Soziales « Green New Deal

Artikel getagged mit ‘Soziales’

Kiel: Green New Deal – Green New Jobs? Welche Anforderungen stellt eine öko-soziale Wirtschaft an Arbeitsplätze und berufliche Qualifikation?

17. November 2011, Comments (2)

6. Dez. 2011, 10.00 bis 15.00 Uhr
Altes Rathaus Kiel, Fleethörn 18-24, 24103 Kiel (Sitzungssaal 1, Zugang über den Rathausplatz)

Fachdiskurs

Die Notwendigkeit eines grundlegenden Umbaus der Wirtschaft in globaler Perspektive ist mittlerweile zu einer breit getragenen Einsicht und Forderung geworden. Sparsamer und effizienter Einsatz von Rohstoffen, Dekarbonisierung und regenerative Energie, Lebensstiländerungen und globale Solidarität sind die zentralen Stichworte dieser Entwicklung, die den Kern des Konzept „Green New Deal“ ausmachen.

Doch wie wird sich ein Weltwirtschaftssystem, das sich an ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit orientiert, auf die Arbeitswelt, auf die Qualität der Arbeitsplätze, auf die soziale Situation und die Qualifikation von ArbeitnehmerInnen auswirken? Und welcher Entwicklungsbedarf lässt sich daraus für die Bildungslandschaft ableiten? Das wollen wir gemeinsam mit Fachleuten diskutieren.

Das Programm

10:00 Uhr Begrüßung und Einführung
10:15 Uhr Impulsreferat: Die Zukunft der Arbeit in einer öko-sozialen Wirtschaft
Dieter Rulff, freier Journalist, Berlin
10:45 Uhr Resonanz
Joseph Mikschl, Landesfachgruppenvorsitzender Erwachsenenbildung  N.N., GEW Schleswig-Holstein, Handwerkskammer Flensburg
Friederike Meyn, Studentin, Uni Kiel
Michael Stremlau, Geschäftsführer Jobcenter Kiel
11:30 Uhr Pause
11:50 Uhr Blitzintervention: Neue Arbeit – neue Perspektiven?
Dr. Hans Meves, Neue Arbeit – Neue Kultur Kiel e.V.
11:55 Uhr Arbeitsgruppen: Von der öko-sozialen Wirtschaft zur öko-sozialen Arbeit – Ideen und Erfordernisse
13:20 Uhr Kurze Berichte aus den Arbeitsgruppen: Was braucht der neue öko-soziale Arbeitsmarkt?
13:50 Uhr Erste Nachbetrachtung zur Tagung: Wer sorgt für den Schwung?
14:00 Uhr Kleiner Imbiss und Ausklang

Tagungsleitung: Doris Lorenz, Doris Lorenz – Beratung und Management
Konzeption: Heike Hackmann, ÖKOPARTNER Beratung – Bildung – Projekte

Als Nikolausgeschenk für unsere TeilnehmerInnen gibt es die aktuelle Studie „Wege in eine inklusive Arbeitsgesellschaft“.

Veranstalterin: Heinrich Böll-Stiftung Schleswig-Holstein in Kooperation mit:
Kieler Forum Weiterbildung, Neue Arbeit – Neue Kultur Kiel e.V., GEW Landesverband Schleswig-Holstein

Die Teilnahme ist kostenlos.

Green New Deal – das neue deutsche Jobwunder?

11. November 2011, Comments (0)

Autorin: Ute Brümmer, Referentin für Wirtschaft und Finanzen Heinrich-Böll-Stiftung

16% der zukünftigen Wirtschaftsleistung können für die Umweltsektoren prognostiziert werden, besagt eine Untersuchung des Wirtschaftsberaters Roland Berger. Auch die Grünen erwarten vom Green New Deal, der ökologischen Transformation der Wirtschaft, eine Million neue Jobs. Damit  wäre der Green New Deal ein großer Job-Motor und Antreiber eines forcierten Strukturwandels in einem Wachstumsbereich der Wirtschaft.

