Thüringen « Green New Deal

Internationale Tagung zur „Ökonomie der Nachhaltigkeit“

27. April 2011, Comments (0)

Mi-Fr, 11.-13. Mai 2011
Fachhochschule Jena

Professorinnen und Professoren der Volkswirtschaftslehre aus Deutschland, Österreich und der Schweiz werden sich bei ihrem Treffen mit dem Forschungsstand einer „Ökonomie der Nachhaltigkeit“ auseinandersetzen. Planung und Organisation der Konferenz liegt in den Händen von Prof. Dr. Thomas Sauer, Fachbereich Betriebswirtschaft der FH Jena. Die Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e.V. unterstützt die Konferenz im Rahmen des bundesweiten Verbundprojektes „Green New Deal“ als Kooperationspartner.

Den Eröffnungsvortrag hält Prof. Dr. Peter Bofinger, Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. zum Thema „Wie nachhaltig ist eine Marktwirtschaft?“.

Weitere Vorträge wird es zu den Themen „Wohlstand, Glück oder Wachstum: Die Anforderungen an eine VGR des 21. Jahrhunderts“ sowie zu den „Grundlagen einer nachhaltigen Ökonomie“ geben. Von prominenten Forschern werden den Ansätzen der ökologischen und nachhaltigen Ökonomie sowie der Postwachstumsökonomie auch die Ergebnisse der traditionellen neoklassischen Umweltökonomie vorgestellt. Darüber hinaus stehen auch die Glücksforschung, verschiedene Nachhaltigkeits- und Entwicklungsindices sowie die Ergebnisse der Sen-Stiglitz-Fitoussi-Kommission zu neuen Wohlstandsindikatoren zur Diskussion. Auf dem Panel zum Thema „Grundlagen einer Nachhaltigen Ökonomie“ werden führende Vertreter der ökologischen Ökonomik wesentliche theoretische und didaktische Grundlagen für eine Neuorientierung der VWL unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit an den Hochschulen diskutieren.
Weiterhin ist eine Podiumsdiskussion zum Thema „Vergangenheit und Zukunft der Europäischen Währungsunion“ geplant. Hier soll in kontroversen Vorträgen aus Sicht unterschiedlicher Schulen der Makroökonomie die Ursachen für die Krisen der Eurozone analysiert und bewertet sowie daraus mögliche Schlüsse für notwendige Reformen der EWU gezogen werden.
Die Konferenz schließt mit einer wirtschaftspolitischen Debatte zum Thema „Green New Deal – Strategie für den Übergang zu einer Nachhaltigen Ökonomie?“. Nachdem dieses Thema im Kampf gegen die Auswirkungen der globalen Finanzkrise plötzlich in den Mittelpunkt der wirtschaftspolitischen Debatten rückte, ist nun Zeit für eine Zwischenbilanz. Jakob von Weizsäcker, Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie, die Obfrau von Bündnis 90 / Die Grünen im Finanzausschuss des deutschen Bundestages, Lisa Paus sowie der Kollege Jürgen Blazejczak, Fachhochschule Merseburg und Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Berlin, werden die folgenden Fragen diskutieren: Welche Beschäftigungseffekte bringt ein ökologischer Umbau der Wirtschaft? Bedeutet „Green New Deal“ mehr als eine „grüne“ Industrie- und Innovationspolitik – und wenn ja, worin besteht das Neue?

Informationen und Kontakt: Prof. Dr. Thomas Sauer (thomas.sauer@fh-jena.de)
Konferenz-Website
Programm

Jena: Workshop "Green New Deal lokal"

3. September 2010, Comments (0)

Workshop

Termin: 18.10.2010, 17:00 – 21:00 Uhr
Ort: FH Jena, Senatssaal

Die Wirtschafts- und Finanzkrise, die globale Erwärmung und das Scheitern der Verhandlung in Kopenhagen zeigen: Ein konsequentes Umsteuern in Richtung Nachhaltigkeit beginnt vor Ort. Und: Laufende Projekte und Reformen vor Ort müssen beschleunigt werden, um angemessen auf die aktuellen Herausforderungen zu reagieren.

Die Idee des Green New Deal steht in diesem Sinne für eine optimistische und visionäre Verbindung von Problemlösungsansätzen und neuen Modellen für eine gerechte, ökologische und lebenswerte Gesellschaft. Die Herausforderung besteht darin, einerseits CO2-Emissionen zu reduzieren und andererseits wirtschaftliche und gesellschaftliche Dynamik für einen Wandel zu erzeugen.

Doch welche Erfahrungen für ein Umsteuern vor Ort – von der Kommunalpolitik über die Verwaltung bis zur lokalen Agenda 21 – liegen bereits vor? Welche Konzepte gibt es – welche Strategien werden damit verfolgt? Und wie lässt sich ein Green New Deal vor Ort in Thüringer Kommunen realisieren?

