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Die Krisen zusammen denken

2. Dezember 2011, Comments (1)

Autorin: Kristina Beer, freie Mitarbeiterin der Heinrich Böll Stiftung Nordrhein-Westfalen

Mit der Insolvenz der Lehman Brothers und der darauf folgenden Finanzkrise scheint das Thema ‚Klimakrise‘ aus der öffentlichen Debatte verschwunden zu sein. Zwar wurde es am Rande der Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke behandelt, aber das 2°-Ziel wird kaum mehr in die Betrachtungen um die Wirtschafts- und Finanzkrise einbezogen. Dabei sollten wir uns doch die Frage stellen: Kann man für die Finanzkrise und die Klimakrise – beides globale Probleme, die globales Eingreifen erfordern – nicht eine gemeinsame Lösung finden? Oder lässt sich die Finanzkrise nicht auch mit Maßnahmen für mehr Klima- und Umweltschutz abfedern?

Mit der Podiumsdiskussion „Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Klimakrise – Ist es Zeit für eine ökologische Steuerreform?“ wollte die Heinrich Böll Stiftung NRW eine mögliche Verquickung von Ökologie und Ökonomie zurück in den Fokus zu bringen. Für eine ausgewogene Diskussion wurden Akteure aus Wirtschaft, Gewerkschaft, NGO und Politik  zusammengebracht: Wibke Brems, Abgeordnete des Düsseldorfer Landtags und gelernte Elektroingenieurin, Dr. Thilo Schaefer, Leiter der Forschungsgruppe Mikrodaten beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln, Dr. Mehrdad Payandeh, Leiter der Abteilung Wirtschafts-, Finanz- und Steuerpolitik im DGB Bundesvorstand und Damian Ludewig, Geschäftsführer des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft e.V. (FÖS).

Deutschland in der Verantwortung
Momentan ist Deutschland im internationalen Vergleich kein Vor- oder Spitzenreiter in Sachen Umweltschutz, Klimaschutz und Finanzkrisenmanagement. Besonders Dr. Mehrdad Payandeh kritisierte, dass keine der Krisen konsequent und nachhaltig behandelt wird. Das Ziel der Bundesregierung, den CO²- Ausstoß bis zum Jahr 2020 auf 40 Prozent und bis 2050 auf 80-90 Prozent zu senken, scheint momentan noch nicht erreichbar zu sein. (more…)

Wie das Aufeinanderprallen von Klima- und Denkmalschutz das „Soziale“ verdrängte

9. November 2011, Comments (0)

Das Forum „Green New Deal in der Stadt“ als Beispiel für die Vernachlässigung des „Sozialen“ bei der Hamburger Konferenz „Green New Deal – Die Zukunft beginnt jetzt“ Anfang November 2011

Autor: David Koch, Student für Deutsch-Französische Sozialwissenschaften an der Universität Freiburg, Stipendiat der Heinrich-Böll-Stiftung

Mit dem Forum „Green New Deal in der Stadt: Stadtästhetik – Energieeffizienz – Mietpreise“ wurde ein auch für Hamburg bedeutendes Themenfeld  zur Diskussion gestellt: Die Folgen der energetischen Gebäudesanierung für Denkmalschutz und Mietpreisentwicklung. Wer dachte, dass die Debatte aufgrund des wenige Tage zuvor veröffentlichten Hamburger Mietspiegels besonders auf die Problematik steigender Mieten fokussiert sein würde, täuschte sich. Die Diskussion spitzte sich sehr schnell auf den Konflikt zwischen Klimaschutz und Denkmalpflege zu. Die aktuelle Kontroverse um Mieterhöhungen blieb außen vor.

