: Lebensqualität und Wohlstand – warum Wachstum nicht mehr viel weiter hilft

12. November 2010, Comments (0)

Im Rahmen der Reihe „Kapitalismus heute – und morgen?

Vortrag von Prof. Dr. Hans Diefenbacher, Uni Heidelberg/ Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft

08.12. 2010, 18.00h
Staatsschauspiel Dresden, Kleines Haus, Glacisstraße 28

Eintritt frei

Für ein nachhaltiges Verständnis von Wachstum scheint auch eine Neujustierung der Wohlstandsmessung notwendig. Der umfassende »Nationale Wohlfahrtsindex« erweitert den traditionellen Indikator »Bruttoinlandsprodukt« (BIP) u.a. um ökologische sowie soziale Variablen und zeigt: Trotz eines Wachstums des BIP ist die Wohlfahrt in Deutschland aufgrund von Umweltschäden und wachsender sozialer Ungleichheit rückläufig.

Veranstalter:
Weiterdenken Heinrich Böll Stiftung Sachsen in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Internationale Politik der TU Dresden und Staatsschauspiel Dresden

Dresden: Privatisierung, Verstaatlichung und Schutz der Gemeingüter

12. November 2010, Comments (0)

Im Rahmen der Reihe „Kapitalismus heute – und morgen?

Vortrag von Silke Helfrich, Publizistin

01.12.2010, 18.00h
Staatsschauspiel Dresden, Kleines Haus, Glacisstraße 28

Eintritt frei

Gemeingüter sind allgegenwärtig und doch bleiben sie häufig unsichtbar. Ob Wasser oder Wald, Saatgut oder Software, Wissen oder Kultur – wir brauchen sie zum guten Leben. Neoliberalismus und der Glaube, dass jeder sein Leben selbst und vor allem mit Geld regeln kann, bedrohen sie. Doch seit einiger Zeit gewinnt die Idee der Gemeingüter wieder an Bedeutung – in der Wissenschaft, aber auch in sozialen Bewegungen vor allem des Globalen Südens.

Veranstalter:
Weiterdenken Heinrich Böll Stiftung Sachsen in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Internationale Politik der TU Dresden und Staatsschauspiel Dresden

Dresden: Mehrfachkrisen des Kapitalismus – Ökonomie, Ökologie und soziale Gerechtigkeit

12. November 2010, Comments (0)

Im Rahmen der Reihe „Kapitalismus heute – und morgen?

Vortrag von Prof. Dr. Christoph Görg, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und Uni Kassel

24.11.2010, 18.00h
Staatsschauspiel Dresden, Kleines Haus, Glacisstraße 28

Eintritt frei

In den gegenwärtigen Krisentendenzen fällt die Überlagerung verschiedener Krisenprozesse ins Auge. Klima,- Wirtschafts- und Hungerkrisen und viele andere krisenhaft ablaufende Prozesse stehen aber nicht nur nebeneinander. Vielmehr haben sie miteinander verbundene Ursachen, verstärken sich wechselseitig in ihren Auswirkungen und auch ihre Lösung wird durch die komplexe Überlagerung erschwert. Der Vortrag versteht sich als Beitrag, systemische Ursachen dafür zu benennen.

Veranstalter:
Weiterdenken Heinrich Böll Stiftung Sachsen in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Internationale Politik der TU Dresden und Staatsschauspiel Dresden

Zschadraß: Die Erneuerbare Kommune – auf dem Weg zu 100%

12. November 2010, Comments (0)

Ökologische, ökonomische und soziale Effekte, Chancen und Herausforderungen in Sachsen

Exkursion und Diskussion

Datum: 2. Dezember 2010, 9.30h – 15.00h
Veranstaltungsort: Begegnungsstätte Zschadraß, 04680 Zschadraß, Am Park 8a

