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Lebensstile im Klimawandel – über den Konsum regionaler und biologisch erzeugter Produkte in ländlichen Regionen

27. Juli 2011, Comments (0)

Der Konsum von biologisch und regional erzeugten Lebensmitteln steigt; dennoch greift noch immer der überwiegende Teil der VerbraucherInnen auf billige Lebensmittel zurück. Ist der Einkauf von regional und biologisch erzeugten Lebensmitteln in strukturschwachen Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern überhaupt möglich? Was bedeutet der Einkauf von Bioprodukten für den Geldbeutel? Wie kann das Vertrauen der VerbraucherInnen in Lebensmittel gestärkt werden und wie kann ein Paradigmenwechsel hin zu bewusstem Konsum erreicht werden? Kernfragen, die im Rahmen der GND-Debattenreihe in Greifswald diskutiert wurden.

Podium

Bei der Veranstaltung, zu der die Heinrich-Böll-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern eingeladen hatte, diskutierten Henning Holst vom Verein landaktiv, Uta Nehls von der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern, die Autorin Rosa Wolff und Hendrik Fulda, Bündnis 90/Grüne, LAG Landwirtschaft mit den zahlreichen BesucherInnen. Dabei ging es unter anderem um die Probleme, mit denen sich ein bewusster Konsum speziell in einer strukturschwachen Region wie Mecklenburg-Vorpommern (MV) konfrontiert sieht. Regionale Produkte – ob in Bioqualität oder nicht – sind hier in den Regalen kaum zu finden, weiß Uta Nehls von der Neuen Verbraucherzentrale MV – obwohl das Land im vergangenen Jahr 4725 landwirtschaftliche Betriebe zählte. Obwohl das norddeutsche Bundesland einen der Spitzenplätze in der Rinderzucht einnimmt und immer mehr Landwirte dabei auf Bioqualität setzen, ist es kaum möglich, vor Ort Rindfleisch aus MV in Bioqualität einzukaufen. Henning Holst, Biologe, hat mit dem Verein landaktiv versucht, diesem Mysterium auf den Grund zu kommen. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch Aufklärung und Bildung die ökologische Landwirtschaft und Verarbeitung sowie die naturnahe Fischerei zu stärken. Holst bedauert, dass nur 72 von 781 Bio-Betrieben ihre Produkte in MV veredeln lassen und damit einen Teil der Wertschöpfung und Weiterverarbeitung aus der Hand geben. Dies spiegelt sich auch im Konsumangebot wider. (more…)

Arm aber Bio – ein Interview mit Rosa Wolff

22. Juli 2011, Comments (1)

Rosa Wolff
Rosa Wolff ist Food-Journalistin und lebt in München. Sie hat das Kochbuch „Arm aber Bio“ geschrieben und im Eigenverlag „Edition Butterbrot“ publiziert. Die Idee zu dem Buch, das neben zahlreichen Rezepten einen Erfahrungsbericht beinhaltet, kam ihr, als sie selbst knapp bei Kasse war, aber nicht auf Naturkost verzichten wollte. Am Rande der Veranstaltung zu Produktqualität und Massenverbreitung von Lebensmitteln am 14.7. in Greifwald sprach Anja Hotopp mit der Autorin.


Für Lebensmittel konnten Hartz IV-EmpfängerInnen 2009 täglich 4,35 Euro ausgeben. Reicht das, um sich gesund und ausgewogen zu ernähren?

RW: 4,35 Euro sind bitter wenig, auch ohne den Ehrgeiz, sich mit Naturkost zu ernähren. Selbst beim Discounter ist dies schwierig.

Wie ist Ihnen der Spagat gelungen, bei ihren finanziellen Möglichkeiten gesunde Lebensmittel zu konsumieren?

RW: Wenn man bereit ist, alles selbst zuzubereiten und keine Fertigwaren, sondern Grundzutaten einkauft, ist auch im Bio-Segment überraschend viel möglich. Basis-Lebensmittel wie Kartoffeln, Zwiebeln, Karotten, Lauch, Kohl, Zucchini, Nudeln, Mehl, Eier, Butter, Joghurt, Äpfel, Bananen sind absolut erschwinglich und ermöglichen eine fast unbegrenzte Vielfalt an Zubereitungen. Wenn man sich erst mal darauf einlässt, macht es auch Freude, zu entdecken, was alles geht. Allerdings ist mehr Planung nötig, denn einfach mal unterwegs an der Imbissbude essen, geht bei 4,35 Euro nicht. Egal ob Bio oder Nicht-Bio.

