21. Dezember 2011,
Comments (0)
Autorin: Doris Lorenz, freie Mitarbeiterin der Heinrich-Böll-Stiftung SH
Im Rahmen des 18. Grünen Salons ging es am 23.11.11 in Kiel darum, aus verschiedenen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Perspektiven das Konzept des Green New Deal auf das Land Schleswig-Holstein zu beziehen.
Schleswig-Holstein gilt wahrlich als „Musterländle“ für erneuerbare Energien. Allein deshalb war die Erwartungshaltung an Dr. Tamara Zieschang, Staatssekretärin im CDU-geführten Wirtschaftsministerium groß, dass sie den Ball ‚Green New Deal’ als Steilpass für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung des Landes aufnehmen würde. Dr. Zieschang ging auf diese Herausforderung aber kaum ein. Für sie liegt die Zukunftsperspektive des Landes vor allem im Erhalt und dem Ausbau der Standortqualität: Erreichbarkeit für Güter und Individualverkehr, Qualifikation durch Bildung sowie sichere und bezahlbare Energieversorgung bleiben aus ihrer Sicht die Gewährsträger für das angestrebte Wirtschaftswachstum.
Auch für Christoph Andreas Leicht, Präsident der IHK Schleswig-Holstein, verbleibt der Fokus der jetzigen und zukünftigen Wirtschaftskraft des Landes auf den drei traditionellen Branchen: Tourismus, Gesundheit und Ernährung. Zwar sei die Branche der erneuerbaren Energien in Schleswig-Holstein in den vergangen Jahren sehr gewachsen. Dies habe aber vor allem mit den Einspeisevergütungen zu tun, die er im Bereich Photovoltaik für überhöht hält. Denn durch die 20-jährige Vergütungsdauer müssten heute noch Milliarden für „veraltete“ Techniken bezahlt werden. (weiterlesen…)
Posted in Allgemein, Schleswig-Holstein Tags: Green New Deal, Wachstum, Wirtschaft
2. Dezember 2011,
Comments (0)
Di., 13.12.2011, 18 bis 20 Uhr
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), Gräfin-Dönhoff-Gebäude (Europaplatz 1), Hörsaal 1
Vortrag von Roland Zieschank im Rahmen der Interdisziplinären Ringvorlesung zum Thema Nachhaltigkeit
Die Erkenntnis setzt sich durch, dass zentrale Ziele einer nachhaltigen Entwicklung durch bisherige Formen des Wirtschaftens untergraben werden. Zugleich tragen wachstumsfixierte Wirtschaftssysteme auch im Zeichen der Finanzkrise immer weniger zur realen gesellschaftlichen Wohlfahrt bei. Vor diesem Hintergrund intensivieren sich auf internationaler wie auch nationaler Ebene die Diskussionen um neue Wachstums- und Wohlstandskonzepte, die zu überraschenden Schlussfolgerungen führen. Deutschland steht erst am Anfang, sich mit eigenen Vorschlägen zu positionieren. Der Vortrag befasst sich mit der Dynamik und den Argumentationslinien neuer Wohlstandskonzepte.
Der Referent Roland Zieschank ist seit 1990 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungszentrum für Umweltpolitik der FU Berlin. Seine Arbeitsschwerpunkte umfassen die Themenfelder Umweltberichterstattung, nationale Nachhaltigkeitsstrategien, Möglichkeiten der Integration von Umweltaspekten in die Entscheidungen gesellschaftlicher Akteursgruppen und politische Konzepte einer Verbesserung der Ressourcenproduktivität in Industriegesellschaften.
Posted in Allgemein, Brandenburg, Termine Tags: Wachstum, Wohlstand
1. Dezember 2011,
Comments (0)
Autor: Oliver Kossack, Grüne Hochschulgruppe der Universität Viadrina in Frankfurt/Oder
In der zweiten Vorlesung der von der Grünen Hochschulgruppe organisierten Ringvorlesung zum Thema Nachhaltigkeit an der Europa-Universität Viadrina war Julien Deroin vom Lehrstuhl für Politikwissenschaften an der Viadrina zu Gast und stellte seine Sicht auf das Verhältnis von nachhaltigem Wachstum und ökologischer Nachhaltigkeit dar. Eindrucksvoll zeigte er auf, wie die derzeitige Gesellschaft in Deutschland und Europa von dem Mythos eines stetigen, exponentiellen Wirtschaftswachstums geprägt ist und all ihr Handeln darauf ausrichtet.