Energieautarke Kommunen in Sachsen
Die Weltgemeinschaft steht derzeit vor einer Ihrer größten Herausforderungen. Für einen wirksamen Klimaschutz müssen die Treibhausgasemissionen drastisch reduziert werden. Da dies den Ausstieg aus fossiler Energieerzeugung erforderlich macht, muss Deutschland so schnell wie möglich auf dem Pfad der erneuerbaren Energien vorankommen. Eine tragende Rolle spielen dabei die Kommunen und Landkreise, denn Energie wird dort nicht nur verbraucht, sondern kann auch maßgeblich erzeugt werden. Zahlreiche Studien gehen davon aus, dass der Energiebedarf vieler Regionen bereits in naher Zukunft bilanziell durch regenerative Energieerzeugung gedeckt werden kann.

Der Weg zu einer solchen 100-Prozent-Kommune bietet nicht nur ökologische Vorteile: Zusätzlich werden die regionale Wertschöpfung gestärkt, Arbeitsplätze geschaffen und bei Eigenerzeugung sogar Gewinne erwirtschaftet. Die sächsische Gemeinde Zschadraß verfolgt diesen vielschichtigen Ansatz seit 2002 und will bis 2050 seinen Energiebedarf vollständig durch Erneuerbare abdecken. Bereits jetzt erzeugt die Gemeinde 89% des Strombedarfs und 35% des gesamten Energiebedarfs im Gemeindegebiet aus erneuerbaren Energien. Ein wichtiges Instrument für die Finanzierung von Vorhaben ist die 2004 gegründete Ökologisch Soziale Stiftung Zschadraß. Die finanziert neben ökologischen auch soziale Projekte wie z.B. das Schulessen für Kinder aus einkommensschwachen Familien, ein Ferienlager im Sommer oder den Gemeindefahrdienst für Ältere. Ist diese Verbindung von Ökologie, Ökonomie und Sozialem ein übertragbares Modell für andere Regionen?

Wir wollen gemeinsam mit kommunalen Entscheidungsträgern sowie Vertretern von Verbänden und Initiativen über Chancen, Fördermöglichkeiten und Hürden auf dem Weg zur 100-Prozent-Kommune diskutieren. Wie die Gemeinde Zschadraß ihr Energiekonzept in der Praxis umsetzt, wollen wir bei einer gemeinsamen Exkursion erkunden. (more…)

Video der Debatte in Dresden: Wohlfahrt für alle? Wohlstandsillusionen und neue Wachstumskonzepte

7. Juni 2010, Comments (0)

Wohlfahrt für alle? Wohlstandsillusionen und neue Wachstumskonzepte
Dresden, Kleines Haus, 1. Juni 2010

Tag der Erneuerbaren Energien

6. Juni 2010, Comments (0)

Name des Projektes:
Tag der Erneuerbaren Energien

Anschrift des Projektes:
Stadtverwaltung Oederan
Ansprechpartner: Eberhard Ohm
Markt 5
09569 Oederan

Website:
http://www.energietag.de/

Beschreibung:
Zehn Jahre nach Tschernobyl rief die Stadt Oederan 1996 erstmals den „Tag der Erneuerbaren Energien“ aus. Mittlerweile ist daraus eine bundesweite Initiative von Anlagenbetreibern, Bürgerinitiativen, Agenda21-Gruppen und Unternehmen entstanden, die durch Aktionen, Informationsstände, Diskussionsrunden, einem Schulenergietag sowie dem Prinzip der „offenen Tür“ öffentlichkeitswirksam und bürgernah die Nutzung von energieeffizienten Techniken und alternativen Energiekonzepten vor Ort demonstrieren.

Begründung:
Oederan setzt mit seinem Tag der Erneuerbaren Energien ein wichtiges Zeichen für die Nutzung alternativer Energien und Energieeffizienz, vor allem mittels regionaler und dezentraler Lösungen. Durch die Demonstration von Erfahrungen vor Ort und den Kontakt zwischen lokalen Akteuren, Unternehmen und BürgerInnen wird die Akzeptanz der Erneuerbaren Energien gesteigert und die lokale Wirtschaft gestärkt. Der begleitende Schulenergietag ermöglicht Kindern und Jugendlichen einen altersgerechten Zugang.