Inwieweit diese Prognose realistisch eingeschätzt ist, eruierte Dr. Nina Scheer, Geschäftsführerin von UnternehmensGrün e.V. und Moderatorin des Workshops Green New Deal – das neue deutsche Jobwunder, im Rahmen der Tagung Green New New Deal – Die Zukunft beginnt jetzt!


v.l.n.r.: Anja Hajduk, Kai Hunemorder, Nina Scheer, Hartmut Meine

Dr. Kai Hünemörder, im Projekt Umweltpartnerschaft der Handwerkskammer Hamburg tätig, gewinnt dieser Zukunftsvision sehr viel ab. Er nennt als Indikator die sich bereits abzeichnenden Schwierigkeiten der Unternehmen, passgenau qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Hünemörder warnte zugleich, dass diesem Jobwunder der Treibstoff ausgehen könnte: die zur Verfügung stehenden Beschäftigten. (more…)

Wie das Aufeinanderprallen von Klima- und Denkmalschutz das „Soziale“ verdrängte

9. November 2011, Comments (0)

Das Forum „Green New Deal in der Stadt“ als Beispiel für die Vernachlässigung des „Sozialen“ bei der Hamburger Konferenz „Green New Deal – Die Zukunft beginnt jetzt“ Anfang November 2011

Autor: David Koch, Student für Deutsch-Französische Sozialwissenschaften an der Universität Freiburg, Stipendiat der Heinrich-Böll-Stiftung

Mit dem Forum „Green New Deal in der Stadt: Stadtästhetik – Energieeffizienz – Mietpreise“ wurde ein auch für Hamburg bedeutendes Themenfeld  zur Diskussion gestellt: Die Folgen der energetischen Gebäudesanierung für Denkmalschutz und Mietpreisentwicklung. Wer dachte, dass die Debatte aufgrund des wenige Tage zuvor veröffentlichten Hamburger Mietspiegels besonders auf die Problematik steigender Mieten fokussiert sein würde, täuschte sich. Die Diskussion spitzte sich sehr schnell auf den Konflikt zwischen Klimaschutz und Denkmalpflege zu. Die aktuelle Kontroverse um Mieterhöhungen blieb außen vor.

v.l.n.r.: Uta Bauer, Andreas Rietz, Frank Pieter Hesse, Iris Behr

Gebäudesanierung ist mehr als Fassadendämmung

Andreas Rietz, Referatsleiter Nachhaltiges Bauen, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, und Iris Behr, Sprecherin der BAG Planen, Bauen, Wohnen Bündnis 90/Die Grünen sowie Vertreterin des Institut Wohnen und Umwelt GmbH, unterstrichen zu Beginn, dass noch viel Potential im Bereich der energetischen Sanierung des Baubestandes bestünde. Die von Herrn Rietz in den Vordergrund gerückte Fassadendämmung wurde von Frank Peter Hesse, Leiter des Denkmalschutzamtes der Freien und Hansestadt Hamburg, kritisch hinterfragt. Nachhaltigkeit verstünde er auch als die Bewahrung des kulturellen Erbes. (more…)

Verbesserte Abschätzung des in Baden- Württemberg wirksamen Investitionsimpulses durch die Förderung Erneuerbarer Energien

23. Juni 2011, Comments (0)

Die vorliegende Studie untersucht die Bruttobeschäftigungseffekte durch den Ausbau und Betrieb von Anlagen zur Energiegewinnung aus Erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg. Zunächst findet sich eine Analyse der Beschäftigungssituation in 2008. Die Investitionsimpulse, aufgeschlüsselt nach Technologien/Branchen, werden über den Zeitraum der Betrachtung bis 2020 abgeschätzt. So kommt die Studie zu dem Schluss, das zwischen 2009 und 2020 insgesamt 100.000 Vollbeschäftigungsjahre mit dem Erreichen der Ziele des Energiekonzepts 2020 verbunden sind. An dieser Stelle sei noch einmal darauf hingewisen, das es sich dabei um ein Bruttobeschäftigungsvolumen handelt.

Erstellt von: Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), Stuttgart

In Auftrag gegeben von: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

Zur Studie (PDF, 381KB)

Der Weg zum Energieland Hessen

17. Juni 2011, Comments (0)

Die Studie des Eurosolar e.V. entwirft ein Szenario, in dem der Strombedarf des Landes Hessen im Jahr 2025 zu 100% durch Erneuerbare Energien gedeckt ist. Die Autoren berücksichtigen dabei ausschließlich aktuell verfügbare Technologien. Der Fokus liegt hier auf den Erzeugungsformen Windkraft, Solarkraft und Biomasse. Die größten Potenziale liegen hier in der Windkraft. Im Szenario deckt sie im Jahr 2025 35% am gesamten Strombedarf. Auch Bruttoarbeitsmarkteffekte werden von den Autoren beschrieben – sie sehen für Hessen hier ein Potenzial von bis zu 60.000 Arbeitsplätzen. Zusätzlich findet sich ein Überblick über die Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Hessen, sowie ein Fallbeispiel für ein regeneratives Kombikraftwerk.

Erstellt von: Eurosolar e.V.