Allerdings entspricht ein lineares Wirtschaftswachstum viel eher der Realität der letzten 50 Jahre in der Bundesrepublik. Und allein dieses ist momentan und zukünftig nur schwierig aufrecht zu erhalten. Denn mit den endlichen Ressourcen unseres Planeten ein unendliches Wachstum zu produzieren, erscheint allein schon herausfordernd. Zieht man dann den Rückgang der Bevölkerung und damit auch die Arbeitskraft hinzu, wird eine Steigerung der Wirtschaftsleistung noch unwahrscheinlicher. Zuletzt ging Deroin auf die Frage ein, ob stetiges Wachstum, selbst wenn es gelingen sollte, mit dem Ziel der ökologischen Nachhaltigkeit vereinbar ist, wobei er zu dem Schluss kam, dass diese beiden Komponenten, die in der politischen Landschaft über Parteigrenzen hinweg als „nachhaltiges Wachstum“ propagiert werden, nicht miteinander vereinbar sind. (weiterlesen…)
Posted in Allgemein, Brandenburg Tags: Nachhaltigkeit, Wachstum
7. Oktober 2011,
Comments (0)
Europa-Universität Viadrina, Raum AM 105, Frankfurt/Oder
Dienstag, 1. November 2011, 18 – 20 Uhr
Am 1. November wird Julien Deroin, Dozent am Lehrstuhl für Politikwissenschaft an der Europa-Universität Viadrina, die 2. Vorlesung im Rahmen der interdisziplinären Ringvorlesung zur Nachhaltigkeit an der Viadrina bestreiten. Dabei wird er der Frage nachgehen, ob das Streben nach einem ewigen Wachstum überhaupt möglich und sinnvoll ist. In seiner Vorlesung mit dem Titel „Abschied von der Wachstumsgesellschaft“ wird er näher auf den Begriff der „décroissance“ eingehen, der etwa mit Schrumpfung oder Wachstumsrücknahme ins Deutsche übersetzt wird. In Frankreich wird dieses Konzept, anders als in Deutschland, schon seit einiger Zeit in weiten Kreisen als Alternative zu immer währendem Wirtschaftswachstum diskutiert.
Zum Programm der Ringvorlesung
Posted in Allgemein, Brandenburg, Termine Tags: Nachhaltigkeit, Wachstum
7. September 2011,
Comments (0)
Mittwoch, 28. 9. 2011, 19:30 bis 21:30 Uhr
T-Werk, 14467 Potsdam, Schiffbauergasse 4e
mit Dr. Hermann Ott, MdB und Mitglied der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“, BÜNDNIS 90/Die Grünen
Wer nicht wächst, verliert, so das Mantra allerorten. In Zeiten kollabierender Tragwerke der Weltwirtschaft soll Deutschland als Wachstumslokomotive das schwächelnde Europa und auch gleich den globalen (Finanz-)Markt aus der Krise zerren. Doch schon seit längerem formiert sich Kritik an der einseitigen Fixierung auf Wirtschaftswachstum und hinterlässt ihre Spuren im internationalen Diskurs. Steigert der stetige Zuwachs an materiellen Gütern wirklich die individuelle Lebensqualität und lässt sich diese Strategie angesichts von Klimawandel, globalen Hungerkrisen und Verteilungskämpfen um Ressourcen rechtfertigen? Ein grundsätzliches Nachdenken hat begonnen: Liegt in der Verbindung von Ökonomie und Ökologie die Lösung? Und wie können wir uns auf nachhaltiges Wirtschaften umstellen – wenn wir wissen, was das ist?
Mit diesen Grundsatzfragen beschäftigt sich seit Anfang 2011 auch die Enquete-Kommission des Bundestages „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“. Sie soll den Stellenwert von Wachstum in Wirtschaft und Gesellschaft ermitteln, einen ganzheitlichen Wohlstands- und Fortschrittsindikator als Alternative zum BIP entwickeln und Perspektiven für ein nachhaltiges Wirtschaften aufzeigen. An diese Diskussionsstränge werden wir im Gespräch mit Dr. Hermann Ott, Mitglied des Bundestages für BÜNDNIS 90/Die Grünen und Mitglied der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“, anknüpfen.
