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Artikel getagged mit ‘Wachstum’

Wirtschaftswachstum: Gut, böse oder einfach Tatsache?

15. Juni 2011, Comments (0)

Ein Artikel in der Mainzer Rhein-Zeitung berichtet über eine Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung Rheinland-Pfalz zum Thema „Das Märchen vom Aufschwung„. Im Rahmen des Open Ohr Festival in Mainz diskutierten am 12.6. Angelika Zahrnt (ehemalige Vorsitzende des BUND), Kay Bourcade (Institut für Wachstumsstudien), Carsten Kühl (Finanzminister Rheinland-Pfalz) und Ralf Fücks (Heinrich Böll Stiftung) über die Frage nach dem Wirtschaftswachstum und seinen Grenzen.

Die Heinrich Böll Stiftung hat zum Thema die aktuelle Broschüre „Grenzen des Wachstums – Wachstum der Grenzen“ herausgegeben, die hier anzusehen und als pdf herunterzuladen ist.

Stuttgart: Wohlstand ohne Wachstum?

10. Mai 2011, Comments (0)

Eine Debatte mit Tim Jackson und Gerhard Schick


Do, 19. Mai, 19 Uhr
Literaturhaus, Breitscheidstr. 4, Stuttgart

1972 sorgte die Studie des Club of Rome zu den „Grenzen des Wachstums“ für Aufruhr.

Bis heute basieren aber Sozialstaat, Wohlstand und Fortschritt auf Wachstum. Das Wachstumsbeschleunigungsgesetz war die „alternativlose“ Antwort der Bundesregierung auf die schwerste Finanz- und Wirtschaftskrise seit 80 Jahren.

Und doch hat gerade die Krise Zweifel verstärkt, Fukushima gibt neuen Nachdruck und die Proteste um Stuttgart 21 lassen es anklingen: Ist es nicht gerade dieser Wachstumszwang, der die Grundlagen von Wohlstand gefährdet?

Wir diskutieren:

  • Gibt es grünes Wachstum?
  • Was bedeutet Wohlstand ohne Wachstum?
  • Wie leben wir, wie produzieren wir, wie konsumieren wir?

Die Debatte wird in englischer und deutscher Sprache geführt, Simultanübersetzung wird angeboten.

Tim Jackson
studierte Mathematik, Philosophie und Physik und kam erst über die Umweltbewegung zur Volkswirtschaft. Er ist Professor an der University of Surrey/UK. Sein international beachtetes Buch „Wohlstand ohne Wachstum“ erschien eben in deutscher Übersetzung, herausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung.

Es kommentiert:
Gerhard Schick, MdB, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Gesprächsleitung:
Annette Goerlich, Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg

Interview mit Tim Jackson auf Youtube

Eine Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung (Bundesstiftung) und dem British Council.

Auf Einladung des British Council führen Michael Hahn und Simon Straetker vor der Debatte ein Interview mit Tim Jackson. Der 21-jährige Michael Hahn, Jurastudent in Freiburg, nahm 2010 als „British Council Climate Champion“ an einer Fachkonferenz für Wissenschaftsautoren in Kanada teil. Gymnasiast Simon Straetker (17) aus Löffingen beteiligte sich gleichfalls 2010 als „Global Changemaker“ an einer Förderinitiative des British Council, die junge Aktivisten international bei der Umsetzung gemeinnütziger Projekte unterstützt.

Clusterstudie Bioenergie Hessen

3. Mai 2011, Comments (0)

Die Clusterstudie leistet einen Überblick über die Bioenergie-Branche in Hessen. Dazu gehören, unter anderem, Angaben zur Unternehmensstruktur, den Beschäftigtenzahlen, der vorraussichtlichen Branchenentwicklung sowie dem Forschungsaufwand der Unternehmen und den staatlichen Forschungseinrichtungen in Hessen. Besonders auffälig ist hier die große Dyamik der noch jungen Branche: So hat sich zwischen 2002 und 2005 der Umsatz aller in der Branche tätigen Unternehmen in Hessen verhundertfacht (sic!). Es zeigt sich auch ein positives Stimmungsbild in einer Unternehmensbefragung: 68% der Unternehmen rechnen mit einer stabilen oder positiven Marktentwicklung.