Zur Studie (PDF, 12,7MB)

Erfassung der Beschäftigungs- und Umsatzentwicklungen durch die Nutzung Erneuerbarer Energien im Freistaat Sachsen für das Jahr 2007

16. Juni 2011, Comments (0)

Die Studie der sächsischen Energieagentur beleuchtet die Umsatz- und Beschäftigungsentwicklung der Unternehmen in der Branche Erneuerbare Energien im Freistaat Sachsen. Die Studie leistet einen Überblick über die in der Branche tätigen Unternehmen, die Anzahl der Beschäftigten für die Jahre 2007 bis 2010 – mit einem Zuwachs von über 30% – und die Umsatzentwicklung der Unternehmen. Außerdem findet sich eine Prognose zur Beschäftigungsentwicklung der Branche.

 

 

 

 

 

Erstellt von:

Sächsische Energieagentur SAENA  GmbH


Zur Studie (PDF, 568KB)

Wertschöpfung und Beschäftigung durch Erneuerbare Energien in Mecklenburg-Vorpommern 2010 und 2030

4. Juni 2011, Comments (0)

Die vorliegende Untersuchung beschreibt die regionalen und kommunalen Wertschöpfungsketten 16 verschiedener Technologien im Bereich der regenerativen Energien. Darüber hinaus wird die Beschäftigungswirkung der einzelnen Energieerzeugungsformen untersucht. Die Autoren sehen  überwiegend positive Effekte auf den Arbeitsmarkt durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Während Mecklenburg-Vorpommern durch den bereits geleisteten Ausbau im Jahr 2010 240 Mio. € bei dem Import von Energieträgern gespart hat, geht die Untersuchung davon aus, dass sich bis zum Jahr 2030 hier Kosten von bis zu 2,1 Mrd. € p.a. sparen lassen.

 

 

 

 

Erstellt von:

Institut für ökologische Wirtschaftsforschung, Berlin

 

In Auftrag gegeben von:

SPD-Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern

 

Zur Studie (PDF, 406KB)

 

Kurz- und langfristige Auswirkungen des Ausbaus der erneuerbaren Energien auf den deutschen Arbeitsmarkt

17. Mai 2011, Comments (0)

Die vorliegende Studie leistet nicht nur einen Überblick über die vorraussichtliche Bruttobeschäftigung, sondern geht auch ausführlich auf die zu erwartenden Nettoeffekte auf dem Arbeitsmarkt durch den Ausbau Ernerbarer Energien ein. Die Analyse nimmt dabei Rücksicht auf verschiedene Preisentwicklungspfade für die fossilen Energieträger. Für die Untersuchung wurde dabei das PANTA-RHEI-Modell gewählt, das bei der Analyse komplexer umweltökonomischer Dependezen leistungsfähiger als die klassische Input/Output-Tabelle ist.

 

 

 

 

 

Erstellt von:

Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Berlin
Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturförderung (GWS) mbH, Osnabrück
Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (ISI), Karlsruhe
Zentrum für Sonnenernergie- und Wasserstoffforschung, Stuttgart

 

In Auftrag gegeben von:

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

 

Zur Studie (PDF, 3,2MB)

Erneuerbare Energien: Arbeitsplatzeffekte

1. Mai 2011, Comments (0)

70.000 Arbeitsplätze – das ist nach Ansicht der Autoren das Nettobeschäftigungspotenzial durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland bis 2020. Das Groß wird dabei mittelständischen Betrieben zugerechnet – so wie die Branche insgesamt stark durch KMUs geprägt ist. Die Differenzkosten der Erneurbaren Energien werden – so das vorliegende Papier – schon im Jahr 2020 kleiner gleich Null liegen. Zusätzlich finden sich Aussagen zur regionalen Verteilung der Beschäftigungseffekte, wobei diese aufgrund der schlechten Datenlage nur Annäherungen darstellen.

 

 

 

 

Erstellt von:

Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), Stuttgart
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Stuttgart
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin
Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS), Osnabrück

 

In Auftrag gegeben von:

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

 

Zur Studie (PDF, 5,1 MB)

Video: Welchen Sozialstaat können wir uns leisten?

13. Dezember 2010, Comments (1)


Der Sozialstaat steht in der Diskussion: Der Verschuldungsgrad öffentlicher Haushalte bedeutet eine Herausforderung für die Finanzierung der sozialen Sicherheit. Nach den Konjunkturpaketen I und II folgen jetzt drastische Sparmaßnahmen, die besonders Familien, Alleinerziehende und Menschen mit niedrigem Einkommen treffen. (more…)

Kalender