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Frankfurt: Klimaschutz in Kommunen – Energiewende, Finanzierung und Vernetzung

6. Juli 2010, Comments (0)

Klimaschutz in Kommunen – Energiewende, Finanzierung und Vernetzung

Freitag, 24. September 2010, 13.30 Uhr bis 19.00 Uhr
Stadtwerke, Kurt-Schumacher-Str. 8, Frankfurt am Main

Derzeit erleben wir den Beginn der „dritten industriellen Revolution“. In ihrem Zentrum steht die Art und Weise, wie wir in Zukunft mit Energie umgehen wollen: effizient, dezentral und erneuerbar muss sie sein. Die großen, zentralen, unflexiblen Energieerzeuger und deren Versorgungsstrukturen werden an Bedeutung verlieren. Energieerzeugung und -verbrauch müssen vor Ort, in den Kommunen und Regionen gebündelt werden. Von dort aus wird die Umgestaltung der fossilen Ökonomie ausgehen.

In den Kommunen wird sich zeigen, wie wir in Zukunft wirtschaften wollen und unseren Wohlstand mit neuen Lebensstilen bewahren können – ohne unsere Lebensgrundlagen hier und anderswo zu zerstören. Für einige ist das schon Alltag, für andere noch Neuland. Wir zeigen deshalb, wie die Kommunen eine Vorreiterrolle bei der Umgestaltung für den Klimaschutz einnehmen können.

Die Umstellung auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien senkt den künftigen Verbrauch fossiler und nuklearer Energien, benötigt aber hohe Investitionen. Dieses Milliardenprogramm für den Klima- und Ressourcenschutz und für neue Arbeitsplätze wird nicht nur „Offshore“ umgesetzt. Es muss vor allem in den Kommunen und Regionen investiert werden. Wenn Energiekonzerne Milliarden in Kohlekraftwerke investieren wollen – wer investiert statt dessen Milliarden in dezentrale Kraftwerke? In Zeiten knapper kommunaler Kassen werden die Kommunen eine wichtige Rolle zur Organisation der Transformation spielen, aber diese nicht allein finanzieren können. Hier sind alte und neue Akteure und Finanzierungsformen gefragt.

Wie können neue Energiefonds oder Bürgerbeteiligungen geschaffen werden, um kommunale Einrichtungen und den Gebäudebestand zu modernisieren? Welche Banken
unterstützen neue Finanzierungsformen? Unter welchen Bedingungen können Public-Private-Partnerships sinnvolle Instrumente für eine gerechte Mittelbeschaffung und -verwendung sein? Wer sind die Träger der Projekte – die Kommunen, deren Stadtwerke, Bürgervereine, Genossenschaften oder Beteiligungsgesellschaften? Wie lassen sich Kooperationen schaffen? Wie können neue Beteiligungsformen auch mehr Energie-Demokratie schaffen? Und schließlich: Wird die neue Energiewelt zum Privileg der reichen Kapitalanleger oder können breite Kreise der Bevölkerung mitmachen?

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen der Austausch und die Vernetzung der unterschiedlichen Akteure, um neue Kooperationen zu fördern.

Programm

13.00h Ankunft und Imbiss
13.30h Begrüßung
Dr. Manuela Rottmann, Dezernentin für Umwelt und Gesundheit der Stadt Frankfurt a. M.
13.45h Green New Deal für die Kommunen – Einführung in die Thematik
Tarek Al-Wazir, Landes- und Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Hessen
14.00h Erneuerbare Stadt: Die Energie-Revolution als Paradigma der Stadtentwicklung

Podiumsdiskussion mit:
Tarek Al-Wazir, MdL
Prof. Dr. Irene Peters, Hafen City Universität Hamburg – IBA-Fachbeirat Hamburg Klima und Energie
Dr. Christof Riess, Handwerkskammer Rhein-Main, Frankfurt a. M.
Dr. Harry Lehmann, Leiter des Fb Umweltplanung und
Nachhaltigkeitsstrategien im Umweltbundesamt, Dessau (angefragt)

