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Artikel getagged mit ‘Stadtentwicklung’

Wege zu einem Green New Deal der Städte

20. September 2010, Comments (0)

Berlin, 17. September 2010

Der weltweite Energiebedarf steigt. Die Mehrheit der Weltbevölkerung lebt in Städten, womit diese die größten CO2-Emittenten darstellen. Städte stehen vor der Herausforderung, die Bedürfnisse nach Energie und Mobilität zu sichern und gleichzeitig für eine möglichst hohe Lebensqualität Sorge zu tragen. Um die richtigen Antworten und Strategien zu entwickeln, sind Städte auch Experimentierfelder. Die technischen Innovationen sind ein Schlüssel, diesen Herausforderungen zu begegnen.

Die technische Entwicklung sind die Beschäftigungspotenziale der Zukunft in Deutschland. Eine besondere Bedeutung kommt Berlin zu, dass bereits ca. 40.000 Jobs im Bereich der Green Economy hat. Die hervorragenden Rahmenbedingen mit zahlreichen Institutionen aus Wissenschaft und Forschung bieten die Chance, ein Kompetenzzentrum für grüne Technologien in Deutschland und Europa zu werden. Damit ebenfalls verbunden ist, wieder eine nennenswerte neue Industriestruktur aufzubauen und den Anteil von zum Teil prekären Jobs im Dienstleistungssektor zu verringern. Ramona Pop, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Abgeordnetenhaus, erwartet eine Zunahme an qualifizierten Arbeitsplätzen. Sie mahnt den zunehmenden Fachkräftemangel in Berlin und Brandenburg an. Da für gut ausgebildete Hochschulabsolvent_innen derzeit keine Jobangebote bestehen, wandern diese ab und gehen der Region verloren. Für die neuen Jobs der Green Economy müssen sich auch die Ausbildungsangebote verändern und anpassen. (more…)

Neue Mobilitätskonzepte für die Stadt

20. September 2010, Comments (0)

Berlin, 17. September 2010

Die Entwicklung neuer Mobilitätskonzepte ist für den Klimaschutz, für eine erhöhte Lebensqualität sowie für die Daseinsvorsorge unumgänglich, wie Claudia Hämmerling, verkehrspolitische Sprecherin von Bündnis 90/ Die Grünen, einleitend erklärt. Der Straßenverkehr hat sich in Berlin seit 1990 um 30% erhöht. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, ist neben einer Verhaltensänderung aller Verkehrsteilnehmer_innen das Einsetzen neuer Konzepte notwendig.

Andreas Leo, Pressesprecher des Daimler-Projekts Car2Go, stellt das neue Car2Go-Projekt von Daimler als Weiterentwicklung von Carsharing vor. Daimlers Kerngeschäft bleibt zwar weiterhin der Autoverkauf, mit diesem neuen Geschäftsmodell allerdings geht Daimler auf die heutigen Trends in der Gesellschaft ein. Aufgrund der Urbanisierung, der Marktveränderung (das eigene Auto als Statussymbol verliert an Bedeutung) und der zunehmenden Einschränkungen bezüglich des motorisierten Individualverkehrs in den Innenstädten, steigt der Bedarf an alternativen Transportmitteln. Besonders an der neuen Carsharing-Variante, die Daimler bietet, sei die hohe Flexibilität. Anstatt an festen Stationen können die Fahrzeuge in der gesamten Stadt abgestellt werden; es sind keine Reservierungen nötig und Oneway-Fahrten sind möglich. Das Projekt wurde in Ulm sowie in Austin, Texas, USA, realisiert und weise in beiden Städten hohe Kundenzufriedenheit auf. Aktuell werden weitere Gespräche mit Städten in Europa und Nordamerika geführt.