Moderation: Inka Thunecke und Joachim Gessinger
Der Eintritt ist frei.
Eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung (Berlin) statt.
Posted in Allgemein, Brandenburg Tags: Wachstum, Wohlstand
29. August 2011,
Comments (0)
Workshop
1.10.2011, 10.00-13.00h
Kiel, Pumpe
im Rahmen der Konferenz “Eine andere Welt ist nötig! Wie wollen wir leben?” unter Federführung von attac
Der kritische Blick auf Wirtschaftswachstum schärft die Diskussion um Wohlstand, Lebensqualität und Zukunftsperspektiven und führt auch zu Überlegungen, wie neue Parameter zu ihrer Berechnung und Bewertung aussehen können. Hier gibt es mittlerweile eine ganze Reihe unterschiedlicher Vorschläge, beispielhaft auch für die Region Schleswig-Holstein. Sie können wichtige Impulse für eine gesellschaftliche Debatte und Leitlinie für zukunftsgerichtetes politisches Handeln sein. Das setzt voraus, dass sie globale Erfordernisse mit reflektieren und eine kritische Diskussion zu den alten – und zentralen – Fragen der Diskussion über ökonomisches Handeln initiieren oder weitertreiben. Es geht darum, wie, was und wo produziert wird, wer welchen individuellen Nutzen davon hat und was die gesellschaftlichen Folgewirkungen sind.
Diese Debatten wollen wir in unserem Workshop aufnehmen und weiterführen. Das wollen wir machen aus den Perspektiven der drei Organisationen, die diesen Workshop veranstalten:
- Bündnis Eine Welt (BEI)
- Nordelbisches Missionszentrum (NMZ)
- Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein
Wir haben als unsere Gesprächsgäste eingeladen:
- Prof. Dr. Hartmut Rosenau, Sprecher des Zentrums für Ethik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
- Dr. Andreas Tietze, MdL wirtschaftspolitischer Sprecher der grünen Landtagsfraktion in Kiel
Moderation: Sabine Haft und Martin Haasler
Vom 4. bis 6. Oktober findet das 4. Global Economic Symposium (GES) des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel statt (www.global-economic-symposium.org). Im Vorfeld, am 30. September und 1. Oktober, wird in der Kieler Pumpe die Konferenz „Eine andere Welt ist nötig! Wie wollen wir leben?“ unter Federführung von attac veranstaltet (www.andereweltistnoetig.de).
Für die Heinrich-Böll-Stiftung ist das Anlass und Option, Diskussionen und Verständigungsprozesse aktiv zu fördern und eigene Kompetenzen und Sichtweisen in die Debatten einzubringen. Wir beteiligen wir uns an dem GES und sind Kooperationspartner der Konferenz von attac.
Neben diesen beiden Veranstaltungen wird es zahlreiche weitere Projekte in Kiel geben, die internationale Fragen und unsere globale Verantwortung thematisieren werden. Weitere Informationen finden Sie im >> Flyer
Posted in Schleswig-Holstein, Termine Tags: Wachstum, Wohlstand
15. Juni 2011,
Comments (0)
Ein Artikel in der Mainzer Rhein-Zeitung berichtet über eine Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung Rheinland-Pfalz zum Thema “Das Märchen vom Aufschwung“. Im Rahmen des Open Ohr Festival in Mainz diskutierten am 12.6. Angelika Zahrnt (ehemalige Vorsitzende des BUND), Kay Bourcade (Institut für Wachstumsstudien), Carsten Kühl (Finanzminister Rheinland-Pfalz) und Ralf Fücks (Heinrich Böll Stiftung) über die Frage nach dem Wirtschaftswachstum und seinen Grenzen.
Die Heinrich Böll Stiftung hat zum Thema die aktuelle Broschüre “Grenzen des Wachstums – Wachstum der Grenzen” herausgegeben, die hier anzusehen und als pdf herunterzuladen ist.
Posted in Allgemein, Publikationen, Vor Ort Tags: Wachstum
10. Mai 2011,
Comments (0)
Eine Debatte mit Tim Jackson und Gerhard Schick
Do, 19. Mai, 19 Uhr
Literaturhaus, Breitscheidstr. 4, Stuttgart
1972 sorgte die Studie des Club of Rome zu den „Grenzen des Wachstums“ für Aufruhr.