 

In Auftrag gegeben von:

Hessisches Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz

 

Erstellt von:

Hessen Agentur GmbH
Kompetenzzentrum HessenRofstoffe e.V.

 

Zur Studie (PDF, 3,3MB)

Erneuerbare Energien: Arbeitsplatzeffekte

1. Mai 2011, Comments (0)

70.000 Arbeitsplätze – das ist nach Ansicht der Autoren das Nettobeschäftigungspotenzial durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland bis 2020. Das Groß wird dabei mittelständischen Betrieben zugerechnet – so wie die Branche insgesamt stark durch KMUs geprägt ist. Die Differenzkosten der Erneurbaren Energien werden – so das vorliegende Papier – schon im Jahr 2020 kleiner gleich Null liegen. Zusätzlich finden sich Aussagen zur regionalen Verteilung der Beschäftigungseffekte, wobei diese aufgrund der schlechten Datenlage nur Annäherungen darstellen.

 

 

 

 

Erstellt von:

Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), Stuttgart
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Stuttgart
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin
Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS), Osnabrück

 

In Auftrag gegeben von:

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

 

Zur Studie (PDF, 5,1 MB)

Dresden: Lebensqualität und Wohlstand – warum Wachstum nicht mehr viel weiter hilft

12. November 2010, Comments (0)

Im Rahmen der Reihe „Kapitalismus heute – und morgen?

Vortrag von Prof. Dr. Hans Diefenbacher, Uni Heidelberg/ Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft

08.12. 2010, 18.00h
Staatsschauspiel Dresden, Kleines Haus, Glacisstraße 28

Eintritt frei

Für ein nachhaltiges Verständnis von Wachstum scheint auch eine Neujustierung der Wohlstandsmessung notwendig. Der umfassende »Nationale Wohlfahrtsindex« erweitert den traditionellen Indikator »Bruttoinlandsprodukt« (BIP) u.a. um ökologische sowie soziale Variablen und zeigt: Trotz eines Wachstums des BIP ist die Wohlfahrt in Deutschland aufgrund von Umweltschäden und wachsender sozialer Ungleichheit rückläufig.

Veranstalter:
Weiterdenken Heinrich Böll Stiftung Sachsen in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Internationale Politik der TU Dresden und Staatsschauspiel Dresden

Neustrelitz: Wirtschaft ohne Wachstum?

1. November 2010, Comments (0)

Vortrag und Diskussion in Rostock mit Dr. Niko Paech

Datum: Mi, 10.11.2010, 19.30 – 22.00h
Ort: Kachelofenfabrik Neustrelitz

Die „Grenzen des Wachstums“ wurden Anfang der siebziger Jahre zum heißen Thema. Nun kehrt die Wachstumsfrage zurück. Wir wissen, dass wirtschaftliches Wachstum negative Auswirkungen auf die ökologischen Lebensgrundlagen hatte und hat. Ein „Weiter so“ kann es nicht geben. Wir wissen aber auch, dass es in unserem aktuellen Wirtschaftssystem ohne Wachstum zu massiven Problemen bei den sozialen Sicherungssystemen, den öffentlichen Finanzen und am Arbeitsmarkt kommen kann. Kann also eine Entkoppelung von Ressourcenverbrauch und Wachstum gelingen? Schließt Wachstum Gerechtigkeitslücken? Macht es glücklich? Dr. Niko Paech, Wirtschaftswissenschaftler mit Schwerpunkt Nachhaltigkeitsforschung an der Uni Oldenburg, regt an inne zu halten und empfiehlt ein Zeitalter der Entrümpelung und Entschleunigung. Im Gespräch wollen wir diskutieren, wie das gelingen kann, welche politischen Konzepte und welche Entscheidungen und Veränderungen auch im persönlichen Bereich dafür nötig sind.

Veranstalter: Heinrich Böll Stiftung Mecklenburg-Vorpommern
in Kooperation mit der Evangelischen Akademie MV e.V. und Eutopia e.V.

Rostock: Wirtschaft ohne Wachstum?