Sarah Rubinstein von Dixon Jones Architekten, Leiterin des Exhibition Road-Projekt in London, stellt das Shared Space Projekt in der Exhibition Road in London vor. Aufgrund der Lage der Straße inmitten wichtiger Museen und anderer Institutionen mit hohem Fußgängeraufkommen stellte die gewöhnliche Straßenaufteilung große Probleme dar, da die Fußwege verhältnismäßig klein und die stark befahrene Fahrbahn schwer zu überqueren war. Durch einen neuen Straßenbelag und die Verlegung des motorisierten Verkehrs auf nur eine Hälfte der Straße werde eindeutig den Fußgängern mehr Bedeutung zugeschrieben. Von den Autofahrern wird erhöhte Aufmerksamkeit und Rücksicht abverlangt. Eine Shared Space Zone in der Londoner Innenstadt einzurichten, bedurfte zwar vieler Diskussionen, stelle sich aber inzwischen als sehr erfolgreiches und gelungenes Projekt dar.

Dr. Reinhard Loske, Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa in Bremen, fordert bei der Entwicklung neuer Mobilitätskonzepte, alle Nachteile der heutigen Mobilität zu berücksichtigen und sich nicht nur auf einzelne Probleme zu beschränken. So beheben zum Beispiel Elektroautos zwar das Problem des Ressourcenverbrauchs, nicht aber das des Flächenverbrauchs. Weiterhin benennt er diverse Maßnahmen, die in Bremen unter dem Leitbild ‚Bremen 2020‘ umgesetzt werden sollen. Dies seien die Steigerung und Verbesserung des Rad- und Fußverkehrs, der Ausbau und die Optimierung des ÖPNV, die Förderung alternativer Transportmittel sowie die Privilegierung einzelner Verkehrsträger.

In der abschließenden Podiumsdiskussion betont Prof. Dr. Barbara Lenz, Leiterin des Instituts für Verkehrsforschung an der FU-Berlin, dass es nicht die eine große Idee für die Verbesserung der aktuellen Verkehrssituation gibt, sondern dass diese aus vielen kleinen Bausteinen bestehe; Bausteine wie die zuvor genannten Konzepte. Um das Auto allerdings komplett aus der Stadt zu verbannen, müssen wir noch innovativer und mutiger an neue Konzepte herangehen.

Ein Artikel von Meike Hartmuth

Die Diskussion fand im Rahmen der internationalen Konferenz „Greening the City- Strategien für einen Green New Deal der Städte“ statt.

Strategien für urbanen Klimaschutz

20. September 2010, Comments (0)

Berlin, 17. September 2010

Anja Hajduk, Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt in Hamburg, äußert ihre Freude darüber, dass Hamburg den Titel Europäische Umwelthauptstadt verliehen bekommen hat. Mit diesem Titel sei jedoch eine große Verantwortung verknüpft. Zwar sei der CO2-Ausstoß mit knapp 10 t pro Kopf geringer als in anderen deutschen Großstädten, doch läge dieser noch oberhalb von anderen Städten wie beispielsweise Stockholm. Sie weist auf die ehrgeizigen Klimaziele des Hamburger Senats hin, nämlich das verbindliche CO2-Reduktionsziel von 40 % bis 2020 und mindestens 80 % bis 2050. Hajduk stellt einige innovative Projekte vor, so zum Beispiel den Energieberg und den Energiebunker im Rahmen der IBA Hamburg sowie das neu gegründete Stadtwerk Hamburg Energie. Der Masterplan Klimaschutz des Senats soll im Oktober 2010 verabschiedet werden und umfasst unter anderem die Themen Mobilität und energetische Gebäudesanierung.

Dr. Fritz Reussig vom Potsdam-Institut für Klimaforschung bewertet den Klimadiskurs der letzten Jahre positiv. Er bezeichnet die Städte global sowohl als Opfer, beispielsweise durch Überflutungen wie in New Orleans, als auch als Täter, da sie das meiste CO2 emittieren. Er weist darauf hin, dass Städte von anderen Städten lernen sollten, vor allem was Möglichkeiten betrifft, den CO2-Fußabdruck zu verkleinern. Auch über Lebensstile müsse man reden, da erst Lebensstile und Technologien zusammen das Emissionsniveau ergäben. Als Beispiel nennt er die als Null-Emissions-Stadt geplante Universitätsstadt Masdar in den VAE. Dort würden Bewohner mit einem Handbuch für das Leben in der Stadt instruiert. Er bringt Emissionshandel zwischen Lebensstilgruppen als Idee ins Spiel und verweist auf die Kraft positiver Beispiele wie die Disko, die Strom erzeugt.

