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BIOWERT Industrie GmbH

2. Juli 2010, Kommentare (0)

Anschrift des Projektes:
BIOWERT Industrie GmbH
Ochsenwiesenweg 4
64395 Brensbach

Website des Projektes:
http://www.biowert.de/

Beschreibung:
Die BIOWERT Industrie GmbH errichtete die weltweit erste industrielle Grasveredelungsanlage, die sich an den Prinzipien der grünen Bioraffinerie orientiert; die Anlage wurde 2007 offiziell in Betrieb genommen. Das Unternehmen produziert Zwischen- und Endprodukte für die herstellende und verarbeitende Industrie aus feuchter, faserhaltiger Biomasse aus der Region. Die Produktionsanlage ist direkt an eine große Biogasanlage angebunden, die Strom, Wärme und Prozesswasser erzeugt, welche wiederum im Produktionsprozess verwendet werden. Die Reststoffe aus der Grasveredelung werden in der Biogasanlage verwertet.

Begründung:
Das Unternehmen Biowert steht in besonderer Weise für den Green New Deal, weil es als weltweit erstes Unternehmen mit der Herstellung von Plastik, Dämmstoff und Dünger aus Gras neue Wege beschreitet. Es steht für eine neue Industrie, die nachwachsene Rohstoffe verwendet, keinen Abfall produziert und energieneutral wirtschaftet. Eine Gefahr besteht bei großer Ausbreitung der Technologie allerdings möglicherweise in der Konkurrenz von Anbauflächen für Nahrungsmittel.

SMA Solar Technology AG

2. Juli 2010, Kommentare (0)

Anschrift des Projektes:
SMA Solar Technology AG
Sonnenallee 1
34266 Niestetal

Website des Projektes:
http://www.sma.de/

Beschreibung:
SMA entwickelt und fertigt Solar-Wechselrichter, die den von Solar-Modulen erzeugten Gleichstrom in einen netzkonformen Wechselstrom umwandeln. Durch die Produkte wird der Ausbau der erneuerbaren Energien vorangetrieben und die Umweltbelastung reduziert. Materialeinsatz, Wirkungsgrad sowie energetische Effizienz der Produkte werden ständig verbessert. Darüber hinaus wird angestrebt, den Energiebedarf für die Herstellung zu reduzieren.

Begründung:
SMA steht für den Green New Deal, weil das Unternehmen nicht nur Produkte herstellt, die zum Klimaschutz beitragen, sondern auch in der Herstellung auf CO2-Bilanz und Materialverbrauch achtet und zudem den Zubau erneuerbarer Energien fördert.

Rostock: Energieland Mecklenburg-Vorpommern

23. Juni 2010, Kommentare (0)

Energieland Mecklenburg-Vorpommern – Potenziale Erneuerbarer Energien
Tagung

Rostock, 9. September 2010, 9:30h – 17:30h
Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät der Universität Rostock, Justus-von-Liebig-Weg, Großer Hörsaal

Eine der wichtigsten globalen Zukunftsaufgaben ist die Sicherstellung einer nachhaltigen, d.h. ökonomisch, ökologisch und sozial tragfähigen Energieversorgung. Es ist unstrittig, dass dies nur durch einen schnellen Ausbau der Erneuerbaren Energien und eine möglichst effiziente Nutzung der fossilen Energieträger gelingen kann. In einem ersten Schritt soll nach den Vorgaben der EU der Anteil von Bioenergie, Geothermie, Solarenergie, Wasserkraft und Windkraft am Endenergieverbrauch in Deutschland von heute 9% auf 18% im Jahr 2020 verdoppelt werden.

Die Energieversorgung muss jedoch langfristig vollständig mittels Erneuerbarer Energien sichergestellt werden und im Rahmen der Veranstaltung werden die Möglichkeiten und Grenzen der Erneuerbaren Energien ausgelotet. So werden das aktuelle „SRU-Gutachten Stromversorgung in Deutschland 2050“ und der „Aktionsplan Klimaschutz M-V“ (Fertigstellung Sommer 2010) im Rahmen der Tagung präsentiert. Darüber hinaus sind vier Vorträge zu den technischen Potenzialen sowie Stand und Perspektiven in der Praxis für die Wind-, Bio- und Solarenergie sowie die Geothermie vorgesehen. Außerdem wird das Thema „Wasserstoff – Energieträger der Zukunft“ vom Rostocker Leibniz-Institut für Katalyse vorgestellt. Den Abschluss der Tagung bildet eine Podiumsdiskussion zum Thema „Erneuerbare Energien und Klimaschutz – Wirtschaftsmotor der Zukunft“.

Eine Kooperationsveranstaltung von VDI Mecklenburg-Vorpommern, Wissenschaftsverbund Um-Welt der Universität Rostock, der Heinrich-Böll-Stiftung MV, dem Verein „Rostock denkt 365°“ und der Landesarbeitsgemeinschaft der IHK.