v.l.n.r.: Uta Bauer, Andreas Rietz, Frank Pieter Hesse, Iris Behr

Gebäudesanierung ist mehr als Fassadendämmung

Andreas Rietz, Referatsleiter Nachhaltiges Bauen, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, und Iris Behr, Sprecherin der BAG Planen, Bauen, Wohnen Bündnis 90/Die Grünen sowie Vertreterin des Institut Wohnen und Umwelt GmbH, unterstrichen zu Beginn, dass noch viel Potential im Bereich der energetischen Sanierung des Baubestandes bestünde. Die von Herrn Rietz in den Vordergrund gerückte Fassadendämmung wurde von Frank Peter Hesse, Leiter des Denkmalschutzamtes der Freien und Hansestadt Hamburg, kritisch hinterfragt. Nachhaltigkeit verstünde er auch als die Bewahrung des kulturellen Erbes. (more…)

Der Weg zum Energieland Hessen

17. Juni 2011, Comments (0)

Die Studie des Eurosolar e.V. entwirft ein Szenario, in dem der Strombedarf des Landes Hessen im Jahr 2025 zu 100% durch Erneuerbare Energien gedeckt ist. Die Autoren berücksichtigen dabei ausschließlich aktuell verfügbare Technologien. Der Fokus liegt hier auf den Erzeugungsformen Windkraft, Solarkraft und Biomasse. Die größten Potenziale liegen hier in der Windkraft. Im Szenario deckt sie im Jahr 2025 35% am gesamten Strombedarf. Auch Bruttoarbeitsmarkteffekte werden von den Autoren beschrieben – sie sehen für Hessen hier ein Potenzial von bis zu 60.000 Arbeitsplätzen. Zusätzlich findet sich ein Überblick über die Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Hessen, sowie ein Fallbeispiel für ein regeneratives Kombikraftwerk.

Erstellt von: Eurosolar e.V.

Zur Studie (PDF, 12,7MB)

Regenerative Vollversorgung im Strommarkt des Saarlandes

3. Juni 2011, Comments (0)

Im Jahr 2030 ist eine vollständige Deckung des Energiebedarfs aus Erneuerbaren Energien möglich: Das ist die These der Autoren. Die Energiewende gelingt, wenn die drei Herausforderungen der Energieeffizienz, des Ausbaus der Erneuerbaren Energien und des Energiesparens – von den Autoren auch als „Drei-E“ -Strategie bezeichnet – bewältigt werden. Auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist die Energiewende geboten, so die Studie: Nicht nur, dass die Differenzkosten absehbar sinken, durch die Umstellung auf eine dezentrale Energieversorgung werden auch monopolartige Strukturen auf dem Erzeugermarkt aufgebrochen. Der gestiegene Wettbewerb wird Druck auf die Preise ausüben. Für das Jahr 2030 wird mit einer mittleren Vergütung von knapp zehn Cent pro kW/h gerechnet.
Auch hier wird auf die Bedeutung von Speichertechnologien hingewiesen – besonders die bereits verfügbaren und direkten Speichertechnologien, z.b. im Bereich der Wasserkraft oder der Biomasse, sind elementar wichtig.

 

Erstellt von:

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (NABU)
Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU)
IGU Bexbach
juwi Holding AG

 

Zur Studie (PDF, 2,1MB)

Bundesländer-Vergleichsstudie mit Analyse der Erfolgsfaktoren für den Ausbau der Erneuerbaren Energien 2010

30. Mai 2011, Comments (0)

Die vorliegende Vergleichsstudie bewertet den Erfolg und das politische Engagement bei der Förderung Erneuerbarer Energien in den Bundesländern. Im Fokus der Untersuchung stehen dabei Umwelt- und Energiepolitische Aspekte. Auch die  Technologie- und Industriepolitik wird jedoch ausführlich beleuchtet. Weiterhin findet sich eine Analyse der Beschäftigungsstruktur im Bereich der nachhaltigen Energieerzeugung.