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Video: Lebensstile im Klimawandel: BIO, ÖKO und FAIR oder lieber BILLIG?

7. Juli 2011, Comments (0)


Video zur Veranstaltung Lebensstile im Klimawandel: BIO, ÖKO und FAIR oder lieber BILLIG?, die am 9. Juni 2011 in Berlin stattfand.

Programm war:

Leben, Arbeiten und Konsumieren in globalen Zusammenhängen bringt Vor- und Nachteile mit sich: Für die einen 24 Stunden Verfügbarkeit von Produkten und Dienstleistungen rund um die Welt – für die anderen Armut, Mangel und prekäre Arbeitsverhältnisse. Neben der zunehmenden Spaltung der Gesellschaft sind wir mit massivem Ressourcenverbrauch, Energieverschwendung und deren Folgen wie Klimawandel und Umweltkatastrophen konfrontiert.

Qualitätssiegel wie BIO, ÖKO und FAIR TRADE gewährleisten einen nachhaltigen Konsum. Die Mehrheit der Bevölkerung greift trotzdem auf billig produzierte Massenprodukte zurück.

Welchen direkten Einfluss können wir Verbraucher/innen über unser Konsumverhalten und unsere Lebensgewohnheiten auf die Entwicklungen nehmen?

Wie schaffen wir in diesem Spannungsverhältnis die Wende zu besseren sozialen und ökologischen Standards? Welchen Beitrag können Politk und Wirtschaft leisten? Welche Ansätze werden – speziell in Berlin – verfolgt?

Film "Good Food Bad Food – Anleitung für eine bessere Landwirtschaft"

29. Juni 2011, Comments (0)

Mi, 13.07.2011, 17h
CineStar Greifswald, Lange Straße 40-42

Was haben französische Mikrobiologen, die Millionen Wanderarbeiter Brasiliens, Vandana Shivas experimentelle Bauernhöfe in Indien und die Landwirte der weltgrößten Bioplantage in der Ukraine gemeinsam? Alle verfolgen sie ein gemeinsames Ziel: die Verbesserung der Bodenqualität und die Wiederherstellung der Saatenvielfalt – zum Schutz der Umwelt und für gesündere Lebensmittel. Die französische Regisseurin Coline Serreau, zeigt in ihrem aktuellen Dokumentarfilm Menschen, die dagegen kämpfen, dass unsere Böden durch chemische Dünger und Pestizide vergiftet werden.

Eintritt: 6,70 EUR/5,50 EUR (ermäßigt)

Der Trailer kann hier angeguckt werden.

Am folgenden Tag wollen wir über die Fragen, die der Film aufwirft, mit Euch/Ihnen diskutieren. Zum Programm der Podiumsdiskussion

Eine Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung Mecklenburg-Vorpommern in Kooperation mit der Grünen Hochschulgruppe Greifswald.

BIO, ÖKO und FAIR oder lieber BILLIG? Produktqualität und Massenverbreitung von Lebensmitteln

29. Juni 2011, Comments (0)

Do, 14.7.2011, 19.30h
St. Spiritus, Sozio-kulturelles Zentrum der Hansestadt Greifswald
Lange Straße 49/51

Mit ihren Konsumentscheidungen können Verbraucherinnen und Verbraucher die Wende zu mehr Ökologie beeinflussen: Der Kauf von regionalen Öko-Lebensmitteln ist ein Schritt weg von der industriellen Landwirtschaft, die regelmäßig zu Skandalen führt. Im Gegensatz zur konventionellen Landwirtschaft verzichtet der Öko-Landbau auf den Einsatz bestimmter Pflanzenschutzmittel, sowie auf Wachstumsförderer, Mineraldünger und Agrogentechnik. Außerdem werden den Produkten keine Geschmacksverstärker, künstliche Aromen oder Farb- und Konservierungsstoffe zugefügt. Die Bioprodukte haben die Öko-Nische verlassen. Der Markt wächst. Inzwischen gibt es sie sogar im Supermarkt. Doch noch greift die Mehrheit der Bevölkerung auf nicht ökologisch produzierte, billige Massenprodukte zurück, trotz ihrer häufig negativen Nebeneffekte.

Nur wenn es für ökologisch und sozial hergestellte Produkte auch Abnehmer und Abnehmerinnen gibt, ist für Unternehmen der Umstieg auf eine umweltschonende, faire Produktion reizvoll.