Fabian Tacke, Vorstand der KlimaGut Immobilien AG in Berlin, legt das Hauptaugenmerk auf die Thematik der Gebäude innerhalb der Städte, da sie 40 % der CO2-Emission ausmachten. In diesem Kontext nannte er die Diskussion über Energiesparlampen einen Nebenkriegsschauplatz. Er formulierte das langfristige Ziel, hier die CO2-Emission zu 100 % zu reduzieren. Die Kosten für die energetische Gebäudesanierungen seien nicht wesentlich höher als bei „normalen“ Sanierungen. Die Kaltmiete in den sanierten Gebäuden würde für die Mieter steigen, die Nebenkosten würden sinken. Insgesamt rechnet er jedoch mit einem Anstieg der Gesamtmiete um ca. 25 %. Oft reichten schon einfache Maßnahmen, und große Einsparungseffekte zu erzielen. Weiter schlug er vor, auf institutioneller Ebene Fördermaßnahmen zu beschließen, die die Erreichung des 100%-Ziels weiter flankieren, und die Gebäudesanierung in den Emissionshandel mit einzubeziehen.

In der nachfolgenden Diskussion wird insbesondere auf den (scheinbaren) Wiederspruch aus Sozialverträglichkeit und Klimaschutz aufmerksam gemacht. Anja Hajduk und Franz Schulz, Bezirksbürgermeister und Leiter der Abteilung Stadtentwicklung von Friedrichshain-Kreuzberg, machen deutlich, dass die von Fabian Tacke eingebrachte Zahl von 25 % Aufschlag auf die Gesamtmiete sozial unverträglich seien. Die von Franz Schulz eingebrachte Mieterhöhung bei städtischen Wohnungsbaugesellschaften von 50 Cent/m2 wird hingegen als akzeptabel angesehen. Anja Hajduk moniert, dass die soziale Frage nicht als „Totschlagargument“ gegen die energetische Gebäudesanierung eingesetzt werden dürfe. Franz Schulz warf zudem die Frage auf, warum Wärmegewinnung aus Abwasser nicht möglich sei. Hajduk nennt die dezentrale Energieerzeugung, Fernwärme aus regenerativen Energien und die Veränderung des Verkehrsverhaltens als entscheidende Stellschrauben für wirksamen städtischen Klimaschutz.
Bei der die Diskussion abschließenden Befragung des Publikums wird gefordert, die Bevölkerung mit der Wahrheit zu konfrontieren und Fakten zu liefern. Eine Klimapolitik ohne soziale Abfederung sei nicht wünschenswert. Damit der Lebensstil der urbanen Bevölkerung sich ändere, müsse sie mitgenommen werden auf dem Weg hin in die völlige Abkehr von fossilen Energieträgern.

Ein Artikel von Oliver Heil

Die Diskussion fand im Rahmen der internationalen Konferenz „Greening the City- Strategien für einen Green New Deal der Städte“ statt.

Von der Vision zur Realität – Stadt nachhaltig planen und bauen

20. September 2010, Comments (0)

Berlin, 17. September 2010

Kees Kaan, Amsterdamer Architekt und Urbanist, erläutert Wege, die Potenziale von Städten klimagerecht und nachhaltig zu nutzen. Am Beispiel der Städte Amsterdam, Rotterdam und Frankfurt verdeutlicht er, welche Folgen die Ausdehnung der Städte, der demographische Wandel, die Veränderung der Wohnvorstellungen haben. Nicht nur die Nutzung von Gebäuden und des öffentlichen Raums, auch die Vorstellungen von Stadtentwicklung und Urbanität müssen, seiner Meinung nach, grundlegend überdacht werden. Dabei gilt es für Flächen und Gebäuden zusätzliche Nutzungen zu ermöglichen, um somit Bausubstanz und Freiraum sinnvoll (aus-)zunutzen. Jede Stadt steht dabei vor der Herausforderung, den eigenen Weg zur Dichte zu finden. Während in Rotterdam, aufgrund begrenzter Ausdehnungsmöglichkeiten eine hohe Dichte mit Hochhäusern erzielt wird, wird in Amsterdam eine hohe Dichte bei flacher Bebauung mit Flächenreserven im Hafenbereich erziehlt.

