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Artikel getagged mit ‘Bio’

ZeitMagazin: Das Biosprit-Dilemma

30. November 2012, Comments (0)

Biosprit wird viel diskutiert. Einerseits kann Kraftstoff aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden. Andererseits gehen wertvoll Anbauflächen für Nahrungsmittel verloren. Die Debatte “Tank oder Teller” liegt somit auf dem Tisch. Aber: Ist technisch die Biospritproduktion bereits ausgereift?

Artikel: Das Biosprit-Dilemma

 

Lebensstile im Klimawandel – über den Konsum regionaler und biologisch erzeugter Produkte in ländlichen Regionen

27. Juli 2011, Comments (0)

Der Konsum von biologisch und regional erzeugten Lebensmitteln steigt; dennoch greift noch immer der überwiegende Teil der VerbraucherInnen auf billige Lebensmittel zurück. Ist der Einkauf von regional und biologisch erzeugten Lebensmitteln in strukturschwachen Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern überhaupt möglich? Was bedeutet der Einkauf von Bioprodukten für den Geldbeutel? Wie kann das Vertrauen der VerbraucherInnen in Lebensmittel gestärkt werden und wie kann ein Paradigmenwechsel hin zu bewusstem Konsum erreicht werden? Kernfragen, die im Rahmen der GND-Debattenreihe in Greifswald diskutiert wurden.

Podium

Bei der Veranstaltung, zu der die Heinrich-Böll-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern eingeladen hatte, diskutierten Henning Holst vom Verein landaktiv, Uta Nehls von der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern, die Autorin Rosa Wolff und Hendrik Fulda, Bündnis 90/Grüne, LAG Landwirtschaft mit den zahlreichen BesucherInnen. Dabei ging es unter anderem um die Probleme, mit denen sich ein bewusster Konsum speziell in einer strukturschwachen Region wie Mecklenburg-Vorpommern (MV) konfrontiert sieht. Regionale Produkte – ob in Bioqualität oder nicht – sind hier in den Regalen kaum zu finden, weiß Uta Nehls von der Neuen Verbraucherzentrale MV – obwohl das Land im vergangenen Jahr 4725 landwirtschaftliche Betriebe zählte. Obwohl das norddeutsche Bundesland einen der Spitzenplätze in der Rinderzucht einnimmt und immer mehr Landwirte dabei auf Bioqualität setzen, ist es kaum möglich, vor Ort Rindfleisch aus MV in Bioqualität einzukaufen. Henning Holst, Biologe, hat mit dem Verein landaktiv versucht, diesem Mysterium auf den Grund zu kommen. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch Aufklärung und Bildung die ökologische Landwirtschaft und Verarbeitung sowie die naturnahe Fischerei zu stärken. Holst bedauert, dass nur 72 von 781 Bio-Betrieben ihre Produkte in MV veredeln lassen und damit einen Teil der Wertschöpfung und Weiterverarbeitung aus der Hand geben. Dies spiegelt sich auch im Konsumangebot wider. (more…)

Arm aber Bio – ein Interview mit Rosa Wolff

22. Juli 2011, Comments (1)

Rosa Wolff
Rosa Wolff ist Food-Journalistin und lebt in München. Sie hat das Kochbuch „Arm aber Bio“ geschrieben und im Eigenverlag „Edition Butterbrot“ publiziert. Die Idee zu dem Buch, das neben zahlreichen Rezepten einen Erfahrungsbericht beinhaltet, kam ihr, als sie selbst knapp bei Kasse war, aber nicht auf Naturkost verzichten wollte. Am Rande der Veranstaltung zu Produktqualität und Massenverbreitung von Lebensmitteln am 14.7. in Greifwald sprach Anja Hotopp mit der Autorin.


Für Lebensmittel konnten Hartz IV-EmpfängerInnen 2009 täglich 4,35 Euro ausgeben. Reicht das, um sich gesund und ausgewogen zu ernähren?

RW: 4,35 Euro sind bitter wenig, auch ohne den Ehrgeiz, sich mit Naturkost zu ernähren. Selbst beim Discounter ist dies schwierig.

Wie ist Ihnen der Spagat gelungen, bei ihren finanziellen Möglichkeiten gesunde Lebensmittel zu konsumieren?

RW: Wenn man bereit ist, alles selbst zuzubereiten und keine Fertigwaren, sondern Grundzutaten einkauft, ist auch im Bio-Segment überraschend viel möglich. Basis-Lebensmittel wie Kartoffeln, Zwiebeln, Karotten, Lauch, Kohl, Zucchini, Nudeln, Mehl, Eier, Butter, Joghurt, Äpfel, Bananen sind absolut erschwinglich und ermöglichen eine fast unbegrenzte Vielfalt an Zubereitungen. Wenn man sich erst mal darauf einlässt, macht es auch Freude, zu entdecken, was alles geht. Allerdings ist mehr Planung nötig, denn einfach mal unterwegs an der Imbissbude essen, geht bei 4,35 Euro nicht. Egal ob Bio oder Nicht-Bio.

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Lebensstile im Klimawandel – bio, öko und fair oder lieber billig?

20. Juni 2011, Comments (1)

Ist es möglich, mit wenig Geld ökologisch, biologisch und fair einzukaufen? Fühlen sich VerbraucherInnen ausreichend aufgeklärt über Inhaltsstoffe in Lebensmitteln oder über die Produktionsbedingungen von Konsumartikeln? Ebenso wie aktuelle Studien spiegelt auch eine kleine Umfrage unter den Besuchern der Green New Deal-Debattenreihe zum Thema „Lebensstile im Klimawandel; bio, öko und fair oder lieber billig?“ die Unsicherheit wider. Es gibt Produkt-Siegel, die Sicherheit vermitteln. Doch mittlerweile ist die Landschaft der Siegel und Zertifikate unübersichtlich und groß, so dass der Überblick auf der Strecke bleibt und Vertrauen sinkt.

Das Verbraucherinformationsgesetz, das seit Mai 2008 die Interessen der KonsumentInnen vertreten soll, schafft keine Abhilfe. Es sorgt weder für ausreichend Transparenz noch ist es für die EndverbraucherInnen leicht, alle gewünschten Informationen zu erhalten, die zudem noch kostenpflichtig sind. Um Auskünfte zu bekommen, ist die Einwilligung des Herstellers nötig. Der kann diese verweigern, es sei denn, das Produkt überschreitet zulässige Schadstoffmengen. Das bestätigt auch Eva Bell, Referentin für Verbraucherschutz der Grünen in der Bundestagsfraktion. „Das Gesetz ist eine Hülle und dennoch ein Schritt in die richtige Richtung“, so Bell. Denn Veränderungen hin zu größerer Transparenz und mehr Verbraucherschutz sind nur in vielen kleinen Schritten zu meistern. Mehr als 20 Jahre hat es gedauert, europaweite Standards für ein  Biosiegel in der Lebensmittelindustrie zu schaffen. Auch diese gehen vielen Öko-Landwirten und VerbraucherInnen nicht weit genug, aber ein Anfang ist gemacht, wirbt Bell für Geduld. Mit diesem Beispiel wird deutlich, wie viel  Kraft notwendig ist, um Standards für weitere Produktbereiche zu definieren. (more…)

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