Autor: Klaus Wolschner, Journalist u.a. taz Nord
Ein Autokonzern wie VW, das ist die richtige Adresse für die Lösung der Mobilitätsprobleme der Zukunft. Sagt Gerhard Prätorius, Leiter Koordination „CSR und Nachhaltigkeit“ der Volkswagen Aktiengesellschaft. Der Konzern investiert derzeit viel Geld in die Fortentwicklung des alten Verbrennungsmotors, in Konzepte der Integration von Hybrid- und Elektromobilität, in intelligente Verkehrslenkungssysteme und arbeitet so auf verschiedenen Feldern an einer nachhaltigen Verkehrs-Konzepten und CO2-neutraler Mobilität. Denn, so Prätorius, für die Zukunft sind „Teile des heutigen Systems nicht geeignet”.
Das Problem stellt sich weltweit: Nicht nur in europäischen Metropolen geht zur Rush Hour manchmal gar nichts mehr, auch zum Beispiel Peking, so erinnerte Peter Rüdel (Heinrich-Böll-Stiftung Bremen) für die Veranstalter des „Wissenschaftssalons“ in Hannover, kennt den alltäglichen Verkehrskollaps.
In Hannover traf der VW-Mann Prätorius auf den Wiener Verkehrwissenschaftler Hermann Knoflacher, der genau das Gegenteil sagt: Die Lobby der Autokonzerne ist ein Teil des Problems und keinesfalls eine gute Adresse für die Lösung. Denn, so Knoflacher, das Problem liegt in einer Strukturpolitik des städtischen Raumes, die dem Auto den Vorrang einräumt und den Menschen den Eindruck vermittelt, es sei normal, wenn sie verdrängt werden. (weiterlesen…)
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