In El Prat de Llobregat bei Barcelona stehen die Planer vor anderen Aufgabenstellungen: die Entwicklung eines nachhaltigen und zentralen Stadtquartiers auf einer ehemaligen Gewerbefläche, welche von nationaler Verkehrsinfrastruktur (Schnellzug) durchzogen wird. Sergi Alegre, Stadtrat für Stadtentwicklung in El Prat de Llobregat, macht deutlich, dass vor allem die Beteiligung der Bürger_innen eine besondere Rolle im Planungsprozess spielt. Demnach soll sich der künftige Stadtteil und neues Zentrums der Metropolregion Barcelona durch eine dichtes ÖPNV-Netz, Fußgängerzonen, eine optimale Anbindung per Bahn und Pkw sowie durch Nutzungsmischung und eine heterogene Bevölkerungsstruktur auszeichnen. Die Nachhaltigkeit in der Bauweise und die Grünflächenplanung haben bei der Umsetzung des Masterplans für das Quartier höchste Priorität. Das Viertel wird zu über 50 Prozent aus Grünflächen bestehen und stellt damit den größten städtischen Spaniens dar.

In der anschließenden Podiumsdiskussion wird deutlich, mit welchen Herausforderungen und Problemen die Visionen einer nachhaltigen Stadtentwicklung konfrontiert werden. Gaby Morr, Geschäftsführerin der Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung mbH, betont, dass die Diskussion um eine neuen Definition von Dichte und Urbanität sowie die Möglichkeiten der optimalen Konzeption des ÖPNV von großer Bedeutung ist, in der Praxis aber oft auf die fehlende Akzeptanz von BürgerInnen und Verwaltung stößt. Ferner macht Kaan deutlich, dass die Instrumente der gegenwärtigen Stadtplanung oftmals nicht ausreichen, um nachhaltige Stadtentwicklungsprojekte voranzutreiben. Zudem sehen sich nachhaltige Projekte mit einem enormen bürokratischen Aufwand konfrontiert, der die Realisierung ökologischer Vorhaben behindert. Segri Alegre und Gaby Moor heben die Bedeutung der Bürgerbeteiligung und –aufklärung beim Planungsprozess hervor. „Eine umfangreiche und proffesionelle Kommunikation zwischen Stadt und Bürgern sowie mit privaten Akteuren für eine grüne und nachhaltige Stadtentwicklung ist notwendig.“

Ein Artikel von René Kreichauf

Die Diskussion fand im Rahmen der internationalen Konferenz „Greening the City- Strategien für einen Green New Deal der Städte“ statt.

Bamberg: Wege zur nachhaltigen Stadt: Erneuerbare Energien und ökologisches Bauen in einer alten Stadt

28. Juli 2010, Comments (0)

14. Oktober 2010, 19.00h
Bamberg, Harmonie, Spiegelsaal, E.T.A.-Hoffmann-Platz 1

Wege zur nachhaltigen Stadt: Erneuerbare Energien und ökologisches Bauen in einer alten Stadt

Im Gebäudebereich wird ein Drittel der Gesamtenergie in Deutschland verbraucht. Das heißt. Wer das Ziel der „nachhaltigen Stadt“ anstrebt, muss auch und gerade dort ansetzen. Und zwar beim Neubau genauso wie im Gebäudebestand, der energetisch zu sanieren und für erneuerbare Energien zu erschließen ist.

Mit der Umstellung auf eine erneuerbare Energiebasis werden sich auch die Strukturen und die Ästhetik der Städte ändern. Dies ist die zentrale These von Peter Droege, Professor für Architektur und Raumentwicklung an der Hochschule Liechtenstein. In seinem Buch „Die Erneuerbare Stadt – Anleitung für eine urbane Revolution“ beschreibt er, wie die Umstellung auf erneuerbare Energien zum beherrschenden Paradigma der Stadtentwicklung wird.