Weitere Informationen zur Tagung und Anmeldeunterlagen bei Christine Decker: christine.decker(at)boell-mv.de

Jugendworkshop: Desertec – mit Sonne aus Afrika auf in die Zukunft oder zurück zum Zentralismus?

18. Juni 2010, Kommentare (0)

Münsingen (5.6.2010)

Während auf der Schwäbischen Alb die Sonne vom Himmel knallte, versammelten sich etwa dreißig motivierte junge Menschen im Schwarzzelt des Aufstand-Festivals um über die Energiepotentiale derselben zu diskutieren. Den Desertec-Workshop leitete Ann-Kathrin Neureuther (MSc Development Studies und ehemalige Stipendiatin des Studienwerks der Heinrich Böll Stiftung); er fand im Rahmen des Jugendumweltfestivals „Aufstand“ der Naturschutzjugend Baden-Württemberg statt.

Die Desertec-Initiative: Wüstenstom für Europa
Dabei ging es um die Nachhaltigkeit der Desertec-Idee, deren Kern es ist, den Sonnenreichtum der Wüsten zur Energieversorgung Europas zu nutzen. „Nachhaltige Entwicklung“ scheint sich im Eiltempo zum neuen Schlagwort zu etablieren, ein Etikett mit dem – so scheint es – jedes neue wirtschaftliche Projekt, jedes neue politische Vorhaben versehen wird. Vielleicht das prominenteste der jüngst als „nachhaltig“ oder auch „zukunftsfähig“ charakterisierten Projekte ist die Desertec-Initiative, die in diesem Sinne unter anderem von greenpeace während ihrer Geburtstunde unterstützt wurde. Als Keimzelle der Desertec-Idee gilt der Club of Rome, der sich 2003 mit dem Hamburger Klimaschutzfond sowie dem Jordanischen Nationalen Energieforschungszentrum zusammen tat. Heute sind vor allen Dingen deutsche Unternehmen beteiligt, darunter Münchener Rück, Deutsche Bank, Siemens, ABB, E.On und RWE. Sie kooperieren mit Abengoa Solar, Cevital, HSN Nordbank, M+W Zander Holding, MAN Solar Millenium und Schott Solar.

Mit 3/1000 Wüstenfläche die Welt mit Energie versorgen
Das Desertec-Konzept beruht auf der Erkenntnis, dass nur 3/1000 der Wüstenfläche ausreichen würden, um den derzeitigen globalen Energiebedarf von 18.000 Terawattstunden pro Jahr zu decken. Gleichsam empfangen alle Wüsten der Erde in weniger als sechs Stunden soviel Energie, wie die Menschheit in einem Jahr verbraucht. Zur Umsetzung dieser Idee verlässt sich Desertec auf eine technische Doppelstrategie: zur Stromgewinnung in der Sahara sollen solarthermische Kraftwerke dienen, zur Übertragung des Stroms Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen (HGÜ-Leitungen). Auf diese Weise sollen bis 2050 17% des EU-Strombedarfs gedeckt werden.

Wie nachhaltig ist Desertec?
Nach einer kurzen Einführung in das Konzept der Desertec-Initiative, die dahinter stehenden Akteure, die geographische Ausdehnung sowie die Theorie der Nachhaltigkeit bekamen die Teilnehmer_innen (eine bunte Mischung von 14 bis 28jährigen) die Möglichkeit, in Kleingruppen darüber zu diskutieren, wie nachhaltig Desertec im Hinblick auf ökonomische, ökologische und soziale Kriterien wirklich ist. Jede Gruppe fand nach einem kurzen Brainstorming und einer offenen Plenumsdiskussion sowohl positive wie auch negative Dimensionen von Desertec im Hinblick auf Nachhaltigkeit. So kritisierte ein Teilnehmer, der sich in seiner Studiumsabschlussarbeit mit regenerativen Energien beschäftigt, dass die Ökobilanz des Projekts nicht ausreichend durchdacht ist: der immense Materialverbrauch des Megaprojekts schien ihm nicht gerade nachhaltig, auch wenn bei der Stromgewinnung selbst kein CO2 ausgestoßen wird. Andere legten ihren Fokus besonders auf die soziale Dimension und bemängelten die geringe Souveränität der Erzeugerstaaten sowie das Risiko eines solaren Ressourcenfluchs (der empirische Zusammenhang zwischen Ressourcenreichtum und gesellschaftlichen Konflikten bis hin zum Bürgerkrieg).

Positive Grundstimmung
Dennoch war die Gesamtstimmung in der Gruppe alles andere als pessimistisch. Der Tenor war, dass die Grundidee nicht unbedingt konträr zu Zielen der Nachhaltigkeit verläuft, dass aber die politischen Rahmenbedingungen – auch hinsichtlich der Nordafrikanischen Länder – letztendlich über Gelingen oder Scheitern des Megaprojekts der deutschen Industrie entscheiden werden.

Als die Teilnehmer_innen schließlich das Zelt verließen, war zumindest auf der Schwäbischen Alb auch schon weniger von der Kraft der Sonne zu spüren.