22. Oktober 2010, Comments (0)

Vortrag und Diskussion in Rostock mit Dr. Niko Paech

Datum: Dienstag, 9. November 2010, 19.30-22.00h
Ort: Universität Rostock, Ulmenstr. 69, 18057 Rostock, HS 224

Die „Grenzen des Wachstums“ wurden Anfang der siebziger Jahre zum heißen Thema. Nun kehrt die Wachstumsfrage zurück. Wir wissen, dass wirtschaftliches Wachstum negative Auswirkungen auf die ökologischen Lebensgrundlagen hatte und hat. Ein „Weiter so“ kann es nicht geben. Wir wissen aber auch, dass es in unserem aktuellen Wirtschaftssystem ohne Wachstum zu massiven Problemen bei den sozialen Sicherungssystemen, den öffentlichen Finanzen und am Arbeitsmarkt kommen kann. Kann also eine Entkoppelung von Ressourcenverbrauch und Wachstum gelingen? Schließt Wachstum Gerechtigkeitslücken? Macht es glücklich? Dr. Niko Paech, Wirtschaftswissenschaftler mit Schwerpunkt Nachhaltigkeitsforschung an der Uni Oldenburg, regt an inne zu halten und empfiehlt ein Zeitalter der Entrümpelung und Entschleunigung. Im Gespräch wollen wir diskutieren, wie das gelingen kann, welche politischen Konzepte und welche Entscheidungen und Veränderungen auch im persönlichen Bereich dafür nötig sind.

Veranstalter: Heinrich Böll Stiftung Mecklenburg-Vorpommern
in Kooperation mit der Evangelischen Akademie MV e.V. und Eutopia e.V.

Bremen: Glück und Krise

31. Mai 2010, Comments (0)

Vom Glück

Das durchschnittliche Glücksempfinden bzw. die Zufriedenheit der Menschen in entwickelten Ländern nimmt schon lange nicht mehr zu, obwohl sich die durchschnittlichen Einkommen mit dem Wirtschaftswachstum stets weiter erhöhen. Mathias Binswanger belegte diese These zu Beginn der Tagung mit empirischen Studien für die westliche Welt: die Grenze für den Zusammenhang von Glück und Geld liegt bei einem Jahreseinkommen von etwa 20.000 € (netto). Danach heißt mehr Netto nicht mehr Glücksempfinden.

Im Gegenteil: Viele Menschen streben generell nach einem immer höheren Einkommen, machen freiwillig Überstunden. Sie können sich damit immer mehr Produkte und Dienstleistungen kaufen. Dabei sind es nichtkäufliche Faktoren wie Liebe, Erfolg, Gesundheit oder Schönheit, die das Glücksempfinden und die Zufriedenheit steigern, wie Studien belegen. Die Werbung präsentiert ständig Menschen, die dank neuer Produkte, Seminare, Kurse oder Diäten liebesfähiger, erfolgreicher, schöner und gesünder werden. Die damit geweckten hohen Erwartungen setzten viele unter zusätzlichen Erfolgs- und Leistungsdruck.
Das empfundene Glück ist also nicht allein an wirtschaftlichen Erfolg oder gar ein wachsendes Einkommen geknüpft. Folgt daraus: weniger Geld, weniger Stress, weniger Leistungsdruck führen zu mehr Glück? Weniger ist mehr!

Postwachstumsgesellschaft

Was bedeutet das für unsere auf Wachstum setzende Ökonomie? Brauchen wir ein Wirtschaftswachstum, um der Bevölkerung zu mehr Glück und Zufriedenheit zu verhelfen? Ist mit Wirtschaftswachstum die ökologische Wende und Reduzierung der Treibhausgase möglich?

Jan Priewe, Prof. an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, widerspricht der Schlussfolgerung „weniger ist mehr!“ in Bezug auf das Wachstum. Das Bruttosozialprodukt (BIP) als Indikator für Wachstum, gibt den Gesamtwert aller Güter und Dienstleistungen an, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums innerhalb der Volkswirtschaft hergestellt werden und dem Verbrauch zur Verfügung stehen. Es sagt nichts über die Verteilung von Einkommen oder Arbeitsleistung aus. Damit ist es kein Maß für Wohlstand oder Glück.
Es gilt vielmehr darüber nachzudenken, wie möglichst viele an der wirtschaftlichen Produktion partizipieren können, um ihnen ein geregeltes Einkommen zu geben. Bei einer Stagnation des BIP, also einem „Nullwachstum“, ist die Teilhabe an der wirtschaftlichen Produktion nur durch Umverteilung von Arbeit oder Einkommen möglich. Bei steigender Arbeitsproduktivität wird erwartet, dass ein größerer Anteil der Bevölkerung in Lohn und Brot kommt.