Neben einem Gesamtranking der Länder leistet die Studie auch Rankings nach diversen Einzelindikatoren, so z.B. der Forschungs- und Entwicklungsausgaben oder der wirtschaftspolitischen Ansiedlungsstategie für Unternehmen aus dem Bereich Erneuerbare Energien.

 

Erstellt von:

Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Berlin
Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), Stuttgart

 

In Auftrag gegeben von:

Agentur für Erneuerbare Energien e.V., Berlin

Zur Studie (PDF, 1,1MB)

Klimaprogramm Bayern 2020

17. Mai 2011, Comments (0)

Das vorliegende Klimaprogramm der bayerischen Staatsregierung  zielt auf eine Verdoppelung des Anteils Erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch bis 2020. Insgesamt soll der Anteil nachhaltig erzeugter Energie an der Stromerzeugung zwischen 25 und 30% betragen. Augenmerk wird beim Thema der Energieeffizienz auch verstärkt auf Informations- und Bildungsmaßnahmen in der Bevölkerung gelegt, selbstverständlich ergänzt durch technologische Einsparpotentiale. Die bayerische Staatsregierung sieht großen Bedarf im Bereich Netzausbau und -integration, auch auf europäischer Ebene. Teil des Programms ist auch ein Überblick über das vorhandene Gasnetz in Bayern. Im Zusammenhang mit dem Klimaschutz spielt die CO2-Reduktion eine herausragende Rolle. Besondere Anpassungsanforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel sehen die Autoren zukünftig vor allem im Wassersektor.

 

Erstellt von:

Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (StMUGV)
Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie (StMWIVT)
Staatsministerium des Innern (StMI)
Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten (StMLF)
Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (StMWFK)
Staatsministerium der Finanzen (StMF)
Bayerischer Klimarat

 

in Auftrag gegeben von:

Ministerrat der Bayerischen Staatsregierung.

 

Zur Studie (PDF, 15,1MB)

Klimaschutz und Folgen des Klimawandels in Mecklenburg-Vorpommern

27. April 2011, Comments (0)

Die Studie untersucht die Folgen des Klimawandels auf das Gebiet des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Schwerpunkte sind hierbei die Entwicklung der Temperatur, die Auswirkungen auf den Küstenverlauf, den Grundwasserspiegel und die Gesundheitsvorsorge der Bürger. In der Einleitung findet sich zunächst ein Katalog bereits vorhandener Maßnahmen des Landes Mecklenburg. Die Studie zeigt verschiedene Szenarien zur Klimaentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern. Die Autoren legen Wert darauf, jeweils Risiken und Chancen des Klimawandels für das Land zu beleuchten. So führen z.B. steigende Temperaturen zu erhöhtem Energieverbrauch in den Sommermonaten, dieser Effekt wird aber möglicherweise durch gesunkenen Heizbedarf in den Wintermonaten ausgeglichen. Die Studie schließt mit Handlungsempfehlungen an die Landespolitik.

 

Erstellt von:
Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern

 

Zur Studie (PDF, 1,7MB)

Ein Industriestandort macht’s vor: Klimaschutzgesetz in NRW schafft Wettbewerbsfähigkeit von Morgen

8. Februar 2011, Comments (0)

Mit seiner traditionell fossilen Energieerzeugungsstruktur und vielen energieintensiven Betrieben ist Nordrhein-Westfalen, ähnlich wie Michigan, Ohio oder Pennsylvania, von einer Energiewende bisher weit entfernt. Jetzt soll ein Klimaschutzgesetz verabschiedet werden, dass klare Reduktionen vorschreibt – und damit das Bundesland wettbewerbsfähiger macht.

Wibke Brems beschreibt das neue Klimaschutzgesetz von NRW nicht nur als spannende Herausforderung für ein Bundesland das 44% der deutschen Gesamtemissionen tätigt, sondern vor allem auch als Chance für Betriebe in der Clean Tech und erneuerbare Energien Branche.

>>> Den ganzen Artikel auf boell.de lesen.