Vorgeschlagen von:
Bildungswerk Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen

Energiespargemeinde Zschadraß

6. Juni 2010, Comments (0)

Name des Projektes:
Energiespargemeinde Zschadraß

Anschrift des Projektes:
Gemeinde Zschadraß
Vertreten durch BM Matthias Schmiedel
Hauptstrasse 38
04680 Zschadrass OT Hausdorf

Website:
http://www.zschadrass.de/

Beschreibung:
Bereits im Jahr 1999 entschied sich die Gemeinde Zschadraß dazu, bis 2050 100% ihres Energiebedarfes aus Erneuerbaren Energien zu decken. Im Jahr 2004 konnte die Gemeinde dank der finanziellen Unterstützung durch Werner Nold (Frankfurt/Main) eine Stiftung für Ökologie und Soziales gründen. Es folgten eine CO2-neutrale Turnhalle, Biomassebeheizung öffentlicher Gebäude, Solaranlagen und zuletzt ein Bürgerwindrad. Die Gemeinde-Gewinne aus der Energieerzeugung werden für soziale Zwecke eingesetzt.

Begründung:
Bei der Umsetzung der Klimaschutzziele und der Neuausrichtung der Energieerzeugung sind die Kommunen in besonderem Maße gefragt: Die Gemeinde Zschadraß verfolgt seit zehn Jahren eine konsequente Energiepolitik, die auf Einsparung, Effizienz und Erneuerbare setzt. Dass dabei Gewinne aus der Stromerzeugung in soziale Projekte, wie zum Beispiel kostenlose Schulspeisung, ermäßigte Kita-Beiträge und Ferienlager, investiert werden, zeigt die Verbindung der ökologische Wende mit sozialer Verantwortung.

Vorgeschlagen von:
Bildungswerk Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen

Dresden: Debatte – Wohlfahrt für alle? Wohlstandsillusionen und neue Wachstumskonzepte

21. Mai 2010, Comments (0)

Di. 1. Juni 2010,
Dresden, Kleines Haus – Foyer, Glacisstraße 28

Wohlfahrt für alle?
Wohlstandsillusionen und neue Wachstumskonzepte

In unserer Reihe diskutieren wir die Zusammenhänge von Wohlstand, Wachstum und Gemeingütern. Für ein nachhaltiges Verständnis von Wachstum scheint auch eine Neujustierung der Wohlstandsmessung notwendig. Der umfassende „Nationale Wohlfahrtsindex“ erweitert den traditionellen Indikator „Bruttoinlandsprodukt“ (BIP) u.a. um ökologische sowie soziale Variablen und zeigt: Trotz eines Wachstums des BIP ist die Wohlfahrt in Deutschland aufgrund von Umweltschäden und wachsender sozialer Ungleichheit rückläufig. Wie helfen diese Erkenntnisse bei der Neuausrichtung der Wirtschafts- und Sozialpolitik? Wie könnte ein nachhaltiges Zusammenspiel von Wachstum, Wohlstand und Wohlfahrt aussehen?

20.00 Vortrag Roland Zieschank, FU Berlin

Podiumsdiskussion:

  • Ronald Zieschank, er arbeitet als Projektleiter an der Forschungsstelle für Umweltpolitik der Freien Universität Berlin; zu seinem Schwerpunkt gehört die Entwicklung nationaler Umweltindikatoren sowie Nachhaltigkeitsstrategien; zusammen mit dem Wirtschaftswissenschaftler Hans Diefenbacher entwarf er den Nationalen Wohlfahrtsindex für Deutschland.
  • Reinhard Bütikofer, MdEP Bündnis 90/Die Grünen, macht den Green New Deal zu einem europäischen Thema.

Moderation: Vera Gaserow, freie Journalistin

Eine Videozusammenfassung der Debatte finden Sie hier.

Die Veranstaltung ist Teil der Debattenenreihe Wohlstand, Wachstum, Gemeingüter

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