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Artikel getagged mit ‘Cleantech’

Wird die Chemieindustrie grün?

6. Dezember 2011, Comments (0)

Autor: Hans-Uwe Daumann, Stadtrat in Ludwigshafen

„Die Chemieindustrie und die Grünen haben kein langjähriges Liebesverhältnis.“ So begrüßte Dorothee Landgrebe, Ökologiereferentin bei der Heinrich-Böll-Stiftung, das Publikum bei der Veranstaltung „Grüne Chemieindustrie – Chancen für eine ressourceneffiziente Entwicklung am Standort Deutschland“ in Ludwigshafen, der „Wiege der Chemie“. Vor ihr saßen Mitglieder der Grünen, grüne LandespolitikerInnen, engagierte UmweltschützerInnen, aber eben auch MitarbeiterInnen der Chemieindustrie, insbesondere vom Ludwigshafener Weltkonzern BASF SE. Auf dem Podium hatten Platz genommen: Eveline Lemke, grüne Wirtschaftsministerin des Landes Rheinland-Pfalz, Dr. Ulrich von Deessen, Leiter des Kompetenzzentrums Umwelt der BASF, und Prof. Uwe Lahl, Autor der Studie „Going Green: Chemie, Handlungsfelder für eine ressourceneffiziente Chemieindustrie“. Die von der Böll-Stiftung in Auftrag gegebene Studie war Anlass und Gegenstand der Veranstaltung.

„Die Chemie könnte ein Teil der Lösung werden und muss nicht ein Teil des Problems sein.“ Auch dieser Satz war an diesem Abend mehrfach zu hören. Dorothee Landgrebe konstatierte einen Perspektivwandel bei vielen Grünen: Die chemische Industrie wird mehr und mehr als eine Schlüsselbranche für die ökologische Wende gesehen, die mit ihrer Innovationskraft einen wesentlichen Effekt auf die Lösung drängender Probleme von Klimawandel bis Ressourcenkrise haben könnte. (more…)

Auf dem Weg zu einer grünen Chemieindustrie

2. Dezember 2011, Comments (0)

In den Fränkischen Nachrichten ist ein ausführlicher Artikel über die Veranstaltung „Grüne Chemieindustrie – Chancen für eine ressourceneffiziente Entwicklung am Standort Deutschland“ erschienen.

Braunkohleausstieg in Ostdeutschland

3. Juni 2011, Comments (0)

Die Studie der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen analysiert den Braunkohlesektor in Ostdeutschland. Nach dem dafürhalten der Autoren ist ein Umstieg auf Erneuerbare Energien sowohl klimaschutztechnisch als auch strukturpolitisch unbedingt empfehlenswert: Braunkohle hat, gemessen an der erzeugten Strommenge, einen überproportional großen Anteil an den Treibhausgasemissionen. Das Abraum-Kohle-Verhältnis hat sich beim Kohlebau seit 1975 beständig verschlechtert. Darüber hinaus sind Kohle-Landkreise überdurchschnittlich häufig besonders strukturschwache Regionen. Die Studie prognostiziert, dass ein Ausbau der Erneuerbaren Energien positive Impulse für die Wirtschaft im allgemeinen, besonders aber auch für die Regionalwirtschaft schaffen wird.

 

 

Erstellt von:

Bündnis 90/ Die Grünen Bundestagsfraktion

 

Zur Studie (PDF, 2,2MB)

Klimarelevanz und Energieeffizienz der Abfallwirtschaft in Sachsen

30. Mai 2011, Comments (0)

Die vorliegende Studie untersucht die klimarelevanten Auswirkungen der Abfallwirtschaft im Freistaat Sachsen. Insgesamt zeigt sich dabei ein positives Bild: So sanken die Emissionen, gemessen in CO2-Äquivalent, im Jahr 2007 um beachtliche 15%. Handlungsbedarf sehen die Autoren aber noch bei dem Wirkungsgrad von Abfallverwertungsanlagen: So erreichen Müllverbrennungsanlagen etwa 20% – durch eine zumindest teilweise Kraft-Wärme-Kopplung ließe sich dieser Wert nahezu verdoppeln. Großes Potenzial liegt auch noch im Bereich der Bioabfälle: Nur ca. 1,5% der Stoffmenge werden einem Vergärungsprozess zugeführt.

 

 

 

Erstellt von:
BIWA Consult GbR, Freiberg
BZL Kommunikation und Projektsteuerung GmBH, Oyten
Prof. Manfred Born, TU Bergakademie Freiberg

 
In Auftrag gegeben von:
Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

 

Zur Studie (PDF, 1,4MB)

Dem Wandel auf die Sprünge helfen – Cradle to Cradle und Clean Technology

19. Mai 2011, Comments (0)

Die nächste Revolution wird grün sein

Viele Leute in vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern. Und Veränderung ist dringend nötig. Der Green New Deal will diesem Wandel auf die Sprünge helfen und Wege aufzeigen, wie Ökologie und Ökonomie zusammen die Zukunft bestimmen können.

War es in den vergangenen dreißig Jahren der Stolz von Managern und Konzernen, Stellen wegzurationalisieren, so müsse es heute gelten, natürliche Ressourcen zu schonen und giftige Stoffe aus allen Lebensbereichen „wegzurationalisieren“, beschreibt Fritz Kuhn, MdB für die Grünen, das Ziel einer zukunftsorientierten Wirtschaft. Dabei sei einerseits der Markt wichtig, der attraktive Produkte bevorzugt, andererseits sei als Anschub die Politik gefordert: Ohne staatliche Anreize für mehr Elektro-Autos und die Abschaffung von verdeckter Subvention für benzinfressende Firmenwagen kann ein grüner Wandel nur schwer gelingen.

