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Green New Deal für die Chemieindustrie?

18. November 2010, Comments (1)

Probleme – Chancen – Perspektiven

Wer aus der Umweltbewegung kommt und vielleicht schon ein bisschen älter ist, der denkt beim Wort „Chemieindustrie“ bestimmt an Seveso, Bhopal oder Sandoz. Katastrophale Chemieunfälle dieser Art hat es glücklicherweise in der jüngeren Vergangenheit nicht mehr gegeben – und auch ansonsten scheint die chemische Industrie die Zeichen der Zeit erkannt zu haben. Das war jedenfalls der Eindruck, den eine Diskussion der Petra-Kelly-Stiftung in Burghausen inmitten des südostbayerischen „Chemiedreiecks“ vermittelte.

Dass sich die alten „Frontstellungen“ weitgehend aufgelöst haben, das zeigte auch Carl-Otto Gensch vom Öko-Institut in Freiburg in seinem einleitenden Vortrag (Präsentation als PDF-Datei hier zum Herunterladen) auf. Zwar tragen Produkte der chemischen Industrie weiterhin zur Schadstoffproblematik bei, z.B. die halogenorganischen Verbindungen oder auch hormonell wirksame Umweltchemikalien wie Bisphenol A. Und auch der hohe Energieverbrauch der Chemiebetriebe sei nach wie vor ein Problem für den Klimaschutz. (more…)

Rückblick: Debattenreihe "Die grüne industrielle Transformation"

26. Oktober 2010, Comments (0)

Wege zur grünen industriellen Transformation sowie Hindernisse auf diesem Weg diskutierten die Heinrich-Böll-Stiftungen in drei Veranstaltungen in Köln unter dem Titel „Die grüne industrielle Revolution bricht an“, in Eisenach zum Thema „Wege aus der Doppelkrise: Die Zukunft der Automobilindustrie“ und in Potsdam unter der Überschrift „Energiewende innovativ und sozial gestalten: Neue Energiekonzepte und regionale Wertschöpfung“. Den roten Faden durch die Veranstaltungsreihe zog Ulrike Herrmann, taz.

Bei der Auftaktveranstaltung in Köln stand die Frage nach den zentralen industriepolitischen Weichenstellungen zu einer grünen industriellen Revolution im Mittelpunkt. Welche Erwartungen hat die Industrie an die Politik, und wie kann die Politik Anreize und Rahmenbedingungen für den Wandel schaffen? Diese Fragen diskutieren Reinhard Bütikofer, MdEP, Bündnis 90/Die Grünen, Carl-Otto Gensch, Öko-Institut e.V. und Mitautor der Studie „Sustainable Industrial Policy: Governing the Green Revolution“, und Hendrik Biebeler, Institut der deutschen Wirtschaft. Es wurde betont, wie wichtig die Schaffung von geeigneten Rahmenbedingungen für die industrielle Transformation sei. Dabei gehe es darum, Bedingungen zu schaffen, damit die Gesellschaft den Wandel mittrage und voranbringe – zumal von einer industriellen Transformation nicht alle gleichermaßen profitieren würden. Als mögliche Steuerungsmechanismen wurden u. a. die Bereiche Standardsetzung, Verbote von nicht effizienten Produkten, Vergabe von Fördermitteln/Subventionen sowie Förderung von Forschung- und Entwicklung nach Nachhaltigkeitskriterien, Öko-Labelling, aber auch der Emissionshandel diskutiert. Dabei kritisierte Bütikofer die Bundesregierung, die sich auf europäischer Ebene erst als Klimaretterin gab, dann aber die Erwartungen in keiner Weise erfüllte, sondern inzwischen eher einen Bremsklotz darstelle.
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Green New Deal Konkret: Jetcar Zukunftsfahrzeug GmbH

20. Oktober 2010, Comments (0)

Jetcar Zukunftsfahrzeug ist eine brandenburgische Tüftlerschmiede, die sich auf die Entwicklung und Produktion möglichst sparsamer Autos spezialisiert hat. Schon seit 2003 wird der Zweisitzer Jetcar 2.5 in niedriger Stückzahl gefertigt, der durch besonders aerodynamische und leichte Bauweise nur 2,5 Liter auf 100 km verbraucht. Seit Februar 2010 ist nun auch ein Elektromodell des Jetcars bestellbar. Es hat eine Reichweite von über 200 km und ist innerhalb von 2 Stunden zu 80 % wieder aufgeladen.