Wir wollen den Leitgedanken einer „Low Carbon Baukultur“ anhand bereits realisierter Projekte veranschaulichen und mit den Akteuren vor Ort diskutieren, ob und wie solche Modellprojekte auf einzelne Regionen und Städte übertragen werden können. Welche Projektansätze eignen sich vor Ort besonders? Welche politischen Anreize können gesetzt werden, damit ökologisches Bauen und Sanieren zum Regelfall wird und erneuerbare Energien eingesetzt werden? Wie erreichen wir ökologische Standards für den Bestand? Wie können wir auf den Denkmalschutz Rücksicht nehmen?

Und nicht zuletzt: Wie wirkt sich ökologisches Bauen und Sanieren im Sinne eines „Green New Deal“ auf die regionale Wirtschaft aus?

Referent:

  • Peter Droege, Professor für „Urban Sustainability, climate and Planning Education“ am Institut für Architektur und Raumentwicklung, Hochschule Liechtenstein, Mitglied im Weltrat für erneuerbare Energien

Diskussion:

  • Gabriele Pfeff-Schmidt, Kreisbaumeisterin Landratsamt Bamber
  • Heinrich Kemmer, Direktor, Stadtbau GmbH Bamberg
  • Dr. Manuel Haus, Gebäudeenergieberater (HWK), Umweltzentrum Tübingen e.V.

Moderation:

  • Heike Wohltmann, Plan-WerkStadt Bremen

Eintritt frei!

Green New Deal der Städte – Visionen für Berlin

28. Juli 2010, Comments (0)

Podiumsdiskussion
Freitag, 17. September 2010
Alte Feuerwache, Flughafen Berlin-Tempelhof,
Tempelhofer Damm 45, 12101 (Lageplan)

Der Green New Deal ist die Antwort auf die parallelen Krisen unserer Zeit. Er ermöglicht Antworten auf die Finanz- und Wirtschaftskrise, wie auch auf die globalen klimapolitischen Herausforderungen. Für den Green New Deal müssen alle Kräfter mobilisiert werden: Wir brauchen die besten Köpfe der Wissenschaft, das know-how und das Kapital der Wirtschaft, die Gewerkschaften, die Umwelt- und Sozialverbände und eine starke Öffentlichkeit. Nur so können wir in kurzer Zeit unser Wirtschaften vom Ressourcenverbrauch abkoppeln und unsere Emissionen drastisch reduztieren. Eine zentrale Bedeutung kommt dabei den Städten zu. Über 70% der Weltbevölkerung lebt in den Städten – Tendenz steigend.

  • Wie bündeln wir die notwendigen Kräfte, um die Transformation zu beschleunigen?
  • Dr. Eric Schweitzer Präsident der Industrie und Handelskammer Berlin
  • Ramona Pop MdA, Fraktionsvorsitzende BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Arbeitsmarktpolitische Sprecherin
  • Prof. Claudia Kemfert DIW, Abteilungsleitung Umwelt, Verkehr, Energie und Professorin für Energieökonomie an der Hertie School of Governance
  • Ralf Fücks Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung

Moderation:

  • Heike Wohltmann, plan-werkStadt, Büro für Stadtplanung und Beratung, Bremen

Die Podiumsdiskussion findet im Rahmen der Konferenz Greening the Cities – Strategien für einen Green New Deal der Städte statt.

Komm in die Gänge

5. Mai 2010, Comments (0)

Name des Projektes:
Komm in die Gänge

Anschrift des Projektes:
Gängeviertel e.V.
Valentinskamp 39
20355 Hamburg

Website des Projektes:
http://das-gaengeviertel.info

Beschreibung:
In der Hamburger Innenstadt sollten leerstehende denkmalgeschützte Altbauten neuen Büro- und Wohnungskomplexen weichen. Die Initiative Komm in die Gänge, eine KünstlerInneninitiative zur Erhaltung und Nutzung des Gängeviertels in der Hamburger Innenstadt, besetzte im Sommer 09 erfolgreich die zwölf Häuser und steht in Verhandlungen mit der Stadt. Seitdem finden in den Räumen Ausstellungen, Lesungen, Theater und Diskussionen statt. Die Initiative erstellte ein Nutzungs- und Finanzkonzept für die Instandsetzung mit dem Ziel, ein Kulturzentrum mit kostengünstigem Wohn- und Atelierraum zu schaffen.