Bis heute basieren aber Sozialstaat, Wohlstand und Fortschritt auf Wachstum. Das Wachstumsbeschleunigungsgesetz war die „alternativlose“ Antwort der Bundesregierung auf die schwerste Finanz- und Wirtschaftskrise seit 80 Jahren.
Und doch hat gerade die Krise Zweifel verstärkt, Fukushima gibt neuen Nachdruck und die Proteste um Stuttgart 21 lassen es anklingen: Ist es nicht gerade dieser Wachstumszwang, der die Grundlagen von Wohlstand gefährdet?
Wir diskutieren:
- Gibt es grünes Wachstum?
- Was bedeutet Wohlstand ohne Wachstum?
- Wie leben wir, wie produzieren wir, wie konsumieren wir?
Die Debatte wird in englischer und deutscher Sprache geführt, Simultanübersetzung wird angeboten.
Tim Jackson
studierte Mathematik, Philosophie und Physik und kam erst über die Umweltbewegung zur Volkswirtschaft. Er ist Professor an der University of Surrey/UK. Sein international beachtetes Buch “Wohlstand ohne Wachstum” erschien eben in deutscher Übersetzung, herausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung.
Es kommentiert:
Gerhard Schick, MdB, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.
Gesprächsleitung:
Annette Goerlich, Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg
Interview mit Tim Jackson auf Youtube
Eine Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung (Bundesstiftung) und dem British Council.
Auf Einladung des British Council führen Michael Hahn und Simon Straetker vor der Debatte ein Interview mit Tim Jackson. Der 21-jährige Michael Hahn, Jurastudent in Freiburg, nahm 2010 als “British Council Climate Champion” an einer Fachkonferenz für Wissenschaftsautoren in Kanada teil. Gymnasiast Simon Straetker (17) aus Löffingen beteiligte sich gleichfalls 2010 als „Global Changemaker” an einer Förderinitiative des British Council, die junge Aktivisten international bei der Umsetzung gemeinnütziger Projekte unterstützt.
Posted in Allgemein, Baden-Württemberg, Termine Tags: Wachstum, Wohlstand
3. Mai 2011,
Comments (0)
Die Clusterstudie leistet einen Überblick über die Bioenergie-Branche in Hessen. Dazu gehören, unter anderem, Angaben zur Unternehmensstruktur, den Beschäftigtenzahlen, der vorraussichtlichen Branchenentwicklung sowie dem Forschungsaufwand der Unternehmen und den staatlichen Forschungseinrichtungen in Hessen. Besonders auffälig ist hier die große Dyamik der noch jungen Branche: So hat sich zwischen 2002 und 2005 der Umsatz aller in der Branche tätigen Unternehmen in Hessen verhundertfacht (sic!). Es zeigt sich auch ein positives Stimmungsbild in einer Unternehmensbefragung: 68% der Unternehmen rechnen mit einer stabilen oder positiven Marktentwicklung.
In Auftrag gegeben von:
Hessisches Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz
Erstellt von:
Hessen Agentur GmbH
Kompetenzzentrum HessenRofstoffe e.V.
Zur Studie (PDF, 3,3MB)
Posted in Allgemein, Publikationen Tags: Cleantech, Energiewende, Green New Deal, Wachstum, Wirtschaft
1. Mai 2011,
Comments (0)

70.000 Arbeitsplätze – das ist nach Ansicht der Autoren das Nettobeschäftigungspotenzial durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland bis 2020. Das Groß wird dabei mittelständischen Betrieben zugerechnet – so wie die Branche insgesamt stark durch KMUs geprägt ist. Die Differenzkosten der Erneurbaren Energien werden – so das vorliegende Papier – schon im Jahr 2020 kleiner gleich Null liegen. Zusätzlich finden sich Aussagen zur regionalen Verteilung der Beschäftigungseffekte, wobei diese aufgrund der schlechten Datenlage nur Annäherungen darstellen.
Erstellt von:
Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), Stuttgart
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Stuttgart
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin
Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS), Osnabrück
In Auftrag gegeben von:
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Zur Studie (PDF, 5,1 MB)
Posted in Allgemein, Publikationen Tags: Energiewende, Green New Deal, Soziales, Wachstum, Wirtschaft, Wohlstand