Ein Autokonzern wie VW, das ist die richtige Adresse für die Lösung der Mobilitätsprobleme der Zukunft. Sagt Gerhard Prätorius, Leiter Koordination „CSR und Nachhaltigkeit“ der Volkswagen Aktiengesellschaft. Der Konzern investiert derzeit viel Geld in die Fortentwicklung des alten Verbrennungsmotors, in Konzepte der Integration von Hybrid- und Elektromobilität, in intelligente Verkehrslenkungssysteme und arbeitet so auf verschiedenen Feldern an einer nachhaltigen Verkehrs-Konzepten und CO2-neutraler Mobilität. Denn, so Prätorius, für die Zukunft sind „Teile des heutigen Systems nicht geeignet”.
Das Problem stellt sich weltweit: Nicht nur in europäischen Metropolen geht zur Rush Hour manchmal gar nichts mehr, auch zum Beispiel Peking, so erinnerte Peter Rüdel (Heinrich-Böll-Stiftung Bremen) für die Veranstalter des „Wissenschaftssalons“ in Hannover, kennt den alltäglichen Verkehrskollaps.
In Hannover traf der VW-Mann Prätorius auf den Wiener Verkehrwissenschaftler Hermann Knoflacher, der genau das Gegenteil sagt: Die Lobby der Autokonzerne ist ein Teil des Problems und keinesfalls eine gute Adresse für die Lösung. Denn, so Knoflacher, das Problem liegt in einer Strukturpolitik des städtischen Raumes, die dem Auto den Vorrang einräumt und den Menschen den Eindruck vermittelt, es sei normal, wenn sie verdrängt werden. (weiterlesen…)
Die Deutsche Energie-Agentur Gmbh (dena) berichtet auf ihrer Website über die von ihr ins Leben gerufene “Initiative Erdgasmobilität”. Die Initiative, die führende Vertreter der Fahrzeughersteller und Energiewirtschaft sowie den ADAC an einen Tisch bringt, soll den Markt für die Erdgastechnologie in Deutschland voranbringen. Die Mitglieder erklärten im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz auf der diesjährigen Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main, dass sie das Angebot an Erdgasfahrzeugen erweitern, das Tankstellennetz ausbauen und den Anteil an Biomethan im Kraftstoff Erdgas erhöhen wollen.
Autor: Michael Walther, Stadt- und Verkehrsgeograf und Vorstandsreferent in der Heinrich-Böll-Stiftung
Die fossilen Energieträger reichen nicht aus, um die Mobilitätsansprüche einer wachsenden Weltbevölkerung zu befriedigen. Darüber hinaus besteht gesellschaftlicher Konsenz, dass eine Kompensation des Treibstoffs Öl erforderlich ist, um eine CO2- neutrale Mobiltät zu gewährleisten. Doch über die Instrumente und Wege zu einer nachhaltigen Mobilität wird gestritten. Ist das Automobil als Verkehrsmittel noch zeitgemäß? Welche Auswirkungen hat ein Transformationsprozess der Automobilindustrie in Deutschland auf Arbeitsplätz und Wohlstand? Welche politischen Weichenstellungen sind notwendig, um den Fehlentwicklungen der vergangenen Dekaden entgegenzuwirken? Über diese Fragen diskutierten Prof. Knoflader, Universität Wien und Dr. Prätorius, Konzernbeauftragter für gesellschaftliche Verantwortung und Nachhaltigkeit bei Volkswagen. Der Wissenschaftssalon „Mobilität ohne Zukunft“, an dem zahlreiche Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Verbänden und Politik in Hannover am 15.11.2011 teilnahmen, wurde von Ulrike Hermann moderiert. Sie ist Wirtschaftskorrespondentin der taz.
Kostenintensive Infrastruktur
Der Infrastrukturausbau einerseits sowie die technischen Entwicklungen andererseits ermöglichen uns heute eine enorme Mobilität. (weiterlesen…)
Der Verkehr ist ein großer Energieverbraucher mit hohem Potenzial für eine Steigerung der Energieeffizienz und des Einsatzes erneuerbarer Energien. Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) informiert auf ihrer Website über Aktivitäten, Projekte und Veröffentlichungen zu diesem Themenfeld.
15. November 2011, 11 Uhr
Wissenschaftssalon Hannover
Wie kann zukunftsfähige Mobilität aussehen? Und welche Rolle spielt die Industrie dabei?
Fakt ist: die fossilen Brennstoffe – und damit auch Benzin und Diesel – sind endlich. An der Grenze des Verträglichen ist auch die Belastung unserer Atmosphäre angelangt. Klimawandel ist in aller Munde. Lieb gewonnene Gewohnheiten und Selbstverständlichkeiten müssen hinterfragt und verändert werden. Verbunden damit ist die Frage nach der Zukunft unserer Mobilität. Eine erste Antwort darauf ist das Elektroauto. In den sich verdichtenden Städten gerät der Individualverkehr allerdings schon heute zunehmend mit anderen Interessen in Konflikt. In vielen Städten/Stadtteilen stehen jedem Parkplatz 1,5 gemeldete Autos gegenüber. Vielleicht ist in den Stadtkernen ein Leben ohne Auto vorstellbar, doch was geschieht mit dem Land? Welche Alternativen lässt der Trend zum „Zurück in die Stadt“, der das Land leerer macht, dort zum Individualverkehr? Gibt es technische Lösungen? Oder müssen wir Mobilität ganz neu denken, also auch darüber nachdenken, wie wir leben wollen?
