Internationale Konferenz
17. September 2010, 14:00 – 21:30 Uhr
Alte Feuerwache, Flughafen Berlin-Tempelhof,
Tempelhofer Damm 45, 12101 Berlin (Lageplan)
Die Zukunft der Städte ist grün!
Denn nur durch ein konsequentes Umsteuern in Richtung nachhaltiger und integrierter Stadtpolitik sind die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen. Zunehmend wird eine „Urbane Revolution“ gefordert. Der Begriff Green New Deal steht in diesem Sinne für eine optimistische und visionäre Verbindung von Problemlösungsansätzen und neuen Modellen für eine gerechte, ökologische und lebenswerte Gesellschaft. Städte sind dabei zugleich Bühne und Labor eines neuen Gesellschaftsvertrages.
Doch welche Rolle spielen grüne Politikansätze aktuell für die Städte? Mit der internationalen Konferenz wird eine Brücke zwischen aktuellen Strategien und Zukunftsvisionen geschlagen.
Mitgliedern von Stadtregierungen, Stadtparlamenten und Experten der Stadtentwicklung sind eingeladen über den Green New Deal der Städte von Heute und Morgen zu diskutieren.
Angelegt als internationaler Städtevergleich, fragt die Konferenz auch nach der Übertragbarkeit von Strategien auf Berlin. Die Konferenz behandelt vertiefend die Themen Urbane Mobilität, Energiewende und nachhaltiger Städtebau.
Veranstaltungsort ist das Tempelhofer Flughafengelände, Berlins Raum für die Zukunftsvisionen der grünen Stadt.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der „Clean Tech World“ statt – Berlins neue internationale Technologie-Messe, die erstmals weltweit allen Umwelttechnologien an einem Ort zusammenbringt – auf 50.000qm im ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof.
Im direkten Anschluss an die internationale Konferenz werden am Samstag, 18. September von 10.30 bis 16.30 die Berliner Grünen am selben Ort ihre Konzepte für ein klimafreundliches Berlin zur Diskussion stellen.
Ablauf
Anmeldung ab 13:30
| 14:00 – 15:30 Uhr |
Von der Vision zur Realität – Stadt nachhaltig planen und bauen
Barcelona, Amsterdam, Frankfurt am Main, Berlin |
| 16:00 – 17:30 |
Strategien für urbanen Klimaschutz
Kopenhagen, Hamburg, Potsdam, Berlin |
| 18:00 – 19:30 Uhr |
Neue Mobilitätskonzepte für die Stadt
London, Bremen, Ulm, Berlin |
| 20:00 – 21:30 Uhr |
Der urbane Green New Deal |
Programm
| 14:00 – 15:30 Uhr |
Von der Vision zur Realität – Stadt nachhaltig planen und bauen
Barcelona, Amsterdam, Frankfurt am Main, Berlin |
Die größte Herausforderung der Städte ist, ihre CO2 Emissionen zu minimieren und zugleich Raum für gesellschaftliche und wirtschaftliche Dynamik zu geben. Dabei gilt es bestehende Infrastruktur zu erneuern, beim Neubau komplett umzudenken und gesellschaftlich Integration und Urbanität zu fördern.
- Welche planerischen und baulichen Maßnahmen müssen ergriffen werden, um diese Anforderungen zeitnah in der Stadtentwicklung zu implementieren ohne in ein entweder oder zu verfallen?
- Wie können die enormen ökonomischen Herausforderungen gestemmt werden?
- Welche ökonomischen und gesellschaftlichen Chancen liegen im “Greening”, also dem Komplettumbau der Städte?
- Wie werden im Rahmen dieser baulichen Transformation soziale Härten ausgeglichen und Bürger an Entscheidungsprozessen beteiligt werden?
| Input 1: |
Kees Kaan |
Architekt und Urbanist, Amsterdam |
| Input 2: |
Sergi Alegre |
Stadtrat für Stadtentwicklung El Prat de Llobregat/Barcelona |
| Podium: |
Gaby Morr |
Stadtplanerin, Geschäftsführerin BSM, Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung mbH, Berlin |
|
Kees Kaan |
Architekt und Urbanist, Amsterdam |
|
Sergi Alegre |
Stadtrat für Stadtentwicklung El Prat de Llobregat/Barcelona |
| Moderation |
Franziska Eichstädt-Bohlig |
MdA, B90/Grüne, Sprecherin für Stadtentwicklung |
| 16:00 – 17:30 Uhr |
Strategien für urbanen Klimaschutz
Kopenhagen, Hamburg, Potsdam, Berlin |
Die Städte haben einen großen Energiebedarf. Nicht nur private Haushalte, auch öffentliche Einrichtungen, Gewerbe und Industrie sind große Energieverbraucher. Gleichzeitig schlummern viele ungenutzte Energiequellen in der Stadt: Wärme im Abwasser, der Sonne zugewandte Dachflächen, etc. Gerade der Erhalt und Neubau von technischer Infrastruktur bindet große Budgets.
- Sind zentrale Energieversorgungskonzepte somit noch zeitgemäß?
- Wie können ungenutzte Energiequellen erschlossen werden?