Ein Artikel von Ann-Kathrin Neureuther

Desertec – mit Sonne aus Afrika auf in die Zukunft oder zurück zum Zentralismus?

19. Mai 2010, Kommentare (0)

Desertec – mit Sonne aus Afrika auf in die Zukunft oder zurück zum Zentralismus?
Wie nachhaltig und gerecht ist das Megaprojekt wirklich?

Workshop im Rahmen des Jugend-Umwelt-Festivals “Aufstand 2010″ der NAJU Baden-Württemberg

Zeltlager Schachen, Münsingen, 05. Juni 2010, 16:00h

Mit dem Schlagwort “Nachhaltige Entwicklung” wird – so scheint es – jedes neue wirtschaftliche Projekt, jedes neue politische Vorhaben versehen. Vielleicht das prominenteste der jüngst als nachhaltig oder auch zukunftsfähig charakterisierten Projekte ist die Desertec-Initiative, die in diesem Sinne unter anderem von greenpeace während ihrer Geburtstunde unterstützt wurde.

Die Grundidee hinter Desertec ist, dass nur 3/1000 der Wüstenfläche ausreichen würden, um den heutigen globalen Strombedarf von 18.000 Terawattstunden pro Jahr zu decken. Doch ist Desertec auch wirklich ein Schritt hin zu einer nachhaltigen und gerechten globalen Entwicklung?

Nach einer kurzen Einführung in das Konzept von Desertec, einer Beschreibung der dahinter stehenden Akteure sowie einer knappen Einführung in die Idee der Nachhaltigkeit werden wir im Workshop gemeinsam kritisch analysieren, welche ökonomischen, ökologischen und sozialen Implikationen mit der Desertec-Initiative verbunden sind. Dabei wird ein ganzheitlicher, globaler Blickpunkt eingenommen, der auch die Gegebenheiten in den Erzeugerländern berücksichtigt. Am Schluss soll eine Diskussion über die Alternative einer dezentralen Stromversorgung stehen.

mit: Ann-Kathrin Neureuther, Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen

Die ökologische Transformation ist bezahlbar

17. Mai 2010, Kommentare (0)

Es ist eine Gespensterdebatte. Politiker von Union und FDP, Lobbyisten der Energiekonzerne und auch manche Medien behaupten, die Erneuerbaren Energien würden Milliarden Euro verschlingen, ohne dass dies einen entsprechenden Nutzen habe. Die Förderung der Öko-Energien diene dazu, die Konten von Windkraftbetreibern und Solarproduzenten zu füllen, den Bürgern und Verbrauchern aber würde sie eher schaden. Mit dem Argument der „Überförderung“ begründet die schwarz-gelbe Regierung, dass sie die Einspeisevergütung für Solarstrom kürzen will. (weiterlesen…)

Green New Deal konkret: Zentrum Innovative Energien im Landkreis Fürstenfeldbruck

22. April 2010, Kommentare (0)

Name des Projektes:
ZIEL 21 – Zentrum Innovative Energien im Landkreis Fürstenfeldbruck

Anschrift des Projektes:
Münchnerstr. 32
Bürgerservice-Zentrum, Zimmer 210 (zweiter Stock)
82256 Fürstenfeldbruck
Tel.: 08141/519-225
Fax: 08141/519-770

Website des Projektes:
www.ziel21.de

Kurzbeschreibung:
Der Landkreis Fürstenfeldbruck will sich bis zum Jahr 2030 ausschließlich durch erneuerbare Energien selbst versorgen. Realisiert werden soll dieses Ziel durch eine schrittweise Reduzierung des Energieverbrauchs, den Einsatz erneuerbarer Energien und die nachhaltige Nutzung aller heimischer Ressourcen. So werden die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten, die Lebensqualität verbessert und die regionale Wirtschaftskraft gesichert. Der Verein ZIEL 21 soll die praktische Umsetzung der Energiewende durch ein breites Netzwerk von staatlichen und nichtstaatlichen Mitgliedern voranbringen.

Begründung, warum dieses Projekt aus unserer Sicht zum Green New Deal zählt:
ZIEL 21 ist eine der ersten „100% erneuerbar“-Initiativen in Bayern und der Bundesrepublik insgesamt. Vorbildlich ist der Netzwerkcharakter der Arbeit, der alle regionalen Akteure einbindet (u.a. Handwerk, Sparkasse, Landwirtschaft). Auf diese Weise konnten mittlerweile eine Vielzahl von konkreten Projekten angeschoben und umgesetzt werden, die den Green New Deal auch in einer eher ländlich strukturierten Region erlebbar machen.

Stichworte:
ZIEL 21: Umwelt schützen, Klima schonen, regionale Wirtschaft stärken.

Vorgeschlagen von:
Petra-Kelly-Stiftung, Bayern

Auftaktdebatte

Dossier

Ein umfangreiches Dossier mit Studien, Hintergrundberichten und Positionen zum Thema finden sie auf deutsch und englisch auf boell.de.

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