Begründung:
Die Initiative Komm in die Gänge zeigt, wie es möglich ist, alte Bausubstanz wieder zu nutzen und nicht tatenlos dem Neubauboom und der einhergehenden Gentrifizierung zuzuschauen. Sie schafft Raum für Alle, die sich bei der Entwicklung ihrer Stadt, auch über das Gängeviertel hinaus, beteiligen möchten. Hier können Fragen nach der Zukunft der Stadt diskutiert werden.

Vorgeschlagen von:
Umdenken Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg

Green New Deal konkret: Ökologischer Umbau in der Landeshauptstadt München

22. April 2010, Comments (0)

Name des Projektes:
Ökologischer Umbau in der Landeshauptstadt München

Anschrift des Projektes:
Landeshauptstadt München
Rathaus
Marienplatz
80313 München

Website des Projektes:
http://www.muenchen.de/

Kurzbeschreibung:
Die Stadt München verfolgt seit mittlerweile 20 Jahren einen Kurs des ökologischen Umbaus, der sich in vielerlei unterschiedlichen Projekten niederschlägt: in der Abfallwirtschaft, beim Einsatz erneuerbarer Energien, in der Verkehrspolitik, beim Klimaschutz usw. Beispielsweise wurde mit Schlüssel-Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft in der Stadt München das Bündnis „München für Klimaschutz“ ins Leben gerufen. In der Verkehrspolitik allerdings könnten die Klimaschutzziele noch konsequenter umgesetzt werden.

Begründung, warum dieses Projekt aus unserer Sicht zum Green New Deal zählt:
Die rot-grüne Koalition in der Landeshauptstadt München, die vor kurzem ihr 20. Jubiläum feiern konnte, ist ein Musterbeispiel für einen kontinuierlichen Umbau auf kommunaler Ebene im Sinne des Green New Deal. In München konnte exemplarisch gezeigt werden, dass wirtschaftliche Prosperität, hohes Niveau der Lebensqualität und ökologisches Verantwortungsbewusstsein Hand in Hand gehen können.

Stichworte:
Münchens Green New Deal auf kommunaler Ebene

Vorgeschlagen von:
Petra-Kelly-Stiftung, Bayern

Umbau in Hamburg: Operation am offenen Herzen

20. April 2010, Comments (0)

„Wenn man bedenkt, wie lange all diese Gebäude schon stehen, wird klar, dass wir vor einer immensen Herausforderung stehen“. Christian Maaß, Staatsrat der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, zeigt aus dem Fenster des Rathauses auf die umgebenden Häuser. „In Hamburg“, sagt er, „hat man, wie überall, seit 200 Jahren buchstäblich auf Öl, Gas und Kohle gebaut. Entsprechend wurde die Infrastruktur ausgelegt“. (more…)

Bremen / Tagung: Glück und Krise

19. April 2010, Comments (0)

Freitag, 30. April 2010 von 14 – 20:00
Zur Dokumentation der Veranstaltung

Auch wenn aus heutiger Sicht, die Wirtschafts- und Finanzkrise uns in Deutschland noch nicht so getroffen hat, wie von vielen vorausgesagt, hat das Bewusstsein der Krise doch Denkbewegungen in verschiedene Richtungen neu belebt. Die Jahre des immer mehr und mehr brachten an der Spitze Menschen hervor, deren zentrale Eigenschaft die „Gier“ zu sein schien. Aber auch die vielen kleinen Leute, die Geld verloren haben, sind nicht frei davon geblieben. Die Suche nach dem höchste Gewinnversprechen hat auch sie gelockt, weil nur der Mensch ist, der viel hat und kauft. (more…)

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