Die Krise der Ökonomie, der Ökologie und der Gerechtigkeit verlangt einen Systemwechsel. Während die Regierung Zeit und Geld verschwendet, keimen an vielen Orten Ansätze für die Umorientierung zu einem ökologisch-sozialen Wirtschaften. Es ist kein Zufall, dass der Wirtschaftsnobelpreis 2009 Elinor Ostrom verliehen wurde, der Vordenkerin der Gemeingüter-Ökonomie.
Die Krisen schärfen das Bewusstsein für die Existenz und die Bedeutung von Gemeingütern: materielle, natürliche Ressourcen ebenso wie immaterielle, intellektuelle Ressourcen, die als Gemeinschaftsbesitz Grundlage unseres Wohlstandes sind.
Rund 60 Prozent der Erdoberfläche und damit ein Großteil aller natürlichen Gemeingüter werden von Land- und ForstwirtInnen genutzt und verwaltet. Klima, biologische Vielfalt, Boden-, Wasser- und Lebensmittelqualität, der Erhalt von Kulturlandschaft hängt von ihnen ab. Ernährungskrise und Klimawandel, Patentierung von Saatgut und DNA und Privatisierung wissenschaftlicher Erkenntnisse zeigen die zentrale Rolle von Land- und Forstwirtschaft beim Schutz von Gemeingütern.

Twitter
YouTube
Facebook
Flickr