15.30h Kaffeepause
15.45h Panel I: Wer soll das alles machen? Weit mehr als CO2-Reduzierung – Klimaschutz in der Kommune

Impulsreferate von:
Jens Lattmann, Deutscher Städtetag, Berlin
Michael Lengersdorf, juwi Holding AG, Wörrstadt (angefragt)

17.15h Kaffeepause
17.30h Panel II: Wer soll das bezahlen? Auf der Suche nach neuen Beteiligungs- und Finanzierungsformen für Klimaschutz in der Kommune

Impulsreferate von:
Martina Kürig, GLS-Bank, Frankfurt a. M.
Diethardt Stamm, Grüne Zukunft Wetterau
Dr. Dieter Becker, Bioenergiedorf Breuberg-Rai-Breitenbach eG

Moderation der Panels: Dr. Werner Neumann, Leiter des Energiereferats der Stadt Frankfurt a. M.
19.00h Ausklang: Vernetzung bei Häppchen und Getränken

Information und Anmeldung (bis 20. September 2010):
Heinrich-Böll-Stiftung Hessen e. V.
Niddastr. 64, 60329 Frankfurt am Main
Tel.: 069/ 23 10 90
Ralf Zwengel
E-Mail: zwengel[at]hbs-hessen.de

Tagungsgebühr:
Euro 10,-, ermäßigt Euro 5,- (Studierende, Auszubildende, Erwerbslose usw.).
In der Tagungsgebühr sind Imbiss und Getränke enthalten.

Bitte Tagungsgebühr auf folgendes Konto überweisen:
Heinrich-Böll-Stiftung Hessen e.V.
Stichwort: GND
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 100 205 00, Konto-Nr.: 3320400

Frankfurt: Podiumsdiskussion – Wieviel Europa braucht der Euro?

29. Juni 2010, Comments (0)

Wieviel Europa braucht der Euro?
Schuldenkrise, Euro-Krise und die Zukunft einer nachhaltigen Wirtschafts- und Finanzpolitik in Europa

Freitag, 9. Juli 2010, 19.30 Uhr
Café im Kunstverein, Steinernes Haus am Römerberg, Markt 44
Frankfurt am Main

Griechenland, Schuldenkrise und die Sorgen über die finanzielle Situation anderer Euro-Staaten verursachen Aufruhr in der Euro-Zone. Die Auseinandersetzungen darüber, wie die Krise am besten bewältigt werden kann, hat nationale Vorbehalte wiederbelebt und verstärkt und birgt damit die Gefahr eines politischen Auseinanderdriftens der EU.

Gut 10 Jahre nach Schaffung der Europäischen Währungsunion steht diese vor einer ernsten Bewährungsprobe: Was heißt „europäische Solidarität“ angesichts der Überschuldungskrise europäischer Staaten? Wie und zu welchen Bedingungen sollten überschuldete Mitgliedsstaaten unterstützt werden? Welche Möglichkeiten der Unterstütztung gibt es für Mitgliedstaaten wie etwa Ungarn und Lettland, die sich – außerhalb der Euro-Zone – ebenfalls in einer schwierigen Lage befinden? Welche Auswirkungen haben „Rettungspakete“ für Griechenland oder andere Staaten der EuroZzone auf die stabilitätsorientierte Politik der Europäischen Zentralbank?
Brauchen wir neue europäische Instrumente zur Bekämpfung der Finanzkrise? Brauchen wir stärkere finanz- und wirtschaftspolitische Koordinierungsmechanismen wie z.B. eine europäische Finanzaufsicht? Kann eine Währungsunion ohne gemeinsame Finanz- und Wirtschaftspolitik überhaupt funktionieren?
Wir wollen im Grünen Salon darüber diskutieren, welche kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen geeignet sind, um Wege aus der Euro-Krise aufzuzeigen und wie angesichts der globalen Finanzkrise Eckpfeiler einer nachhaltige Finanz- und Wirtschaftspolitik in Europa aussehen könnten.