Begründung:
Während in anderen Bereichen kleine Fortschritte erkennbar sind, steigen die CO2-Emissionen des Verkehrssektors in Deutschland immer weiter an. Ein Umsteuern im Sinne des Green New Deals ist dringend notwendig. Auch wenn sie nicht für den Massenmarkt produziert werden, zeigen die Jetcars im Kleinen, dass sich niedrige CO2-Emissionen mit guten Fahrleistungen verbinden lassen, und haben so eine wichtige Beispielfunktion. Besonders das Jetcar Elektro überzeugt durch eine hohe Reichweite, die bisher das größte Hindernis bei Elektrofahrzeugen darstellt.

Vorgeschlagen von:
Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg

Anschrift des Projektes:
Jetcar Zukunftsfahrzeug GmbH
Dorfstraße 53
16816 Nietwerder

Website des Projektes:
http://www.jetcar.de/

Erfurt: Brauchen wir einen "Green New Deal"? Wie sieht die Industriepolitik der Zukunft aus?

3. September 2010, Comments (0)

Dienstag, 12.10.2010, 18.00-20.00 Uhr
Erfurt, Café Nerly, Marktstr. 6

Umweltverträgliche und ressourcenschonende Technologien sind in den vergangenen
Jahrzehnten eine Wachstumsbranche der deutschen Wirtschaft geworden – nicht zuletzt durch politisch gewollte öffentliche Förderung. Die Hoffnung dahinter lautet, einerseits mit moderner Technik global wettbewerbsfähig zu bleiben und andererseits einen Beitrag zum Ausgleich zwischen Wirtschafts- und Umweltinteressen zu leisten.

Ob und vor allem wie man in diese Richtung steuern und investieren sollte, ist gegenwärtig in der Debatte. Trotz der allseits akzeptierten Forderung nach einer ökologisch verträglichen Industriepolitik sind deren Inhalte und Instrumente zwischen Parteien und verschiedenen Interessengruppen höchst umstritten sind. In der Forderung nach einem „Green New Deal“ sehen die einen lediglich ein politisches Schlagwort zur Subventionssicherung. Andere verbinden damit ein industriepolitisches Konzept für den komplexen Ausgleich zwischen Arbeitsplatzsicherheit, Wirtschaftlichkeit, Zukunftsfähigkeit und Umweltschutz oder sogar den Kern für eine beschleunigte ökologisch-soziale Transformation der Marktwirtschaft.

Diskussionsforum mit:
Fritz Kuhn, MdB Stellv. Vorsitzender der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen
Matthias Machnig, Thüringer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Technologie

Moderation:
Dietmar Grosser, Leiter der Wirtschaftsredaktion der Thüringer Allgemeine

Zur Diskussion über die Ausgestaltung einer zukünftigen Industriepolitik laden die
Friedrich-Ebert-Stiftung Thüringen und die Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen herzlich ein.

Weitere Informationen und Anmeldung auf:
www.fes-thueringen.de
www.boell-thueringen.de

Burghausen: Green New Deal für die Chemieindustrie?

30. August 2010, Comments (0)

Probleme – Chancen – Perspektiven
Vortrag und Podiumsdiskussion

11. November 2010 – 19:00h
Burghausen, Helmbrechtsaal

Der Green New Deal hat das Ziel eines ökologischen Umbaus der Industriegesellschaft. Dieses Ziel stellt für die Chemieindustrie eine besondere Herausforderung dar. Hier geht es nicht nur darum, die eigenen Produktionsabläufe energieeffizient und ressourcenschonend zu gestalten. In diesem Industriezweig muss zusätzlich auch ein Wechsel eingeleitet werden von der erdölbasierten Kunststoffchemie hin zu einer Produktion, die auf nachwachsende Rohstoffe baut.

  • Wie stellt sich die Chemieindustrie diesen Herausforderungen?
  • Welche Folgen wird ein solcher Umbau für die Arbeitsplätze haben?
  • Welche Chancen und Perspektiven bietet der Green New Deal für diese Branche?
  • Kann sich die Chemieindustrie vom einstigen „ökologischen Schmuddelkind“ zu einem verheißungsvollen grünen Leitmarkt entwickeln?

Diese Fragen, die in einer Region wie dem südostbayerischen Chemie-Dreieck besonders brisant sind, wollen wir mit regionalen Akteuren, Wissenschaftlern und Politikern diskutieren.

Referent:
Karl-Otto Gensch, Leiter des Bereichs „Produkte und Stoffströme“ im Öko-Institut, Freiburg

Kommentare und Diskussion:
Dr. Willi Kleine, Betriebsleiter Wacker-Chemie, Burghausen
Harry Klein, Konzernbetriebsratsvorsitzender, Wacker-Chemie AG
Dieter Janecek, Landesvorsitzender Bündnis 90/ Die Grünen Bayern

Moderation:
Markus Koch M.A., KommExpert – PR & Marketingkommunikation

Eintritt frei!

Eine Veranstaltung der Petra-Kelly-Stiftung und der Heinrich-Böll-Stiftung.