Anknüpfend an die Ausstellung „Klima wandelt Thüringen“ lädt die Heinrich-Böll-
Stiftung Thüringen dazu ein, darüber nachzudenken, wie der Wandel vor Ort beschleunigt werden kann. Der Workshop ist gleichzeitig Auftakt eines Masterprojektes von Prof. Dr. Thomas Sauer / Silko Pfeil an der FH Jena zum Thema „Sustainable Cities – Erfolgsfaktoren eines Übergangs zur nachhaltigen Entwicklung auf lokaler Ebene: Beiträge zum Klimaschutz, zur Beschäftigung und zum Innovationspotenzial“.

17:00 Begrüßung & Einführung
Prof. Dr. Bruno Spessert (Prorektor für Forschung und Entwicklung FH Jena)
Prof. Dr. Thomas Sauer / Dr. Marco Schrul
17:15 – 18:45 Round Table 1:
Strategien für den lokalen Klimaschutz: Wie lässt sich der Umstieg auf erneuerbare Energien und die Steigerung der Energieeffizienz beschleunigen?
Sowohl die Stromerzeugung mit regenerativen Energiequellen als auch die effizienter Nutzung der Energie wird derzeit kontinuierlich ausgebaut. Allerdings muss dieser Prozess angesichts der Klimaszenarien (IPCC et al.) und den daraus abgeleiteten Handlungserfordernissen wesentlich beschleunigt werden. Mit welchen Strategien lässt sich der Ausbau von Erneuerbaren und Energieeffizienz vor Ort beschleunigen? Was lässt sich aus den bisherigen Erfahrungen lernen? Und wie kann ein Green New Deal diese Entwicklung befördern?
Impulsgeber/innen:
Dr. Werner Neumann, Leiter Energiereferat der Stadt Frankfurt/Main
– Fachhochschulen als Bündnispartner? Forschungen zu regenerativen Energien in Jena und Nordhausen: Prof. Dr. Bruno Spessert / Prof. Dr. Ing. Viktor Wesselak (FH Nordhausen, Mitglied Nachhaltigkeitsbeirat Thüringen, angefragt)
– Zur strategischen Bedeutung der Akzeptanz von Erneuerbaren Energien: Denis Peisker, Leiter Bioenergieberatung Thüringen (BIOBETH)
– Zu den Erfahrungen aus Klimaschutzprojekten in Thüringen: Michael Welz, Böll-Stiftung Thüringen, Ausstellung „Klima wandelt Thüringen“
Moderation: Prof. Dr. Thomas Sauer bzw. Dr. Marco Schrul
Pause / Imbiss
19:15 – 20:45 Round Table 2:
Nachhaltige Wirtschaft: Strategien und Erfolgsfaktoren
Kommunen sind heute Standorte eines hochgradig vernetzten, internationalen Wirtschaftssystems, in dessen Arbeitsteilung sie ihren Platz jeweils definieren, entwickeln und gestalten müssen. Der Übergang zu einem CO2-armen, auf erneuerbaren Energien beruhendem Wirtschaften wird gravierend in die tradierten Muster der internationalen und regionalen Arbeitsteilung eingreifen. Wie können Kommunen im Verbund mit den regionalen Akteuren ihren Platz in dieser Arbeitsteilung neu definieren? Was können Kommunen, was können Hochschulen und zivilgesellschaftliche Akteure zur Förderung einer nachhaltigen Wirtschaft tun? Welche Gelingensbedingungen und Erfolgsfaktoren sind aus Sicht der Praxis
entscheidend?
Impulsgeber/innen:
Dr. Peter Moser, DeEnet, Kassel (angefragt)
Hubert Rottner, Bio-Innung Nürnberg (angefragt)
Dieter Ortmann, Geschäftsführer, maxx | solar & energie GmbH Waltershausen
Benedikt Bisping, Erster Bürgermeister Lauf an der Pegnitz, Fraktionssprecher Bündnis 90 / Die Grünen im Kreistag Nürnberger Land (angefragt)
Heiko Rittweger, Geschäftsführender Gesellschafter Rittweger und Team, Suhl
Moderation: Prof. Dr. Thomas Sauer
Schlussrunde + Ausblick

Weitere Informationen und Anmeldungen bitte bis spätestens 10. Oktober über info(at)boell-thueringen.de bzw. unter Telefon 0361-5553257.

Erfurt: Brauchen wir einen "Green New Deal"? Wie sieht die Industriepolitik der Zukunft aus?

3. September 2010, Comments (0)

Dienstag, 12.10.2010, 18.00-20.00 Uhr
Erfurt, Café Nerly, Marktstr. 6

Umweltverträgliche und ressourcenschonende Technologien sind in den vergangenen
Jahrzehnten eine Wachstumsbranche der deutschen Wirtschaft geworden – nicht zuletzt durch politisch gewollte öffentliche Förderung. Die Hoffnung dahinter lautet, einerseits mit moderner Technik global wettbewerbsfähig zu bleiben und andererseits einen Beitrag zum Ausgleich zwischen Wirtschafts- und Umweltinteressen zu leisten.