Ein steigendes BIP verspricht zudem steigende Steuereinnahmen, die u.a. den wohlfahrts- und sozialstaatlichen Leistungen zur Verfügung stehen.
Fazit: Es gibt keine ernsthafte Alternative zum Wachstum. Die Frage ist vielmehr, wie ein Wachstum erreicht werden kann, das soziale und ökologische Qualitäten berücksichtigt und die nationale Verteilung der Arbeit und des Einkommens zum Ausdruck bringt.

Die Europäische Union muss bis 2050 ihre CO2-Emissionen um 80 bis 90 Prozent senken. Es sei „unplausibel“, dieses Ziel „auf steigendem Wachstumspfad“ zu erreichen, meint Wolfgang Sachs, Wissenschaftler am Wuppertalinstitut für Klima, Umwelt und Energie. Ein Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent pro Jahr führt in 40 Jahren zu einer Verdoppelung der Emissionen, rechnet er vor. Auch Effizienzsteigerungen helfen da wenig: „Natürlich werden wir immer effizienter, aber es entstehen indirekte und direkte Rebound-Effekte.“ Das bedeutet, dass die Einsparungen, die durch Effizienz erreicht werden, durch einen höheren Verbrauch kompensiert werden. Sachs verdeutlicht dies am Auto: „Wenn mein Auto weniger Benzin verbraucht, kann ich mir leisten, mehr Kilometer zu fahren.“ Was im Kleinen gilt, lässt sich auch auf das Große übertragen: Unternehmen, die durch Effizienzsteigerungen Kapital einsparen, geben es für andere Dinge aus. Daher müsse man „skeptisch gegenüber der Effizienz-Rhetorik“ sein

Es gibt verschiedene Aspekte, warum Wirtschaftswachstum problematisch ist. Ganz zentral ist der ökologische Aspekt, meint Matthias Schmelzer vom Attac Koordinierungskreis. Die CO2-Reduktion ist mit wachsendem Bruttosozialprodukt nicht möglich. Die derzeitigen technischen Innovationen reichen bei Weitem nicht aus, um eine derartige Reduktion des CO2-Ausstoßes bei gleichzeitigem Wirtschaftswachstum zu ermöglichen. Wenn wir bis 2050 eine Wirtschaft wollen, die ein gerechtes Leben für alle Menschen auf diesem Planeten ermöglicht, müssen wir jetzt damit anfangen, emanzipatorische Konzepte für eine Ökonomie jenseits des Wachstums zu entwickeln.

Nullwachstum und Innovation

Können Unternehmen unter den Bedingungen eines Nullwachstums überleben? Dazu waren Hannes Koch, Wirtschaftsjournalist, und Rainer Knoll, mittelständischer Unternehmer aus Bremen, in Teilen unterschiedlicher Meinung.

Aktiengeführte Unternehmen streben nach Wachstum und Gewinnsteigerungen. Sie sind den Aktionären gegenüber verpflichtet, deren Kapital zu vermehren. Für die meisten Personenunternehmen stellte ein Nullwachstum kein Problem dar. Nicht das Wachstum ist entscheidend für die Sicherung des Unternehmens sondern die Innovationsfähigkeit, waren sich Koch und Knoll einig.

Dennoch ist die Frage zu klären, wie die Innovation finanziert wird. Forschung, die Weiterentwicklung technischer Anlagen und die Fortbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Kosten, die berücksichtigt werden müssen. Sie gehören in die kaufmännische Kalkulation, benötigen aber keineswegs immer neues Wachstum.
Zur Tagung wurden zahlreiche mittelständische Unternehmen vorgestellt, die nach sozial-ökologischen Maßstäben wirtschaften. Dazu gehörte auch das Wirtschaftsmagazin „Enorm – Wirtschaft für den Menschen“. Es widmet sich „der laufenden Debatte um eine moderne, sozial und ökologisch nachhaltige Ökonomie“. Im Mittelpunkt der Berichterstattung stehen dabei Macher, Projekte und Unternehmen, die sich Social-Business-Modellen und ethischem Wirtschaften verpflichtet fühlen. Ein Beitrag, Glück und Arbeit auch in wirtschaftlichen und ökologischen Krisenzeiten zusammenzubringen.