Doch wie viel Bio ist eigentlich möglich? Der steigende Wettbewerb zwischen ökologischen Erzeugern führt dazu, dass viele Produkte unter Bedingungen erzeugt werden, die zwar den Vorschriften für die Produktion entsprechen, aber die grundlegenden Werte der ökologischen Bewegung immer weiter aus dem Blick verlieren.

Welche Voraussetzungen bedarf ein Paradigmenwechsel zum verantwortlichen und nachhaltigen Konsum in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik? Wie steht es um die ökologische Landwirtschaft in Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern? Und vor welchen Herausforderungen steht die Branche?

Diese Fragen wollen wir gemeinsam mit Ihnen diskutieren.

Dazu haben wir eingeladen:
Dr. Hans-Ulrich Grimm, Geschäftsführer von Dr. Watson der Food Detektiv
Nicole Knapstein, Verein landaktiv
Uta Nehls, Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern
Hendrik Fulda, Bündnis 90/Grüne, LAG Landwirtschaft

Für einen Bio-Imbiss ist gesorgt. Wir bitten um Ihre Anmeldung unter post(at)boell-mv.de oder Tel. 0381-4922184.

Eine Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung Mecklenburg-Vorpommern in Kooperation mit der Grünen Hochschulgruppe Greifswald.

Lebensstile im Klimawandel – bio, öko und fair oder lieber billig?

20. Juni 2011, Comments (1)

Ist es möglich, mit wenig Geld ökologisch, biologisch und fair einzukaufen? Fühlen sich VerbraucherInnen ausreichend aufgeklärt über Inhaltsstoffe in Lebensmitteln oder über die Produktionsbedingungen von Konsumartikeln? Ebenso wie aktuelle Studien spiegelt auch eine kleine Umfrage unter den Besuchern der Green New Deal-Debattenreihe zum Thema „Lebensstile im Klimawandel; bio, öko und fair oder lieber billig?“ die Unsicherheit wider. Es gibt Produkt-Siegel, die Sicherheit vermitteln. Doch mittlerweile ist die Landschaft der Siegel und Zertifikate unübersichtlich und groß, so dass der Überblick auf der Strecke bleibt und Vertrauen sinkt.

Das Verbraucherinformationsgesetz, das seit Mai 2008 die Interessen der KonsumentInnen vertreten soll, schafft keine Abhilfe. Es sorgt weder für ausreichend Transparenz noch ist es für die EndverbraucherInnen leicht, alle gewünschten Informationen zu erhalten, die zudem noch kostenpflichtig sind. Um Auskünfte zu bekommen, ist die Einwilligung des Herstellers nötig. Der kann diese verweigern, es sei denn, das Produkt überschreitet zulässige Schadstoffmengen. Das bestätigt auch Eva Bell, Referentin für Verbraucherschutz der Grünen in der Bundestagsfraktion. „Das Gesetz ist eine Hülle und dennoch ein Schritt in die richtige Richtung“, so Bell. Denn Veränderungen hin zu größerer Transparenz und mehr Verbraucherschutz sind nur in vielen kleinen Schritten zu meistern. Mehr als 20 Jahre hat es gedauert, europaweite Standards für ein  Biosiegel in der Lebensmittelindustrie zu schaffen. Auch diese gehen vielen Öko-Landwirten und VerbraucherInnen nicht weit genug, aber ein Anfang ist gemacht, wirbt Bell für Geduld. Mit diesem Beispiel wird deutlich, wie viel  Kraft notwendig ist, um Standards für weitere Produktbereiche zu definieren. (more…)

"Der Öko-Lebensstil setzt sich durch"

17. Juni 2011, Comments (0)

Ein Artikel von Melanie Hofmann in der „Welt online“ setzt sich unter dem Titel „Der Bio-Boom. Warum die Deutschen Vorreiter beim Ökowahn sind“ mit grünen Trends im Konsumverhalten und dem Potential von ökologischen Produkten auseinander.

Ermittlung der technischen Potenziale der erneuerbaren Energieträger in Sachsen sowie deren wirtschaftliche Umsetzungsmöglichkeiten für die Stromerzeugung bis zum Jahr 2020

12. Juni 2011, Comments (0)

Die vorliegende Studie ermittelt die technischen Potenziale für Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen, und geht auch auf deren wirtschaftliche Umsetzbarkeit ein. Die Autoren halten einen Anteil nachhaltig erzeugter Energie von 82% im Jahr 2020 für mach- und umsetzbar. Die Potenzialanalysen werden dabei nach Energieträgern geleistet – auch die Unterscheidung von theoretischem und technischem Potenzial wird vorgenommen. Geologische Rahmenbedingungen sind selbstverständlich auch Teil der Analyse – von Niederschlagsmengen bis hin zur Betrachtung der durchschnittlichen Globalstrahlung. Als langfristiges Ziel – allerdings ohne ein bestimmtes Zieljahr zu nennen – wird eine Energieversorgung aus 100% regenerativen Quellen gennant.