Ob und vor allem wie man in diese Richtung steuern und investieren sollte, ist gegenwärtig in der Debatte. Trotz der allseits akzeptierten Forderung nach einer ökologisch verträglichen Industriepolitik sind deren Inhalte und Instrumente zwischen Parteien und verschiedenen Interessengruppen höchst umstritten sind. In der Forderung nach einem „Green New Deal“ sehen die einen lediglich ein politisches Schlagwort zur Subventionssicherung. Andere verbinden damit ein industriepolitisches Konzept für den komplexen Ausgleich zwischen Arbeitsplatzsicherheit, Wirtschaftlichkeit, Zukunftsfähigkeit und Umweltschutz oder sogar den Kern für eine beschleunigte ökologisch-soziale Transformation der Marktwirtschaft.

Diskussionsforum mit:
Fritz Kuhn, MdB Stellv. Vorsitzender der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen
Matthias Machnig, Thüringer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Technologie

Moderation:
Dietmar Grosser, Leiter der Wirtschaftsredaktion der Thüringer Allgemeine

Zur Diskussion über die Ausgestaltung einer zukünftigen Industriepolitik laden die
Friedrich-Ebert-Stiftung Thüringen und die Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen herzlich ein.

Weitere Informationen und Anmeldung auf:
www.fes-thueringen.de
www.boell-thueringen.de

Video von der Debatte in Eisenach: Die Zukunft der Automobilindustrie

12. Mai 2010, Comments (1)

Eisenach steht für die Auf- und Umbrüche in der deutschen Automobilindustrie: Wo seit 1898 der später zum „DDR-Mittelklassewagen mutierte Wartburg hergestellt wurde, entstanden 1992 moderne Produktionsanlagen für den Opel Corsa. Im Eisenacher Opel-Werk arbeiten derzeit ca. 1800 Beschäftigte, insgesamt hängen am Autobauer und seinen Zulieferern in der Region ungefähr viermal so viele Arbeitsplätze. Seit Beginn der Wirtschafts- und Finanzkrise kommt auch der Opel-Standort Eisenach jedoch nicht mehr aus der Diskussion. Dabei geht es zumeist um die kurz- und mittelfristige Sicherung von Arbeitsplätzen.
Wie jedoch kann eine langfristige Sicherung von Arbeit und Mobilität gelingen, die auch den Erfordernissen des globalen Umwelt- und Klimaschutzes gerecht wird und gleichzeitig realistisch an vorhandene industrielle Strukturen anschließt?

Mit:

  • Weert Canzler, Wissenschaftszentrum Berlin, Mitautor der Studie Grüne Wege aus der Autokrise. Vom Autobauer zum Mobilitätsdienstleister
  • Karl Nestmeier, Vorstand der Smiles-AG, ehemals CityCom Elektromobile GmbH
  • Harald Lieske, Vorsitzender Betriebsrat Opel Eisenach
  • Michael Lewald, Werkleiter Opel Eisenach

Moderation: Ulrike Herrmann, taz

Bericht über die Debatte in Eisenach

11. Mai 2010, Comments (0)

In der tlz Eisenach ist ein Bericht über die Debatte in Eisenach zum Thema „Wege aus der Doppelkrise: Die Zukunft der Automobilindustrie“ erschienen. Es diskutierten Weert Canzler, Karl Nestmeier, Harald Lieske und Michael Lewald.

Ein Video von der Veranstaltung bringen wir in den nächsten Tagen an dieser Stelle.

Eisenach / Wege aus der Doppelkrise: Die Zukunft der Automobilindustrie

23. April 2010, Comments (0)

Mittwoch, 05. Mai 2010, Eisenach, 18.00 Uhr

Berufsakademie Eisenach, Alte Aula

Wege aus der Doppelkrise: Die Zukunft der Automobilindustrie
Video der Debatte
Artikel in der Thüringer Landeszeitung (tlz)

Eisenach steht für die Auf- und Umbrüche in der deutschen Automobilindustrie: Wo seit 1898 der später zum „DDR-Mittelklassewagen“ mutierte Wartburg hergestellt wurde, entstanden 1992 moderne Produktionsanlagen für den Opel Corsa. Im Eisenacher Opel-Werk arbeiten derzeit ca. 1800 Beschäftigte, insgesamt hängen am Autobauer und seinen Zulieferern in der Region ungefähr viermal so viele Arbeitsplätze. Seit Beginn der Wirtschafts- und Finanzkrise kommt auch der Opel-Standort Eisenach jedoch nicht mehr aus der Diskussion. Dabei geht es zumeist um die kurz- und mittelfristige Sicherung von Arbeitsplätzen.
Wie jedoch kann eine langfristige Sicherung von Arbeit und Mobilität gelingen, die auch den Erfordernissen des globalen Umwelt- und Klimaschutzes gerecht wird und gleichzeitig realistisch an vorhandene industrielle Strukturen anschließt?

Mit:

  • Weert Canzler, Wissenschaftszentrum Berlin, Mitautor der Studie „Grüne Wege aus der Autokrise. Vom Autobauer zum Mobilitätsdienstleister“
  • Karl Nestmeier, Vorstand der Smiles-AG, ehemals CityCom Elektromobile GmbH
  • Harald Lieske, Vorsitzender Betriebsrat Opel Eisenach
  • Michael Lewald, Werkleiter Opel Eisenach

Moderation: Ulrike Herrmann, taz

Kalender