Gäste:

  • Dr. Nicolaus Heinen, Deutsche Bank Research, Schwerpunkt Europäische Wirtschafts- und Währungspolitik (angefragt)
  • Ulrike Herrman, wirtschaftspolitische Korrespondentin der taz, Berlin
  • Dr. Gerhard Schick, finanzpolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag, Berlin

Moderation:
Thomas Losse-Müller, Finanzsektorexperte bei der Weltbank und Mitglied im Landesvorstand der Grünen in Hessen, Frankfurt am Main

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Green New Deal-Projekts des Heinrich-Böll-Stiftungsverbundes statt.

Die ökologische Transformation ist bezahlbar

17. Mai 2010, Comments (0)

Es ist eine Gespensterdebatte. Politiker von Union und FDP, Lobbyisten der Energiekonzerne und auch manche Medien behaupten, die Erneuerbaren Energien würden Milliarden Euro verschlingen, ohne dass dies einen entsprechenden Nutzen habe. Die Förderung der Öko-Energien diene dazu, die Konten von Windkraftbetreibern und Solarproduzenten zu füllen, den Bürgern und Verbrauchern aber würde sie eher schaden. Mit dem Argument der „Überförderung“ begründet die schwarz-gelbe Regierung, dass sie die Einspeisevergütung für Solarstrom kürzen will. (more…)

Green New Deal konkret: UmweltBank AG

21. April 2010, Comments (0)

Name des Projektes:
UmweltBank AG

Anschrift des Projektes:
Laufertorgraben 6
D-90489 Nürnberg

Website des Projektes:
http://www.umweltbank.de

Kurzbeschreibung:
Die UmweltBank verbindet professionelles Bankmanagement mit ökologischer und sozialer Verantwortung. Die UmweltBank setzt sich für Klimaschutz und den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen ein. Sie finanzieren ausschließlich ökologische Zukunftsprojekte im Bereich Erneuerbare Energien aus Wind, Wasser, Sonne und Biomasse. Im Mittelpunkt des Geschäftsbetriebes stehen ethisch-ökologisch verantwortbare Geldanlagen und die professionelle Finanzierung von Umweltprojekten.

Begründung, warum dieses Projekt aus unserer Sicht zum Green New Deal zählt:
Gerade in Zeiten, in denen der Bankensektor als Mitverursacher der globalen Finanzkrise einer berechtigten Generalkritik unterzogen wird, ist es um so wichtiger, auf alternative Ansätze für das Bankgeschäft zu verweisen. Die Umweltbank erscheint in dieser Perspektive vorbildlich und modellhaft. Wenn schon Banken, dann müssen sie so arbeiten wie die Umweltbank.

Stichworte:
Ökologisch und rentabel Geld anlegen

Vorgeschlagen von:
Petra-Kelly-Stiftung, Bayern

Bremen / Tagung: Glück und Krise

19. April 2010, Comments (0)

Freitag, 30. April 2010 von 14 – 20:00
Zur Dokumentation der Veranstaltung

Auch wenn aus heutiger Sicht, die Wirtschafts- und Finanzkrise uns in Deutschland noch nicht so getroffen hat, wie von vielen vorausgesagt, hat das Bewusstsein der Krise doch Denkbewegungen in verschiedene Richtungen neu belebt. Die Jahre des immer mehr und mehr brachten an der Spitze Menschen hervor, deren zentrale Eigenschaft die „Gier“ zu sein schien. Aber auch die vielen kleinen Leute, die Geld verloren haben, sind nicht frei davon geblieben. Die Suche nach dem höchste Gewinnversprechen hat auch sie gelockt, weil nur der Mensch ist, der viel hat und kauft. (more…)

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