Die Niederlande sind bereits sehr erfolgreich auf solchen neuen Pfaden unterwegs. Das Konzept heißt Cradle to Cradle (C2C, von der Wiege zur Wiege). Dies bedeutet, dass Produkte nicht mehr ohne Rücksicht auf Ressourcenerhaltung produziert, sondern in einem Rohstoffkreislauf hergestellt werden. So entstehen keine Abfälle mehr, deren Entsorgung immense Kosten und Umweltschäden verursachen. Ein Kühlschrank kann immer wieder ein Kühlschrank werden oder aus allen seinen Bestandteilen etwas anderes. Wichtig ist die Reinheit und hundertprozentige Umweltverträglichkeit aller Komponenten eines Produkts. (more…)

Video: Cleantech – Wege zu einer nachhaltigen industriellen Produktion

13. Mai 2011, Comments (0)

Mitschnitt der Veranstaltung Cleantech – Wege zu einer nachhaltigen industriellen Produktion, die am 3. Mai 2011 in Potsdam stattfand.

Programm war:

16.00 Impulse: Wie kann nachhaltige industrielle Produktion aussehen?
Impulse und Diskussion mit:
Justus Geibler, Wuppertalinstitut für Klima, Umwelt, Energie (Projektleiter Arbeitsgruppe nachhaltiges Konsumieren und Produzieren)
Tanja Scheelhaase, EPEA internationale Umweltforschung
Martin Jendrischik, Gründer und Chefredakteur cleanthinking.de
Mona Ohlendorf, Trigema

18.00 Pause

18.30 Wege: Wie kann die Politik Cleantech auf den Weg helfen?
Diskussion mit:
Fritz Kuhn, MdB Bündnis 90/Die Grünen
Henning Heidemanns, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten Brandenburg
Dieter Sell, Leiter der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur
Vanessa Hübner, Berliner Energieagentur GmbH, Projektkoordination „Buy Smart”

Skizze eines Energieentwicklungspfads basierend auf erneuerbaren Energien für Baden-Württemberg

12. Mai 2011, Comments (0)

Die Machbarkeitsanalyse skizziert, wie die Baden-Württembergischen Atomkraftwerke bis 2020 vollständig durch Anlagen zur Energiegewinnung aus Erneuerbaren Energien ersetzt werden können. Die Autoren halten außerdem eine vollständige Deckung des Energiebedarfs durch Erneuerbare Energien bis zum Jahr 2050 für realisierbar. Dabei werden zwei Szenarien untersucht: Ein Ausstieg aus der Kohlekraft im Jahr 2025 bzw. 2040. Handlungsbedarf sieht das Fraunhofer Institut hier vor allem bei effizienteren erneuerbaren Technologien, der Systemintegration sowie der Speicherung erzeugter Energie.

 

 

 

 

 

 

Erstellt von:

Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE), Freiburg

 

Zur Skizze (PDF, 1,2MB)

Clusterstudie Bioenergie Hessen

3. Mai 2011, Comments (0)

Die Clusterstudie leistet einen Überblick über die Bioenergie-Branche in Hessen. Dazu gehören, unter anderem, Angaben zur Unternehmensstruktur, den Beschäftigtenzahlen, der vorraussichtlichen Branchenentwicklung sowie dem Forschungsaufwand der Unternehmen und den staatlichen Forschungseinrichtungen in Hessen. Besonders auffälig ist hier die große Dyamik der noch jungen Branche: So hat sich zwischen 2002 und 2005 der Umsatz aller in der Branche tätigen Unternehmen in Hessen verhundertfacht (sic!). Es zeigt sich auch ein positives Stimmungsbild in einer Unternehmensbefragung: 68% der Unternehmen rechnen mit einer stabilen oder positiven Marktentwicklung.

 

In Auftrag gegeben von:

Hessisches Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz

 

Erstellt von:

Hessen Agentur GmbH
Kompetenzzentrum HessenRofstoffe e.V.

 

Zur Studie (PDF, 3,3MB)

Analyse eines Ausbaus der Kraft-Wärme-Kopplung in Saarbrücken

27. April 2011, Comments (0)

Die vorliegende Studie untersucht das Potenzial und die Wirtschaftlichkeit eines umfangreichen Ausbaus der Kraft-Wärme-Kopplung. Hierbei zeigt sich, dass die Einsparpotenziale zum Teil erheblich sind: Bei maximalem Ausbau lassen sich allein in Saarbrücken ca. 47.000t CO2 jährlich einsparen. Untersucht wird auch die Wirtschaftlichkeit verschiedener Ausbauvarianten – dabei zeigt sich das jede der vier diskutierten Varianten – so die Autoren – die Kriterien für wirtschaftlich sinnvolle Investitionen erfüllt. Mittelfristig prognostiziert die Studie eine abnehmende Bedeutung von Kohlekraftwerken, stattdessen kommt dem Gas als Energieträger auf absehbare Zeit eine große Bedeutung zu – nicht unproblematisch aufgrund der noch immer geringen Wirkungsgrade. Die Studie kommt zu dem Schluss das der Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung unter ökonomischen, ökologischen und energiewirtschaftlichen Gesichtspunkten unbedingt zu empfehlen ist.

 

Erstellt von:

Institut für Zukunftsenergiesysteme gGmbH, Saarbrücken

 

In Auftrag gegeben von:

Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Saarbrücken mbH

 

Zur Studie (PDF, 700KB)

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