- Ist eine völlige Abkehr von fossilen Energieträgern in kurzer Zeit möglich
| Input 1: |
Anja Haduk |
Senatorin Stadtentwicklung und Umwelt, Hamburg |
| Input 2: |
Inge Nillson |
Project Manager “Copenhagen Climate Plan – Copenhagen Carbon Neutral 2025 |
| Podium: |
Dr. Fritz Reusswig |
Potsdam Institute for Climate Impact Research |
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Inge Nillson |
Project Manager “Copenhagen Climate Plan – Copenhagen Carbon Neutral 2025 |
|
Anja Haduk |
Senatorin Stadtentwicklung und Umwelt, Hamburg |
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Dr. Frank Schulz |
Bezirksbürgermeister und Leiter der Abteilung Stadtentwicklung Friedrichshain-Kreuzberg, Berlin |
| Moderation: |
Michael Schäfer |
MdA, B90/Grüne, Sprecher für Klimaschutz und Energiepolitik |
| 18:00 – 19:30 Uhr |
Neue Mobilitätskonzepte für die Stadt
London, Bremen, Ulm, Berlin |
Die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger sowie der Transport von Waren und Dienstleistungen lassen das Verkehrsaufkommen und damit den Energieverbrauch immer weiter ansteigen. Die auf fossilen Brennstoffen basierenden Energiequellen im Transportwesen zu ersetzen, sind die größte Herausforderung, um unseren CO2 Ausstoß zu reduzieren und doch muss der Verkehr effizienter organisiert werden. Teil einer neuen Mobilitätskultur in Städten ist jedoch auch ein anderer Umgang mit dem Öffentlichen Raum, der zunehmend als Lebensraum wiederentdeckt wird.
- Ist die technische Transformation vom klassischen Verbrennungsmotor zum Elektromotor die Antwort auf unsere Probleme?
- Kann das stetig wachsende Verkehrsaufkommen effizienter organisiert werden?
- Welche Hemmnisse gilt es zu überwinden, um die Stärken einzelner Verkehrsmittel auszubauen und ihre Schwächen zu beseitigen?
- Welche Chance bietet die Neukonzeption des öffentlichen Straßenraums als urbaner Begegnungsraum hinsichtlich wirtschaftlicher Entwicklungskonzepte?
| Input 1: |
Sarah Rubinstein |
Exhibition Road-Projekt, London |
| Input 2: |
Robert Henrich |
Projektmanager Daimler-Project Car2Go, Ulm |
| Input 3: |
Dr. Reinhard Loske |
Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa, Bremen |
| Podium: |
Prof. Barbara Lenz |
Leiterin des Instituts für Verkehrsforschung des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, DLR |
|
Sarah Rubinstein |
Exhibition Road-Projekt, London |
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Dr. Reinhard Loske |
Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa, Bremen |
|
Robert Henrich |
Projektmanager Daimler-Project Car2Go, Ulm |
| Moderation: |
Claudia Hämmerling |
MdA, B90/Grüne, verkehrspolitische Sprecherin |
| 20:00 – 21:30 |
Der Weg zu einem Green New Deal der Städte |
Der Green New Deal ist die Antwort auf die parallelen Krisen unserer Zeit. Er ermöglicht Antworten auf die Finanz- und Wirtschaftskrise, wie auch auf die globalen klimapolitischen Herausforderungen. Für den Green New Deal müssen alle Kräfte mobilisiert werden: Wir brauchen die besten Köpfe der Wissenschaft, das know-how und das Kapital der Wirtschaft, die Gewerkschaften, die Umwelt- und Sozialverbände und eine starke Öffentlichkeit. Nur so können wir in kurzer Zeit unser Wirtschaften vom Ressourcenverbrauch abkoppeln und unsere Emissionen drastisch reduzieren. Eine zentrale Bedeutung kommt dabei den Städten zu. Über 70% der Weltbevölkerung lebt in den Städten – Tendenz steigend.
- Wie bündeln wir die notwendigen Kräfte, um die Transformation zu beschleunigen?
| Podium: |
Dr. Eric Schweitzer |
Präsident der Industrie und Handelskammer Berlin |
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Ramona Pop |
MdA, Fraktionsvorsitzende BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Arbeitsmarktpolitische Sprecherin |
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Prof. Claudia Kemfert |
DIW, Abteilungsleitung Umwelt, Verkehr, Energie und Professorin für Energieökonomie an der Hertie School of Governance |
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Ralf Fücks |
Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin |
| Moderation: |
Heike Wohltmann |
Plan-WerkStadt Bremen |
Green New Deal: Urbane Revolution – die nachhaltige Zukunft der Städte
Green New Deal Projekt:
www.boell.de/greennewdeal
Die ökonomische, ökologische und soziale Krise bietet die Chance für einen Systemwechsel.
Während die Regierung Zeit und Geld verschwendet, keimen an vielen Orten Ansätze für die Umorientierung zu einem ökologisch-sozialen Wirtschaften.
Der grüne politische Stiftungsverbund der Heinrich-Böll-Stiftungen will diesen Prozess voranbringen. Wir bringen Akteur/innen ins Gespräch, die nicht nur von ökologisch-sozialer Transformation reden, sondern handeln. Denn nur neue politische Allianzen und Initiativen vor Ort können einen neuen Gesellschaftsvertrag, den Grünen New Deal, Wirklichkeit werden lassen.
Veranstalter
Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
www.bildungswerk-boell.de
Heinrich-Böll-Stiftung
www.boell.de
Kooperationspartner
Fundació Nous Horitzons
www.noushoritzons.cat
umdenken – Politisches Bildungswerk, Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V.
www.umdenken-boell.de
Clean Tech World
www.cleantechworld.org
Kontakt
Florian Schmidt
Koordinator AK nachhaltige Stadtentwicklung
Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
Kottbusser Damm 72
10967 Berlin
Tel. 0049 (0)160 964 12 601
Mail: stadtpolitik@bildungswerk-boell.de
Web: www.bildungswerk-boell.de