Foto: Windrad in Alstedde, NRW. Foto: Awaya Legends. Dieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Wiesenburg/Mark: Green New Deal meets ECOTOPIA 2010

30. Juli 2010, Comments (0)

Green New Deal meets ECOTOPIA 2010
Filmtag

11. August 2010
Campgelände am Bahnhof Wiesenburg/Mark

Im Rahmen des internationalen Ökocamps Ecotopia zeigt die Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg am 11. August Filme, die sich mit der Zukunft unseres Planeten, mit leidenschaftlichen Visionen und spannenden Konzepten befasst. Ecotopia lebt ein interkulturelles Miteinander für nachhaltiges Leben. Die Filme sollen an diesem Camptag die Basis für eine gemeinsame Diskussion zu möglichen und notwendigen Veränderungen hin zu einem nachhaltigen Leben sein.

Ecotopia 2010 findet vom 1. bis zum 21. August in Wiesenburg (80 km südwestlich von Berlin) statt. Mehr Infos: www.ecotopia2010.org.

Programm

16.00 Uhr: Home (2009)
(88 min)
anschließend Diskussion

18.30 Uhr: The Planet – Unser Planet (2006)
(82 min)
anschließend Diskussion

21.00 Uhr: Die vierte Revolution – Energy Autonomy (2010)
(83 min)
anschließend Diskussion mit Regisseur Carl-A. Fechner

Vorfilm: Warm anziehen war immer groß in Mode – Auf der Suche nach dem Klimawandel (2008)

Den Auftakt macht der Film „Home“ von Yann Artus Bertrand, der mit einzigartigen Luftbildern in poetischer Weise darstellt, wie sehr die natürliche Balance mittlerweile durch den menschlichen Einfluss außer Kraft gesetzt ist und welche Ansätze es aber gleichzeitig schon gibt, diese Balance wieder herzustellen. Als Zweites folgt die schwedische Dokumentation „The Planet“, für die die Filmemacher Bilder aus aller Welt gesammelt haben, um ihre These zu verdeutlichen, dass ökonomisches Wachstum und technologischer Fortschritt nicht mehr vereinbar mit dem Erhalt der ökologischen Lebensgrundlage sind. Als Höhepunkt wird „Die vierte Revolution – Energy Autonomy“ gezeigt. Der in diesem Frühjahr angelaufene Film malt leidenschaftlich die Vision einer Welt-Gemeinschaft, deren Energieversorgung zu 100 Prozent auf erneuerbaren Energien basiert. Mit beispielhaften Projekten aus zehn Ländern zeigt er, wie jeder etwas verändern kann – hier und jetzt. Dies ist eine Aufforderung, aktiv zu werden – die in der sich anschließenden Diskussion mit dem Regisseur Carl-A. Fechner weiter vertieft werden wird.
Als Vorfilm zeigen wir den sieben Minuten langen Stop-Motion-Film „Warm anziehen war immer groß in Mode – Auf der Suche nach dem Klimawandel“ von Andreas Herzau und Lukas Thiele. Auf einer Reise über Land spüren die beiden Fotografen gemeinsam den Folgen des Klimawandels in Brandenburg nach.

Anfahrt: Ecotopia findet auf dem Campgelände am Bahnhof Wiesenburg/Mark statt (RE 7).

Eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg

Sind wirtschaftliches Wachstum und Klimaschutz vereinbar?

18. Mai 2010, Comments (0)

Unser Emissionsbudget ist bald verbraucht. Weltweit stehen laut WBGU (Wissenschaftlicher Beirat Globale Umweltveränderung, der die Bundesregierung berät) bis 2050 nur noch Emissionsrechte von 750 Milliarden Tonnen zur Verfügung. Auf der Basis gleicher globaler Pro-Kopf-Emissionsrechte ergibt sich daraus allein für Deutschland ein Emissionsbudget von neun Milliarden Tonnen. (more…)

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