Ecocraft

7. Juni 2010, Comments (0)

Name des Projektes:
Ecocraft

Anschrift des Projektes:
Ecocraft Automotive GmbH
Adolf-Osterheld-Straße 25-29
31515 Wunstorf
Tel. 05031-97968-0
info@ecocraft-automotive.de

Website:
www.ecocraft-automotive.de

Beschreibung:
Die EcoCraft Automotive GmbH & Co. KG ist ein deutscher Kleinhersteller von Elektroautos. Ecocraft entwickelte den Kleintransporter Eco Carrier in verschiedenen Varianten; dabei handelt es sich um den ersten in Deutschland in Serie gefertigten Elektro-Kleinlaster.

Begründung:
Mit der Herstellung von Elektro-Kleintransportern bietet Ecocraft eine energieeffiziente Alternative im Transportwesen. Das Unternehmen ist damit ein Pionier im Bereich der Elektromobilität; es führt vor, dass die Branche schon heute wirtschaftlich arbeiten kann. Wenn Elektroautos mit Strom aus erneuerbaren Energien betankt werden, können sie einen Beitrag zu deren Ausbau leisten – und wenn sie in ein System vernetzter Mobilität mit öffentlichen Verkehrsmitteln eingebunden werden, auch einen wichtigen Schritt hin zu größerer Nachhaltigkeit im Transportwesen.

Vorgeschlagen von:
Stiftung Leben & Umwelt | Heinrich Böll Stiftung Niedersachsen auf Hinweis von Enno Hagenah, MdL

Marburg: Nachhaltigkeit beginnt beim Design

20. Mai 2010, Comments (0)

Veranstaltungsreihe: Konsum und/oder Ethik. Was macht Konsum nachhaltig?

Nachhaltigkeit beginnt beim Design

Bernd Draser (Lehrbeauftragter für Philosophie, ecodesign-Akademie für Gestaltung, Köln)

24. Juni 2010, 18.00
im Hörsaal 110, Hörsaalgebäude, Biegenstraße 14, Marburg

>>> Weitere Veranstaltungen dieser Reihe

Video von der Debatte in Eisenach: Die Zukunft der Automobilindustrie

12. Mai 2010, Comments (1)

Eisenach steht für die Auf- und Umbrüche in der deutschen Automobilindustrie: Wo seit 1898 der später zum „DDR-Mittelklassewagen mutierte Wartburg hergestellt wurde, entstanden 1992 moderne Produktionsanlagen für den Opel Corsa. Im Eisenacher Opel-Werk arbeiten derzeit ca. 1800 Beschäftigte, insgesamt hängen am Autobauer und seinen Zulieferern in der Region ungefähr viermal so viele Arbeitsplätze. Seit Beginn der Wirtschafts- und Finanzkrise kommt auch der Opel-Standort Eisenach jedoch nicht mehr aus der Diskussion. Dabei geht es zumeist um die kurz- und mittelfristige Sicherung von Arbeitsplätzen.
Wie jedoch kann eine langfristige Sicherung von Arbeit und Mobilität gelingen, die auch den Erfordernissen des globalen Umwelt- und Klimaschutzes gerecht wird und gleichzeitig realistisch an vorhandene industrielle Strukturen anschließt?

Mit:

  • Weert Canzler, Wissenschaftszentrum Berlin, Mitautor der Studie Grüne Wege aus der Autokrise. Vom Autobauer zum Mobilitätsdienstleister
  • Karl Nestmeier, Vorstand der Smiles-AG, ehemals CityCom Elektromobile GmbH
  • Harald Lieske, Vorsitzender Betriebsrat Opel Eisenach
  • Michael Lewald, Werkleiter Opel Eisenach

Moderation: Ulrike Herrmann, taz

Bericht über die Debatte in Eisenach

11. Mai 2010, Comments (0)

In der tlz Eisenach ist ein Bericht über die Debatte in Eisenach zum Thema „Wege aus der Doppelkrise: Die Zukunft der Automobilindustrie“ erschienen. Es diskutierten Weert Canzler, Karl Nestmeier, Harald Lieske und Michael Lewald.

Ein Video von der Veranstaltung bringen wir in den nächsten Tagen an dieser Stelle.

Video von der Debatte in Köln: Die grüne industrielle Revolution beginnt

6. Mai 2010, Comments (0)

Im Kölner Kunsthaus Rhenania diskutierten Reinhard Bütikofer, MdEP, Bündnis 90/Die Grünen, Carl-Otto Gensch, Öko-Institut e.V., Mitautor der Studie “Sustainable Industrial Policy: Governing the Green Industrial Revolution” und Dr. Hendrik Biebeler, Institut der deutschen Wirtschaft Köln

Moderation:
Ulrike Herrmann, die tageszeitung

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie hier.

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