Nachhaltiges Wachstum – Wachstum der Zukunft?

29. Mai 2010, Comments (0)

Podiumsdiskussion im Rahmen der Konferenz „Die Große Transformation – Greening the Economy“
Berlin, 29.05.2010 Heinrich-Böll-Stiftung

Das Abschlusspodium der Konferenz “Die große Transformation – Greening the Economy” ist der Auftakt der Debattenreihe zum Thema “Wohlstand, Wachstum und Gemeingüter“.

Die Welt steht vor einem enormen Bevölkerungswachstum. Bis 2050 wird die Weltbevölkerung auf ca. 9 Milliarden Menschen anwachsen, die ihre materiellen Grundbedürfnisse allerorts befriedigt wissen wollen. Das generiert ein enormes Wachstum. Die Herausforderung ist, dieses Wachstum vom Naturverbrauch abzukoppeln. Bei einer nahezu Verdopplung der Weltwirtschaft ist dabei gleichzeitig der CO2 Verbrauch zu halbieren.

Wie sollen unsere nationalen Herausforderungen ohne Wachstum finanziert werden beispielsweise: Haushaltskonsolidierung und steigende Ausgaben im Gesundheitssystem aufgrund der demografischen Entwicklung? Werden die Mittel knapper, wird der soziale Frieden gefährdet – der Verteilungskampf um die knappen Budgets würde eröffnet.

Aber: Haben die bestehenden Krisen nicht gezeigt, dass unser Model von Wachstum überholt ist? Wie können wir ein neues Kapitel zu nachhaltigem, grünen Wachstum aufschlagen? Welche Akteure und Allianzen sind notwendig, diesen Prozess in Gang zu bringen?

Jiahua Pan, Senior Fellow und Vizedirektor, Research Centre for Sustainable Development
(RCSD) an der Chinese Academy of Social Sciences (CASS)
Michael Ettlinger, Vizepräsident für Wirtschaftspolitik, Center for American Progress
Derek Eaton, Programme Officer, UNEP / DTIE – Economics & Trade Branch
Ralf Fücks, Vorstand, Heinrich-Böll-Stiftung

Moderation: Gerhard Schick, Mitglied des Bundestages BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Dresden: Debatte – Wohlfahrt für alle? Wohlstandsillusionen und neue Wachstumskonzepte

21. Mai 2010, Comments (0)

Di. 1. Juni 2010,
Dresden, Kleines Haus – Foyer, Glacisstraße 28

Wohlfahrt für alle?
Wohlstandsillusionen und neue Wachstumskonzepte

In unserer Reihe diskutieren wir die Zusammenhänge von Wohlstand, Wachstum und Gemeingütern. Für ein nachhaltiges Verständnis von Wachstum scheint auch eine Neujustierung der Wohlstandsmessung notwendig. Der umfassende „Nationale Wohlfahrtsindex“ erweitert den traditionellen Indikator „Bruttoinlandsprodukt“ (BIP) u.a. um ökologische sowie soziale Variablen und zeigt: Trotz eines Wachstums des BIP ist die Wohlfahrt in Deutschland aufgrund von Umweltschäden und wachsender sozialer Ungleichheit rückläufig. Wie helfen diese Erkenntnisse bei der Neuausrichtung der Wirtschafts- und Sozialpolitik? Wie könnte ein nachhaltiges Zusammenspiel von Wachstum, Wohlstand und Wohlfahrt aussehen?

20.00 Vortrag Roland Zieschank, FU Berlin

Podiumsdiskussion:

  • Ronald Zieschank, er arbeitet als Projektleiter an der Forschungsstelle für Umweltpolitik der Freien Universität Berlin; zu seinem Schwerpunkt gehört die Entwicklung nationaler Umweltindikatoren sowie Nachhaltigkeitsstrategien; zusammen mit dem Wirtschaftswissenschaftler Hans Diefenbacher entwarf er den Nationalen Wohlfahrtsindex für Deutschland.
  • Reinhard Bütikofer, MdEP Bündnis 90/Die Grünen, macht den Green New Deal zu einem europäischen Thema.

Moderation: Vera Gaserow, freie Journalistin

Eine Videozusammenfassung der Debatte finden Sie hier.

Die Veranstaltung ist Teil der Debattenenreihe Wohlstand, Wachstum, Gemeingüter

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