 

 

Erstellt von:

Vereinigung zur Förderung der Nutzung Erneuerbarer Energien VEE Sachsen e.V., Dresden

 

In Auftrag gegeben von:

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Fraktion im Sächsischen Landtag

 

Zur Studie (PDF, 7,8MB)

Arbeiten und Leben in gesicherter Existenz – ACHTUNG, MUSS WEGEN ERKRANKUNG DES REFERENTEN LEIDER AUSFALLEN

23. März 2011, Comments (0)

Do, 13. Oktober 2011, 19.30 Uhr
München, DGB-Haus, Schwanthalerstraße 64

Wer heute von „Arbeit“ spricht, denkt nicht mehr nur an die klassische Erwerbsarbeit. Das liegt zum einen daran, dass nur rund die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland einer solchen Erwerbsarbeit nachgeht. Die andere Hälfte sind Kinder, SchülerInnen, Studierende, RentnerInnen, Arbeitssuchende… Zum anderen gibt es viele Formen der Arbeit, die von vornherein nicht dem Broterwerb dienen: Kindererziehung, Pflege von Familienangehörigen, ehrenamtliches Engagement aller Art usw.
Weniger Abhängigkeit von bezahlter Arbeit und mehr Zeit für die wichtigen Dinge im Leben bedeutet aber auch: Es muss auf andere Weise dafür gesorgt sein, dass die Menschen ihr Leben in gesicherter Existenz führen können.
Welche Konzepte und Leitbilder gibt es für die überfällige Neudefinition des Arbeitsbegriffs? Wie kann die Existenzsicherung der Menschen tragfähig gestaltet werden?
Unsere Veranstaltung geht diesen Fragen nach vor dem Hintergrund eines Konzepts der Ökologisierung des modernen Wohlfahrtsstaats.

Prof. Dr. habil. Michael Opielka, Fachhochschule Jena, Professur für Sozialpolitik und Geschäftsführer des Instituts für Sozialökologie in Siegburg

Die Veranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe „Welche Wirtschaft wollen wir?“ der Petra Kelly Stiftung e.V.

Infos und Kontakt:
Petra-Kelly-Stiftung
Reichenbachstraße 3A, 80469 München
Tel.: 089/24 22 67-30, Fax: 089/24 22 67-47
info@petra-kelly-stiftung.de

Hamburg: Meatfree Monday – Klimaschutz mit Messer und Gabel

20. Oktober 2010, Comments (0)

Diskussionsveranstaltung
im Rahmen der Campustour

Di, 26.10.10, 19:30 bis 21:30 Uhr
Universität Hamburg, 20146 Hamburg, Edmund-Siemers-Allee 1

Fleischlos für die Atmosphäre?! Die Lebensmittelproduktion belastet das Klima stärker als der weltweite Verkehr. Unser Fleischkonsum ist mit ca. 20 % am Klimawandels beteiligt. (Keine) „Tiere essen“ ist auch über die Klimaauswirkungen hinaus ein aktuelles Thema in den Medien. Neben der Reduzierung des Konsums von tierischen Produkten ist die Wahl ökologischer Produkte bereits ein Schritt zur klimafreundlicheren Ernährung. Tatsächlich ist der Fleischverbrauch steigend. Daher ist es dringend notwendig, sich sowohl über die Zusammenhänge von Ernährung und Klima zu informieren, als auch nach Strategien zu suchen, wie Leitlinien im Alltagsleben unterschiedlicher Zielgruppen der Gesellschaft implementiert werden können. Diese Kooperationsveranstaltung möchte nicht nur die Gruppe der Studierenden für einen Ernährungswandel gewinnen.

Mit:

  • Karen Duve, Autorin, demnächst erscheint ihr Buch: „Anständig essen: Wie ich versuchte, ein besserer Mensch zu werden. Ein Selbstversuch“
  • Thomas Schönberger, VEBU (Vegetarierbund Deutschland)
  • Joern Callies, GreenFlux
  • Jürgen Knirsch, Greenpeace

Moderation: Anke Butscher, Politik- und Unternehmensberaterin

Eine Kooperationsveranstaltung von umdenken e.V., Ökomarkt Hamburg und Campus Grün

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