Fakt ist: die fossilen Brennstoffe – und damit auch Benzin und Diesel – sind endlich. An der Grenze des Verträglichen ist auch die Belastung unserer Atmosphäre angelangt. Klimawandel ist in aller Munde. Lieb gewonnene Gewohnheiten und Selbstverständlichkeiten müssen hinterfragt und verändert werden. Verbunden damit ist die Frage nach der Zukunft unserer Mobilität. Eine erste Antwort darauf ist das Elektroauto. In den sich verdichtenden Städten gerät der Individualverkehr allerdings schon heute zunehmend mit anderen Interessen in Konflikt. In vielen Städten/Stadtteilen stehen jedem Parkplatz 1,5 gemeldete Autos gegenüber. Vielleicht ist in den Stadtkernen ein Leben ohne Auto vorstellbar, doch was geschieht mit dem Land? Welche Alternativen lässt der Trend zum „Zurück in die Stadt“, der das Land leerer macht, dort zum Individualverkehr? Gibt es technische Lösungen? Oder müssen wir Mobilität ganz neu denken, also auch darüber nachdenken, wie wir leben wollen?
Wie kann zukunftsfähige Mobilität aussehen? Und welche Rolle spielt die Industrie dabei? Darüber wollen wir mit Ihnen und unseren Gästen nachdenken.
mit:
Prof. Dr. Hermann Knoflacher, Institut für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik der Technischen Universität Wien
Christel Wemheuer, Dezernentin Landkreis Göttingen
Moderation: Silke Inselmann, Stiftung Leben & Umwelt – Heinrich Böll Stiftung Niedersachsen
Dienstag, 15. November um 19:00
Bremen, Galerie Plantage 13, Eingang 26
Fakt ist: die fossilen Brennstoffe – und damit auch Benzin und Diesel – sind endlich. An der Grenze des Verträglichen ist auch die Belastung unserer Atmosphäre angelangt. Klimawandel ist in aller Munde. Lieb gewonnene Gewohnheiten und Selbstverständlichkeiten müssen hinterfragt und verändert werden. Verbunden damit ist die Frage nach der Zukunft unserer Mobilität. Eine erste Antwort darauf ist das Elektroauto. In den sich verdichtenden Städten gerät der Individualverkehr allerdings schon heute zunehmend mit anderen Interessen in Konflikt. In vielen Städten/Stadtteilen stehen jedem Parkplatz 1,5 gemeldete Autos gegenüber. Vielleicht ist in den Stadtkernen ein Leben ohne Auto vorstellbar, doch was geschieht mit dem Land? Welche Alternativen lässt der Trend zum „Zurück in die Stadt“, der das Land leerer macht, dort zum Individualverkehr? Gibt es technische Lösungen? Oder müssen wir Mobilität ganz neu denken, also auch darüber nachdenken, wie wir leben wollen?
Wie kann zukunftsfähige Mobilität aussehen? Und welche Rolle spielt die Industrie dabei? Darüber wollen wir mit Ihnen und unseren Gästen nachdenken.
mit:
Prof. Dr. Hermann Knoflacher, Institut für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik der Technischen Universität Wien
Dr. Lothar Ulsamer, Leiter föderale und kommunale Projekte, Stiftungen; External Affairs and Public Policy, Daimler AG
Dr. Joachim Lohse, Senator für Umwelt, Bau und Verkehr in Bremen
Moderation: Ralph Saxe, Mitglied der Bremischen Bürgerschaft, B90/Die Grünen
In Brandenburg baut der Unternehmer Michael Hecken hochwertige Elektroräder, die so schnell fahren wie ein Moped und schnittig aussehen wie ein Mountainbike. Nun will Daimler mit ihm kooperieren und mit ihm ein massenkompatibles und preisgünstiges E-Bike entwickeln. Zum Artikel von Jens Blankennagel für die Berliner Zeitung.
Der Batterieentwickler Mirco Hannemann fuhr im Oktober vergangenen Jahres mit einem Elektroauto nonstop von München nach Berlin – und provozierte damit die Automobilbranche, die die geringe Leistungsfähigkeit von Batterien als ein Haupthindernis für Elektroautos betrachtet. In einem Interview mit der Berliner Zeitung spricht er über Elektromobilität und sein Verhältnis zur Auto-Industrie. Hannemann sagt: “Ich habe erreicht, dass die Industrie nicht mehr behaupten kann, das Elektroauto gibt es nicht, weil es keine leistungsfähigen Batterien gibt.”
Ist Mobilität ein menschliches Grundbedürfnis? Bedeutet freie und sichere Mobilität Lebensqualität? Ist soziale Teilhabe und Kommunikation nur mobil denkbar oder zerstört sie nicht eher, was sie sucht? Zu welchem Handeln zwingen uns die noch steigenden Energiepreise und zunehmenden Klimaveränderungen? Wie soll dies aussehen? Wie wollen wir leben?
mit
* Barbara Lenz, Leiterin des Instituts für Verkehrsforschung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Sonderprofessur TU Berlin Verkehrsnachfrage und Verkehrswirkung
* Weert Canzler, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und Initiator der „Projektgruppe Mobilität”
* Wolfgang Lohbeck, Klima- und Verkehrsexperte bei Greenpeace
* Martin Oldeland, Vorstandsmitglied B.A.U.M. e.V. (Bundesdeuscher Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management)
Moderation:
* Heike Wohltmann, plan-werkStadt, Büro für Stadtplanung und Beratung, Bremen
Die Heinrich-Böll-Stiftungen bieten ein Forum für Vernetzung und Auseinandersetzung mit dem Ziel, Ökologie und Ökonomie zusammen zu denken und das ökonomische Handeln an gesellschaftlicher und globaler Verantwortung auszurichten.